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Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5481 Tagen)

Hallo zusammen,

anbei einige Fotos der letzten Zeit, mit so manchem Bestimmungsversuch bin ich ganz und gar nicht glücklich...

1. In einem meiner Wälder um die Ecke, den Stacheling hatte ich schonmal gezeigt, das Grüppchen dort am Bachrand
unter Erle und Eiche stand unter meiner Beobachtung. Da mein erster, hats eine Weile gedauert, bis ich mich mit
Verwachsener Duftstacheling - Phellodon confluens anfreunden konnte:

[image]

2. Zu meiner größten Überraschung wuchs bei den nächsten Besuchen eine weitere Art im Umkreis weniger Meter,
zumeist direkt am Fuß von Eichen (wobei auch gegenüber Fichten stehen). Für mich Unwissenden kommen dabei
drei Arten in Frage. Auch deshalb, weil ich mich mit der Beurteilung der Sporenform schwer tue.
Kann jemand anhand der Bilder Tipps abgeben?

Das erste völlig verwurschtelte Ding, bei Berührung braunfleckend. Daneben ältere Exemplare:

[image] [image]

Nachwuchs. Rechts nebenan das selbe Grüppchen knapp 14 Tage später:

[image] [image]

Ein einzeln stehender kleiner FK:

[image]

3. Den wollte ich eigentlich nochmal genauer unter die Lupe nehmen, er war zwischenzeitlich aber leider zu einem
braunen Glibber vergangen. Allein die frisch grünliche Farbe, zusammen mit den Guttationstropfen in der weißen
Zuwachszone, sollte doch markant sein, dachte ich. Seitlich an einem am Wegrand liegenden, dickeren, entrindeten
und halb vergrabenen (wahrsch. Laubholz-)Ast, FK knapp 20 cm Ausdehnung. Als ich Zeit dafür hatte, fand ich nur
wenige Sporen, die allerdings für mich wie auch der Rest zu Gallertiger Gloeoporling - Gloeoporus pannocinctus
(Blassgrüner Knorpelporling - Ceriporiopsis pannocincta) passten. Gibt es da noch Ähnliche, oder kann man das so stehen lassen?

[image]

Nummer 4 und 5 stammen aus "meiner" Kiesgrube.
Zartes Keulchen - Ramariopsis subtilis und Collybia cirrhata - Seidiger Sklerotienrübling.
Mit dem Keulchen bin ich noch nicht 100% sicher, die Collybia erscheint inzwischen häufiger, als ich anfangs vermutet hatte.

[image] [image]

Dann ein Ausflug ins Saarland (ein paar Funde bei der Nachsuche für die sehr gelungene und schöne Pilzausstellung).
6. Habe ich zum ersten Mal gefunden und mich zu Hause bei der Bildbenennung über den "neuen" Namen gewundert:
Kastanienschalen-Stromakelch - Lanzia echinophila. Interessant fand ich besonders die Substratunterseite mit
weißfilzigem Gewebe, welches scheinbar zum Pilz gehört.
7. Auch erstmalig (und endlich) FK am blauen Holz entdeckt, Kleinsporiger Grünspanbecherling - Chlorociboria
aeruginascens
:

[image] [image]

8. Zumindest teilweise von ähnlicher Farbe waren diese Teile hier. Im düsteren Wald im Vorbeigehen und von oben mir
wie Lactarius blennius erscheinend, dann doch mal lieber nachgeguckt - Überraschung, ockerfarbene Lamellen...
Die kleinen blauen FK konnte ich erst nach längerer Suche entdecken.

Das sind so Farben bei Pilzen, über die einer wie ich anfangs beim Blättern im Bon stolpert und sich denkt: sowas
werde ich wohl nie live zu Gesicht bekommen... schön, dass es auch anders als erwartet kommt.
Neben mir kam ein weitaus fachkundigerer Pilzfreund makros-/mikroskopisch zu:
Wechselblauer Edel-Reizker - Lactarius quieticolor:

[image] [image]

Mir stellt sich noch immer die Frage, wie der Pilz nun einzuordnen ist - als L. quieticolor oder als L. deliciosus var. quieticolor?

