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Funde von Gestern

Jürgen Endres, (vor 5604 Tagen)

Hallo liebe Naturfreunde!

Hier ein paar Bilder von meinem Ausflug am Donnerstag. Ich bin ein Stück gefahren um einen Laubwald auf Kalk zu besuchen. Es war sehr schön, aber leider gabs kaum Pilze. Die letzten Regenschauer haben noch nicht gezogen.

Fotographiert weil schön, mitgenommen weil vielleicht Rostpilz:
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Zuhause hat mir Google dann verraten, daß es Pflanzengallen sind.
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Auf einem Mist/Komposthaufen am Waldesrand gab es reichlich Tintlinge und ein paar Gruppen davon:
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Ich denke, daß es sich um das Braunrandige Samthäubchen Conocybe fuscimarginata handeln könnte. Ich stell in einer Antwort noch ein paar Bilder davon ein. Wäre toll, wenn die Bestimmung jemand bestätigen könnte.

Den Schleimpilzen ist's schon feucht genug:
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Ein Blick in das hohle Innere eines morschen Baumstumpfes:
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Ein Holzschildborstling an einem sehr nassen Standort:
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Dieser Fichtenzapfen lag in Randbereich eines dünnen Sturzbaches. Alles war mit einer feinen Schicht kalkhaltigem Schlamm überzogen, ausser dem, was frisch gewachsen war: Scutellinia scutellata.
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An der Oberseite eines daumendicken Astes eine Gruppe Weichbecherchen. In denen wühl ich gerade noch rum. Ich denke am Ende wird sich herausstellen, daß es junge Mollisia lividofusca sind.
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Das war's schon.
Weis jemand zufällig den Namen dieser Pflanze?
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Schöne Pfingsten!
Jürgen

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Re: Funde von Gestern

HARZPILZCHEN, (vor 5604 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen

Wieder sehr schöne Bilder! Deine Pflanze würde ich mit Einbeere bezeichnen, aber ich bin in diesem Gebiet auch nur Anfänger.

LG Hartmut

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Re: Funde von Gestern

Jürgen Endres, (vor 5604 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut!

Laut Wiki ist die Einbeere ein Sickerwasseranzeiger, der gerne in Gruppen in Buchenwäldern wächst.
Und genauso ist's gewesen :-)

Danke Dir!
Jürgen

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Conocybe fuscimarginata ?

Jürgen Endres, (vor 5604 Tagen) @ Jürgen Endres

Hier noch ein paar Bilder zu dem Samthäubchen:
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Die Sporen: 10,5-11,5 x 6,3-7,2 µm
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Links: Elemente der Hutdeckschicht: ca. 20µm im Durchmesser. Es gab auf dem Hut sehr wenige vereinzelte fadenförmige Zystiden.
Rechts: Zystiden der Lamellenschneide: ca. 20x8µm ; Durchmesser der Kugel: 3,6µm
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Unten: Zystiden am Stiel in Luft im Gegenlicht. Zwei Formen (Kondom und Luftschlange) gemischt in Büscheln. Die hellbraunen Kreise sind wohl verhedderte Sporen und können als Massstab verwendet werden.

Der namensgebende braune Rand am Hut fehlt, aber Andreas war schon 2009 so freundlich darauf hinzuweisen, daß der nur in einem bestimmten Zustand sichtbar ist. (Vielleicht im Alter, oder angetrocknet).
Beitrag 159992

Passt alles recht gut zu dem Eintrag von Conocybe fuscimarginata in PdS. Kann man den als Bestimmung nehmen, oder gibt es noch etwas Ähnliches?

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Re: Conocybe fuscimarginata ?

Niko, (vor 5604 Tagen) @ Jürgen Endres

Jepp, Paris quadrifolia,

die Einbeere, wenigstens bei Pflanzen kenn ich mich mal aus.. ;-)

Gruß Niko

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Re: Conocybe fuscimarginata ?

interhias ⌂, (vor 5604 Tagen) @ Jürgen Endres

Servus Jürgen,

C. fuscimarginata gehört in die Sektion Pilosellae, dürfte also keine lecythiformen Zystiden (Menschärgeredichmanschgerln) am Stiel haben, die meine ich aber auf dem Foto zu erkennen.

Wenn du irgendwie an Fungi Europaei 11 von A. Hausknecht rankommst, solltest du die Schwammerln damit schlüsseln. Die Größe des Keimporus wäre noch wichtig.

Grüße
Hias

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Re: Conocybe fuscimarginata ?

Jürgen Endres, (vor 5604 Tagen) @ interhias

Hallo Hias!

Ich habe überhaupt mit dieser undeutlichen Luft-Gegenlicht-Sache angefangen, weil ich's nicht geschafft habe die Caulozystiden in Wasser unter Glas zu finden.
Nachdem es aber der Knackpunkt der Sache zu sein scheint, habe ich mich nochmal drüber gemacht. Und siehe da: Zwei Stiele und vier Objektträger später hatte ich den Dreh halbwegs raus. Danke, daß Du mich gezwungen hast, mich anzustrengen! ;-)

Ich hab am Stiel keine einzige lecythiforme Zystide gefunden. Ich vermute, daß Dich in dem undeutlichen Bild eine Spore genarrt hat, die Du mit einer diesen Kugeln verwechselt hast.

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Ich habe vergessen zu erwähnen, daß die Basidien 4-Sporig sind. Ein paar Keimpori habe ich auch gemessen. Der Durchmesser dürfte so um die 1,3µm liegen.

Die Pilze haben eine Knolle. Die hätte ich gleich anfangs säubern und im Verhältnis zum Stiel fotographieren/messen sollen. Da wusste ich aber noch nicht, daß die Knolle bestimmungsrelevant ist.
Jetzt sind die Pilze vertrocknet ...

Gruppiert, auf Misthaufen, Hut kein bischen gerieft, Hut teilweise gescheckt, Stiel deutlich gerillt ... Alles was ich sonst so über C. fuscimarginata finde, passt prima auf meinen Fund.
Ich würde also soweit sich nichts anderes ergibt, schon dabei bleiben.

Vielen Dank fürs Einmischen und Deine Hilfe!

Lieben Gruß nach München
Jürgen

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Re: Conocybe fuscimarginata ?

interhias ⌂, (vor 5602 Tagen) @ Jürgen Endres

Hallo Jürgen,

jetzt sind Elemente der Stielbereifung schön rauspräpariert!
Also Sektion Pilosellae. Im Hausknecht-Schlüssel lande ich mit deinen Angaben ebenfalls bei C. fuscimarginata - auch die Abbildungen und die Beschreibung passen perfekt.

Mit aller Vorsicht - weil ich das Schwammerl selbst noch nie gefunden habe - würde ich sagen, dass nichts gegen deine Bestimmung spricht.

Grüße aus München
Hias

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Freut mich, Danke Dir!

Jürgen Endres, (vor 5602 Tagen) @ interhias

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