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Hydnellum ferrugineum ?

HARZPILZCHEN, (vor 4421 Tagen)

Liebe Pilzfreunde

zu diesen Stacheling brauch ich bitte mal Hilfe. Gefunden am 20. August bei Thale, Rotbuchenwald auf Diabas, sonnige Südwestlage. Einzelne Kiefern können dort nicht ausgeschlossen werden. Nach der Monographie Maas Geesteranus komme ich in die Nähe von Hydnellum ferrugineum.

Sporenpulver bräunlich
Hyphen ohne Schnallen

Hut ohne deutliche radiale Markierung
Hutfleisch mit KOH in den dunklen Bereich deutlich violettbraun verfärbend
Sporen über 5µm lang

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Sporen [95% • 16 • SAP • v • H2O(nat) ] = 4,7 - 5,3 - 6 x 3,4 - 4 - 4,6 µm

Was meinen die Kenner dieser Gattung? Kann die Bestimmung korrekt sein?

LG Harzi

Re: Hydnellum ferrugineum ?

Andreas ⌂, (vor 4421 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo,

Hdnellum ferrugineum soll deutlich mehlartig riechen und schmecken. Jung hätte er rote Gutationstropfen, wie H. peckii.

beste Grüße,
Andreas

Re: Hydnellum ferrugineum ?

HARZPILZCHEN, (vor 4421 Tagen) @ Andreas

Hdnellum ferrugineum soll deutlich mehlartig riechen und schmecken. Jung
hätte er rote Gutationstropfen, wie H. peckii.
beste Grüße,

Vielen Dank Andreas

einen mehlartigen Geruch konnte ich nicht feststellen, die Pilze rochen banal pilzartig. Können die roten Flecken eventuell auf Guttationstropfen hindeuten?

LG Hartmut

Re: Hydnellum ferrugineum ?

HARZPILZCHEN, (vor 4421 Tagen) @ Beorn

Wirklich helfen kann ich dir nicht, dazu fehlt mir die Funderfahrung in dem
Bereich.
Aber Frank Dämmrich hat mir neulich einen schönen Schlüssel empfohlen, das
gebe ich gerne weiter:
http://www.sci.muni.cz/botany/mycology/hydna.htm#phellod

Vielen Dank Pablo

ich glaube, ich muß mich mit den Sporen noch etwas beschäftigen.

Unter Laubbäumen, Sporen mit stark eingedrückten , sogar zweiteiligem Scheitel....
ich glaube, auf einigen Mikrofotos, die ich erstellt habe, so etwas zu erkennen.

dann wäre es Hydnellum spongiosipes.

Der scheint aber so selten zu sein, das ich mir nicht einmal traue, den Namen zu nennen. Wer hat ihn schon einmal gefunden und bestimmt?

LG Harzi

Re: Hydnellum ferrugineum ?

Helmut, (vor 4420 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Servus Harzi,

Hydnellum ferrugineum wächst in den Oberpfälzer Sandkiefernwäldern teilweise zum "Sau füttern". Er kann unglaublich vielgestaltig sein. In einem Laubwald habe ich Ähnliches aber noch nie gesehen und deshalb war ich noch nicht mit dem Thema "ferrugineum vs. spongiosipes" konfrontiert. Weil ich die Korkstachelinge schon immer spannend finde, habe ich mal ein wenig ältere Literatur gewälzt.

In Pegler et al. 1997 ("British Chanterelles and tooth fungi") wird explizit auf die Ähnlichkeit hingewiesen und nur zwei Unterschiede herausgestellt: H. spongiosipe wächst bei Laubbäumen und hat einen blasseren und deutlicher zonierten Kontext. Das könnte aber auch von der jeweiligen Bodenfeuchte beeinflusst werden.

Jülich 1984 gibt als Schlüsselmerkmale ebenfalls Laubbäume an und die von Dir schon genannten Sporenhöcker, die "stark eingedellt bis zweiteilig od. stachelig" sein sollen. Bei der meist recht unregelmäßigen Sporenform ein wohl schwierig zu beurteilendes Merkmal.

Engel 1982 (Z. Mykol. 48 (1): 21) schlägt in die selbe Kerbe und bringt einen direkten Sporenvergleich in einer Zeichnung - allerdings leider nur mit jeweils einer Spore (siehe Anhang). In den Zeichnungen in anderen Quellen ist dieser starke Unterschied nicht nachvollziehbar.

Da stellt sich die Frage nach der Bestimmung, wenn man mal wirklich einen solchen Korkstacheling im Mischwald findet. Beide gedeihen auf nährstoffarmen Sandböden, beide riechen im Schnitt mehlartig. Übrigens sind auf Deinen Bildern auch Nadeln zu sehen.

