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Re: Holzpilze im Winter II

Schnuffel, (vor 5720 Tagen) @ Toffel

Hallo Toffel!

Ach so. Sind einige Exemplare deshalb so schmal, weil sie sich gerade im
Übergang zwischen Neben- und Hauptfruchtform befinden? Das würde auch
erklären, warum sie so unterschiedlich geformt sind.

Die Nebenfruchtform wächst auf der Oberfläche eines Stromas, in dem schon die Bildung der Perithecien zu sehen ist. Das Stroma wächst am Rande weiter, so dass zusammenfließende Flecken gebildet werden können.

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Bestimmung durch das Vorhandensein
der Nebenfruchtform zweifelsfrei möglich ist?

Die Zusammengedrängte Kohlenbeere (H. cohaerens) hat manchmal große Ähnlichkeit mit der Viegestaltigen Kohlenbeere (H. multiforme), die gelegentlich auch auf Rotbuche vorkommt und in der Natur keine Anamorphe bildet. Wenn bei der Fragestellung (H.cohaerens - H. multiforme?) eine Anamorphe gefunden wird, ist die Diagnose klar, andernfalls muß man aber andere heiklere Unterscheidungsmerkmale heranziehen oder am einfachsten das Problem im Wald belassen. ;-))
Ein ähnlicher Fall liegt bei der Zimtbraunen (Kleinsporigen) Kohlenbeere (H. howeianum) vor, die eine Spinnen-ähnliche Anamorphe bildet und an dieser gegebenenfalls leicht zu erkennen ist, so dass man sich die Suche nach den kleinen Sporen ersparen kann.
Vor 3 Jahren wurde diese Anamorphe (Isaria umbrina) von einigen Unverbesserlichen immer noch für einen Parasiten an verschiedenen Hypoxylon-Arten gehalten.

So ziemlich alles über die Arten der Gattung Hypoxylon findest Du hier:
http://pyrenomycetes.free.fr/hypoxylon/index.htm

Hier die Diskussion vor 3 Jahren in diesem Forum über Isaria umbrina (Anamorphe - Parasit?). Leider sind die Bilder fast alle gelöscht.
Beitrag 136419

Gruß - Schnuffel

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