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Schleimkopf mit großen zitronenförmigen Sporen

Älbler, (vor 5752 Tagen)

Liebe Pilzfreunde,

habe hier einen unbestimmten Schleimkopf vom letzten Herbst. Ich weiß nicht mal, in welche Sektion ich den einordnen muss.

Hut: ocker-jutefarben und gleichzeitig faserig-wollig, nicht schleimig, stark an Cortinarius luhmanni erinnernd
(deshalb habe ich ihn auch einmal mit diesem zusammen als Mischkollektion fotografiert *grins*).

Stiel: mit wolligen Velumresten, besonders Stielbasis wie gestiefelt aussehend.

Sporen: zitronenförmig, deutlich warzig, 10,4-11,8-13,2 x 5,8-6,6-7,3 my; Q = 1,6-1,8-2,0; Vm = 266,3 my³.

Standort: Haargersten-Buchenwald auf Kalk, zusammen mit C. luhmanni.

Viele Grüße
Christian

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Foto Hutoberfläche

Älbler, (vor 5752 Tagen) @ Älbler

... hier die Mischkollektion mit Cortinarius luhmanni:

Der mittlere Fruchkörper, von dem die Hutoberfläche sichtbar ist, gehört zu dem hier diskutierten Fund.

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Re: Foto Hutoberfläche

Andreas ⌂, (vor 5752 Tagen) @ Älbler

Hallo Jürgen,

für mich wäre das ebenfalls C. luhmannii. Was gefällt Dir daran nicht?

beste Grüße,
Andreas

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Re: Foto Hutoberfläche

Älbler, (vor 5752 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Die Sporen gefallen mir nicht. Müssten die bei luhmannii nicht amygdaloid und kleiner Sein?

Gruß
Christian

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Re: Foto Hutoberfläche

Andreas ⌂, (vor 5752 Tagen) @ Älbler

Hallo Christian,

stimmt natürlich.
Ich hatte nicht kapiert, wie Du das mit der Mischkollektion meintest. Wenn ich recht verstehe, dann sind die blaulamelligen umgedrehten C. luhmannii, aber der, dessen Hutoberfläche man sieht, ist der großsporige?
Tja, wäre natprlich schön, man hätte ein paar Angaben zur KOH-Reaktion oder Geruch. C. foetens wäre vielleicht eine Option, aber auch da sind die SPoren eigentlich zu groß. Der echte C. caesiogriseus würde da passen, aber den kenne ich nicht.
Jedenfalls wäre Dein Pilz wohl in die Sektion Glaucopodes einzuordnen, eventuell auch bei den Caerulescentes - nach der herkömmlichen Einteilung.

beste Grüße,
Andreas

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Foto Stielbasis

Älbler, (vor 5752 Tagen) @ Älbler

... jetzt noch das Füßchen:

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Foto Sporen

Älbler, (vor 5752 Tagen) @ Älbler

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Re: Schleimkopf mit großen zitronenförmigen Sporen

Günter Saar, (vor 5751 Tagen) @ Älbler

Lieber Christian,

vergleiche Deinen Fund doch mal mit C. anserinus - aus der noch aufzustellenden Sektion "Amoenolentes".
Ungewöhnliche Formen häufiger Arten (und C. ans. ist eine der häufigeren Phlegmacien in unseren Lalk-Buchenwäldern) kommen hin und wieder vor. Üblicherweise konzentriert sich bei C.an. das Velum am Knollenrand (daraus werden gerne mal "bescheidete" Klumpfüße generiert), aber es können durchaus auch mal größere Reste davon auf dem Hut verbleiben.

Auch der C. caesiogriseus in der Moser'schen Monographie war für Thomas und mich immer nur ein tiefblauer C.anserinus mit seiner stumpf gerandeten Knolle, dem üppigen Velum, dem typischen Geruch und Geschmack und den zitriformen Sporen und er ist es immer noch!

schöne Grüße
Günter

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Re: Schleimkopf mit großen zitronenförmigen Sporen

Andreas ⌂, (vor 5751 Tagen) @ Günter Saar

Lieber Christian,
vergleiche Deinen Fund doch mal mit C. anserinus - aus der noch
aufzustellenden Sektion "Amoenolentes".
Ungewöhnliche Formen häufiger Arten (und C. ans. ist eine der häufigeren
Phlegmacien in unseren Lalk-Buchenwäldern) kommen hin und wieder vor.
Üblicherweise konzentriert sich bei C.an. das Velum am Knollenrand (daraus
werden gerne mal "bescheidete" Klumpfüße generiert), aber es
können durchaus auch mal größere Reste davon auf dem Hut verbleiben.
Auch der C. caesiogriseus in der Moser'schen Monographie war für Thomas und
mich immer nur ein tiefblauer C.anserinus mit seiner stumpf gerandeten
Knolle, dem üppigen Velum, dem typischen Geruch und Geschmack und den
zitriformen Sporen und er ist es immer noch!
schöne Grüße
Günter

Hallo,

den Gedanken hatte cih auch zunächst, auch wegen dieses olivgelben Velums um die ganze Knolle rum. Aber die Velumreste auf dem Hut habe ich tatsächlich noch nie bei anderinus so gesehen - oder nie beachtet ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Schleimkopf mit großen zitronenförmigen Sporen

Älbler, (vor 5750 Tagen) @ Günter Saar

Lieber Günter,

an den anserinus habe ich gar nicht gedacht. Den meine ich eigentlich gut zu kennen. Leider habe ich bei dem Fund weder auf den Geruch geachtet, noch habe ich den Geschmack der Huthaut und die Laugenreaktion geprüft. Zu sicher war ich mir, einen luhmannii in der Hand zu haben.
Dass es von der Art abwegige Formen gibt glaube ich gerne. Ich hab mich schon gewundert, warum es noch keine Versuche gibt, Varietäten zu beschreiben.

liebe Grüße
Christian