Schöner Zonen-Milchling
Hallo Zusammen,
auch bei diesem Pilz wollte ich fragen, ob die Bestimmung stimmen kann. Die Milch ist an der Luft unveränderlich und der Geschmack scharf. Auffällig sind auch die Gruben am Stiel.
Viele Grüße
Iris
Iris, (vor 5521 Tagen)
Hallo Zusammen,
auch bei diesem Pilz wollte ich fragen, ob die Bestimmung stimmen kann. Die Milch ist an der Luft unveränderlich und der Geschmack scharf. Auffällig sind auch die Gruben am Stiel.
Viele Grüße
Iris
Hallo Iris,
ich sehe nichts, weshalb er das nicht sein kann.
Freundliche Grüße
Peter
HARZPILZCHEN, (vor 5521 Tagen) @ Iris
auch bei diesem Pilz wollte ich fragen, ob die Bestimmung stimmen kann. Die
Milch ist an der Luft unveränderlich und der Geschmack scharf. Auffällig
sind auch die Gruben am Stiel.
Hallo Iris
Mir fallen da gleich 2 (wohlmöglich 3) Kanidaten ein. Deshalb wäre es interessant, unter welchen Begleitbäumen du den Pilz gefunden hast und auch etwas zum Boden. LG Hartmut
Iris, (vor 5521 Tagen) @ HARZPILZCHEN
Hallo
es war ein eher feuchter Standort mit Laubbäumen (Buche und Hasel). Vom Boden her ist es bei uns eher basisch.
Viele Grüße
Iris
jesko, (vor 5520 Tagen) @ Iris
Hallo Iris,
die Gruben am Stiel dürfen bei Lactarius zonarius schon mal sein. Manche wollen so etwas dann auch als fo. scrobipes (bzw. eigene Art) abtrennen.
Wie hält man die 4 Zonenmilchlinge nun am besten im Feld auseinander?
Bei Fichte ist es zonarioides - die Mischwaldfunde benamst Du erst, nachdem Du ein bisschen mehr reingerochen hast und zonarioides auch an seiner Farbe erkennst.
Bei Laubbäumen - na ja, da halten wir mal die Nase dran. Riecht er wie ein Weißtäubling, dann ist es zonarius. Riecht er fruchtig (apfelartig), dann drehen wir ihn um. Lamellen auffälland queraderig: acerrimus. Lamellen normal (und am besten gleich noch ne Espe daneben): evosmus.
Scharf schmecken sie alle, damit kommt man nicht weiter.
Und für eine sichere Bestimmung macht sich ein Mikroskop ganz gut.
Viele Grüße,
Jesko
Hallo Jesko,
vielen Dank für Deine Antwort und Deine Hilfe.
Ich versuche mal mein Glück.
-Standort: eher Laubbäume
-Geruch: ich meine eine gewisse Apfelkomponente zu riechen
-Lamellen: sehen für mich normal aus, Anastomosen habe ich keine gefunden
-Sporen in Wasser und in Melzer:
Gemessen in Wasser: etwa 7,7 x 6,5 µm
Cheilozystiden (oder was ich dafür halte):
Demnach käme ich bei Lactarius evosmus raus (hoffe ich).
Viele Grüße
Iris
jesko, (vor 5519 Tagen) @ Iris
Hallo Iris,
das war mal ein Versuch eines nasenbasierten Schlüssels. Ich fürchte, er ist noch verbesserungsbedürftig.
Ich denke, Du zeigst L. zonarius. L. evosmus ist deutlich heller und zumindest am Hutrand weiß. Außerdem soll er nie einen grubigen Stiel haben. Der Apfelgeruch ist bei evosmus (wie auch bei acerrimus) sehr deutlich. Ich rieche bei zonarius hingegen vor allem Russula chloroides - aber womöglich bilde ich mir das nur ein.
Es gibt noch ein paar mikroskopische Unterschiede zwischen zonarius und evosmus, z.B. beim Sporenornament und bei der Länge der sog. Pleuromakrozystiden (die Du also nicht an der Lamellenfläche, nicht an der Schneide findest).
Zonarioides und acerrimus lassen sich hier bereits aufgrund der Sporengröße ausschließen.
Viele Grüße
Hallo Jesko,
noch einmal vielen Dank. Nach dem was ich jetzt so gelesen habe, käme Lactarius zonarius (Blasser Zonen-Milchling) auch gut hin.
Es gibt noch ein paar mikroskopische Unterschiede zwischen zonarius und
evosmus, z.B. beim Sporenornament und bei der Länge der sog.
Pleuromakrozystiden (die Du also nicht an der Lamellenfläche, nicht an der
Schneide findest).
Ähm, wo finde ich die Pleuromakrozystiden denn ? Wenn nicht an der Lamellenfläche und nicht an der Schneide ?
Bei den Sporenornamenten kann ich auch noch mal schauen, dass finde ich nur sehr schwer, die zu messen.
