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Zwei Pyrenomyceten an Linde

Nobi, (vor 4959 Tagen)

Während Elfi bereits die erste Morchel fand und Jesko an Bergahorn nach diversen Rätselpilzen suchte,
war ich vor zwei Tagen in einer schönen alten Lindenallee unterwegs.
Bei zwar nebligem, aber noch schneefreiem Wetter sah das recht vielversprechend aus:

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Im dichten Geäst ließen einige abgestorbene Zweige auf diverse Pyrenomyceten hoffen:

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Und die ließen dann auch nicht lange auf sich warten.
Der erste Pilz, den ich fand, ist recht unscheinbar und hört auf den Namen Pseudomassaria chondrospora.
Die winzigen Perithecien von ca. 350 µm entwickeln sich unter der Rinde und ragen bei Reife lediglich mit dem Scheitel aus dem Substrat.
Vielen Dank an dieser Stelle an Björn für wichtige Bestimmungshinweise.

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Mikroskopisch ist die Art durch breite Asci und große hyaline bis gelbliche Sporen mit einer kleineren Basalzelle gut charakterisiert:

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Deutlich größer als die eben gezeigte Art und recht auffallend ist dagegen Splanchospora ampullacea:

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Die Sporen dieser Art sind ebenfalls zweizellig, jedoch größer und deutlich gefärbt:

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Beide Arten sind typische Lindenpilze und wahrscheinlich nicht selten; sie werden aber leider wie die meisten Kleinpilze nur von wenigen Pilzfreunden gesucht.
Vielleicht hat die Schönheit dieser kleinen Wesen den einen oder anderen überzeugt, zukünftig auch mal einen Blick auf die "kleinen schwarzen Punkte" zu werfen.

Als ich heute das Gebiet nochmals aufsuchte, sah es allerdings schon nicht mehr nach März aus:

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Doch seid gewiss, der Frühling kommt bestimmt!

Lieben Gruß vom Nobi

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