Meine "Lieblingsweitwurfgattung" heißt Mollisia. Der
Weitwurfrekordversuch findet in der Regel bereits im Wald statt... (sorry
Andreas
).
LG
Martin
Hi Martin!
Jedes Lebeweisen hat ja sein eigenes Konzept, optimal für die Arterhaltung zu sorgen.
Ich weiß, das ist relativ unbekannt (vielleicht sollte ich am 1.4. mal was dazu schreiben), aber bei Mollisia hat sich herausgestellt, dass die Verbreitung der Sporen in der gesamten Gattung am besten funktioniert, wenn die Becherchen von Stöckchendrehern oder anderem Pilzvolk (da soll´s ja noch was geben?) aufgespürt werden und kurz darauf wieder samt des Substrates im hohen Bogen dem ursprünglichem Fundort über den Luftweg zurückgegeben wird.
Eine nicht unbedeutende Rolle spielt dabei der auf Frust des Finders basierende Energie-Einsatz (Drallbewegung beim Flug des Substrates), die die optimale Ausschleuderung der reifen Sporen Untersuchungen zufolge bis fast 100% gewährleistet.
Spekulationen zufolge, ist die ganze Gattung Mollisia, wahrscheinlich auch Pyrenopeziza, inzwischen so auf dieses Zusammenspiel geprägt, dass man davon ausgeht, dass ohne Forscherdrang der Kleinpilzwütigen diese Gattungen akut gefährdet wären.
Dabei liegt es auf der Hand, dass sich gerade die Grauen, makroskopisch kaum voneinander unterscheidbaren Becherchen, momentan am besten verbreiten.
VG Ingo W
P.S.: über die verschiedenen Wurftechniken können wir uns ja später nochmal unterhalten.