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Bilder gesucht fürt Beiheft über V-Arten

Andreas ⌂, (vor 4624 Tagen)

Liebe Pilzfreunde,

für ein demnächst erscheinendes Beiheft über die Verantwortungsarten suchen wir noch geeignete gute Bilder für selbige Arten (siehe Liste unten). Wir haben zwar schon jeweils eines pro Art, aber erstens sind die nicht immer ganz optimal, und zweitens wäre auch ein zweites Bild noch ganz schön.

Am besten wäre, wenn Ihr mir Bildvorschläge mit reduzierten Bildern machen könntet, meine Internetverbindung lässt größere Datenmengen per Mail kaum zu.

Vielen Dank schon mal im Voraus,

Andreas

Amanita friabilis, Erlen-Scheidenstreifling
Armillaria ectypa, Moor-Hallimasch
Camarophyllus flavipes, Gelbfüßiger Ellerling
Clavaria greletii, Bläulichbereifte Keule
Clavaria straminea, Strohfarbene Keule
Coprinopsis stangliana, Kleiner Specht-Tintling
Entoloma chalybaeum, Schwarzblauer Rötling
Entoloma queletii, Rosafarbener Wald-Rötling
Entoloma saundersii, Silbergrauer Auen-Rötling - auch die var. hiemalis
Entoloma scabiosum, Schorfiger Filz-Rötling
Entoloma sphagneti, Torfmoos-Rötling
Flammulina ononidis, Hauhechel-Samtfußrübling
Geoglossum littorale, Strandlings-Erdzunge
Gymnopilus flavus, Gras-Flämmling
Haasiella venustissima, Zweisporiger Goldnabeling
Lactarius aspideus, Blasser Violett-Milchling
Lactarius lilacinus, Lila Milchling
Lepista saeva, Lilastiel-Rötelritterling
Mycena radicifera, Hauhechel-Helmling

Rückfrage

Stephan Weißer, (vor 4624 Tagen) @ Andreas

Amanita friabilis, Erlen-Scheidenstreifling
Armillaria ectypa, Moor-Hallimasch
Camarophyllus flavipes, Gelbfüßiger Ellerling
Clavaria greletii, Bläulichbereifte Keule
Clavaria straminea, Strohfarbene Keule
Coprinopsis stangliana, Kleiner Specht-Tintling
Entoloma chalybaeum, Schwarzblauer Rötling
Entoloma queletii, Rosafarbener Wald-Rötling
Entoloma saundersii, Silbergrauer Auen-Rötling - auch die var. hiemalis
Entoloma scabiosum, Schorfiger Filz-Rötling
Entoloma sphagneti, Torfmoos-Rötling
Flammulina ononidis, Hauhechel-Samtfußrübling
Geoglossum littorale, Strandlings-Erdzunge
Gymnopilus flavus, Gras-Flämmling
Haasiella venustissima, Zweisporiger Goldnabeling
Lactarius aspideus, Blasser Violett-Milchling
Lactarius lilacinus, Lila Milchling
Lepista saeva, Lilastiel-Rötelritterling
Mycena radicifera, Hauhechel-Helmling

Nicht, dass ich da jetzt Bilder parat hätte - die Teile musste ja auch erstmal alle finden - aber eine Rückfrage hätte ich jetzt doch: was verstehst du unter Verantwortungsarten?

Re: Rückfrage

Andreas ⌂, (vor 4624 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan,

ja, die Frage hat im DGfM-Forum auch schon jemand gestellt. Ich hab vor lauter Betriebsblindheit nicht dran gedacht, das mal kurz zu erläutern. Wird ja auch alles dann im Beiheft stehen ;-)
Ich kopiere mal meine Antwort dort hier rein, faulheitshalber ....

