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Acht Quadratmeter...

Klaas, (vor 5518 Tagen)

Hallo zusammen,

gestern war ich in der Kiesgrube, um nach einem sehr hellhütigen Birkenpilz zu sehen, der dort
letztes Wochenende am feuchten Teichrand nahe Schilf und Rohrkolben wuchs:

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Etwa 12 cm hoch, sehr festfleischig, im Schnitt von rosa über weinrot nach schwarz verfärbend.
Hut nicht rein weiß, sehr zart cremefarben. In B&K ist ein L. percandidum erwähnt, zu dem finde
ich kaum etwas. Für einen L. nucatum scheint mir u.a. die nicht-grobe Stielbeschuppung nicht zu passen.
Das Exemplar vom vergangenen WE stand natürlich nicht mehr, dafür 2 Meter weiter ein größerer FK,
Stiel knapp 18 cm, dafür ein recht kleiner (ca. 8 cm), aber immer noch genauso fester Hut.
Die Fraßstellen am Hut rötlich, am Stiel teils auch, dort aber zumeist leuchtend blau.

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Oder nur ein Albino? Und wenn, wovon? Habe ich da als Anfänger mikroskopisch eine Chance?
(Habe bisher noch keinen Röhrling mikroskopiert...)

So viel wollte ich dazu eigentlich nicht schreiben, dann kommt der Rest eben kürzer.
Auf den Rasen dort gab es fast nichts, dafür aber etwas abseits am Wegrand zum Wald hin.

1. Am gemähten Wegrand zwischen Moos und Gras, wahrscheinlich auf Graswurzeln, Hut bis 5 mm,
Stiel bis 20 mm und 1 mm dick. Hätte ich bei Hemimycena vermutet, aber nix gefunden, was passen könnte.
Sporen spindelig, mit Tropfen, 10-12x2-3,5µ, Basidien 20-25x5µ, wenn ich in der gallertigen Masse richtig
gesehen habe, mit Schnallen.
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Dann gings einen Schritt in den recht jungen Laubwald mit viel Gebüsch am Rand. Eiche, Hainbuche, Birke,
Linde, Weißdorn, Hartriegel und sicher noch so einiges, worauf ich nicht geachtet oder es nicht erkannt habe.
Knapp 2,5 Stunden hatte ich gebraucht, um dort ca. acht Quadratmeter durchzuackern. Jedesmal, wenn ich
gerade aufstehen wollte, war schon wieder was neues zu entdecken...

2. Kleiner Risspilz, Hut bis 20 mm, mit nur leicht spermatischem Geruch ohne jede rote oder violette Färbung.
Den kriegste raus, dachte ich. Nix wars. Sporen elliptisch bis mandelförmig, glatt bis 9x5µ, Basidien 30x8µ,
wahrsch. 2- und 4-sporig, Cheilos 45x12µ, Wand 2µ, spindelig mit Kristallschopf:
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Ein paar Helmlinge.
3. Immerhin den kenne ich, M. acicula:
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4. Da hörts schon wieder auf, vielleicht nur M. galopus:
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5. Kurzhaariger Winzling auf Eichel:
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Ascos gab es natürlich auch...

6. Erste Herbstlorcheln:
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7. Hymenoscyphus fructigenus (hoffe ich):
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8. Sehr wahrscheinlich Bisporella sulfurina. Wobei ich in dem Zusammenhang die B. claroflava nicht kapiere.
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9. Hymenoscyphus, noch nicht angeguckt:
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10. Vielleicht gehören die dazu:
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11. Der hier ganz sicher nicht - aber was das sein soll, noch keinerlei Ahnung:
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12. Vielleicht eine ähnliche Richtung, allerdings dünnstielig mit brauner Fruchtschicht:
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Ansonsten gab es dort neben porigen, schichtigen gallertigen und puderigen Belägen auf Holz und blanker Erde noch
weiteres größeres und kleineres Zeugs, was man hier gar nicht alles zeigen kann.
Eigentlich Wahnsinn, was manchmal auf so einer kleinen Fläche an unterschiedlichsten Arten wächst.
Wenn man dann noch alle (er-)kennen würde...

