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Das Amanita excelsa Phänomen

Neu-Ostwestfale, (vor 5215 Tagen)

Wenn man die ganzenen Boletus Bilder hier im Forum sieht wird man ganz neidisch. Im Arnsberger Wald machen sich diese sehr rar, bzw. sind gar nicht auffindbar.
Derzeit sind hier andere Arten präsent. Nicht in Massen, aber beachtlich. Diverse Pluteus-Arten, Waldfreundrüblinge, madige Perlpilze, einige Arten von Täublingen, diverse Arten von Scheidenstreiflingen, Flämmlinge, eine einzelne Marone und eine einzelne Ziegenlippe, Goldröhrlinge, vergammelte Stockschwämchen, Stinkmorcheln, der erste rotbraune Milchling, der hier sonst in Massen erscheint, und sehr präsent: Der graue Wulstling.
Erstaunlicherweise genau dort, wo auch sehr gerne größere Mengen an Steinpilzen (Boletus edulis) wachsen. Habt ihr da mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Es ist ja begannt, dass Steinpilze gerne gemeinsam mit dem Pfefferröhrling und dem Fliegenpilz erscheinen. Aber von grauen Wulstling habe ich noch nie gehört.

Gruß
Wolfgang

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Re: Das Amanita excelsa Phänomen

Stephan Weißer, (vor 5215 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Ja, beide Arten (Grauer Wulstling und Steinpilz) lieben die leicht sauren und feuchten Fichtenwälder und sind daher sehr häufig gemeinsam anzutreffen.

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Re: Das Amanita excelsa Phänomen

Neu-Ostwestfale, (vor 5215 Tagen) @ Stephan Weißer

Ja, beide Arten (Grauer Wulstling und Steinpilz) lieben die leicht sauren und
feuchten Fichtenwälder und sind daher sehr häufig gemeinsam anzutreffen.

Das die beiden Arten im gleichen Biotop vorkommen dürfte damit ja zur erklären sein, hat mich bisher auch nicht so richtig gewundert.
Nur: es handelt sich bei diesen "Steinpilzstellen" um mehrere kleine "Hot Spots" von vielleicht 50x50 Meter. Und exakt an diesen Stellen wachsen auch die grauen Wulstlinge in größeren Mengen. Leicht sauer und feucht sind hier große Teile des gesamte Fichtenwald.

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Re: Das Amanita excelsa Phänomen

Der Juergen, (vor 5214 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

"Hotspots" sind sowie unerklärliche Phänomene. Da spielen vermutlich mehrere Faktoren mit: Boden & Geologie (Wasserverfügbarkeit) und vielleicht auch "pilz-soziologische" Einflüsse: Bestimmte Mycelien schränken das Pflanzenwachstum ein (Mycel-/Wurzelkonkurrenz) und ermöglichen dadurch anderen, konkurrenzschwacheren Mycelien die Besiedelung, deshalb findet man an Hotspots ja auch einen reichen Mix an Arten.

Grüßle
Jürgen

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Re: Das Amanita excelsa Phänomen

zuehli ⌂, (vor 5214 Tagen) @ Der Juergen

Das Amanita excelsa Phänomen ist das, das der zur Zeit eigentlich fast überall wächst. Dass da hier und da auch ein paar Steinpilze auftauchen würde ich nicht als bemerkenswert erachten.

Ansonsten ist das genauso wie mit der Fliegenpilz-Geschichte: Da wo Steinpilze wachsen, können auch Fliegenpilze sein und da wo Fliegenpilze wachsen, müssen noch lang keine Steinpilze auftauchen.

Gruß Harald