9. Noch ein Asco von dort, der sich permanent wieder aufdrängt, weil noch immer fit. Eigentlich würde ich das Ding
lieber entsorgen. Gewachsen an einem (vermutlich Laubholz-)Stamm nahe der finalen Phase, mikroskopisch brachte mich
das Teil mehrfach zu Ascocoryne cylichnium, was ich aber nicht glauben will. Kann man das wenigstens irgendwie vom
Bild her ausschließen, so wie ich das versuche? Miststück, blödes.
10. Letzlich ein Lamellenpilzchen von dort, eigentlich mit den rötlichen Stielen, gelben Lamellen und blaugrauen Hüten
mit weißem Filz doch sehr markant - ich kam erst nach längerem Blättern drauf.
Graugezonter Zwerg-Risspilz - Inocybe petiginosa:

[image] [image]

11. An diesen Teilen vom vergangenen langen Wochenende hatte ich mich vor zwei Jahren schon makroskopisch versucht,
die Mikroskopie gibt für mich keine neuen Erkenntnisse. Ludwig erwähnt bei Xeromphalina "alle makr. bestimmbar".
Na dann, herzlichen Dank für den sanften Wink...

Ich kann mich nicht zwischen X. cornui und X. caulicinalis entscheiden, der gelbe Filz scheint ja bei beiden zu sein.
Über eine evtl. Laugen-Reaktion bei cornui finde ich nichts, meine färben zumindest mit KOH sofort ordentlich (braun-)rot.
Dass bei den Ausgrabungen zumeist Kiefernzapfen mit zum Vorschein kamen, ist ggf. noch erwähnenswert. Gewachsen auf einer
gemähten Friedhofswiese unter Kiefern:

[image]

Das letzte Wochenende war dann bis zum Sonntag pilzmäßig gesehen grauenhaft. Es gab zwar nicht so arg wenige Arten, jedoch
zumeist schon wieder vertrocknet. Kurz vorm Ende wieder in der Kiesgrube gelandet, gab es doch noch einen schönen Abschluss.
12. Am Wiesenrand eine große Gruppe Lacktrichterlinge, die mir irgendwie komisch vorkamen. Wenn man sich mit so etwas
erstmalig näher beschäftigt, erfährt man Dinge, die man sich sonst gar nicht so recht vorstellen kann. Z.B., dass die
Typus-Varietät von Laccaria laccata wohl recht selten ist. Hätte ich nie vermutet. Meine stellten sich dann gestern als
Blassblättriger Farbrichterling - Laccaria laccata var. pallidifolia heraus, eine häufige Varietät.
13. Gleich nebenan ging es dann noch weiter mit Risspilzen und Cortinarien, aber die kapier ich noch absolut nicht.
Eine Kollektion, die auf der Ablage liegt, noch keine Ahnung, wohin ich die stecken soll, büschelig im großen Hexenring:

[image] [image]

14. Besonders schön ist dabei, wenn man sich solchen "gewöhnlichen" Pilzchen wie Lacktrichterlingen widmet, dass einem auf dem
Boden abhängend immer wieder neue Pilze begegnen, die man aus 190er Höhe sehr wahrscheinlich nicht wahrgenommen hätte.
So auch diesmal. Die Erdzungen dort im Umkreis (wahrsch. G. cookeanum) warten bislang vergebens auf meine eindeutige
Benennung und sind dieses Jahr noch nicht aufgetaucht.
Und plötzlich steht da ein paar cm von meinem Rucksack eine andere Art, die mir in den letzten drei Jahren noch nicht begegnet ist,
Gemeine Haarzunge - Trichoglossum hirsutum:

[image]

Falls es Hinweise oder Anmerkungen zu den Pilzen gibt, her damit. Ansonsten hilft mir das Sortieren, Nachlesen, überhaupt auch
nachträgliche Beschäftigen mit den Arten für einen Beitrag auch schon weiter, wie ich immer wieder merke.
Sofern der kleine Überblick jemandem gefällt, umso besser - ansonsten wieder sorry an alle anderen für die vielen Bilder.

Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Stephan Weißer, (vor 5481 Tagen) @ Klaas

1. In einem meiner Wälder um die Ecke, den Stacheling hatte ich schonmal
gezeigt, das Grüppchen dort am Bachrand
unter Erle und Eiche stand unter meiner Beobachtung. Da mein erster, hats
eine Weile gedauert, bis ich mich mit
Verwachsener Duftstacheling - Phellodon confluens anfreunden konnte:
2. Zu meiner größten Überraschung wuchs bei den nächsten Besuchen eine
weitere Art im Umkreis weniger Meter,
zumeist direkt am Fuß von Eichen (wobei auch gegenüber Fichten stehen). Für
mich Unwissenden kommen dabei
drei Arten in Frage. Auch deshalb, weil ich mich mit der Beurteilung der
Sporenform schwer tue.
Kann jemand anhand der Bilder Tipps abgeben?
Das erste völlig verwurschtelte Ding, bei Berührung braunfleckend. Daneben
ältere Exemplare:
Nachwuchs. Rechts nebenan das selbe Grüppchen knapp 14 Tage später:
Ein einzeln stehender kleiner FK:

Zu den anfangs gezeigten Stachelingen: meiner Meinung nach passen die zarten rosarötlichbraunen Farben nicht zu Phellodon (welche eher holzbraune Farbtöne mit höherem Olivanteil haben), sondern zu Hydnellum (Korkstacheling).
zu Nr. 1:
Man sieht neben rötlichbraunen Tönen in der Zuwachszone auch bläuliche Töne. Würde das Teil gewürzartig-anisig riechen, würde ich es aus dem Stand Hydnellum suaveolens nennen.
zu Nr. 2 (links):
Diese massige, blumenkohlartige Form und der Standort im Laubwald ist wohl typisch für Hydnellum spongiosipes, den ich freilich nur aus dem Buch kenne.
zu Nr. 3 (rechts) und Nr. 4 (die Mini-Exemplare):
Da würde ich von der Optik her Hydnellum peckii vermuten. Der wäre auch ganz leicht zu knacken, denn kaut man ein Stück, kratzt es nach ein paar Sekunden hinten im Hals ganz erbärmlich.

Sind die alle aus dem Taunus? Das wäre ja eine mykologische Sensation!

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Gábor, (vor 5481 Tagen) @ Klaas

: Gewachsen an einem (vermutlich Laubholz-)Stamm nahe der finalen Phase,
[quote]mikroskopisch brachte mich das Teil mehrfach zu Ascocoryne cylichnium, was
ich aber nicht glauben will.
Kann man das wenigstens irgendwie vom Bild her ausschließen, so wie ich das
versuche? Miststück, blödes.
[/quote]
-----

Hallo Klaas,

A. cylichnium würde ich rein makroskopisch nur ungern ausschließen wolle, denn für genau diesen Pilz halte ich Deinen Fund.
Die Apothezien schauen nicht nur wie Gummidrops aus, vielmehr haben sie auch eine ähnlich zähe Konsistens:
[image]
[image]

Und falls Du den Pilz doch noch mikroskopieren möchtest, würde es mich überraschen, wenn Du nicht die großen Sporen und diese fädigen Paraphysen findest:
[image]

LG, Gábor

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Svampskogen, (vor 5481 Tagen) @ Klaas

Einfach wunderschöne Bilder. Zu L. quieticolor: Zu dieser Art war vor kurzem auch in einem schwedischen Pilzforum eine spannende Diskussion, denn es wurden einige komplett blaue Exemplare mit blauer Milch gefunden. Man war sich dort nicht sicher, ob das noch L. quieticolor ist oder ob womöglich die Synonymisierung von L. hemicyaneus nicht ganz gerechtfertigt sei.... Persönlich habe ich keine Ahnung, aber interessant fand ichs allemal.

Gruss Svampskogen

http://www.svampguiden.com/forum_visa.asp?inr=208835&fnr=1&sok=quieticolor&Start=0&Offs...

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5481 Tagen) @ Gábor

Hallo Gábor,

die Dinger hatte ich jetzt schon mehrfach mikroskopiert, es passt ja eigentlich
nahezu alles. Gummikonsistenz, Paraph., Asci, Sporen und moniliforme Sek.-Sporen...
Ich habe A. cylichnium nur noch nie gesehen/als solche bestimmt, mir kam die durchweg
schüsselartige Form der Apothecien und deren braune Farbe seltsam vor. So gar nicht
lila oder fleischfarben eben. Aber was soll es denn sonst sein.
Danke Dir!

LG Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5481 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

die stacheligen Teile stammen aus einem Vorort nördlich von WI, quasi an einem
Ausläufer vom Taunus.