13. Zum Schluss noch einer der wenigen, die ich vor Ort leicht ansprechen konnte, trotz pers. Erstfundes.
Gewachsen auf Federkielen, Onygena corvina:
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Falls ihr wieder Tipps habt, nehme ich sie gerne an.

Viele Grüße
Klaas

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Hinweis zum Raufuß

Jürgen, (vor 5518 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

so kenne ich Albinoformen von L. duriusculum. Überprüfe doch zunächst mal, ob an der Fundstelle auch Pappeln wachsen.

Gruß, Jürgen

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Re: Acht Quadratmeter...

Gernot, (vor 5518 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

an dieser Stelle möchte ich deine Beiträge mal loben! Sie sind ausgesprochen schön aufbereitet und es macht wirklich Spaß, sie vom Anfang bis zum Ende durchzulesen.

1. Hemimycena

Vergleiche mal mit H. gracilis. Zur sicheren Bestimmung bräuchte es aber noch ein paar mehr Infos (z.B. Pileo- und Kaulozystiden).

5. Kurzhaariger Winzling auf Eichel:

War der in Wirklichkeit auch so graubraun? Wenn er eigentlich weißlich gefärbt ist, dann würde ich mal in Richtung Mycena adscendens schauen, ansonsten könnte das etwas Interessanteres sein.

6. Erste Herbstlorcheln:

Mit so einem braunen, kleiigen Hutteil hab ich noch keine Herbstlorchel gesehen. Bist du dir sicher?

11. Der hier ganz sicher nicht - aber was das sein soll, noch keinerlei
Ahnung:

Das Substrat war Carpinus, oder? Vergleiche mal mit Encoelia glaberrima oder E. carpini.

12. Vielleicht eine ähnliche Richtung, allerdings dünnstielig mit brauner
Fruchtschicht:

Da könnte ich mir auch eine Rutstroemia vorstellen.

Schöne Grüße
Gernot

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Re: Acht Quadratmeter...

Peter W., (vor 5518 Tagen) @ Klaas

Hallo zusammen,
gestern war ich in der Kiesgrube, um nach einem sehr hellhütigen Birkenpilz
zu sehen, der dort
letztes Wochenende am feuchten Teichrand nahe Schilf und Rohrkolben wuchs:
Etwa 12 cm hoch, sehr festfleischig, im Schnitt von rosa über weinrot nach
schwarz verfärbend.
Hut nicht rein weiß, sehr zart cremefarben. In B&K ist ein L. percandidum
erwähnt, zu dem finde
ich kaum etwas. Für einen L. nucatum scheint mir u.a. die nicht-grobe
Stielbeschuppung nicht zu passen.
Das Exemplar vom vergangenen WE stand natürlich nicht mehr, dafür 2 Meter
weiter ein größerer FK,
Stiel knapp 18 cm, dafür ein recht kleiner (ca. 8 cm), aber immer noch
genauso fester Hut.
Die Fraßstellen am Hut rötlich, am Stiel teils auch, dort aber zumeist
leuchtend blau.
Oder nur ein Albino? Und wenn, wovon? Habe ich da als Anfänger mikroskopisch
eine Chance?

Erst einmal ist es eine "Rotkappe s.l" , auf Grund der Anlauffarbe des Fleisches. L. nucatum scheitet da schon mal aus. Ich würde diesen Fund unter L. percandidum ablegen, da ich auch keine andere Art kenne, die am Stiel so blau wird und weiß ist. Die schwarzen Stielschuppen sind aber bei Lannoy & Estades nicht so gezeichnet, so dass die Möglichkeit besteht, dass dies auch eine Albinoform von L. versipelle (Birken-Rotkappe) ist oder überhaupt L. percandidum nur eine Albinoform der Art sein könnte. Mikroskopisch bringt es in diesen Fall nich viel.

Gruß Peter

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Re: Hinweis zum Raufuß

Peter W., (vor 5518 Tagen) @ Jürgen

Hallo Klaas,
so kenne ich Albinoformen von L. duriusculum. Überprüfe doch zunächst mal, ob
an der Fundstelle auch Pappeln wachsen.
Gruß, Jürgen

Ja Jürgen, dass wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit. Vor allem weil er ja auch von so harten FK geschrieben hat.

