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….in fremden Revieren (23 Pics)

Pfalz-Pilz, (vor 5479 Tagen)

Hallo Forum

Hier ein kleiner pilzlicher Abriss meiner Rundreise (nicht nur in Sache Pilze) in den östlichen Bundesländern. Zum Teil begegneten mir Pilze die ich noch nie sah.

22.9.11 Schloßpark Gotha in Thüringen, sehr trocken und pilzarm.
Unter Schwarzkiefer, vermutlich ein Karbolegerling (unbestimmt)
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Ein Laubholz-Harzporling (Ischnoderma resinosum) an Buchenstubben
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Auf leicht feuchter Wiese in Nähe von Jungeichen, Prächtiger Flämmling (Gymnopilus spectabilis)
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24.9.11 Zwischen viel Kultur und Weinfest in Kötzschenbroda der Große Garten in Dresden. Unter den Baumgruppen feucht, aber wenig Pilze.

Trotzdem ein persönlicher Erfolg, mein erster (noch sehr junger) Klapperschwamm (Grifola frondosa). Lag lose unter einer dicken Eiche.
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An einem toten Holzstamm ein ganz frischer Schwefelporling (Laetiporus sulfureus)
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26.9.11 bei einem Spaziergang im Park der 3 Elbeschlösser eine schöne Gruppe Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)…
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…und vermutliche Spechttintlinge (wäre ein persönlicher Erstfund)
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Auf dem Weinfest in Kötzschenbroda wurde ich von den sächsischen Weinmajestäten zur Teilnahme an einem Quiz für Nachwuchs-Weinkennern :-) regelrecht genötigt. „Der Herr mit dem Strohhut da hinten…..“. Das sächsische Jungvolk hat offensichtlich wenig Mut.
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Das Publikum hat sich letztendlich für den Lokalmatador entschieden. Im späteren Verlauf hatte ich noch die Gelegenheit zu einem Smalltalk mit der letztjährigen Weinkönigin (Die Dame ganz links auf dem Foto).

Am 28.9.11 im Schloßpark Merseburg, Karbolegerlinge (Agaricus xanthoderma) in großen Mengen….
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… und an der Goitsche (renaturierter Braunkohletagebau) bei Bitterfeld eine unerwartete Pilzflut in den Kiefer/Eiche/Birke-Jungwäldern

Flaumiger Milchling (Lactarius pubescens), persönlicher Erstfund
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Ringloser Butterpilz (Suillus collinitus)
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Nicht näher bestimmte Erdritterlinge
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Steht in keinem Buch :-)
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Und noch viele, viele andere, teilweise in großer Artanzahl.

Am 29.9.11 am Heidesee bei Halle/Saale-Nietleben, alles furztrocken, aber trotzdem fündig geworden.
Ein etwas wuchtiger Birkenpilz direkt unter Robinie, aber in etwa 3m Abstand zu einer Birke, vermutlich der Vielverfärbende Birkenpilz (Leccinum variicolor)
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Und hier die schlankere Ausführung eines normalen Birkenpilzes von anderer Stelle, wie ich ihn aus dem Pfälzerwald kenne
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Diese Täublinge in großer Zahl unter mehreren Birken-Baumgruppen, nahe einer Kleingartenanlage (Datschen). Zuhause haben wir diesen rein makroskopisch dem Netzflockigem Rosatäubling (Russula aurora) zugeordnet.
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Dieser stand sehr häufig, Gilbender Erdrittlerling (Tricholoma argyraceum)
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In einem kleinen Wäldchen mit jungem Laubholz auf alten Eichenstubben sehr häufig diese schwarzen Eierbriketts. Hartmut bestätigte mir später mikroskopisch die vermutete Vielgestaltige Holzkeule (Xylaria polymorpha)
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30.9.11 Zuletzt ein Spaziergang in Friedrichsbrunn/Harz. Die Leute schleppten hier die Pilze sack- und korbweise aus dem Wald.
Über den 4 tägigen Aufenthalt im Harz, mit für mich phantastischen Pilzen, werde ich einen eigenen Beitrag verfassen.

Gruß aus dem Pfälzerwald
Dieter

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Steht in keinem Buch ?

Alis ⌂, (vor 5479 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Steht in keinem Buch :-)

Hallo Dieter,

vergleiche mal hier:

Beitrag 176183

Gut, ist sicher nicht die gleiche Art, aber doch zuindest die gleiche Familie

Gruß Alis

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Re: Steht in keinem Buch ?

Pfalz-Pilz, (vor 5479 Tagen) @ Alis

Hallo Alis

Die Beschreibung im Buch von Rita Lüders kenne ich. Dort ist der "Pilz" wesentlich filigraner dargestellt. Joschi schreibt in seinem Bericht M8, also Stieldicke von 8mm. Weiterhin habe ich den in ähnlicher Form bei uns in der Pfalz schon häufig gesichtet und auch hier schon gepostet. Bei diesem neuen Fund liegt eine Stieldicke von ca. 3 cm vor, deswegen auch das Taschenmesser als Vergleich..

