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Kein Saftling

Ingo Jürgens, (vor 4343 Tagen)

Hallo liebe Pilzfreunde,

Saftlinge, Rötlinge, Wiesenkeulen und Erdzungen gab es dieses Jahr in vielen Regionen reichlich, entsprechend häufig wurden Arten aus diesen Gruppen dann auch gefunden und fotografiert. Auf den Magerrasen erschienen in diesem Herbst aber auch noch andere, sonst seltene Pilze in ungewöhnlich großer Zahl.

Als Beispiel möchte ich hier den Flachhütigen Moos-Häubling (Galerina uncialis) zeigen, eine Art aus dem Umfeld des Gift-Häublings (Galerina marginata), die aber nicht auf Holz wächst, sondern in moosreichen Magerrasen zu finden ist. Ich fand sie in diesem Herbst auf einem schafbeweideten Kalkmagerrasen in vielen kleinen Gruppen, die teilweise auch aufgelockerte Hexenringe bildeten.

Laut Literatur ist die Art basiphil und wohl vor allem in kalkreichen Küstendünen verbreitet, im Binnenland ist sie dagegen wohl recht selten. Wer kennt Galerina uncialis und in welchen Biotopen wurde die Art gefunden?

Galerina uncialis
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LG Ingo

Re: Kein Saftling

Till, (vor 4343 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo, Ingo,

ich glaube, die Art in den Achtzigerjahren auf Helgoland gefunden zu haben, komme aber an die Unterlagen gerade nicht ran. Da ich mich nur selten mit Galerinchen befasst habe, war ich sicher schon damals unsicher. Auf jeden Fall kam die At damals in die engere Wahl ...

Alles Gute
Till

Hallo liebe Pilzfreunde,

Saftlinge, Rötlinge, Wiesenkeulen und Erdzungen gab es dieses Jahr in vielen
Regionen reichlich, entsprechend häufig wurden Arten aus diesen Gruppen
dann auch gefunden und fotografiert. Auf den Magerrasen erschienen in
diesem Herbst aber auch noch andere, sonst seltene Pilze in ungewöhnlich
großer Zahl.
Als Beispiel möchte ich hier den Flachhütigen Moos-Häubling (Galerina
uncialis) zeigen, eine Art aus dem Umfeld des Gift-Häublings (Galerina
marginata), die aber nicht auf Holz wächst, sondern in moosreichen
Magerrasen zu finden ist. Ich fand sie in diesem Herbst auf einem
schafbeweideten Kalkmagerrasen in vielen kleinen Gruppen, die teilweise
auch aufgelockerte Hexenringe bildeten.
Laut Literatur ist die Art basiphil und wohl vor allem in kalkreichen
Küstendünen verbreitet, im Binnenland ist sie dagegen wohl recht selten.
Wer kennt Galerina uncialis und in welchen Biotopen wurde die Art
gefunden?
Galerina uncialis

LG Ingo

Re: Kein Saftling

coco, (vor 4343 Tagen) @ Ingo Jürgens

hallo ingo,

tolles foto!
ich hatte die art einmal und nie wieder an den binnendünen in sandhausen. interessanterweise wuchs g. unicolor einige meter weiter, bei vermeintlich ganz ähnlicher ökologie. da wechselt sich entkalkter und noch kalkhaltiger sand munter ab. ohne die hilfe von prof. winterhoff wäre es bei cf. geblieben...

ciao coco

Re: Kein Saftling

Helmut, (vor 4343 Tagen) @ Ingo Jürgens

Servus Ingo,

ich habe eine Fund-Doku aus 2003, auf den Tag genau vor 11 Jahren, bestimmt nach der damals verfügbaren Literatur. Die Art wuchs an feuchter Stelle in der Nähe eines Weihers in der Laub-/Nadelstreu über saurem Sandboden. Ein Exsikkat ist vorhanden, aber leider kein Foto. Ich hänge mal mein damaliges Mikro-Arbeitsblatt an (eingescannt und kontrastverstärkt).

Die Fund-Aufzeichnungen (Beschreibung) müsste ich erst heraussuchen.

Gruß

Helmut

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Re: Kein Saftling

KARL, (vor 4343 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Ingo

Ich habe zwei Funde aus dem Depot Sandboden (eher sauer) und eine Fund von einem Kalk-Magerrasen in der Eifel (Bild).
Alle Funde hatten Pleurozystiden, weshalb ich sie letztlich G. marginata genannt habe. Die übrigen Mikros sind sich ja recht ähnlich.