------
Verantwortungsarten sind Arten, für deren Erhalt Deutschland eine besondere Verantwortung trägt. In diesem Falle sind diese Arten aber noch nach zusätzlichen Kriterien ausgewählt worden, um den Anforderungen zu entsprechen, die das Ministerium für die bezuschußung von Projekten über diese Arten stellt. Dazu gehörte u.a., dass es Arten sein müssen, die neben der Verantwortlichkeit auch noch gleichzeitig 1) auf der Roten Liste in Kategorie 1,2,3,G stehen müssen, 2) für die eine Gefährdung durch benennbare Gefährdungsverursacher besteht (Land-, Forstwirtschaft, Fischerei o.ä.) und 3) die NICHT bereits schon durch die FFH-Kulisse einen besonderen Schutz genießen (also sie dürfen nicht mit mehr als 60% ihrer bekannten Vorkommen in sowieso schon geschützten Gebieten liegen, wie FFH-Lebensräume, NSG etc.).
Dieser letzte Punkt führt dazu, dass alle Pilze der Buchenwälder automatisch NICHT hier berücksichtigt werden konnten, weil alle Buchenwälder auch gleichzeitig FFH-Lebensräume sind.

Warum wir das ganze publizieren, obwohl es natürlich noch viel mehr Arten gibt für die Deutschland eine hohe oder besonders hohe Verantowrtung trägt, hat seinen Grund darin, dass es einen recht gut gefüllten Geldtopf im Naturschutz gibt, der für eben diese Verantwortungsarten bereit gestellt wurde. Da sind natürlich nicht nur unsere 19 Pilzarten drin, sondern auch noch andere Organismen, insgesamt rund 130 Arten (glaube ich). Jedenfalls steht dieser Geldtopf bereit, zur Finanzierung irgendwelcher Projekte zum Schutz oder Erhalt dieser Arten und ihrer Lebensräume oder auch der Verbesserung ihrer Biotope. Und da diese Gelder nicht nur ausgewiesene Institutionen oder Unis oder so beantragen können, sondern z.B. auch Vereine, NaBu-Gruppen oder ähnliches, halten wir das schon für sinnvoll, dies der breiten pilzlichen Öffentlichkeit vorzustellen.

Denkbar wär z.B. ein Projekt zur Renaturierung eines Erlenbruches in der Kulturlandschaft, mit entsprechender Pufferzone und entsprechendem Wasserhaushalt, zur Bereitstellung eines POTENTIELLEN Biotopes für Lactarius lilacinus. Oder die entsprechender Pflege von Extensivweiden und -wiesen zum Erhalt von Lepista saeva oder Flammulina ononidis, oder oder oder.

Jedenfalls wird sich jeder, der ein solches Projekt in Angriff nehmen möchte, ungleich leichter mit einer Finanzierung tun, wenn diese Arten entsprechend publiziert sind. Außerdem ist die Publikation auch ein kleines politisches Mosaiksteinchen, um die Wichtigkeit solcher Maßnahmen - gerade auch bei Pilzen - wieder etwas ans Licht zu rücken.

Im Beiheft wird vieles davon ausführlich erklärt sein. Also gerade die Kriterien der Auswahl, welchen Einstufungsprozess es gegeben hat und natürlich dann die Artensteckbriefe selbst, in denen auch die Habitate und Bedrohungen und ähnliches aufgeführt sind.

beste Grüße,
Andreas
(immer auch im Namen von Matthias Lüderitz, der die Hauptarbeit an diesem Projekt geleistet hat)

Re: Rückfrage

Krötenhocker, (vor 4624 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas und natürlich Matthias,

wie gerne würde ich etwas dazu beisteuern, nur leider habe ich noch keinen aus der Liste gefunden.

Beiheft zur ZfM, oder?

Viel Erfolg von meiner Seite,

Jens

Frage hat sich erledigt wg. DGfM-Forum

Krötenhocker, (vor 4624 Tagen) @ Krötenhocker

- kein Text -

Re: Rückfrage

42, (vor 4624 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

2) für die eine Gefährdung durch benennbare Gefährdungsverursacher besteht
(Land-, Forstwirtschaft, Fischerei o.ä.) [...]

