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Risspilz aus Schweden

Svampskogen, (vor 5446 Tagen)

Hallo zusammen

Diesen interessanten (?) Risspilz fand ich Ende August an einem kiesigen Wegrand durch einen alten Granitsteinbruch an der südwestschwedischen Küste (etwa 10 m vom Meer).
Hier die Kurzbeschreibung: Hut bis ca. 4 cm, Hutmitte von Velipellis deutlich weiss, Hut faserig-schuppig, auch jung ohne Cortina, Stiel zum grössten Teil bereift (ev. sogar ganz), Stielspitze mit leichtem rosatouch (oder nur Einbildung von mir?), Geruch spermatisch, wuchs bei Weiden, weiter weg auch Birken.
Sporen: durchschnittlich 8 x 4.9 mü, sonst etwa zwischen 6.4 - 8.7 x 4.8 - 5 mü.
Hoffe jemand kann mir ein bisschen weiterhelfen, denn ich habe echt keine Ahnung....

Liebe Grüsse Svampskogen

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Re: Risspilz aus Schweden

Svampskogen, (vor 5446 Tagen) @ Svampskogen

Hier die Sporen (wohl mein erstes nicht verwackeltes Mikrobild :-)

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Re: Risspilz aus Schweden

Svampskogen, (vor 5446 Tagen) @ Svampskogen

Die Cheilozystiden

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Re: Risspilz aus Schweden

Harald Andres Schmid, (vor 5446 Tagen) @ Svampskogen

Hallo zusammen
Diesen interessanten (?) Risspilz fand ich Ende August an einem kiesigen
Wegrand durch einen alten Granitsteinbruch an der südwestschwedischen
Küste (etwa 10 m vom Meer).
Hier die Kurzbeschreibung: Hut bis ca. 4 cm, Hutmitte von Velipellis deutlich
weiss, Hut faserig-schuppig, auch jung ohne Cortina, Stiel zum grössten
Teil bereift (ev. sogar ganz), Stielspitze mit leichtem rosatouch (oder
nur Einbildung von mir?), Geruch spermatisch, wuchs bei Weiden, weiter weg
auch Birken.
Sporen: durchschnittlich 8 x 4.9 mü, sonst etwa zwischen 6.4 - 8.7 x 4.8 - 5
mü.
Hoffe jemand kann mir ein bisschen weiterhelfen, denn ich habe echt keine
Ahnung....
Liebe Grüsse Svampskogen

Hallo,
Ich wage mal einen sehr unverbindlichen Gedanken
(die Experten werden mich schnell korrigieren):

Die etwas eckigen, fast rötlingsartigen Sporen
passen zu einer alpinen, bzw. nordischen Art,
I egenula.

Auch die hellere Hutmitte, der oben dunklere, etwas rosa
gefärbte, gegen unten weissliche Stiel
sowie vor allem die jung fast weissen Lamellen
passen in den Beschrieben gut zu Deinem Pilz.
Vergleiche mal die Abbildung von Sporen und Zystiden
in Funga nordica, Seite 883.

Leider habe ich noch nie ein Foto oder eine Zeichnung
der Art gesehen, das würde vielleicht meine Theorie
schnell entkräften....
Warten wir mal, was die Experten sagen...
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Risspilz aus Schweden

Andreas 2, (vor 5446 Tagen) @ Svampskogen

Hallo Svampskogen und Harald,

war die Stielbasis gerandet knollig? Das lässt sich vom Bild nicht ausmachen. Mein erster Eindruck war I. grammata mit etwas kleinen Sporen (?). Für eine Bestimmung sind die Merkmale zu knapp.

I. egenula (Haralds Gedanke) ist es sicher nicht. Die gehört in die Petiginosa-Gruppe und sieht makroskopisch anders aus. Ich habe mal eine Koll. von Frank Fischer zugesendet bekommen, wo ich seine Bestimmung weder bestätigen noch negieren konnte. Das Bild hänge ich aber mal an. So sollte sie zumindest aussehen.