Nachher wollte ich mich auch noch einmal mit dem anderen Milchling beschäftigen. Mal sehen ob ich da auch weiter kommen
.
Viele Grüße
Iris
jesko, (vor 5519 Tagen) @ Iris
Hallo Iris,
Ähm, wo finde ich die Pleuromakrozystiden denn ? Wenn nicht an der
Lamellenfläche und nicht an der Schneide ?
Gute Frage. Natürlich an den Flächen. Das mit dem Schreiben muss ich auch noch mal üben.
In die Lactarienzystidologie musst Du Dich jetzt nicht einarbeiten, wo vielleicht noch andere spannende Pilze draußen darauf warten, gefunden zu werden. In diesem Fall ist doch zonarius hinreichend sicher.
Bei den Sporenornamenten kann ich auch noch mal schauen, dass finde ich nur
sehr schwer, die zu messen.
Auf Deinem Foto würde ich schon zonarius-Sporen sehen. Das ist bei einem einfachen Foto aber oft schwer zu beurteilen. Bei Russulaceaeen macht es sich oft gut, gestackte Sporenfotos zu verwenden. Hier hat man m.E. einen besseren Eindruck vom Ornament als beim Blick durch das Okular selbst, weil das Bild dann mehr Information enthält.
Messen musst Du das Ornament im vorliegenden Fall wohl nicht. Wenn Du das tun möchtest, musst Du das Objektiv bis an den "optischen Schnitt" heranfahren, bei dem Du die Sporen exakt im Profil siehst. Diese Einstellung verwendest Du ja auch, um die Sporen selbst zu messen. Jetzt kannst Du auch die Höhe von Warzen und Graten messen, die dann der Abstand zwischen der Linie des elliptischen Sporenumrisses und dem höchsten Punkt des Ornaments ist.
Nachher wollte ich mich auch noch einmal mit dem anderen Milchling
beschäftigen. Mal sehen ob ich da auch weiter kommen.
Da Mikroskop vorhanden, habe ich da vollstes Vertrauen. Es ist doch der Korallenreizker? Hier musst Du wohl tatsächlich mal das Ornament messen. Ich könnte mir azonites vorstellen, wenn Du acris aufgrund der Milchverfärbung ausschließt. Der Stiel erscheint mir weiß und nicht wie meist bei ruginosus bräunlich überhaucht. Aber die Sporen von azonites und ruginosus unterscheiden sich deutlich, danach kannst Du dann gehen. Pterosporus und subruginosus haben gedrängtere Lamellen. Das glaube ich auf Deinem Foto nicht zu erkennen.
Viele Grüße
Hallo Jesko,
Auf Deinem Foto würde ich schon zonarius-Sporen sehen. Das ist bei einem
einfachen Foto aber oft schwer zu beurteilen. Bei Russulaceaeen macht es
sich oft gut, gestackte Sporenfotos zu verwenden. Hier hat man m.E. einen
besseren Eindruck vom Ornament als beim Blick durch das Okular selbst,
weil das Bild dann mehr Information enthält.
Ich finde gestackte Bilder, gerade von Sporen, toll. Einmal habe ich es auch probiert, das Ergebnis war aber nicht so toll. Außerdem finde ich die Bilder der Coolpix dafür dann doch sehr ungeeignet.
Messen musst Du das Ornament im vorliegenden Fall wohl nicht. Wenn Du das tun
möchtest, musst Du das Objektiv bis an den "optischen Schnitt"
heranfahren, bei dem Du die Sporen exakt im Profil siehst. Diese
Einstellung verwendest Du ja auch, um die Sporen selbst zu messen. Jetzt
kannst Du auch die Höhe von Warzen und Graten messen, die dann der Abstand
zwischen der Linie des elliptischen Sporenumrisses und dem höchsten Punkt
des Ornaments ist.
Mein Problem ist dabei eher, dass meine Augen da teilweise nicht mit machen. Bei 100 facher Vergrößerung "wandern" manchmal die Striche von der Strichplatte, manchmal sehe ich gar nicht wo sie auf der Spore liegen
. Vielleicht stelle ich mich einfach zu dusselig an. Ich werde weiter üben
.
Viele Grüße
Iris
jesko, (vor 5518 Tagen) @ Iris
Hallo Iris,
Mein Problem ist dabei eher, dass meine Augen da teilweise nicht mit machen.
Bei 100 facher Vergrößerung "wandern" manchmal die Striche von
der Strichplatte, manchmal sehe ich gar nicht wo sie auf der Spore liegen
Das Problem kenne ich grundsätzlich auch. Ich weiß nicht, ob man da irgendwas an der Optik justieren muss oder so.
Du kannst natürlich versuchen, von einem Foto zu messen. Bei einzelnen Messungen ist das mit Sicherheit aufwändiger, wenn man aber z.B. viele Sporen vermessen will, geht es eigentlich schneller. Und das mit der Ornamenthöhe kriegt man dann auch besser hin.
Viele Grüße