Zur hellen Nr. 1: Da ich ja null Ahnung von sowas hatte (habe) dachte ich auch gleich an
H. suaveolens - der beinahe aufdringlinche Anis-Geruch fehlte aber. Bei einem pilzkundl.
Wochenende vor kurzem hatte ich einen guten Geruchsvergleich an einem Mitbringsel.
Meine gehen beim Trocknen eher in Richtung würzig, maggiartig. Ein leichtes Blauen
im Anschnitt konnte ich auch sehen. Passt das nicht zu Ph. confluens?

Zu den anderen, bei denen ich bislang davon ausging, dass alle zu einer Art gehören:
Bei dem "blumenkohlartigen" und dem einzelnen Exemplar kam ich auch (zwar unsicher)
zu H. spongiosipes. Zumindest kommt mir die Form der Höcker an den Sporen mehr so vor,
wie in B&K abgebildet.
Die anderen einen Schritt nebenan hatten mich dann aber noch mehr verunsichert und
brachten einen Grubigen und einen Scharfen mit ins Spiel. Wobei ich richtige Rottöne
nirgends feststellen konnte.
Ich weiß nicht, ob das bei getrockneten Exemplaren noch immer so kratzt,
ich probier das dann mal (morgen).
Herzlichen Dank für Deine Hinweise!
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Stephan Weißer, (vor 5481 Tagen) @ Klaas

Es gibt noch einen anderen (noch selteneren) Korkstacheling mit blauen Farbtönen: Hydnellum caeruleum. Der röche (sagt man so?) leicht mehlig und wäre im Längsschnitt statt völlig blau zweifarbig - nämlich oben bläulich, unten bräunlich.

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Joschi Siembida ⌂, (vor 5481 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

schöne Bilder und Funde!

Verwachsener Duftstacheling - Phellodon confluens

Hat er denn nach Liebstöckel geduftet? Den Schwarzweißen "billig Brühwürfel" Duftstacheling bei der Ausstellung hast Du ja sicher mitbekommen.

Das erste völlig verwurschtelte Ding, bei Berührung braunfleckend. Daneben ältere Exemplare: ... Nachwuchs. Rechts nebenan das selbe Grüppchen knapp 14 Tage später:

So ähnliche Exemplare habe ich letzten Freitag auch gefunden. Mangels Mikroskop konnte ich die nur auf Hydnellum concrescens oder scrobiculatum eingrenzen.

Gruß Joschi

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

jesko, (vor 5481 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

zu Nr. 1: Man sieht neben rötlichbraunen Tönen in der Zuwachszone auch
bläuliche Töne. Würde das Teil gewürzartig-anisig riechen, würde ich es
aus dem Stand Hydnellum suaveolens nennen.

Hydnellum suaveolens sehe ich hier eigentlich nirgends. Den hätte Klaas auch sicher im Handumdrehen rausgehabt!
Mir gefällt hier Phellodon confluens schon ganz gut, der sieht m.o.w. so aus. Zur Sporenpulverfarbe wissen wir wohl nichts?

Bei den zweiten würde ich mal einfach in Richtung Hydnellum concrescens überlegen. Ich hatte übrigens über Jahre hinweg H. concrescens und P. confluens an einer Stelle in einem Laubwald, der sonst von terrestrischen Stachelingsträumen Lichtjahre entfernt ist.

Viele Grüße

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

jesko, (vor 5480 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

schöne Bilder und interessante Diskussionen.

13. Gleich nebenan ging es dann noch weiter mit Risspilzen und Cortinarien,
aber die kapier ich noch absolut nicht.
Eine Kollektion, die auf der Ablage liegt, noch keine Ahnung, wohin ich die
stecken soll, büschelig im großen Hexenring:

Waren da vielleicht Salicaceen (Weide oder Espe) am Standort. Wenn ja, würde ich mit Cortinarius saturninus ss. Brandrud & al. (= C. saturninus var. bresadolae = C. cohabitans) vergleichen.

Viele Grüße.

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Wolfgang P., (vor 5480 Tagen) @ Klaas

11. An diesen Teilen vom vergangenen langen Wochenende hatte ich mich vor
zwei Jahren schon makroskopisch versucht,
die Mikroskopie gibt für mich keine neuen Erkenntnisse. Ludwig erwähnt bei
Xeromphalina "alle makr. bestimmbar".
Na dann, herzlichen Dank für den sanften Wink...
Ich kann mich nicht zwischen X. cornui und X. caulicinalis entscheiden, der
gelbe Filz scheint ja bei beiden zu sein.

