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Creopus gelatinosus ?

Werner E., (vor 5589 Tagen)

Servus beinand'

hab' letztens an einem nassen entrindeten noch relativ hartem Buchenast diese "Hypocrea" gefunden.
Beim näheren Betrachten mit der Lupe erinnerte ich mich an Fotos in diversen Abbildungswerken wie Gerhardt und B&K.
Wenn nicht neuerdings von Jaklitsch eine Hypocreaabhandlung veröffentlicht worden wäre (die ich leider nicht besitze), in der grünsporige Hypocreaarten ausgeschlüsselt werden, hätte ich meinen Fund als Creopus gelatinosus abgelegt.

Kann ich das noch immer tun ?

An liab'n Gruaß aus München, Werner

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Und nun das Bild....

Werner E., (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

[image]

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Re: Creopus gelatinosus ?

Rudi, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

Servus Werner,

Also ich hätts jedenfalls so abgelegt- ich hab nämlich die Abhandlung auch net.

LG Rudi

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Re: Creopus gelatinosus ?

Gelbfieber, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

Hallo und guten Tag Werner,

makroskopisch habe ich keinen Zweifel an Creopus gelatinosus. Findest du nun noch die lütten feinwarzigen grünen Sporen, ist die Bestimmung mal handwerklich ausgedrückt, untermauert.

Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Jaklitsch (2009), Stud. Mycol. 63: 1-91

Ulysses, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

Hallo Werner,

ich bin mir zwar nicht sicher, ob Du dieses Werk hier meinst: "European species of Hypocrea Part I. The green-spored species"

Falls ja, hier gibts das PDF zum Download: http://studiesinmycology.org/cgi/reprint/63/1/1

Schöne Grüße,
Ulysses

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Re: Creopus gelatinosus ?

HARZPILZCHEN, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

hab' letztens an einem nassen entrindeten noch relativ hartem Buchenast diese
"Hypocrea" gefunden.
Beim n�heren Betrachten mit der Lupe erinnerte ich mich an Fotos in diversen
Abbildungswerken wie Gerhardt und B&K.
Wenn nicht neuerdings von Jaklitsch eine Hypocreaabhandlung ver�ffentlicht
worden w�re (die ich leider nicht besitze), in der gr�nsporige
Hypocreaarten ausgeschl�sselt werden, h�tte ich meinen Fund als Creopus
gelatinosus abgelegt.

Guten Morgen Werner

Zufällig hatte ich diesen gestern auch gerade unter dem Glas. Ich hatte sie am 18,06 gefunden und so lange in der feuchten Dose liegen gehabt, bis sie grün waren. Letztens hatte ich irgendwo gelesen, das die Gattung sehr schwer bestimmbar und nur mit der Untersuchung der Konidiensporen zu bestimmen wäre.

Ansonsten kann ich deine Bestimmung aus diesem Grunde nicht bestätigen, so habe ich jedenfalls immer Creopus gelatinosus aufgeschrieben. Ist übrigens im Harz recht häufig.

LG Hartmut

[image]

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Re: Creopus gelatinosus ?

Der Juergen, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

Hallo Werner,

Kann ich das noch immer tun ?

Klar kannst Du, die Frage ist nur, ob Du mit dem Jaklitsch-Schlüssel zu einer anderen Art kommst; z.B. Hypocrea strictipilosa P. Chaverri & Samuels 2004. So hatte ich damals meine "gelatinosa" bestimmt. Wenn Du die Publikation willst (Teil1 + 2), einfach bescheid sagen.

Grüßle
Jürgen

p.s.: Wenn Du unbeschwert und glücklich weiterhin Hypocrea bestimmen willst, rate ich Dir von dieser Monografie ab:-)

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Re: Creopus gelatinosus ?

Gernot, (vor 5589 Tagen) @ Werner E.

Servus Werner,

Hypocrea gelatinosa hat normalerweise gelatinöse, durch etwas hervorstehende Perithezien maulbeerförmige Stromata. Das kann ich auf deinem Foto eigentlich nicht erkennen, daher könnte es sich auch um die laut Jaklitsch häufige H. strictipilosa handeln (Zitat Jaklitsch: "Hypocrea strictipilosa is common. It is usually identified as H. gelatinosa, but the latter has a waxy or gelatinous appearance of stromata and large projecting perithecia, particularly when fresh.").

Feinwarzige, geteilte und grüne Sporen wirst du auf jeden Fall finden, das tut zur Bestimmung eher wenig zur Sache.

Schöne Grüße
Gernot

Servus beinand'
hab' letztens an einem nassen entrindeten noch relativ hartem Buchenast diese
"Hypocrea" gefunden.
Beim näheren Betrachten mit der Lupe erinnerte ich mich an Fotos in diversen
Abbildungswerken wie Gerhardt und B&K.
Wenn nicht neuerdings von Jaklitsch eine Hypocreaabhandlung veröffentlicht
worden wäre (die ich leider nicht besitze), in der grünsporige
Hypocreaarten ausgeschlüsselt werden, hätte ich meinen Fund als Creopus
gelatinosus abgelegt.
Kann ich das noch immer tun ?
An liab'n Gruaß aus München, Werner

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Danke an euch alle..

