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Austernesitlinge?

Birgit, (vor 4604 Tagen)

Vor einer Woche hat mir eine Pilzfreundin Seitlinge gebracht. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es sich um Austernseitlinge handelt, bin ich doch etwas unsicher. Hier sind "wildlebende" Austernseitlinge nicht so häufig. In Beschreibungen vom Austernseitling steht, dass die Lamellen nur bis ins obere Stieldrittel auslaufen, davon kann bei den hier agebildeten Pilzen keine Rede sein, die Lamellen laufen bis fast zur Stielbasis herab. Ausserdem ist mir die Hutfarbe für wildlebende Austernseitlinge eigentlich zu hell, ich kenne die wenigen Exemplare, die ich bisher gesehen habe, viel dunkler.
Bei einem Exemplar sind ausserdem die Lamellen an der Stielbasis fast leistenartig dick. Könnte es sich hier eventuell doch um rillstielige Seitlinge (Pleurotus cornucopiae) handeln? Auch die Hutfarbe würde hier besser passen.
Mikroskopisch gibt es scheinbar keine relevanten Unterscheidungsmöglichkeiten. Ein Exsikkat gibt es aber, falls man doch noch was nachprüfen kann. Das Substrat war übrigens Buche.

Danke im Voraus

Birgit

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Re: Austernseitlinge? von unten

Birgit, (vor 4604 Tagen) @ Birgit

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Re: Bild 3

CK, (vor 4604 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

jahreszeitlich bedingt würde ich den Austernseitling favorisieren. Mittlerweile sehen sie ja alle schon ein bisschen mitgenommen aus, die letzten frischen Exemplare habe ich hier Ende Januar gefunden.

Gruss
Thomas

Re: Bild 3

Schnuffel, (vor 4604 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

zumindest dieses Exemplar könnte auch ein Rillstieliger Seitling sein.

Grtuß - Schnuffel

Re: Austernesitlinge?

Sollingschreck, (vor 4603 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

für mich ganz klar ältere Austernseitlinge. Wo und in welcher Literatur hast Du das mit den Lamellen gelesen? Gerade das die Lamellen fast immer ganz herab laufen ist ein Merkmal für Austern.
Beste Grüße
Holger

Re: Austernseitlinge

Birgit, (vor 4603 Tagen) @ Sollingschreck

Hallo Holger,

für mich ganz klar ältere Austernseitlinge. Wo und in welcher Literatur hast
Du das mit den Lamellen gelesen?

Bei Ludwig, Pilzkompendium Bd. 1 steht das drin. Im Gerhardt (1200 Pilze) stehts sinngemäß genauso drin. Einige andere Bücher sind sich darin einig, dass die Lamellen beim rillstieligen Seitling fast bis zur Stielbasis herablaufen, schweigen sich aber darüber aus, wie weit sie nun genau beim Austernseitling herablaufen.

Gerade das die Lamellen fast immer ganz
herab laufen ist ein Merkmal für Austern.

Ja, aber wohl nicht zur Abgrenzung zum rillstieligen Seitling, da laufen die Lamellen noch weiter hinab.

Vielleicht kann hier mal jemand mit einem guten Foto vom rillstieligen Seitling dienen, wo man die anastomisierenden Lamellen gut sehen kann.

Von der Erscheinungszeit her ist der Austernseitling ganz klar der Favorit.
Vielen Dank an Dich, Schnuffel und Thomas für Eure Einschätzung.

liebe Grüße

Birgit