Hallo Klaas,

war er denn bitter? Waren die Cystiden verzweigt?

caulicinalis, der sehr bittere mit unverzweigten Zystiden, ist zumindest in den Kiefernwäldern bei Mainz durchaus ein verbreiteter Pilz, falls das hilft.

Grüße,

Wolfgang

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ Svampskogen

Hallo Svampskogen,

danke für den Link - verstanden habe ich leider nicht sehr viel von der Diskussion dort ...;)
Die gezeigten Pilze da sind ja noch weitaus mehr gefärbt, was wohlmöglich L. hemicyaneus
rechtfertigen könnte - sofern es den denn wirklich gibt. Wenn man mal im Kriegelsteiner nachliest,
ist einer wie ich anschließend auch nicht viel schlauer...

Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

DirkW, (vor 5480 Tagen) @ Klaas

hallo klaas, warum willst du denn die ascocoryne nicht glauben? ich kann mich gabor nur snschließen - wenn die mikros passen, spräche nichts dagegen ...
die sporen des keulchens würden mich sehr interessieren!

viele grüße

dirk

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

der Hinweis mit Mainz hilft durchaus - obwohl ich nach mehreren durchgekauten Stücken nichts
Bitteres feststellen konnte. Wobei das ja wohl nicht unbedingt konstant sein muss, wenn ich richtig
gelesen habe. Ich schätze, Du hattest den demnach schon öfters?
Wenn ich dran denke und ggf. Zeit dafür bleibt, bringe ich die Teile am Samstag mit.

Viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

nein, zur Sporenpulverfarbe wissen wir dummerweise nichts... nur, dass auf den Papieren
unterhalb der jeweiligen trockenen FK keinerlei Braun zu sehen ist.

Dein Stachelingstraum kommt mir doch sehr bekannt vor, insofern würde ich concrescens
gerne wieder in die engere Wahl für den Zweiten aufnehmen.
Wenn ich nur wüsste, wie man als Laie diesen von scrobiculatum, spongiosipes und ggf.
noch peckkii anhand mikroskop. Merkmale auseinander halten könnte. Mit Sporenvergleich
erscheint mir das unmöglich. Mit KOH auf einem dünnen Schnitt konnte ich ein sofortiges
Grünen bewirken, was aber, wie ich meine gelesen zu haben, auch eigentlich nichts aussagt.

Viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ Joschi Siembida

Hi Joschi,

an den Brühwürfel kann ich mich leider nicht mehr richtig erinnern - war das confluens?
Ich meine, da lagen so ein paar dörre braune Teile, schwierig die zuzuordnen.
Tja - ich kann ja noch nichtmal mittels Mikroskop eingrenzen, hätte ich mal lieber noch
ein paar Jahre gewartet...

Viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Goldsucher, (vor 5480 Tagen) @ Svampskogen

Habe heute auch L. quieticolor gefunden und die sahen so aus.

[image]

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk,

ich bin nur sowas von unsicher bei Pilzen, die ich erstmalig genauer unter die Lupe nehme,
dass ich zunächst alles anzweifele, was ich "bestimme". Ich glaube euch jetzt ja die Ascocoryne.

Mikrofotos zum Keulchen kann ich nicht liefern, es gab für mich auch nichts spektakuläres zu zeichnen.
Mein Gekritzel passt eigentlich sehr gut zur Beschreibung in B&K.
Irgendwo habe ich noch einen getrockneten FK rumliegen - wenn Du magst, schick ich Dir den zu.

Viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5480 Tagen) @ Goldsucher

Habe heute auch L. quieticolor gefunden und die sahen so aus.

Nur zum Vergleich für mich die Nachfrage:
Nach welchen Merkmalen hast Du den als "quieticolor" bestimmt?
Danke für die Info und Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Abt, (vor 5480 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,
waren die Keulchen-Sporen denn glatt oder (manchmal nur schwer erkennbar) feinwarzig-stachelig?
Schöne Grüße,
Marcel

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zur Ramariopsis

Klaas, (vor 5479 Tagen) @ Abt

Hallo Klaas,
waren die Keulchen-Sporen denn glatt oder (manchmal nur schwer erkennbar)
feinwarzig-stachelig?
Schöne Grüße,
Marcel

Hallo Marcel,

die Sporen waren glatt - ich bekam heute einen schönen Vergleich zu einer anderen Ramariopsis
(ich glaube, es war tenuiramosa), bei der die feinen Warzen deutlich sichtbar waren.
Weiterhin fielen mir bei der Art heute gleich Kristalle an den Hyphen auf, die meiner fehlten
(wobei ich nicht weiß, ob das ein Kriterium ist).
Sicherheitshalber kontrolliere ich beides aber bei Gelegenheit.
Käme denn mit den glatten Sporen noch etwas anderes in Frage?

