Re: Düngerlinge und Co., Vergiftungen
Hallo Wolfgang,
zum Heu-Düngerling bleibt zu bemerkan, dass er offensichtlich kein Psilocibin enthält, das steht noch in einigen Büchern drin.
Theoretisch besteht immer die Möglichkeit einer Allergie bzw. persönlichen
Unverträglichkeit. Daher ist den Eltern zu raten, das Kind in den
folgenden Stunden genau zu beobachten, bei Anzeichen körperlichen
Unwohlseins sofort mit ihm zum Arzt zu fahren und dort bei der Anamnese
die Wahrheit zu sagen (machen auch nicht alle!) und die Pilzart, die in
der Pilzberatung ermittelt wurde, zu nennen.
Eigentlich ist man als PSV meiner Auffassung nach nicht derjenige, der konkrete Therapieratschläge geben sollte. SChließlich haben die meisten von uns keine Ahnung von Medizin. Ich halte es auch für wahrscheinlich, dass man eventuell haftbar gemacht werden könnte für falsche oder umstrittene Therapieratschläge. Wenn ich also bei kleinen Kindern einen Fall mit einem wirklichen Giftpilz ( z.B. grünblättriger Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) oder Rohverzehr einer Hallimaschart) habe, rufe ich selber den Giftnotruf München noch einmal an, nenne die Pilzart und gebe die Therpieratschläge vom Giftnotruf direkt an die Eltern weiter. Das ist ganz eindeutig deren Job und nicht meiner.
Wenn es kein bekannter Giftpilz ist, rate ich den Eltern ebenfalls zur Beobachtung, behalte aber die Pilze bei mir.
Ich mach das bei Erwachsenen natürlich genauso.
mit herzlichen Grüßen
Birgit