Hallo Peter,
Zu denken gibt diesbezüglich aber der Schlüssel des wundersamer Weise
kürzlich doch noch erschienenen Bandes Nr. 5 der Großpilze
Baden-Württembergs. Hier kommt man, mit nichts Weiterem als deinem einen
Foto versehen, schnurstracks über 1., 2. nach 3.: Agaricus
pseudopratensis, dem Falschen Wiesen-Egerling. Nun ja, wenn er im Laubwald
gefunden wurde, hätte der deutsche Name wohl seine Berechtigung
.
Auf dieselbe Art stößt man mit demselben Schlüssel aber auch über 1., 2*, auf
6. Da ist der Fkp. kleiner (> 5 cm Hutdurchmesser), heller (aber nicht
unbedingt feiner); nach der „Lex jesko“ also ein „sonstiges Huhn.
das verstehe ich nicht so recht. Ich komme bei dem Schlüssel über 1. zu -> 2, dort mit 2. wegen des pigmentierten/geschuppten Hutes zu 3, dort wegen des nicht gedrungenen und wenig knolligen Stieles zu 4. Dort kann man wegen der nicht bekannten Zystidenmaße nicht weitergehen. Schließt man aber A. moelleri aus, weil der keine Brauntöne hat, sondern grauschwarz geschuppt ist, dann würde man mit den breiteren Cheilos zu 5 gehen, und dort die Wahl zwischen A. xanthoderma oder -> 59 haben. Bei 59 kommt man dann zu A. impudicus oder A. phaeolepidotus. Die Art ist im Prinzip über zwei Wege zu erreichen, einmal über die Karbolegerlings-Schiene mit dem gelben Stielfleisch, zum anderen (weil das oft nur schwach ausgeprägt ist) über das Röten des apikalen Stielbereiches.
beste Grüße,
Andreas