Gruß Andreas

Hallo zusammen
Diesen interessanten (?) Risspilz fand ich Ende August an einem kiesigen
Wegrand durch einen alten Granitsteinbruch an der südwestschwedischen
Küste (etwa 10 m vom Meer).
Hier die Kurzbeschreibung: Hut bis ca. 4 cm, Hutmitte von Velipellis deutlich
weiss, Hut faserig-schuppig, auch jung ohne Cortina, Stiel zum grössten
Teil bereift (ev. sogar ganz), Stielspitze mit leichtem rosatouch (oder
nur Einbildung von mir?), Geruch spermatisch, wuchs bei Weiden, weiter weg
auch Birken.
Sporen: durchschnittlich 8 x 4.9 mü, sonst etwa zwischen 6.4 - 8.7 x 4.8 - 5
mü.
Hoffe jemand kann mir ein bisschen weiterhelfen, denn ich habe echt keine
Ahnung....
Liebe Grüsse Svampskogen

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Re: Risspilz aus Schweden

Svampskogen, (vor 5445 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Harald und Andreas

Danke für eure Mühe und Tipps. Ein gerandetes Knöllchen konnte ich an den Pilzen nicht ausmachen. Beim Bestimmen mit Funga Nordica war ich mir dann auch unsicher, ob ich den Pilz bei den Marginatae oder den Petiginosae suchen muss. Geschlüsselt wird auch noch anhand der Basis der Hymenialzystiden (gerundet oder nicht), diese sind jedoch immer im Zellenwirrwarr versteckt...
Beim Schlüsseln dann in den Petiginosae kam ich auf keine gescheite Art, bei den Marginatae bin ich dann auch auf I. grammata gekommen, die ja makroskopisch gut passen würde, bis auf das Knöllchen... Bei grammata stand in FN glaubs was von "on rich soil" oder so, mein Standort war jedoch extrem mager und praktisch ohne Humus. Welche Merkmale wären für die weitere Bestimmung noch von Bedeutung?

Gruss Svampskogen

Hallo Svampskogen und Harald,
war die Stielbasis gerandet knollig? Das lässt sich vom Bild nicht ausmachen.
Mein erster Eindruck war I. grammata mit etwas kleinen Sporen (?). Für
eine Bestimmung sind die Merkmale zu knapp.
I. egenula (Haralds Gedanke) ist es sicher nicht. Die gehört in die
Petiginosa-Gruppe und sieht makroskopisch anders aus. Ich habe mal eine
Koll. von Frank Fischer zugesendet bekommen, wo ich seine Bestimmung weder
bestätigen noch negieren konnte. Das Bild hänge ich aber mal an. So sollte
sie zumindest aussehen.
Gruß Andreas

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Re: Risspilz aus Schweden

Andreas 2, (vor 5445 Tagen) @ Svampskogen

Hallo Svampskogen,
aus eigener Erfahrung kenne ich I. grammata nicht so gut. Hatte bisher nur wenige Funde aus den Alpen und Voralpenland, wo höckerigsporige Marginatae wesentlich häufiger vorkommen als bei mir. Stangl schreibt, dass das Knöllchen oft nur einseitig gerandet ist. Auch berichtet er von Funden auf sandigen Böden über Kalk. Also kein Widerspruch zu Deiner Kollektion. Ferrari zeigt auch unbenannte Var. ohne gerandete Stielknöllchen.
Im Großen und Ganzen ist das schon sehr gut dokumentiert. Wichtige Merkmale wären noch die Ausprägung der Höcker auf den Sporen (etwas sehr klein abgebildet), Pleuro-, Cheilozyst. (Maße, Wanddicke, Farbe in verdünnter KOH, Häufigkeit). Das gleiche gilt auch für die Kaulos. Hier kommt es dann noch auf die Verteilung zwischen echten Zyst. und den Parazyst. an.
Beste Grüße
Andreas

Hallo Harald und Andreas
Danke für eure Mühe und Tipps. Ein gerandetes Knöllchen konnte ich an den
Pilzen nicht ausmachen. Beim Bestimmen mit Funga Nordica war ich mir dann
auch unsicher, ob ich den Pilz bei den Marginatae oder den Petiginosae
suchen muss. Geschlüsselt wird auch noch anhand der Basis der
Hymenialzystiden (gerundet oder nicht), diese sind jedoch immer im
Zellenwirrwarr versteckt...
Beim Schlüsseln dann in den Petiginosae kam ich auf keine gescheite Art, bei
den Marginatae bin ich dann auch auf I. grammata gekommen, die ja
makroskopisch gut passen würde, bis auf das Knöllchen... Bei grammata
stand in FN glaubs was von "on rich soil" oder so, mein Standort
war jedoch extrem mager und praktisch ohne Humus. Welche Merkmale wären
für die weitere Bestimmung noch von Bedeutung?
Gruss Svampskogen