Gruß Peter

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Re: Hinweis zum Raufuß

Klaas, (vor 5518 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen, hallo Peter,

da u.a. etwas höher gelegen wenige Meter weiter jedes Jahr Espen-Rotkappen wachsen,
bin ich sicher, dass dort Pappeln stehen.
Es stehen untermischt auch Birken mit gewöhnlichen L. scabrum, Birken-Rotkappen habe ich dort
aber noch nicht finden können - zumindest die Rotkappen schaue ich mir jedes Mal genau an.
Jedoch gut möglich, dass ich evtl. L. duriusculum im Vorbeilaufen als Birkenpilz abgetan habe.
Auf Pappel-Raufüße habe ich noch nie geachtet und somit noch nie gesehen.

Von dem hellen Exemplar habe ich mir ein paar Stückchen mitgenommen. Der Hut ist fein wildlederartig,
von der Farbe her inzwischen wie Milch mit einem Schuss Kaffee. DIe Stielschuppen sehr dunkelbraun-schwarz.
Hutfleisch inzwischen wie die Oberfläche, Röhren mit leicht grünlich, die verletzten braunrot.
Poren mit Grünschimmer, die Druckstellen mehr rot als braun.
Hilft das irgendwie?

Danke und Grüße
Klaas

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Re: Hinweis zum Raufuß

Jürgen, (vor 5518 Tagen) @ Klaas

da u.a. etwas höher gelegen wenige Meter weiter jedes Jahr Espen-Rotkappen
wachsen, bin ich sicher, dass dort Pappeln stehen.

Dann bin ich mir sehr sicher, dass es sich um einen duriusculum-Blässling handelt und nicht um einen "Exoten" wie L. percandidum.

Grüße, Jürgen

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Re: Acht Quadratmeter...

Klaas, (vor 5518 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

wie schon oft erneut herzlichen Dank!

Zu Deinen meisten Hinweisen kann ich noch nichts sagen, ich sitze gerade an der
12. und schätze auch, dass es eine Rutstroemia ist - das wird bei mir aber wohl noch eine Weile dauern...

Mit so einem braunen, kleiigen Hutteil hab ich noch keine Herbstlorchel

gesehen. Bist du dir sicher?
Ich, ehrlich gesagt, auch nicht. Mir fiel nix besseres ein, war einen Versuch wert... schön, dass hier aufgepasst wird. Das kleine Ding habe ich
mitgenommen, glaube aber kaum, dass da irgend etwas reif sein wird.

11. Das Substrat war Carpinus, oder? Vergleiche mal mit Encoelia
glaberrima oder E. carpini.

Schon der erste Versuch heute morgen an dem zähen Ding ging in die Hose,
vielleicht klappts ja noch.
Bei der Holzbestimmung komme ich meist nur weiter, wenn noch Blätter daran hängen, ich weiß es leider nicht.

Beste Grüße
Klaas

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Re: Hinweis zum Raufuß

Klaas, (vor 5518 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

danke sehr - ich versuche mich dann mal daran, einen Pappel-Raufuß zu mikroskopieren...

Grüße
Klaas

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Re: Acht Quadratmeter...

Ingo Wagner, (vor 5518 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

Freut mich, wenigstens ein Kleinpilzgefährte, der sieht, was alles auf engem Raum wächst. Wo andere Touren machen, müssten wir, wenn wir halbwegs normal wären, nach 10 min das Gebiet verlassen und nichts mehr anfassen.

4. Da hörts schon wieder auf, vielleicht nur M. galopus:

Da dein Gebiet recht eichenlastig zu sein scheint, denke ich, dass das Mycena vitilis (Zäher Fadenhelmling) sein müsste.
Makrokennzeichen: man zieht am Stiel und kriegt ihn nicht raus, weil man abrutscht. Zerbrechen oder abreißen tut der Stiel aber kaum. Sitzt sehr striegelig und fest auf unter der Laubschicht befindlichen dünnen (Eichen)-Ästchen.

8. Sehr wahrscheinlich Bisporella sulfurina. Wobei ich in dem Zusammenhang
die B. claroflava nicht kapiere.

Falls du es rausbekommst, schreib mir!

