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Poesie

Michelle, (vor 9432 Tagen)

Ein Pilzfräulein im Walde

Es stand ein Pilzfräulein im Walde
so ganz allein und ohne Grund
bis eines Tag´s sich zu ihr gesellte
ein Bär mit einem groooßen Mund.

Das Pilzfräulein total verwirrt
zuerst, weil´s wirklich nicht verstand
was wohl der Bär so überlegen
an ihr dem kleinen Fräulein fand.

So ging es eine ganze Weile
mit vielem Lachen hin und her
-Bär sagt zu ihr, was alles richtig
und auch zu ihrem Nutzen wär.

Für eine Freundschaft und Symbiose
gab sie doch all´s was in ihr steckt
nur nach einer gewissen Zeit
des Bären Taten sie erweckt.

Am Anfang biß er nur ins Knie
und dann ein Stück vom Kopf noch runter
Doch Fräulein immer noch im Bann
verzeiht ihm alles und tut munter.

Pilzfräulein, ja doch nicht dumm
bemerkte wie da irgendwann
ihr doch was fehlte, - die Symbiose
und alle Hoffnung dann zerrann.

Doch der Bär verspürt nur Hunger
auf alles was „genießbar" ist
ob dieser oder jener Pilz
das ist egal, nur das ihr´s wißt.

Und die Moral von der G´schicht
„Trau lieber Bären Worte nicht"

wenn sich noch jemand von Euch für Gedichte interessiert
mal reinschauen www.lichtpoesie.de

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Re: Poesie

Huperzia ⌂, (vor 9432 Tagen) @ Michelle

Ein hübscher Knollenblätterpilz,
stand mal in unserem Wald,
weißer Hut und weißer Hals,
er war noch gar nicht alt.

Da kam an einem schönen Tag,
ein Fräulein angegangen,
weil sie so gerne Pilze mag,
wollt sie welche fangen.

Von weitem schon, da sah sie ihn,
und wollte ihn betrachten,
wollt ihn von vorn und hinten sehn,
und alles gut beachten.

Und als sie ihn ansah mit Augen so lieblich,
die Vögel sie sangen, es war schönes Wetter,
die ganze Welt drumherum war friedlich,
da röteten sich seine Blätter.

Das Fäulein, sie war natürlich erhaben,
und wußte mit großer Sicherheit,
ein Knolli kann keine roten Blätterchen haben,
jaja, sie wußte Bescheid.

Ein Champingon sei es, der ihr da begegnet,
so pflückte sie schnell ihre Beute ab....
....und heute im Winter, ach ja, da regnet
leise der Regen aufs Grab.

Und die Moral von der Geschicht,
trau nie einem Verliebten nicht.

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Re: Poesie

Michelle, (vor 9432 Tagen) @ Huperzia

Ein hübscher Knollenblätterpilz,
stand mal in unserem Wald,
weißer Hut und weißer Hals,
er war noch gar nicht alt.
Da kam an einem schönen Tag,
ein Fräulein angegangen,
weil sie so gerne Pilze mag,
wollt sie welche fangen.
Von weitem schon, da sah sie ihn,
und wollte ihn betrachten,
wollt ihn von vorn und hinten sehn,
und alles gut beachten.
Und als sie ihn ansah mit Augen so lieblich,
die Vögel sie sangen, es war schönes Wetter,
die ganze Welt drumherum war friedlich,
da röteten sich seine Blätter.
Das Fräulein, sie war natürlich erhaben,
und wußte mit großer Sicherheit,
ein Knolli kann keine roten Blätterchen haben,
jaja, sie wußte Bescheid.
Ein Champingon sei es, der ihr da begegnet,
so pflückte sie schnell ihre Beute ab....
....und heute im Winter, ach ja, da regnet
leise der Regen aufs Grab.
Und die Moral von der Geschicht,
trau nie einem Verliebten nicht.

Pilzfräulein:

"Der Regen wird wohl in dem Grunde,
nichts ändern an der Pilzfrau´Stunde.
der Bär wird fressen, ohne Gnade,
des kleinen Pilzes Inneres mit Made.

Nachdem der Bär sie aufgezehrt,
sie sich dann etwas and´rem nähert
Der Regen ihr nicht wehtun kann,
weil sie ein and´res Leben fand.

Ob Mensch, ob Tier, ob Champignong
sie weiß, so wie die Zeit begann,
Der Winter, Grab mit Regen schürt
das nur zum neuen Leben führt.

Wenn Champignongs so auf die Schnelle,
vergessen,das für alle Fälle,
Symbiose zählt und nicht der der Bär
dann wird´s des kleines Pilzes mehr,

Wenn dieser Bär aus Märchenwelt
doch diesem etwas nur gefällt.
Um rote Blätterchen zu haben,
sollte der Bär sich einfach fragen:

"Warum es so ist in der Welt,
daß´s Leben eines and´ren zählt"

vielleicht wächst Pilzfräulein dann wieder,
und er macht auch kein´ Pilz mehr nieder!

Danke für die Bereicherung und Inspiration
Michelle

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Re: Poesie

Huperzia ⌂, (vor 9432 Tagen) @ Michelle

In nächsten Herbst in unserm Wald,
was sah man da im Laube?
Es war schon feucht, doch gar nicht kalt,
da sah man eine Haube.

Doch nee, oh weh, das kann nicht sein!
Dort steht der hübsche Mörder
den führte doch das Fräulein heim
und kam seither nicht wieder.

