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Novemberpilze

elfi ⌂, (vor 5084 Tagen)

Hallo,
der Fund der Austernseitlinge hat mich heute aus dem Haus gelockt.
Da ich seit kurzem einen wunderschönen Buchenwald kenne, klebten in meiner Fantsie an allen
möglichen und unmöglichen Buchenstämmen die schönsten "Aupis".
Pilzfreundin Gela und ich hatten in diesm Wald diesen Jahres unser wunderbares Herbsttrompetenerlebnis.
Ausgangspunkt: Unbekannter Wald, gesucht wurden Herbstis und wir haben sie gefunden.
In der Art stellte ich mir mein heutiges Austernseitlingssuchen vor.
Zuerst winkten Porlinge von den Buchenstämmen
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und vom nicht mehr zuzuordnenden Todholz
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Beide Arten kann ich leider nicht benennen.
Die Geweihförmige Holzkeule besiedelt fast jeden Baumstubben.
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Alle diese Pilze entdeckte ich, da ich um jedes Todholz herumgeschlichen bin.
Aus der dicken Buchenlaubschicht lugten einige Herbsttrompeten,
leicht zerzaust und vom Frost geschädigt.
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Blütenweiss drängten sich kleine Pilze aus der Laubstreu, den Sommer über sah ich sie nicht.
Ganz sicher Schnecklinge, aber welche?
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Ein Büschelchen Moos an Buche betrachtete ich interssiert, sitzten da Seitlinge dran?
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Zwei Schnecken haben mich gefoppt.

Grünmetallik, hochmodern! glänzt ein alter Reizker am Wegesrand.
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Austernseitlinge gab es keine.
Aber einen sehr schönen schwarz-weißen Fund.
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Ich bin mir sicher, dass ich Elfenbeinschnecklinge gefunden habe.
Beste Grüße
Elfi [image]

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Keine Steinpilze? Bin enttäuscht @ elfi *hihihi*

Joachim, (vor 5084 Tagen) @ elfi

- kein Text -

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Re: Novemberpilze

Stephan Weißer, (vor 5084 Tagen) @ elfi

Ich bin mir sicher, dass ich Elfenbeinschnecklinge gefunden habe.

Vielleicht auch den Fichtenschneckling (Hygrophorus piceae)? Der sieht genau so weiß aus wie der Elfenbeinschneckling, hat aber nicht diesen markanten Cossus-Geruch, sondern riecht einfach nach nichts.

Zwischen den Buchenblättern spitzen auch kleine Fichtensämlinge raus, d. h. Fichten als mögliche Mykorrhizapartner wären schon da.

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Re: Novemberpilze

Gela, (vor 5084 Tagen) @ elfi

Liebe Elfi,
das wird schon, aber erst zum Wochenende. Nimm mich mit. Zu zweit macht es viel mehr Spaß. ...Freu mich schon und hoffe es geht sich zeitlich aus.
Bis bald lieber Gruß Gela

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Re: Novemberpilze

elfi ⌂, (vor 5084 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,
Eigentlich ist es ein Buchen- und Weißtannenwald.
Ja, Fichten gibt es auch, spärlich.
Kannst Du mir Cossus-Geruch beschreiben?? [image]

Elfi

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Re: Novemberpilze

Gábor, (vor 5083 Tagen) @ elfi

Kannst Du mir Cossus-Geruch beschreiben??

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Hallo Elfi,

ich bin mal so frech und antworte anstelle von Stephan.

Der Cossus-Geruch ist an den Geruch der Weidenbohrerraupe angelehnt.
Hier ist einmal die Raupe des Weidenbohrers:
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Cossus cossus

Und dann nochmal der 'dazugehörige' Pilz:
[image]
Hygrophorus cossus

Der Pilz hat einen säuerlichen Geruch, erinnert an Essig mit leicht unangenehm schärflicher Komponente.

LG, Gábor

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Re: Novemberpilze

Stephan Weißer, (vor 5083 Tagen) @ elfi

Mich erinnert der Geruch an geschälte Mandarinen, also Gabors "säuerlich" kann ich bestätigen. Ich finde den Cossus-Geruch etwas unangenehm und aufdringlich.