Vergleiche auf DNA-Basis habe ich nicht gefunden (in den alten Büchern sowieso nicht). Resümée: Viel Text und keine klare Aussage zu Deiner Frage.

Gruß

Helmut

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Hydnellum ferrugineum

HARZPILZCHEN, (vor 4413 Tagen) @ Helmut

Hydnellum ferrugineum wächst in den Oberpfälzer Sandkiefernwäldern teilweise
zum "Sau füttern". Er kann unglaublich vielgestaltig sein. In
einem Laubwald habe ich Ähnliches aber noch nie gesehen und deshalb war
ich noch nicht mit dem Thema "ferrugineum vs. spongiosipes"
konfrontiert. Weil ich die Korkstachelinge schon immer spannend finde,
habe ich mal ein wenig ältere Literatur gewälzt.
In Pegler et al. 1997 ("British Chanterelles and tooth fungi") wird
explizit auf die Ähnlichkeit hingewiesen und nur zwei Unterschiede
herausgestellt: H. spongiosipe wächst bei Laubbäumen und hat einen
blasseren und deutlicher zonierten Kontext. Das könnte aber auch von der
jeweiligen Bodenfeuchte beeinflusst werden.
Jülich 1984 gibt als Schlüsselmerkmale ebenfalls Laubbäume an und die von Dir
schon genannten Sporenhöcker, die "stark eingedellt bis zweiteilig
od. stachelig" sein sollen. Bei der meist recht unregelmäßigen
Sporenform ein wohl schwierig zu beurteilendes Merkmal.
Engel 1982 (Z. Mykol. 48 (1): 21) schlägt in die selbe Kerbe und bringt einen
direkten Sporenvergleich in einer Zeichnung - allerdings leider nur mit
jeweils einer Spore (siehe Anhang). In den Zeichnungen in anderen Quellen
ist dieser starke Unterschied nicht nachvollziehbar.
Da stellt sich die Frage nach der Bestimmung, wenn man mal wirklich einen
solchen Korkstacheling im Mischwald findet. Beide gedeihen auf
nährstoffarmen Sandböden, beide riechen im Schnitt mehlartig. Übrigens
sind auf Deinen Bildern auch Nadeln zu sehen.
Vergleiche auf DNA-Basis habe ich nicht gefunden (in den alten Büchern
sowieso nicht). Resümée: Viel Text und keine klare Aussage zu Deiner
Frage.

Vielen Dank Helmut , für die informative Antwort.

Ich war am Samstag noch einmal genau auf der Stelle, ich traute meinen Augen kaum, überall junge Fruchtkörper ,mit schönen roten Tropfen.

Dort steht eine einzelne Lärche, die hatte ich übersehen, in direkter Nachbarschaft Habichtspilze (2m)

Im Schnitt rochen die Stachelinge deutlich mehlartig, ich habe nun auch gekostet. Die Pilze waren nicht mild, sondern schärftlich!

Da bei Hydnellum peckii auch nicht überall Schnallen zu finden sind, frage ich mich, ob es nicht auch dieser sein könnte wegen des Geschmacks. Scheinbar sind all drei hier angesprochenen Korkstachelinge schwer zu trennen. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich mir nochmal die Hyphen vornehmen? Wo könnte man am ehesten Schnallen finden?

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LG Hartmut

Boah, sind die schööön! Ich auch finden will :-(

Gábor, (vor 4413 Tagen) @ HARZPILZCHEN

- kein Text -

Re: Hydnellum ferrugineum

Joschi Siembida ⌂, (vor 4413 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

wirklich sehr schöne Stachelinge die Du da gefunden hast!

Dort steht eine einzelne Lärche,...

Wenn das auf dem ersten Bild der Baum links sein soll, dann ist das für mich aber eine Fichte. So lange wie ich schon keinen Wald mehr von innen gesehen habe kann ich mich auch gerne hab täuschen lassen.

Gruß Joschi

Re: Hydnellum ferrugineum

HARZPILZCHEN, (vor 4413 Tagen) @ Joschi Siembida

Dort steht eine einzelne Lärche,...
Wenn das auf dem ersten Bild der Baum links sein soll, dann ist das für mich
aber eine Fichte.

Lieber Joschi

Für dich mache ich beim nächsten Besuch eine extra Aufnahme vom Baum. :)))
LG Harzi

Re: Hydnellum ferrugineum

Joschi Siembida ⌂, (vor 4412 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

das ist ein Fichtenästchen, das Du da auf dem Foto zeigst. :-)

Gruß Joschi

Re: Hydnellum ferrugineum

HARZPILZCHEN, (vor 4412 Tagen) @ Joschi Siembida

das ist ein Fichtenästchen, das Du da auf dem Foto zeigst. :-)

Uppps .... :)))
dann muß ich doch nochmal hin ...