Werner E., (vor 5587 Tagen) @ Werner E.

also doch so schwierig, wie ich mir schon gedacht hatte....
Es ist schon lustig, wenn im Gerhardt (1996) steht: Die Gattung Creopus besteht aus einer Art, die sich durch grünliche Sporen auszeichnet, im Gegensatz zu den hyalinen Sporen der Gattung Hypocrea.
Und jetzt existiert eine ganze Monographie über grünsporige Hypocrea-Arten....

Danke auch für den link zum Download !

An liab'n Gruaß aus München, Werner

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Hypocrea sinuosa

jesko, (vor 5586 Tagen) @ Werner E.

Wegen einiger Funde in den letzten Tagen „musste“ ich nun auch mal an die Jaklitsch-Monographie zu den grünsporigen Hypocreen ran. Dem Schlüssel muss man doch zugute halten, dass er im Wesentlichen auf den Merkmalen der Teleomorphe basiert und dass die allermeisten Arten auch für Amateurmykologen ohne Laborkulturen usw. bestimmbar sein dürften.
Meine Funde der letzten Tage (an Esche, Rosskastanie und unbestimmtem Laubholz) konnte ich gut bei Hypocrea sinuosa unterbringen. Die Art wäre unter den bei Jaklitsch für Europa erfassten Hypocreen durch ihr Substrat (Holz), die blass gelblichen, wegen der etwas vorstehenden Perithezien maulbeerförmigen Stromata, die nicht wie bei Hypocrea gelatinosa sonderlich weich, durchscheinend und glänzend sind, sondern eine feinfilzige Oberfläche haben, gekennzeichnet und ließe sich eigentlich bereits mit der Handlupe ansprechen!

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Hypocrea strictipilosa

jesko, (vor 5565 Tagen) @ Werner E.

Ein neuer Fund, und wieder musste ich zur (m.E. zu Unrecht gescholtenen) Jaklitsch-Arbeit greifen. Diese als „widespread and common“ charakterisierte grünsporige Hypocrea wäre durch ihr Vorkommen auf Holz, die kleinen (bis ca. 2 mm großen), nicht tuberkulaten (d.h. nicht maulbeerförmigen) Stromata mit weißlichen bis gelblichen Grundfarben und die dimorphen Sporen festgelegt. Letzteres Merkmal lässt sich bereits mit einem 20x-Objektiv feststellen: Bei der Sporenteilung entstehen jeweils zwei ungleiche geteilte Ascosporen (eine rundliche und eine längliche), sodass man im Ascus im Idealfall kurz-lang-kurz-lang ... sieht.

Hypocrea strictipilosa, gefunden an Esche

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Re: Hypocrea strictipilosa

Till, (vor 5565 Tagen) @ jesko

Nur mal ein etwas provokanter Zwischenruf: Die Arbeit von Walter Jaklitsch ist schon rein optisch ein Genuss - wegen der Vielzahl hervorragender Farbbilder der Makro- und Mikromerkmale. Abgesehen davon zeigt WJ, dass es sich bei Hypocrea/Creopus um eine äußerst vielfältige, artenreiche Gruppe handelt - das war bisher anscheinend nur außerhalb Europas. Wenn in manchen Fällen die Bestimmung nur mittels der Nebenfruchtformen abgesichert werden kann, so ist das wohl eher eine wissenschaftliche Erkenntnis als die "Schuld" eines Autors, der armen Amateuren das problemlose Bestimmungserlebnis missgönnt ... Also spätestens im Winter ran an die Herbarschränke und alle "Creopus-gelatinosus"-Exsikkate anhand der neuen Arbeit überprüfen!

Schöne Grüße
Till

Ein neuer Fund, und wieder musste ich zur (m.E. zu Unrecht gescholtenen)

Jaklitsch-Arbeit greifen. Diese als „widespread and common“
charakterisierte grünsporige Hypocrea wäre durch ihr Vorkommen auf Holz,
die kleinen (bis ca. 2 mm großen), nicht tuberkulaten (d.h. nicht
maulbeerförmigen) Stromata mit weißlichen bis gelblichen Grundfarben und
die dimorphen Sporen festgelegt. Letzteres Merkmal lässt sich bereits mit
einem 20x-Objektiv feststellen: Bei der Sporenteilung entstehen jeweils
zwei ungleiche geteilte Ascosporen (eine rundliche und eine längliche),
sodass man im Ascus im Idealfall kurz-lang-kurz-lang ... sieht.
Hypocrea strictipilosa, gefunden an Esche

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sorry, da fehlte ein Wort ...

Till, (vor 5565 Tagen) @ Till

- kein Text -

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Re: sorry, da fehlte ein Wort ...

Till, (vor 5565 Tagen) @ Till

es sollte natürlich heißen: außerhalb Europas b e k a n n t