Hallo Hartmut,
herzlichen Glueckwunsch, muss ein toller Fund sein. Das "muss" im
vorigen Satz deshalb, weil der Pilz sowohl mir als auch der oberschlauen
Wikipedia vollkommen unbekannt ist. Selbst beim googlen des lateinischen
Namens kamen gerademal 40 Treffer.
Vielleicht kannst du oder koennten andere Experten mal kurz etwas dazu
schreiben.
- Inwieweit ist er mit den Tuber-Arten oder der Maeandertrueffel verwandt?
- Wie ist sein kulinarischer Wert im Vergleich zu oben genannten?
- Wie weit verbreitet ist er in unseren heimischen Gefilden?
- Wie habt ihr ihn gefunden? Rein zufaellig oder gibt es bestimmte
Indikatoren?
Vielen Dank im voraus.
Carabus
Hallo Carabus
Vielen Dank. Ich bin zwar "Kratz-Neuling", aber trotzdem will ich von meiner wenigen Erfahrung berichten.
- Wie ist sein kulinarischer Wert im Vergleich zu oben genannten?
die "Trüffel" roch nach zwei Tagen liegenlassen sehr angenehm hefeartig. Ich weiß nicht, ob dieses in der Literatur vermerkt ist. Fliegie hat sich getraut, den Pilz zu kosten, und war angenehm überrascht. Die Täublingstrüffel gehört zu den Russulales Kreisel und ist eng gesehen eine Täublingsart, die sich im Laufe der Zeit an ein unterirdisches Wachsen "gewöhnt" hat. Hierzu hatten wir erst kürzlich einen sehr interessanten Vortrag von Dr. Dörfelt gehört.
- Wie weit verbreitet ist er in unseren heimischen Gefilden?
Dieser Pilz ist in der Pilzflora von Sachsen Anhalt m.E. noch nicht vermerkt, jedoch bin ich mir sicher, daß Hypogäenjäger wie Gunnar diesen Pilz schon längst gefunden hat. In Baden Württemberg wohl wenige Funde, und und ...ist der Pilz wirklich so selten? Ich kann es nicht beurteilen. Nur wer scharrt schon stundenweise im Wald herum und sucht diese Murmeln.
- Wie habt ihr ihn gefunden? Rein zufaellig oder gibt es bestimmt Indikatoren?
Das optimale ist wohl ein Trüffelhund, die Schweine sind wohl zu gefräßig. Und dann gibt es noch die Trüffelfliege. Aber wer kann schon auf Hilfe dieser Tiere rechnen?
So wie ich es nun mehrmals gesehen habe:
der Boden ist wichtig, kalkhaltig sollte er sein, da gibt es wohl zumindest mehr Arten.
Auf Fehlstellen im Bewuchs achten (freie Stellen), Wühlstellen und Kuhlen, wo sich das Wasser stauen kann.
Mit einer Harke leicht die Erde wegharken und dabei genau den Boden beobachten, die Teile sind relativ klein.
Mit etwas Glück und vor allem Ausdauer findet man was, auch wenns dauert.
Und wenn man dieses schon lange macht, wie Jochen, dann hat man einfach einen blick dafür, wo etwas sein könnte.
Die ertragreichsten Gehölzer sollen sein: Hasel, Linde, Buche, Hainbuche.
LG Hartmut