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Re: Hygrocybe cantharellus oder doch nicht?

Stephan Weißer, (vor 5608 Tagen) @ Alexg

---kleiner, gedrungener, kräftiger Pilz auf nährstoffarmen Sand am Seeufer
bei Littorella uniflora, ohne Sphagnum in Nachbarschaft zu einem
trockengefallenen Erlenbruch
Hut: 1,2- 2 cm im Durchmesser, leuchtend feuerwehrrot, im Alter ausblassend;
jung ausgebreitet und zentral etwas eingedellt, im Alter etwas wellig
verbogen; Hutoberfläche matt und stets trocken, samtig-filzig durch
schwach aufsteigende Hyphen, Oberfläche im Alter z.T. recht dunkel wirkend
durch oberste Lage der Huthauthyphen die bräunlichen Inhalt aufweisen;
Hauthaut kaum abziehbar, brüchig.
Lamellen: ... deutlich her[a]blaufend.

damit scheiden H. substrangulata und H. calciphila aus, es bleiben H. cantharellus und H. coccineocrenata

Stiel: 1- 3 x 0,2- 0,3 cm, gerade, kräftig, gleichmäßig zylindrisch, basal
mit weißlichem Myzelfilz, sonst orangerot- rot.
Fleisch: gelblich bis orangegelblich, brüchig.
Geruch: unauffällig.
Geschmack: unauffällig mild.
Mikroskopische Merkmale: Sporen: 8- 9 (-10) x 5- 6 (-6,5) µm, glatt, nicht
(nur selten etwas) seitlich eingedellt.

eingedellte Sporen mit einer Länge von unter 10 My und gleichzeitig schuppige Hutoberfläche hätte H. miniata, aber dessen Basidiocarpien wären m. E. noch leuchtender rot. Die beiden anderen in Frage kommenden Arten, H. cantharellus und H. coccineocrenata haben lt. Großpilze BW Band 3 keine eingedellten Sporen

Hyphen: Huthaut mit Schnallen, oberste Schicht aus Zellen mit braunen inhalt,

das ist nach dem Schlüssel in Großpilze BW Band 3 das entscheidende Merkmal zur Abgrenzung von H. cantharellus (oberste Zellen OHNE gefärbten Inhalt) und H. coccineocrenata (oberste Zellen MIT dunkelbräunlichem Inhalt) - also dann wohl H. coccineocrenata

Tolle Doku übrigens!

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