Viele Grüße
Klaas

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Re: zur Ramariopsis

Abt, (vor 5477 Tagen) @ Klaas

Hallo Marcel,
die Sporen waren glatt - ich bekam heute einen schönen Vergleich zu einer
anderen Ramariopsis
(ich glaube, es war tenuiramosa), bei der die feinen Warzen deutlich sichtbar
waren.
Weiterhin fielen mir bei der Art heute gleich Kristalle an den Hyphen auf,
die meiner fehlten
(wobei ich nicht weiß, ob das ein Kriterium ist).
Sicherheitshalber kontrolliere ich beides aber bei Gelegenheit.
Käme denn mit den glatten Sporen noch etwas anderes in Frage?

Nö Klaas,
nicht, dass ich jetzt wüsste.
Aber die R. tenuiramosa wollte ich eben ausgeschlossen wissen, da sie makroskopisch noch in Frage hätte kommen können.
Schöne Grüße,
Marcel

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Re: zur Ramariopsis subtilis

Klaas, (vor 5477 Tagen) @ Abt

Hi Marcel,

danke für die Info und die zusätzliche Datei - kann ich sicher gut gebrauchen!
Ich hatte mir gestern noch etwas frischeres Material besorgt und bin jetzt sehr sicher
mit der subtilis und ihren glatten Sporen.

Viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Klaas, (vor 5477 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

entschuldige bitte die späte Antwort, nur noch als Bestätigung für Dein gutes Auge zum
kleinen Bildchen: ja, da waren (u.a.) Weide und Pappel am Standort.
Wenn ich mich recht entsinne, hatten wir am WE andernorts auch C. saturninus.
Das könnte ganz gut passen - allerdings bin ich mangels Erfahrung nicht in der Lage,
das abzusichern. Die Cortinarien kommen bis auf Weiteres wieder zurück in die Pfui-Kiste
(mit den Teuflingen und anderen Gattungen...).

Danke Dir und viele Grüße
Klaas

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Schnuffel, (vor 5476 Tagen) @ Goldsucher

Habe heute auch L. quieticolor gefunden und die sahen so aus.

Hallo Bernd,

vom Bild her halte ich den nicht für L. quieticolor, sondern für L. semisanguifluus, den Spangrünen Kiefernreizker.

Gruß - Schnuffel

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

jesko, (vor 5476 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

... nur noch als Bestätigung für Dein gutes
Auge zum
kleinen Bildchen: ja, da waren (u.a.) Weide und Pappel am Standort.

Die Blätter hatte ich überhaupt nicht bemerkt. Die Pilze sehen einfach verdammt nach saturninus aus. Wenn das Habitat auch noch stimmt, brauchst Du doch nur die Sporen kontrollieren. Wenn die ebenfalls hinkommen, ist das Teil doch mit hinreichender Sicherheit "bestimmt".

... Die Cortinarien kommen bis auf Weiteres wieder zurück in die
Pfui-Kiste
(mit den Teuflingen und anderen Gattungen...).

Das haben nun gerade diese beiden Gattungen nicht verdient.

Viele Grüße

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Goldsucher, (vor 5476 Tagen) @ jesko

Der Hut ist ausgeprägt zoniert, eher bräunlich-grün und nicht weinrot zum Rand hin. Der Stiel ist grubig, wie man sieht. Das sollte bei L. semisanguifluus lt. Bon nicht der Fall sein. Fleischverfärbung Richtung Rot braucht sehr lange. Standort: zwischen Kiefern auf Kalksandboden.

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Re: Ein paar (teils unklare) Funde

Goldsucher, (vor 5476 Tagen) @ Goldsucher

Der Hut ist ausgeprägt zoniert, eher bräunlich-grün und nicht weinrot zum
Rand hin. Der Stiel ist grubig, wie man sieht. Das sollte bei L.
semisanguifluus lt. Bon nicht der Fall sein. Fleischverfärbung Richtung
Rot braucht sehr lange. Standort: zwischen Kiefern auf Kalksandboden.

Tschuldigung - falscher Pfad!