Welche Pilzarten sind denn durch die Fischerei gefährdet?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Re: Rückfrage

Matthias, (vor 4623 Tagen) @ 42

Hallo Andreas,
Welche Pilzarten sind denn durch die Fischerei gefährdet?
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Hallo Thomas,
ich würde spontan auf Heringstäublinge und Tintenfischpilze tippen ;o)
viele Grüsse
Matthias

OT: Rückfrage

42, (vor 4623 Tagen) @ Matthias

ich würde spontan auf Heringstäublinge und Tintenfischpilze tippen ;o)

... wobei sich die Fischerei-Gummistiefel förderlich für die Fußpilze
zeigen sollen :-)

BG
Thomas

Re: Rückfrage

Andreas ⌂, (vor 4623 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

alle Pilzarten, die mit Vorliebe sumpfige Uferzonen besiedeln, z.B. Lactarius aspideus (nasse Weidengebüsche), Lactarius lilacinus und vor allem Amanita friabilis (nasse Erlenbrüche, Verlandungszonen von Seen).

Zitat aus dem Beiheft für Amanita friabilis bzgl. Gefährdung:
Fischerei: Negative Biotopveränderungen durch Verdichtung und Eutrophierung des
Standortes, bis hin zur vollständigen Zerstörung, durch intensive anglerische Aktivitäten, insb. im Bereich von sumpfigen Uferzonen und Zuläufen.

beste Grüße,
Andreas

Re: Rückfrage

Thomas Pruss, (vor 4623 Tagen) @ Andreas

Hallo Thomas,
alle Pilzarten, die mit Vorliebe sumpfige Uferzonen besiedeln, z.B. Lactarius
aspideus (nasse Weidengebüsche), Lactarius lilacinus und vor allem Amanita
friabilis (nasse Erlenbrüche, Verlandungszonen von Seen).
Zitat aus dem Beiheft für Amanita friabilis bzgl. Gefährdung: Fischerei:
Negative Biotopveränderungen durch Verdichtung und Eutrophierung des
Standortes, bis hin zur vollständigen Zerstörung, durch intensive anglerische
Aktivitäten, insb. im Bereich von sumpfigen Uferzonen und Zuläufen.
beste Grüße,
Andreas

Moin Andreas,
ich bin zwar der NF-Thomas, aber ich muss doch mal fragen, wo um alles in der Welt in Deutschland "intensive anglerische Aktivitäten im Bereich sumpfiger Uferzonen und Zuläufen" einen Pilzbestand zum Erlöschen gebracht haben oder jemals hätten.
"Intensive anglerische Aktivitäten" wird man an einem passenden Gewässer so gut wie nie finden: Wer will schon im Sumpf stehen beim Angeln? Wenn Angelschneisen in Schilfgürtel geschlagen werden, ist der Grund in der Regel sandig-fest. Hinzu kommt, dass man an vielen Seen z. B. in Mc.-Pomm kaum vom Ufer aus angeln kann. Dort wird meist vom Boot aus geangelt. Seen in West- und Süddeutschland wiederum sind angeltechnisch stark reguliert, so dass man nur an bestimmten Strecken fischen darf. Ohnehin sind sehr viele Röhricht-Zonen Naturschutzgebiete, in denen man nicht angeln darf, bzw. nur vom Boot aus davor.
Grüßlis
Thomas

Re: Rückfrage

Andreas ⌂, (vor 4623 Tagen) @ Thomas Pruss

Moin Andreas,
ich bin zwar der NF-Thomas, aber ich muss doch mal fragen, wo um alles in der
Welt in Deutschland "intensive anglerische Aktivitäten im Bereich
sumpfiger Uferzonen und Zuläufen" einen Pilzbestand zum Erlöschen
gebracht haben oder jemals hätten.
"Intensive anglerische Aktivitäten" wird man an einem passenden
Gewässer so gut wie nie finden: Wer will schon im Sumpf stehen beim
Angeln? Wenn Angelschneisen in Schilfgürtel geschlagen werden, ist der
Grund in der Regel sandig-fest. Hinzu kommt, dass man an vielen Seen z. B.
in Mc.-Pomm kaum vom Ufer aus angeln kann. Dort wird meist vom Boot aus
geangelt. Seen in West- und Süddeutschland wiederum sind angeltechnisch
stark reguliert, so dass man nur an bestimmten Strecken fischen darf.
Ohnehin sind sehr viele Röhricht-Zonen Naturschutzgebiete, in denen man
nicht angeln darf, bzw. nur vom Boot aus davor.
Grüßlis
Thomas

