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Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5473 Tagen)

Dieser Rauhfuss wuchs ziemlich häufig in der südwestschwedischen (küstennahen) Heidelandschaft. Ich denke es könnte sich um Leccinum schistophilum, Schiefer Rauhfuss, handeln. Mikroskopiert habe ich sie nicht, Herbarbelege wären jedoch meist vorhanden. Von oben betrachtet waren sie normalen Birkenpilzen sehr ähnlich. Jedoch besassen alle eine blaugrün verfärbende Stielbasis und rötendes Fleisch. Die Pilze scheinen in ihrer Grösse und vom Standort (trockene Heide - feuchtes Ufer) her sehr variieren zu können. Hab auch mal von einem Leccinum palustre gehört, der wird jedoch in Funga Nordica mit L. schistophilum synonymisiert. Auf jeden Fall scheint die Art (falls es sie ist) ziemlich unbekannt zu sein, was mich doch sehr überrascht, da sie zumindest an der schwedischen Westküste ausgesprochen häufig erscheint.
Kennt jemand die Art? Oder habe ich sie eventuell doch falsch bestimmt?!
Grüsse Svampskogen

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5473 Tagen) @ Svampskogen

Diese Rauhfüsse wuchsen in einem trockenen Granitsteinbruch. Sie Waren ziemlich gross und kräftig, Hutdurchmesser bis 10 cm. Nur 10 m entfernt lag jedoch ein kleiner durch den Steinbruch entstandenen Weiher mit reichen Beständen an Lycopodiella inundata, Moor-Bärlapp.

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5473 Tagen) @ Svampskogen

Diese Exemplare waren sehr klein und schmächtig. Hutdurchmesser nur etwa 4 cm. Auch sie wiesen eine blaugrüne Stielverfärbung auf. Standort an einem kleinen Tümpel.

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5473 Tagen) @ Svampskogen

Der gleiche Tümpel beherbergte auch einen grossen Bestand an den dort häufigen Wasserschlauch-Arten (U. vulgaris oder australis).

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Re: Leccinum schistophilum

Goldsucher, (vor 5473 Tagen) @ Svampskogen

Warum kann das nicht L. variicolor sein?

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5472 Tagen) @ Goldsucher

Hallo

Den Gefleckten Rauhfuss kenne ich eigentlich gut, ist auch häufig dort oben. Er ist schon meist viel dunkler und der Hut oft blass gefleckt. Die Stielbeschuppung ist intensiver und dunkler. Ich habe ihn noch nie in derart geringer Grösse wie auf meinem 3. Bild gefunden. Auch wächst er fast nur in geschlossenen Wäldchen, während mein L. schistophilum (oder was auch immer das ist) eindeutig alleinstehende Birken inmitten der Heidelandschaft bevorzugt.
Habe auch L. holopus in Betracht gezogen, der besitzt jedoch eine wesentlich gröbere Stielbeschuppung.

Warum kann das nicht L. variicolor sein?

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Re: Leccinum schistophilum

Peter W., (vor 5472 Tagen) @ Svampskogen

Grüß dich Svampskogen,

ich habe ja den Erstfund für Deutschland gemacht und mit C. Hahn in der ZFM beschrieben. Das Hauptmerkmal ist, neben dem Röten und Blauen und den trockenen Standort über Schiefer (übrigen Schiefern Raustiel-Röhrling, abgeleitet von dem Gestein), das er zusätzlich auch noch graut.

Hast du den Artikel von uns? Sonst sende ich ihn dir.

Gruß Peter

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5472 Tagen) @ Peter W.

Hallo Peter

In dem Fall scheinst du der richtige Ansprechpartner zu sein :-) Nein, den Artikel besitze ich leider nicht. Wäre natürlich super, wenn du ihn mir zuschicken könntest. Ein Grauen ist mir nicht aufgefallen, habe mich aber auch überhaupt nicht darauf geachtet. Der Untergrund bestand bei allen Funden aus Granit. Lustig, ich dachte immer der deutsche Name kommt davon, dass der Pilz oft einen schiefen Stiel besitzt :-) (was tatsächlich oft auch der Fall ist).
Meine Pilze wuchsen meist in der trockenen Heide (dann oft mit Russula claroflava vergesellschaftet), teilweise aber auch an feuchteren Standorten, wie auf Bild 3 zu sehen.
Ich besässe auch noch weitere Bilder dieser Art...
Ist es denn möglich, dass meine Funde diesen L. schistophilum darstellen, oder ev. den von der Funga Nordica synonymisierten L. palustre? Oder möglicherweise ja beide... Auf jeden Fall in Schweden keinesfalls eine seltene Art, auch FN schreibt "probably common and widespread".
Ich vermute mal stark, dass L. schistophilum oft mit dem normalen Birkenpilz verwechselt wird, da nicht immer auf eventuelle Fleischverfärbungen geachtet wird.

Gruss Svampskogen

Grüß dich Svampskogen,
ich habe ja den Erstfund für Deutschland gemacht und mit C. Hahn in der ZFM
beschrieben. Das Hauptmerkmal ist, neben dem Röten und Blauen und den
trockenen Standort über Schiefer (übrigen Schiefern Raustiel-Röhrling,
abgeleitet von dem Gestein), das er zusätzlich auch noch graut.
Hast du den Artikel von uns? Sonst sende ich ihn dir.
Gruß Peter

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Re: Leccinum schistophilum

Svampskogen, (vor 5472 Tagen) @ Svampskogen

Danke Peter für den sehr interessanten Artikel. Hier nochmals Bild 3, einfach aus der Nähe. Diese Exemplare waren sehr schmächtig, Hut max. etwa 6 cm, sehr lang- und dünnstielig. Auch hier wieder mit blaugrüner Stielbasis. Der Standort war aber ein feuchtes Ufer eines Weihers. Also keinesfalls trocken.... Finde sie ähneln deinem Bild der Art recht stark.

Gruss Svampkogen

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