Gruß Dieter

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Re: ….in fremden Revieren (23 Pics)

Thomas Pruss, (vor 5479 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Moin Dieter,
wenn ich mir vorstelle, dass da jemand barfuß fürbass schreitet und dann mit dem eingewachsenen Zehennagel des Großen Zehs schwungvoll dagegentritt …
Auhauauaua!!!!! -)
Grüßlis
Thomas

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Re: ….in fremden Revieren (23 Pics)

Schdaipilz, (vor 5479 Tagen) @ Thomas Pruss

Moin Dieter,
wenn ich mir vorstelle, dass da jemand barfuß fürbass schreitet und dann mit
dem eingewachsenen Zehennagel des Großen Zehs schwungvoll dagegentritt …
Auhauauaua!!!!! -)
Grüßlis
Thomas

Sind Wurzelmöhrlinge denn wirklich so hart ?

mfg Schdaipilz

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Russula exalbicans

jesko, (vor 5479 Tagen) @ Pfalz-Pilz

Hallo Dieter,

bei dem von Dir gezeigten Täubling bei Birken halte ich den Verblassenden Täubling (Russula exalbicans) für sehr wahrscheinlich. Die mittelgroße Art ist durch ihre zunächst schön roten, dann rasch rosa ausblassenden und zum Schluss fast weißen bis leicht grünlichen Hüte, cremefarbene Lamellen, einen recht auffällig grauenden Stiel (der jung auch mal rötlich überhaucht sein kann) und pikanten Geschmack auch im Feld recht gut erkennbar. Sie ist ein typischer Birkenbegleiter - besonders gern an anthropogenen Standorten, Ruderalstellen usw., fehlt aber auf so richtig sauren Böden. Sie steht also gern mal unter den drei Birken vor dem Hochhaus oder so.
Im Bitterfelder Tagebau solltest Du sie auch gesehen haben. Hier gehört sie (ab Mai) zur bei Birke omnipräsenten Täublingstroika (R. aeruginea, exalbicans und versicolor), zu der sich im Herbst eben auch Lactarius pubescens (oft in Massen) gesellt.

Viele Grüße

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Re: Russula exalbicans

Pfalz-Pilz, (vor 5479 Tagen) @ jesko

Hallo Dieter,
bei dem von Dir gezeigten Täubling bei Birken halte ich den Verblassenden
Täubling (Russula exalbicans) für sehr wahrscheinlich. Die mittelgroße Art
ist durch ihre zunächst schön roten, dann rasch rosa ausblassenden und zum
Schluss fast weißen bis leicht grünlichen Hüte, cremefarbene Lamellen,
einen recht auffällig grauenden Stiel (der jung auch mal rötlich
überhaucht sein kann) und pikanten Geschmack auch im Feld recht gut
erkennbar. Sie ist ein typischer Birkenbegleiter - besonders gern an
anthropogenen Standorten, Ruderalstellen usw., fehlt aber auf so richtig
sauren Böden. Sie steht also gern mal unter den drei Birken vor dem
Hochhaus oder so.
Im Bitterfelder Tagebau solltest Du sie auch gesehen haben. Hier gehört sie
(ab Mai) zur bei Birke omnipräsenten Täublingstroika (R. aeruginea,
exalbicans und versicolor), zu der sich im Herbst eben auch Lactarius
pubescens (oft in Massen) gesellt.

Hallo Jesko

Das mit der Ruderalfläche könnte für die Laubenkolonie mit den Birkengruppen hinkommen. Nach Aussage meiner Verwandten war das vor mindestens 50 Jahren mal eine Mülldeponie. Die Birken dürften der Stammdicke nach auch dieses Alter haben. Die Täublinge, auch die jüngeren Exemplare, hatten etwa alle die gleichen Farbe. Das von Dir erwähnte Rot wurde nicht registriert. Da ich aber mit Täublingen kaum Erfahrung habe, kann ich zur weiteren Klärung der Art wenig beitragen. Werde mir aber Deinen Vorschlag mal genauer anschauen.

An der Goitsche habe ich Täublinge in dieser Größe und Farbe unter vielen anderen auch gesehen. Wenn ich dort alles aufgenommen hätte, wäre das jetzt ein Haufen Arbeit. Wollte mir das Gebiet nur mal anschauen. Dabei habe ich auch einige frische Pilze für Hartmut´s Pilzaustellung mitgenommen.

Ich stelle fest, Du kennst das Gebiet. Ist ja auch fast vor Deiner Haustür.

Gruß Dieter