Hallo Thomas,

es mag sicherlich sein, dass der Einfluss nicht wirklich sehr groß ist, und insbesondere an größeren Seen wohl auch vernachlässigbar.
Ich habe aber z.B. bei Stuttgart den Katzenbachsee und die Bärenseen vor augen, wo sich an den Zuläufen ganz nette sumpfige Erlenbrüche entwickelt haben (vielleicht sind sie auch von früher her übrig geblieben ...). Die sind recht kleinräumig und umfassen nur sozusagen das "Delta" und wenige Meter bachaufwärts. Seit es dort erlaubt wurde zu angeln , und auch rege davon Gebrauch gemacht wird (die Angler scheinen genau diese Zuflusstellen besonders zu mögen), ist es im Uferbereich und dahinter ein weitgehend verfestigter Boden geworden. Man hat sich dann auch hie und da ein kleines Bänkchen hin gebaut, das auch hin und wieder von Spaziergängern benutzt wird, wenn es schon da so schön mit Seeblick steht. Und so kommt eins ums andere dazu, die Wege durch das kleine Sumpfstück vom Weg bis ans Ufer erhält immer mehr festgestampfte Fußwege, immer mehr Leute gehen da hin und lassen schon auch mal Abfall übrig, Hundekacke häuft sich - kurzum, diese 3 oder 4 kleinen Erlenbruchreservate sind völlig zertreten, eutrophiert und kaputt. Hätte man dort das Angeln nicht frei gegeben, dann wären sie vermutlich auch heute noch so.
Hier bei Jane haben wir eine Kette von ehemaligen Fischteichen (4 Stück), die mit erheblichem Aufwand renaturiert wurden, als Ausgleichsmaßnahme zum Ausbau der A4. Es hat sich am Südufer ein schöner Saum mit teils flächigem Sphagnum entwickelt. Zwischen den Teichen , die alle durch einen gemeinsamen Bachdurchlauf verbunden sind, liegen Erlenbrüche, die durch die Renaturierung vernässt sind. Sehr schöne Bestände von allen möglichen Erlenschnitzlingen, Erlen-Milchling und so. Ein super Biotop für Lactarius lilacinus, ich warte jedes Jahr darauf bis er endlich gesichtet wird. Allerdings sind die Seen weiterhin Pachtgewässer und nicht nur dass die schöne Sphagnum-Zone an mehreren Stellen im Uferbereich dauerzertrampelt ist, auch Teile der Erlenbrüche werden oft zertrampelt, damit auch von der Seite her ans Wasser kommt. Dabei werden dann auch Bretter, Bohlen und ähnliches als Tritthilfen reingeworfen, damit man als Angler nicht im Matsch versinkt. So geht dieses Biotop mit der Zeit vor die Hunde, das ist schon abzusehen, wenn nicht doch noch von oberer Stelle da maßregelnd eingegriffen wird.
Noch drastischer ist es übrigens, wenn ganze Gewässer von den Angelvereinen in ihrem Wasserzulauf nach eigenem Gutdünken reguliert werden, was sich natürlich auf den Wasserhaushalt der gesamten Uferbereiche auswirkt.

Ich will damit nicht den Eindruck erwecken, ich hätte etwas gegen Angler. Und natürlich hat ein einzelner Angler irgendwo an einem See genausowenig negativen Einfluß auf die Pilze wie jeder andere x-beliebige Naturbenutzer auch. Aber Du kannst auch nicht sagen, Fischerei bzw. Angler haben prinzipiell keinen Einfluss auf die entsprechenden Biotope.

beste Grüße,
Andreas

30 Jahre zu spät …

Thomas Pruss, (vor 4623 Tagen) @ Andreas

Aber Du kannst auch nicht sagen, Fischerei bzw. Angler haben
[quote]prinzipiell keinen Einfluss auf die entsprechenden Biotope.
[/quote]

Nee, das will ich nicht. Wäre auch etwas zu blauäugig. Mir ging es nur um die Ausschließlichkeit im Zitat, dass Angler und Fischer die Biotope zerstörten.
Aber dass man in den Bärenseen angeln darf – mein lieber Schwan, was habe ich da früher immer "lange Zähne" bekommen, wenn ich da rumgeschlichen bin beim botanisieren. ;-)
Die Angelerlaubnis dort kommt für mich leider 30 Jahre zu spät, schnüff!