12. Vielleicht eine ähnliche Richtung, allerdings dünnstielig mit brauner
Fruchtschicht:

Leichtsinnig, aber ich wette Substrat Eiche und Name Rutstroemia firma (Zäher Stromabecherling)

VG Ingo W

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Re: Acht Quadratmeter...

Klaas, (vor 5518 Tagen) @ Ingo Wagner

Hi Ingo,

demnächst besorg ich mir nen Bollerwagen, da passt mehr rein als in die doofen Schraubenkisten.
Gleich vom Wegrand aus alles in den Pott werfen, zuhause auskippen, sortieren und wachsen lassen.
Dumm nur, dass ich bald jemanden brauche, der mich an den Waldrand rollt und dort auskippt.
Früher konnte ich noch ein paar Kilometer am WE gutmachen, heute nur noch Meter.

Deine Mycena-Beschreibung kommt mir sehr bekannt vor, vielleicht kann ichs ja absichern.

Ich hatte gerade eben die Nase voll und habe als Substrat Eiche ausgewürfelt. Im zweiten Durchgang
blieben die Würfel bei R. firma liegen. DIe Sporen kommen mir zu groß vor, für einen weiteren Erstfund
erscheint es mir aber in Ordnung, das Ding als R. firma cf. abzulegen.

Falls du es rausbekommst, schreib mir!

Scherzkeks!

Liebe Grüße
Klaas

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Re: Hinweis zum Raufuß

Peter W., (vor 5518 Tagen) @ Jürgen

Dann bin ich mir sehr sicher, dass es sich um einen duriusculum-Blässling
handelt und nicht um einen "Exoten" wie L. percandidum.
Grüße, Jürgen

Lieber Jürgen, das glaube ich jetzt auch, aber nicht alles was man nicht zu Gesicht bekommt ist unmöglich (exotisch)oder ominös. Es gibt leider Art die sieht man nur einmal oder auch nie.

Gruß Peter

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Re: Acht Quadratmeter...

Ingo Wagner, (vor 5518 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas!

Früher konnte ich noch ein paar Kilometer am WE gutmachen, heute nur noch
Meter.

Genau!
Und wenn ich mich nicht ganz irre, gab es mal einen Klaas (so vor 2 Jahren), der hat nie kleine Ascos gefunden, schon beinahe angezweifelt, dass es die überhaupt gibt.

Deine Mycena-Beschreibung kommt mir sehr bekannt vor,

Ach ja, woher denn? :-)
Ein kleines bräunliches markantes glänzendes Buckelchen auf dem meist breitkegeligen (nicht konvexen) Hut habe ich noch vergessen und dass die Fruchtkörper oft alleine oder nur zu zweit stehen.

DIe Sporen kommen mir zu groß vor,
für einen weiteren Erstfund
erscheint es mir aber in Ordnung, das Ding als R. firma cf. abzulegen.

Ich sehe nichts, was ein cf. rechtfertigen würde. Sporen im Keimstadium sind oft um einiges größer als normal reife, und die Sekundärsporen an den Polen werden ja nicht mitgemessen.

Deine Würfel gefallen mir. Einzelanfertigung?

VG Ingo W

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Re: Hinweis zum Raufuß

Jürgen, (vor 5518 Tagen) @ Peter W.

Hallo Peter,

nun, deswegen steht der "Exot" ja auch in Gänsefüßchen. Apropos: Gibt es eigentlich dein Leccinum schistophilum noch?

Grüße, Jürgen

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Re: Acht Quadratmeter...

Klaas, (vor 5518 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

Du meinst den Kerl, von dem ich so vor 2 Jahren den Zugang hier übernommen habe?
Hach, der hats gut, hat sich abgesetzt, guckt sich jetzt die Großpilze von oben an
und hat mir nur ein paar olle Würfel hinterlassen.
Sonderanfertigung, verdammt teuer, makroskopisch treffsicher, meinte der Typ.
Blödsinn, meistens steht da nur in großen Lettern: DU DAU
Ich glaube, die Dinger sind kaputt.

