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die innere Uhr der Fichtensteinpilze

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5529 Tagen)

Hallo,
trotz des verregneten Sommers ist es mit den Fichtensteinpilze wie immer: Die ersten erscheinen Mitte August und grosse Mengen gibt es dann wahrscheinlich in der ersten Septemberhälfte. Das Wetter scheint weniger eine Rolle zu spielen, als der Kalender, zumindest ist das meine langjährige Beobachtung.
In diesem Jahr hatte ich sie mal früher erwartet, auch weil so viele Fundmeldungen hier zu lesen waren aber nun erst tauchen sie auf, pünktlich wie immer.
VG
Gerd

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Re: Klasse Foto!

42, (vor 5529 Tagen) @ Gerhard Schuster

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Nein !

Heinz Ebert ⌂, (vor 5528 Tagen) @ Gerhard Schuster

Unsere Lieblinge sind zwar hoch intelligent, aber einen Kalender kennen sie nicht. Sie merken einfach, wann genug Feuchtigkeit da ist UND dass die Temperatur stimmt. DANN wissen sie, dass sie Fruchtkörper bilden müssen, um sich fort zu setzen. Die Klimaerwärmung wird vielleicht noch für Überraschungen sorgen.

Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo,
trotz des verregneten Sommers ist es mit den Fichtensteinpilze wie immer: Die
ersten erscheinen Mitte August und grosse Mengen gibt es dann
wahrscheinlich in der ersten Septemberhälfte. Das Wetter scheint weniger
eine Rolle zu spielen, als der Kalender, zumindest ist das meine
langjährige Beobachtung.
In diesem Jahr hatte ich sie mal früher erwartet, auch weil so viele
Fundmeldungen hier zu lesen waren aber nun erst tauchen sie auf, pünktlich
wie immer.
VG
Gerd

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Re: Nein !

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5528 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz Ebert,
vielleicht hängt ihr Erscheinen ja auch mit dem veränderten Stoffwechsel der Bäume infolge der kürzeren Tage zusammen.
Irgend etwas wird die Beobachtung begründen. Dass nur Temperatur und Feuchte entscheiden, mag ich nicht so recht glauben.
VG
Gerd

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze !Nein....

Hans hurter, (vor 5528 Tagen) @ Gerhard Schuster

da kannst Du ganz sicher sein!!!Ich gehe seit ueber 50J in die gleichen Gebiete und noch nie sind die Pilze speziell die Steini zum gleichen Zeitpunkt gestossen wenn es nicht geregnet hat und die Bäume das Signal geben!(im Vertrauen die Natur hat mir das geflüstert!)Wenn es genügend nass ist ,stossen die ersten So.Steini Anfang Juni ,dann Juli August die B.edulis,September bis November alles was Rang und Namen hat.Ich habe noch nie erlebt,dass es von Juni bis Oktober regelmässig nass ist aber sicher ist auch ,dass sie nicht durchgehen gleich stark stossen!
Dein Foto ist uebrigens Spitze!LG Hans

Hallo,
trotz des verregneten Sommers ist es mit den Fichtensteinpilze wie immer: Die
ersten erscheinen Mitte August und grosse Mengen gibt es dann
wahrscheinlich in der ersten Septemberhälfte. Das Wetter scheint weniger
eine Rolle zu spielen, als der Kalender, zumindest ist das meine
langjährige Beobachtung.
In diesem Jahr hatte ich sie mal früher erwartet, auch weil so viele
Fundmeldungen hier zu lesen waren aber nun erst tauchen sie auf, pünktlich
wie immer.
VG
Gerd

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze !Nein....

Peter W., (vor 5528 Tagen) @ Hans hurter

Liebe Pilzgemeinde,

Interessante Diskussion. Ich denke, dass die FK Entwicklung von sehr vielen in sich verzahnten Faktoren abhängig ist, die wir einfach nicht kennen oder besser noch nicht verstehen. Nur bei Zuchtpilzen wie z.B. beim Champignon oder Austernseitling sind die Zusammenhänge, aus verständlichen Gründen, gut erforscht und die FK Bildung ist gut steuerbar. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass bei Mykorrhizapilzen die Sache noch viel komplexer ist und der Gedanke von Gerhard nicht so abartig sein wird. Niederschläge allein oder bestimmte Temperaturen können nicht der Auslöser sein. In einem kleine Pilzbuch (von Cube glaube ich) stand mal und wurde von meiner Pilzlehrerin Helma Niemetz † immer mal zitiert, Pilze haben einen Gott und wenn der will dass sie wachsen, wachsen sie eben. Dies scheint im ersten Moment eine Aussage zu sein, die immer dann kommt, wenn der Mensch keine Erklärung findet. Aus einem anderen Blickwinkel betrachte, zeigt es uns aber auch, dass die Menschen vergangener Tage schon immer versucht haben zu ergründen wann Pilze zu finden sind, aber eben keine verlässliche Aussage gefunden haben.

Fazit: Wir haben noch viel zu tun um Pilze zu verstehen.

[image] http://www.smileygarden.de ;-)

Gruß Peter

PS: Gerhard, was ist den rechts für Pilz zu sehen? Helvella?

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Re:den Mondeinfluss schliesse ich aus!LG Hans

Hans hurter, (vor 5528 Tagen) @ Peter W.

- kein Text -

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze !Nein....

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5528 Tagen) @ Peter W.

Hallo Peter,

PS: Gerhard, was ist den rechts für Pilz zu sehen? Helvella?

Otidea onotica ist das.

VG
Gerd

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze !Nein....