Und bei euren Fischteichen könntet ihr doch mal mit den Angelvereinen sprechen. Die sind doch meistens entgegen kommend und halten ihre Mitglieder an, solche Streifen nicht zu betreten. Wenn da was erreicht würde, wäre das auch eine Meldung in der AngelWoche wert: "Angler schützen Pilze".

Grüßlis
Thomas

P. S.: Ich wusste gar nicht, dass Jena ein Anagramm für Tarzans Freundin ist ;-)
*wegduck*

Re: 30 Jahre zu spät …

Andreas ⌂, (vor 4623 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,

Nee, das will ich nicht. Wäre auch etwas zu blauäugig. Mir ging es nur um die
Ausschließlichkeit im Zitat, dass Angler und Fischer die Biotope
zerstörten.

Das hast Du scheint's eh misverstanden. Ich habe ja nur den Teil über die Fischerei zitiert. Der vergleichbare Abschnitt bei Amanita friabilis über die Landwirtschaft und der über die Forstwirtschaft ist drei Mal so lang. Aber nach denen hattest Du Dich ja nicht erkundigt ....

Aber dass man in den Bärenseen angeln darf – mein lieber Schwan, was habe ich
da früher immer "lange Zähne" bekommen, wenn ich da
rumgeschlichen bin beim botanisieren. ;-)
Die Angelerlaubnis dort kommt für mich leider 30 Jahre zu spät, schnüff!
Und bei euren Fischteichen könntet ihr doch mal mit den Angelvereinen
sprechen. Die sind doch meistens entgegen kommend und halten ihre
Mitglieder an, solche Streifen nicht zu betreten. Wenn da was erreicht
würde, wäre das auch eine Meldung in der AngelWoche wert: "Angler
schützen Pilze".

Ja, klar, da sind ja auch Bestrebungen im Gange und ich denke auch, dass es letztlich kein so großes Problem wird. Ich wollte ja nur ein paar Beispiele aufzeigen, wo durch Angler tatsächlich Schäden an Biotopen entstehen können, denn das hattest Du ja angezweifelt. Meinte ich jedenfalls deiner Nachfrage zu entnehmen.

Du scheinst dagegen angenommen zu haben, wir würden behaupten, EINZIGE Gefährdungsquelle für Amanita friabilis seien die Angler. Das ist ganz und gar nicht so, die Fischerei ist nur ein sehr geringer Teil der Gefährdungsursachen.

P. S.: Ich wusste gar nicht, dass Jena ein Anagramm für Tarzans Freundin ist
;-)

*zungerausstrecksmiley*

beste Grüße,
Andreas

Re: Bilder gesucht fürt Beiheft über V-Arten

Svampskogen, (vor 4624 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas

Interessante und wichtige Sache!
Ist Geoglossum littorale nun auch aus Deutschland bekannt? Ich dachte bislang, dass man sie nur aus Dänemark und Schweden kennt.

Gruss Jonas

Liebe Pilzfreunde,
für ein demnächst erscheinendes Beiheft über die Verantwortungsarten suchen
wir noch geeignete gute Bilder für selbige Arten (siehe Liste unten). Wir
haben zwar schon jeweils eines pro Art, aber erstens sind die nicht immer
ganz optimal, und zweitens wäre auch ein zweites Bild noch ganz schön.
Am besten wäre, wenn Ihr mir Bildvorschläge mit reduzierten Bildern machen
könntet, meine Internetverbindung lässt größere Datenmengen per Mail kaum
zu.
Vielen Dank schon mal im Voraus,
Andreas
Amanita friabilis, Erlen-Scheidenstreifling
Armillaria ectypa, Moor-Hallimasch
Camarophyllus flavipes, Gelbfüßiger Ellerling
Clavaria greletii, Bläulichbereifte Keule
Clavaria straminea, Strohfarbene Keule
Coprinopsis stangliana, Kleiner Specht-Tintling
Entoloma chalybaeum, Schwarzblauer Rötling
Entoloma queletii, Rosafarbener Wald-Rötling
Entoloma saundersii, Silbergrauer Auen-Rötling - auch die var. hiemalis
Entoloma scabiosum, Schorfiger Filz-Rötling
Entoloma sphagneti, Torfmoos-Rötling
Flammulina ononidis, Hauhechel-Samtfußrübling
Geoglossum littorale, Strandlings-Erdzunge
Gymnopilus flavus, Gras-Flämmling
Haasiella venustissima, Zweisporiger Goldnabeling
Lactarius aspideus, Blasser Violett-Milchling
Lactarius lilacinus, Lila Milchling
Lepista saeva, Lilastiel-Rötelritterling
Mycena radicifera, Hauhechel-Helmling