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Re: Risspilz aus Schweden

Abt, (vor 5445 Tagen) @ Svampskogen

Hallo Svampskogen,
2011 gab es in Hamburg viele sonst nicht häufige Risspilz-Arten in teilweise großer Anzahl -darunter auch I. grammata.
Und zwar auf Böden aller möglichen Arten.
So recht kann ich Deinen Fund mit meinen/unseren Funden nicht in Einklang bringen, aber zumindest anbieten, Dir Exsikkate von I. grammata zu schicken -oder aber mir Deine anzusehen.
Ob was bei rauskäme, weiß der Deibel.
Schöne Grüße,
Marcel

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Re: Risspilz aus Schweden

Svampskogen, (vor 5444 Tagen) @ Abt

Hallo Marcel und Andreas

Danke für eure guten Ratschläge. Wow, die Risspilze sind ja anscheindend noch anspruchsvoller zu bestimmen als ich gedacht hatte.
Wollte vorher nochmals bessere Bilder vom Risspilz schiessen im 100er Okular. Kam leider überhaupt nicht damit klar und habe nur einen verschwommenen Brei gesehen :-( Werde es ev. morgen noch einmal versuchen...es gäbe eben auch noch weitere Schweden-Risspilze zu mikroskopieren :-)
Marcel, ansonsten komme ich gerne auf dein Angebot zurück!

Liebe Grüsse Svampskogen

Hallo Svampskogen,
2011 gab es in Hamburg viele sonst nicht häufige Risspilz-Arten in teilweise
großer Anzahl -darunter auch I. grammata.
Und zwar auf Böden aller möglichen Arten.
So recht kann ich Deinen Fund mit meinen/unseren Funden nicht in Einklang
bringen, aber zumindest anbieten, Dir Exsikkate von I. grammata zu
schicken -oder aber mir Deine anzusehen.
Ob was bei rauskäme, weiß der Deibel.
Schöne Grüße,
Marcel

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Bin auch für grammata

Helmut, (vor 5444 Tagen) @ Andreas 2

Servus Svampskogen,

ich würde mich hier in jedem Fall Andreas anschließen. Das makroskopische wie auch das mikroskopische Bild passen. Wie verlässlich sind denn die Größenangaben der Sporen (kalibriertes Messokular etc., Vergleich mit anderen, sicher bestimmen Arten)?

Auch von der Ökologie her kenne ich die Art von sauren Böden, einmal in einer Parkanlage, einmal aus einem Bachtal, beide Standorte mit Laub- und Nadelbäumen.

Anbei das Foto einer 2009er Kollektion.

Gruß

Helmut

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Re: Bin auch für grammata

Svampskogen, (vor 5443 Tagen) @ Helmut

Grüss dich Helmut

Danke für die Antwort und dein Bild. Es scheint also auf I. grammata herauszulaufen... Die Grösse der Sporen sollten stimmen, jedenfalls im Bezug auf die Kalibrierung. Die allergrössten Sporen erreichten etwa 9.5 mü in der Länge, sind jedoch eher selten. Habe versucht die Sporen und die Cheilozystiden noch einmal abzulichten, vermutlich nicht mit viel Erfolg...

Liebe Grüsse Svampskogen

Servus Svampskogen,
ich würde mich hier in jedem Fall Andreas anschließen. Das makroskopische wie
auch das mikroskopische Bild passen. Wie verlässlich sind denn die
Größenangaben der Sporen (kalibriertes Messokular etc., Vergleich mit
anderen, sicher bestimmen Arten)?
Auch von der Ökologie her kenne ich die Art von sauren Böden, einmal in einer
Parkanlage, einmal aus einem Bachtal, beide Standorte mit Laub- und
Nadelbäumen.
Anbei das Foto einer 2009er Kollektion.
Gruß
Helmut

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