Gerhard Schuster ⌂, (vor 5528 Tagen) @ Hans hurter

Hallo Hans,
meine Beobachtung bezieht sich auf die selben Gebiete, die selben Myzele, zugegeben nicht über 40 Jahre aber schon über zwei Jahrzehnte.
Es ist egal ob der Sommer heiss, kalt, feucht oder trocken war. Das Gros an Boletus edulis ersschien immer in der ersten oder zweiten Septemberwoche. Es ist dabei auch egal ob Regenwetter war oder nur die Taufeuchte reichen musste.
Dies ist meine Beobachtung. Über den Grund kann ich nur spekulieren. der Gedanke an einen Mondeinfluss will mir übrigens auch nicht recht gefallen.
VG
Gerd

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Re: Hallo Gerd,bei mir kann ich das ..........

Hans hurter, (vor 5528 Tagen) @ Gerhard Schuster

in etwa nachvollziehen .Zeitpunkt letzte Woche August bis je nach Witterung mitte September aber nur verbunden mit vorgängigen starken Regenfaellen!Im Moment hat es bei uns ein wenig geregnet aber kein Steini in Sicht,dafür Schoenfuesse und Herbsttrompeten.Schauen wir mal naechste Woche, sollten dann die Steini wieder stossen dann muss ich meine Aufzeichnungen anpassen!In der Natur ist offensichtlich nichts unmoeglich nur wir Menschen gehen mit Ihr unmoeglich um!?LG Hans

Hallo Hans,
meine Beobachtung bezieht sich auf die selben Gebiete, die selben Myzele,
zugegeben nicht über 40 Jahre aber schon über zwei Jahrzehnte.
Es ist egal ob der Sommer heiss, kalt, feucht oder trocken war. Das Gros an
Boletus edulis ersschien immer in der ersten oder zweiten Septemberwoche.
Es ist dabei auch egal ob Regenwetter war oder nur die Taufeuchte reichen
musste.
Dies ist meine Beobachtung. Über den Grund kann ich nur spekulieren. der
Gedanke an einen Mondeinfluss will mir übrigens auch nicht recht gefallen.
VG
Gerd

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze

sachse, (vor 5528 Tagen) @ Gerhard Schuster

ich werfe mal einen neuen Grund in die Runde: Meinen Beobachtungen zufolge wachsen Fichtensteinpilze erst ab Regenmengen von 40mm flächendeckend. Doch man neigt schnell dazu, einen kräftigen Regenschauer überzubewerten, sodass in Wirklichkeit noch nicht der auslösende Regen da war. Zumal gerade Schauer-Wetterlagen kaum zum Wachstum beitragen, da bei Regenmengen von unter 5mm kaum ein Tropfen in die dunkle Fichtenschonung gelangt! So ist es auffällig (in meiner Region zur Zeit zumindest), dass B.edulis ausschließlich an Wegesrändern (Grenzgebieten zu Schonungen), oder in lichten, jungen Eichenwäldern zu finden ist.
Ein anderer Grund für das spätere Wachstum könnte das viel zu trockene Frühjahr sein.

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze

Frank H., (vor 5528 Tagen) @ sachse

Meine Erfahrung sagt ganz was anderes. Nämlich das bei uns die Hauptzeit für Steinpilze erst Ende September/Anfang Oktober ist. Ich denke eher, das es an der betreffenden Gegend liegt wann pilz-Hochzeit ist. Wenn ich z.B. Elfis Beiträge sehe, kann ich feststellen, das es bei ihr, ich glaube sie wohnt im Allgäu, immer sehr früh viele Steinpilze gibt, während es bei uns (Rothaargebirge) erst relativ spät losgeht. Dieses Jahr scheint aber eine kleine Ausnahme zu werden, da es hier seit gut zwei Wochen Steinis zu finden gibt, allerdings nicht in Massen. Aber kontinuierlich über zwei Wochen im August habe ich bei uns noch nicht erlebt. Und in die Fichtenwäldchen braucht man hier erfahrungsgemäß vor Mitte September gar nicht zu gehen. Summasumarum behaupte ich, das viele Faktoren eine rolle spielen. Die Lage in Deutschland scheint mir aber eine der Hauptfaktoren zu sein sowie die Beschaffenheit der Wälder.

Gruss, Frank

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Re: die innere Uhr der Fichtensteinpilze

elfi ⌂, (vor 5527 Tagen) @ Frank H.

Hallo Frank,
ich gehe mit deiner und mit der Meinung von Heinz Ebert konform.
Dieses Jahr war für mich der 15. Juni der Startschuß für den Steinpilzanfang.
Das ist schon unglaublich früh.
Eigentlich suche ich sie erst ab mitte Juli.
Aber das Wetter war so optimal, außerdem bin ich ab Mai immer schon unterwegs um
Hexenröhrlinge zu sammeln, somit finde ich eben auch allererste Steinpilze.
Im größten Waldgebiet das in der Nähe von Kaufbeuren liegt habe ich erst
4 vergammelte und 4 gute Steinpilze entdeckt.
An diesen Plätzen muss ich wohl bis in den September warten.
Dort wachsen vor allem Buchensteinpilze!
Nur kappe 100 Meter tiefer gelegene Fichtenwälder um unsere Stadt haben dagegen
die Flut an Steinpilzen hervorgebracht, die ich hier gezeigt habe.
Das Allgäu hat allgemein ein raueres Klima als manch andere Gegenden in Deutschland.
Vielleicht sind die Steinis hier einfach abgehärtet.
Dazu muss ich aber sagen, eine einzige Frostnacht und wenn sie im September ist,
bringt das Steinpilzwachstum zum erliegen.

Grüße
elfi [image]

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nachtrag

elfi ⌂, (vor 5527 Tagen) @ elfi

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