Viele Grüße
KLaas

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Re: Hinweis zum Raufuß

Peter W., (vor 5518 Tagen) @ Jürgen

Hallo Peter,
nun, deswegen steht der "Exot" ja auch in Gänsefüßchen. Apropos:
Gibt es eigentlich dein Leccinum schistophilum noch?
Grüße, Jürgen

Leider nicht mehr gesehen, da die Birken beseitigt wurden. War aber jetzt lange nicht am Standort. Ich schau aber wieder mal.

Gruß Peter

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Encoelia glaberrima ??

Klaas, (vor 5514 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

heute war ich nochmal in dem Gebiet, dort ist leider schon wieder alles vertrocknet.
Ich hatte nach einem Kumpel des gelb-grünen Bechers gesucht, jedoch keinen gefunden.

Das eine Exemplar hatte ich mir genauer angeschaut, leider hatte sich die Untertassensektion
zu früh vom Mutterschiff getrennt, inzwischen ist das Teil hinüber.
Zwischendurch konnte ich gut beobachten, wie die ehemals völlig glatte Fruchtschicht erst
etwas runzelig wurde und dann tiefe, wellige Furchen zog.
Mit dem zähen Ding bin ich nicht gut zurechtgekommen, zu der Art finde ich auch kaum etwas.
Zu 100% gefällt mir E. glaberrima nicht, was sonst noch in Frage käme, weiß ich aber auch
nicht.

Vielleicht hat ja noch jemand Infos zu der Encoelia, oder kann sie anhand der Skizze anbei
ausschließen?

Nochmals vielen Dank für Deine Tipps!

Grüße
Klaas

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Eintrag gesperrt

Re: Encoelia glaberrima ??

Gernot, (vor 5514 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

ich denke schon, dass das ganz gut zu E. glaberrima passt. Woran zweifelst du denn?

Ich fand die Sporen selber bereits etwas kürzer und wurstförmiger als Zotto sie auf seinen Skizzen darstellt, ziemlich ähnlich wie bei deinem Fund. Übrigens würde ich dir empfehlen, die Mikrostrukturen in Wasser zu messen und zu zeichnen.

Schöne Grüße
Gernot

Hallo Gernot,
heute war ich nochmal in dem Gebiet, dort ist leider schon wieder alles
vertrocknet.
Ich hatte nach einem Kumpel des gelb-grünen Bechers gesucht, jedoch keinen
gefunden.
Das eine Exemplar hatte ich mir genauer angeschaut, leider hatte sich die
Untertassensektion
zu früh vom Mutterschiff getrennt, inzwischen ist das Teil hinüber.
Zwischendurch konnte ich gut beobachten, wie die ehemals völlig glatte
Fruchtschicht erst
etwas runzelig wurde und dann tiefe, wellige Furchen zog.
Mit dem zähen Ding bin ich nicht gut zurechtgekommen, zu der Art finde ich
auch kaum etwas.
Zu 100% gefällt mir E. glaberrima nicht, was sonst noch in Frage käme, weiß
ich aber auch
nicht.
Vielleicht hat ja noch jemand Infos zu der Encoelia, oder kann sie anhand der
Skizze anbei
ausschließen?
Nochmals vielen Dank für Deine Tipps!
Grüße
Klaas

Eintrag gesperrt

Re: Encoelia glaberrima ??

Klaas, (vor 5513 Tagen) @ Gernot

Hallo Gernot,

ich denke schon, dass das ganz gut zu E. glaberrima passt. Woran
zweifelst du denn?

hauptsächlich zweifele ich an meinen Methoden. Und an meiner Erfahrung. Und...
Wenn ich zudem kaum Informationen zu einem Pilz finde, umso mehr.

Zum In-Wasser-Messen-und-Zeichnen:
Mein Mikroskop ist (nach meinem Empfinden) nicht gerade gut beleuchtet, ich auch
keine Leuchte im Herstellen von Präparaten - in Wasser sehe ich meistens nicht alles,
was in Lugol, Kongo oder BWB zum Vorschein kommt. Insofern mache ich das lieber in
Färbemitteln (und zeichne das farbig so in etwa), damit ichs beim nächsten Fund hoffentlich
wieder erkenne und nachempfinden kann.

Das Orange bei der vermuteten E. glaberrima ist übrigens Eigenfarbe, in Wasser zwar keineswegs
so intensiv wie in KOH, dennoch auch dort auffällig.

Viele Grüße
Klaas