hier Lepista saeva

Birgit, (vor 4624 Tagen) @ Andreas

Lieber Andreas,

ich kann nur Lepista saeva anbieten. Den Standort kennst Du sogar Andreas, das ist die Wiese direkt am Haus hinterm Grillplatz.
Das heisst, dass wir jetzt Geld dafür bekommen können, dass wir da unsere Ponies grasen lassen und die Wiese nur einmal im Jahr zum Heumachen mähen? ;-).
Ich werde das jedenfalls mal dem Hurlacher Bürgermeister unter die Nase reiben, ein Teil der Wiese wird nämlich seit der Flurbereinigung als Ausgleichsfläche (Hurlacher Magerrasen, haha ;-), vielleicht in 30 Jahren!) geführt und ist in Gemeindebesitz. Leider stehen die Pilze nicht direkt da drauf, sondern auf dem von uns zugepachteten Stück.

Das Bild gibts bei Bedarf natürlich noch in voller Auflösung.

herzliche Grüße

Birgit

[image]

Re: hier Lepista saeva

Andreas ⌂, (vor 4624 Tagen) @ Birgit

Liebe Birgit,

herzlichen Dank. Mittlerweile habe ich so viele Bilder von L. saeva, dass wir die Qual der Wahl haben und uns für ein anderes Bild entschieden haben.

ich kann nur Lepista saeva anbieten. Den Standort kennst Du sogar Andreas,
das ist die Wiese direkt am Haus hinterm Grillplatz.
Das heisst, dass wir jetzt Geld dafür bekommen können, dass wir da unsere
Ponies grasen lassen und die Wiese nur einmal im Jahr zum Heumachen mähen?
;-).

theoretisch ja, in der Praxis wird alleine das Beweiden wohl keine ausreichende Pflegemaßnahme sein. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das Konzept, diese besagte Wiese aus der Nutzung zu nehmen und entsprechend zu Pflegen, durchaus ein förderwürdiges Projekt darstellt. Da müsstet ihr halt einen Pflegeplan entwickeln und natürlich dann auch jährliche Berichte erstellen.

beste Grüße,
Andreas

Re: hier Lepista saeva

Peter S., (vor 4624 Tagen) @ Birgit

Ausgleichsfläche

Au ja, von solch hanebüchenen vermeintlichen naturschutzfachlichen Entscheidungen kann ich ein Lied singen:

2012 wurde der neue Hochwasserdeich durch einen angepflanzten ca. 40-jährigen Kiefernforst gezogen. Es wurden also in einem breiten Streifen diese Bäume gefällt. Das Landesamt für Hochwasserschutz musste anschließend Ausgleichspflanzungen vornehmen. Ausgesucht hat man sich dafür dann sämtliche Trockengraswiesen in der Umgebung um dort Erlen!, Eichen und anderes zu pflanzen.
Alle Mycelien von versch. Entolomen, Clitocybe collina, Lepista saeva, Mycena pseudopicta und vielem anderen sind dafür umgepflügt worden.

Und zum Hohn: Diese ehemaligen Trockengraswiesen haben dann beim Elbhochwasser 2013 ca. einen guten Monat fast 2 m unter Wasser gestanden. Von den kleinen Bäumchen hat so gut wie nichts überlebt.

beste Grüße - Peter