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Klumpfüße aus der Toskana

interhias ⌂, (vor 5685 Tagen)

uiuiuiui – die Morcheln rücken an, da muss ich schnell noch ein paar Vorjahrespilze aus Italien einstellen, bevor die große Schwemme einsetzt.

Dieser massige Klumpfuß (bei Eiche) macht sich dadurch auffällig, dass er gleichzeitig grüne und blaue Lamellen hat:

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Die Fotos sind leider nicht vom Standort, weil ich ihn nicht selbst gefunden habe.
Cortinarius cf. splendificus Chevassut & Rob. Henry ist die einzige Art, auf die ich gestoßen bin (in Funga Nordica), die makroskopisch so ähnlich beschrieben wird, aber die großen, citriformen Sporen des Fundes passen nicht zu dieser Art. Ich habe auch schon überlegt, ob es sich vielleicht um untypische Fruchtkörper von C. cedretorum handeln könnte. Am Hut sieht man andeutungsweise die typischen Oxidationsfarben, KOH-Reaktion, Sporen und Fleischfarben würde auch ganz ordentlich passen.

Sporen: citriform, Apex meist schwach bis deutlich ausgezogen, grob warzig, Warzen oft plackenartig oder kurzgratig, eher locker verteilt und mäßig überstehend; Maße: 11,3 x 6,6 (10,5-12 x 6-7), Q=1,71 (1,64-1,77):

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Gibt’s Ideen dazu?

Den nächsten Kandidaten, ebenfalls aus dem toskanischen Eichenwald, habe ich als Cortinarius caroviolaceus Orton (Weißlicher Klumpfuß) bestimmt:

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Sporen: amygdaloid bis subcitriform, Apex schmal gerundet, meist schwach, seltener deutlich ausgezogen, grob warzig, Warzen stellenweise plackenartig, schollig oder gratig verlängert, wenig vorstehend; Maße: 10,0 x 5,9 (9-11 x 5,5-6,5), Q=1,70 (1,58-1,91):

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Komplette Beschreibungen und weitere Fotos zu diesen Aufsammlungen findet ihr auf meiner Cortinarius-Seite unter den Nummern 27 und 28.

Grüße aus München
Hias

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Re: Klumpfüße aus der Toskana

Günter Saar, (vor 5685 Tagen) @ interhias

Gibt’s Ideen dazu?

Den nächsten Kandidaten, ebenfalls aus dem toskanischen Eichenwald, habe ich
als Cortinarius caroviolaceus Orton (Weißlicher Klumpfuß) bestimmt:

Ideen ja:
- caroviolaceus paßt gut
- die beiden fetten Teile könnten - neben cedretorum var suberetorum) gut auch C. prasinus sein.

Gruß
Günter

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Re: Klumpfüße aus der Toskana

interhias ⌂, (vor 5685 Tagen) @ Günter Saar

Ideen ja: - caroviolaceus paßt gut
- die beiden fetten Teile könnten - neben cedretorum var suberetorum) gut
auch C. prasinus sein.
Gruß
Günter

Hallo Günter,

danke für den Tipp! An C. prasinus bin ich wohl wegen der nicht gerade blutroten KOH-Reaktion am Hut im Schlüssel vorbeigerauscht. In der Photoflora ist er ja schön drin. Gefällt mir besser als C. cedretorum, den ich im selben Wald auch gefunden habe (vermute ich mal, Bild hänge ich an.)

Grüße
Hias

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Re: Klumpfüße aus der Toskana

Günter Saar, (vor 5685 Tagen) @ interhias

Hallo Günter,
danke für den Tipp! An C. prasinus bin ich wohl wegen der nicht gerade
blutroten KOH-Reaktion am Hut im Schlüssel vorbeigerauscht. In der
Photoflora ist er ja schön drin. Gefällt mir besser als C. cedretorum, den
ich im selben Wald auch gefunden habe (vermute ich mal, Bild hänge ich
an.)
Grüße
Hias

Hallo Hias,

die Nomenklatur ist ein eigenes Feld, über das sich vorzüglich diskutieren läßt. Den Part überlasse ich Leuten, die da größere Erfahrung haben.
Meine Domäne ist das Artverständnis.
In der FN sind die 3 makroskopisch fast identisch aussehenden Arten sehr schön auseinander geschlüsselt:

- elegantissimus, Buche, Kalk, große Sporen, rel. häufig
- cedretorum, Tanne, Zeder…, Kalk, große Sporen, sehr selten (= elegantissimus im NW)
- caesiolatens, Buche, Kalk, kleine Sporen, selten (= cedretorum var suberetorum, oft als cedretorum fehlinterpretiert!) Ob caesiolatens ein guter Name für das Taxon ist, lasse ich dahingestellt.

Die 3 Arten sind genetisch deutlich getrennt wie z.B. odorifer, rufoolivaceus und citrinus, aber nach Standort und Sporengröße gut unterscheidbar!
Heißt: im LW lieber mal öfter einen Blick auf die Sporen werfen um nicht einen caesiolatens zu übersehen.
schöne Grüße
Günter

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Re: Klumpfüße aus der Toskana

interhias ⌂, (vor 5685 Tagen) @ Günter Saar

Hallo Hias,
die Nomenklatur ist ein eigenes Feld, über das sich vorzüglich diskutieren
läßt. Den Part überlasse ich Leuten, die da größere Erfahrung haben.
Meine Domäne ist das Artverständnis.
In der FN sind die 3 makroskopisch fast identisch aussehenden Arten sehr
schön auseinander geschlüsselt: - elegantissimus, Buche, Kalk, große
Sporen, rel. häufig
- cedretorum, Tanne, Zeder…, Kalk, große Sporen, sehr selten (=
elegantissimus im NW)
- caesiolatens, Buche, Kalk, kleine Sporen, selten (= cedretorum var
suberetorum, oft als cedretorum fehlinterpretiert!) Ob caesiolatens ein
guter Name für das Taxon ist, lasse ich dahingestellt.
Die 3 Arten sind genetisch deutlich getrennt wie z.B. odorifer, rufoolivaceus
und citrinus, aber nach Standort und Sporengröße gut unterscheidbar!
Heißt: im LW lieber mal öfter einen Blick auf die Sporen werfen um nicht
einen caesiolatens zu übersehen.
schöne Grüße
Günter

Hallo Günter,

sauber, dann habe ich einen caesiolatens bzw. cedretorum var. suberetorum bei Steineiche gefunden. Die Sporenmaße des Schwammerls auf dem Foto sind 10,7 x 6,2 (9,5-11,5 x 5,5-6,5), Q=1,72 (1,62-1,82). Die Eichenwälder dort standen voll von diesen Teilen, leider habe ich nur eine Kollektion mitgenommen, weil die meist schon etwas altersschwach und fast immer einzeln waren.

Grüße
Hias