Ich sprach ihn an: "Du Mörder du!
du kannst nicht zweimal leben!"
Der Hübsche hörte mir kaum zu,
das sei nicht sein Bestreben.

Dann grinst er frecht und sagte nur,
"Sie hat nicht mich gegessen.
Ich blieb doch hier in dieser Flur,
man hat mich nur vergessen!

Was sie nahm war Hut und Stiel,
ich selbst blieb unversehrt,
denn ICH bin nämlich das Mycel,
was sich im Boden mehrt.

Drum wachse ich in jedem Jahr,
erneut aus diesem Boden,
und bin als Pilz schon wieder da,
erneut emporgehoben."

"Warum," so sprach ich "hast du sie,
die du so innig liebtest,
ermordet ohne Poesie?
Ich denk, daß das ganz mies ist!

Kennst du denn nicht die Geschichte
vom Pilzefräulein und dem großen Bär,
weiter oben gibt´s davon Berichte,
es ist nicht allzulange her.

Es ist die Symbiose, die Liebe sein läßt,
sonst ist sie nur trocken und kalt,
die Symbiose selbst ist ein Freudensfest,
ich wünscht sie mir auch hier im Wald."

Der Knolli scholt mich und lachte mich aus:
"Du Mensch du erbärmlicher traust dich!
Du glaubst wohl du kennst dich da besser aus?
Der Symbiosenfachmann bin immernoch ICH!

Ich lebe verbunden in inniger Liebe,
mit dieser alten Eiche dort,
ich ihr Wasser und Nährstoffe gebe,
sie gibt mir Zucker immerfort.

Und lieber Mensch, du mußt mir schon,
nach deiner Art und Weise,
die kleine Verliebtheit von damals nachsehn,
denn die Liebe zur Eiche ist wunderschön,
doch fehlt mir die ´Götterspeise´.

Die Eiche ist alt, sie reizt nicht so sehr,
meine jugendlichen Sinne,
da kam dieses feine Fräulein daher,
ich war sofort dahinne.

Drum rat ich den Menschen, nun wirklich sehr,
die Sporen zu messen vor jedem Verzehr.
Und find´t man ´nen Pilz, den es gar nicht gibt,
so ist dieser wohl nur verliebt."

Und die Moral von der Geschicht:
Eßt lieber keine Pilze nicht!

(Danke ebenfalls für die Bereicherung und Inspiration an Michelle.)

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Re:Ich applaudiere Euch beiden ganz doll:-)

Doris Kreißl, (vor 9432 Tagen) @ Huperzia

- kein Text -

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Poesie - das Ende

Michelle, (vor 9431 Tagen) @ Doris Kreißl

Gegenstück

"Der liebe Bär"

Der Bär saß nun allein im Walde
das Mitleid wurmt ihn auch schon balde,
gedacht der vielen schönen Stunden
die mit dem Fräulein er empfunden.

So sitzt er lang und denkt an sie
die vorher doch um Hilfe schrie.
Ich wollt´s nicht hören, denkt er sich
weil ich´s nicht kenn,wenn man zer-bricht.

denn lustig nur war doch mein Leben
und immer war ich überlegen.
Doch sieht man in des Bären Herz
dann kann man sehen auch den Schmerz.

Tief bereuend nun die Tat
weil er doch nun kein Fräulein hat.
Da siehe was kommt hier hervor
ein kleines Fräulein, wie zuvor.

Sie sagt zu ihm: Da bin ich wieder,
er beugt sich sacht zu ihr hernieder.
und sanft er streichelt ihren Hut
das gibt dem Pilzchen wieder Mut.

Und aus den Augen Tränen schossen
beim Fräulein mit den Sommersprossen
und auch so eine winz´ge Träne
fiel in des Bären krause Mähne.

Da Pilze immer wieder sprießen
Soll Bär und Mensch sie auch genießen.
Und die Moral von der Geschicht
schreib nie und nimmer ein Gedicht...

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Re: Poesie - das Ende

Heide, (vor 9429 Tagen) @ Michelle

Pilze mag ich besonders leiden
weil sie schweigen ......

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Re: Poesie - das Ende

hansuwe, (vor 9429 Tagen) @ Heide

Pilze mag ich besonders leiden
weil sie schweigen ......

Heidelein scheint kein Pilz zu sein.

hansuwe

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Re: Poesie - das Ende

Heide, (vor 9429 Tagen) @ hansuwe

so it is ......... ;-))

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Re: Poesie

abraxas, (vor 9432 Tagen) @ Huperzia

Ich bin der Knollenblätterpilz,
soweit war das schon richtig.
Ich zerstöre Leber, Milz,
und and'res was euch wichtig.

Doch seh ich nicht sehr lecker aus
und bin auch wohlbekannt.
Wer glaubt ich wär ein Gaumenschmaus,
der ist halt hirnverbrannt.

Doch habe zwei Verwandte ich,
braun, mit weißen Flecken;
der eine schmeckt und sättigt dich,
der andere läßt verrecken.

Deren Mycel, das mischt sich oft,
die Pilze sind auch ähnlich;
D'rum kommt es leicht und unverhofft,
zur Verwechslung nämlich.

Es ist reine Notwehr nur,
zu zeigen was passiert:
Wer nicht stirbt, der deliriert,
wenn meine "edlen" Brüder er
Jahr für Jahr kastriert.