Hallo Sabine,
...präsentierte ein Pilzsammler stolz seinen Steinpilzfund, und der
Begleittext informierte darüber, dass er die Pilze an Freunde, Bekannte
und Gasthäuser verkauft.
Gibt es Menschen in D, für die Ausnahmen von dem Verkaufsverbot gelten?
Ich meine, auf dem Viktualienmarkt auch schon irgendwann mal Waldpilze mit
Herkunft D gesehen zu haben. Weiß aber nicht mehr genau, wann das war, und
was für Pilze.
Ich war jedenfalls sehr verwundert, dass jemand, der so offensichtlich nicht
für den Eigenbedarf sammelt, das auch noch in der Zeitung kundtut.
in Bayern kann man Ausnahmegenehmigungen für gewerbliches Sammeln bei der zuständigen mittleren Naturschutzbehörde beantragen, das wäre für den Regierungsbezirk Schwaben z.B. Augsburg, für Oberbayern München. Die Genehmigungen kosten natürlich etwas und müssen eigentlich im Voraus beantragt werden, ich habe vor Jahren spasseshalber mal nachgefragt und hätte problemlos eine bekommen und ich glaube so ca. 70 DM dafür zahlen müssen. Für diese Genehmigungen muss das Sammelgebiet, die Arten und die jährliche Gesamtmenge, die nicht überschritten werden darf, genau bezeichnetwerden. Ich vermute mal, dass die Kosten für die Genehmigung mit der Menge an gesammelten Pilzen steigen.
In den westlichen Wäldern (Augsburg) gibt es zwei offizielle Steinpilzankaufsstellen, die für Ihre Sammler eine offizielle Genehmigung haben.
Ich glaub aber eigentlich, dass die meisten Gastwirte die heimische Steinpilzgerichte verkaufen keine Genehmigung haben. Der Pilzsammler, der einen Riesenfund macht und den an einen Gastwirt verkauft, wird vermutlich auch keine Genehmigung haben.
Die Verkäufer auf dem Viktualienmarkt, die da schon seit Jahrzehnten stehen, haben wahrscheinlich eine Genehmigung, außerdem verkaufen die teilweise auch Pilze (Maronenröhrlinge, Semmelstoppel) für die keine Genehmigung nötig ist.
herzliche Grüße
Birgit, die ganz in Deiner Nähe wohnt