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@Gabor & Stephan

elfi ⌂, (vor 5083 Tagen) @ Stephan Weißer

Gestern fand ich keinen Geruch an den schmierigen, nassen Pilzen.
Heute sind sie abgetrocknet, ich habe den Eindruck die
riechen nach einem alten angemachten Salat aber nur schwach.
Also nicht fruchtig.
Grüße
Elfi [image]

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Re: @Gabor & Stephan

Stephan Weißer, (vor 5082 Tagen) @ elfi

Ja, das passt meiner Meinung nach für den Elfenbeinschneckling.

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Re: Novemberpilze

Jens ⌂, (vor 5082 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi,
der erste Porling ist sicherlich ein Zunderschwamm.

Gruß Jens

Zuerst winkten Porlinge von den Buchenstämmen

und vom nicht mehr zuzuordnenden Todholz

Beide Arten kann ich leider nicht benennen.

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Re: @Gabor & Stephan

Gábor, (vor 5082 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

da geht jetzt etwas durcheinander, denke ich.

Der von Dir erwähnte H. eburneus (Elfenbeinschneckling) ist deutlich schleimiger, wächst eher im Nadelwald und hat den von dir erwähnten unangenehm-süßlich orangeartigen Geruch.
Hygrophorus cossus hingegen wächst bei Eichen, ist an Hut & Stiel eher trocken und hat halt diesen säuerlich essigartigen Cossus-Geruch.

So kenne ich das zumindest aus eigener Anschauung...

LG, Gábor

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Korrektur

Gábor, (vor 5082 Tagen) @ Stephan Weißer

habe da etwas durcheinander gebracht.
Beide von mir erwähnten weißen Schnecklingsarten H. cossus / H. eburneus kenne ich aus einem kalkreichen Laubwald mit Eiche / Buche.

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Re: Novemberpilze

Thomas Pruss, (vor 5082 Tagen) @ Gábor

Teufel, Teufel, so sieht eine Weidenbohrer-Raupe aus!? Wie findet man diese Tierchen? Die scheinen ja formidable Angelköder zu sein!
Grüßlis
Thomas

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Re: Novemberpilze

Gábor, (vor 5082 Tagen) @ Thomas Pruss

Teufel, Teufel, so sieht eine Weidenbohrer-Raupe aus!? Wie findet man diese
Tierchen? Die scheinen ja formidable Angelköder zu sein!

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Hi Thomas,

das ist wohl so ähnlich, wie mit den seltenen Pilzen: man findet sie nicht, sondern man wird von ihnen gefunden :-)
In diesem Fall allerdings wurde Hans Bender gefunden und von ihm stammt auch das Foto der Weidenbohrer-Raupe.

Übrigens sollen Fische ja sehr gut riechen können.
Ich weiß z.B. von selbstgemachten Brotknödeln mit Anisaroma, die einen sehr guten Köder abgeben sollen.
Aber ob die Fische auch auf sauren Essiggeruch stehen?

LG, Gábor

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Re: Korrektur

Stephan Weißer, (vor 5082 Tagen) @ Gábor

habe da etwas durcheinander gebracht.
Beide von mir erwähnten weißen Schnecklingsarten H. cossus / H. eburneus
kenne ich aus einem kalkreichen Laubwald mit Eiche / Buche.

Ja, genau so kenne ich die auch. Und zwar H. eburneus aus mäßig mineralreichen Buchenwäldern (Gesellschaft mit Cortinarius torvus, Tricholoma sciodes, Schwefelritterling, Totentrompete...) , und H. cossus aus Orchideen- und Haargersten-Buchenwäldern über Kalkboden (Gesellschaft mit Herkuleskeule, Dreifarbiger Koralle, Cortinarius olidus, Hygrophorus penarius). Beides sind strenge Buchenbegleiter. Hygrophorus cossus (in Großpilze BW übrigens nur Varietät von H. eburneus!) ist in der Tat weniger schleimig, größer, strenger nach Cossus riechend und bei Reife stark gilbend/bräunend. H. eburneus riecht meiner Meinung nach auch nach Cossus, nur eben schwächer.
Der entsprechende Nadelwald-Schneckling heißt H. picea, ist geruchlos und von den dreien der kleinste.
Alle drei lassen sich im Feld mithilfe der Chemie (KOH 20 % auf die Stielbasis ergibt unterschiedliche Verfärbungen!) gut unterscheiden.

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Danke Jens!

elfi ⌂, (vor 5082 Tagen) @ Jens

- kein Text -