LG Karl

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Re: Kein Saftling

Ulysses, (vor 4342 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Ingo,

ich hatte die Art bislang zweimal, an recht unterschiedlichen Standorten, aber immer an (pleurokarpen) Moosen wachsend, und beide Male in der Nähe von Regensburg, also deutlich fernab der Küste:

- Kalk-Grundwassermoor, auf Fichtentotholz (liegender Stamm) an Hypnum cupressiforme s.str. und evtl. Brachythecium rutabulum;
- klammartiges Bachtal (über Granit), auf liegendem Fichtenreisig ebenfalls am Schlafmoos.

Als Standort werden in der Literatur einerseits die von Dir genannten sauren Küstendünen aufgelistet, daneben (z.B. in GroPi BaWü) aber auch Totholz; an allen Standorten dürfte jedoch eine enge Abhängigkeit von Moosen vorliegen.

Schöne Grüße
Josef

Re: Kein Saftling

Wolfgang D. ⌂, (vor 4342 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Ingo,

der Standort von G. uncialis auf dem Bild anbei war ein stark bemooster Waldweg entlang eines Fichten-Buchenforstes. Frühere Funde waren aus Feuchtgebieten, aus einem Weichholz-Auwald (auf/bei Alnus incana), aus einem Moorwald (auf/bei Alnus glutinosa) und aus einem Grünerlen-Gebüsch (Alnus alnobetula). In der Datenbank der Pilze Österreichs sind noch einige weitere Nachweise von zum Teil sehr unterschiedlichen Biotopen.

LG Wolfgang

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Und wie erkennt man nun diese Art?

Andreas ⌂, (vor 4342 Tagen) @ Ingo Jürgens

Liebe Kollegen,

die ihr diese Art nun schon gefunden habt: Wie erkennt ihr sie, bzw. nach welchen Merkmalen bestimmt ihr diese Art? Abgesehen vom Standort meine ich natürlich.
Ich habe mich immer sehr schwer getan, in der marginata-Gruppe Unterschiede zu erkennen, muss ich gestehen. Ich habe das dann die letzten Jahre nicht mehr weiter verfolgt.

beste Grüße,
Andreas

Re: Und wie erkennt man nun diese Art?

Ulysses, (vor 4342 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

für mich waren bei meinen Funden folgende Merkmale ausschlaggebend:

- eine zumindest schwach ausgeprägte Ringzone am Stiel, gern aber auch als etwas deutlicherer Ring;
- Schnallen überall reichlich vorhanden;
- Pleurozystiden fehlen völlig bzw. konnten auch an mehreren Präparaten nicht nachgewiesen werden;
- Cheilozystiden reichlich vorhanden, mit Bauchteil und schmalem, langem "Schnabel", ohne Kopf;
- Färbung "Galerina-typisch", d.h. Hut typisch honiggelb;
- Vorkommen bei (pleurokarpen) Moosen.

Dadurch lässt sich die Art m.E. gut eingrenzen. Ob es dann eine gute Art ist oder nicht, sei dahingestellt... Ich finde sie aber schon gut abgegrenzt.

Schöne Grüße
Josef

Re: Und wie erkennt man nun diese Art?

Andreas ⌂, (vor 4342 Tagen) @ Ulysses

Hallo Andreas,
für mich waren bei meinen Funden folgende Merkmale ausschlaggebend: - eine
zumindest schwach ausgeprägte Ringzone am Stiel, gern aber auch als etwas
deutlicherer Ring;
- Schnallen überall reichlich vorhanden;
- Pleurozystiden fehlen völlig bzw. konnten auch an mehreren Präparaten nicht
nachgewiesen werden;
- Cheilozystiden reichlich vorhanden, mit Bauchteil und schmalem, langem
"Schnabel", ohne Kopf;
- Färbung "Galerina-typisch", d.h. Hut typisch honiggelb;
- Vorkommen bei (pleurokarpen) Moosen.
Dadurch lässt sich die Art m.E. gut eingrenzen. Ob es dann eine gute Art ist
oder nicht, sei dahingestellt... Ich finde sie aber schon gut abgegrenzt.
Schöne Grüße
Josef

Hallo Josef,

und wo liegen denn nun die Unterschiede zu G. marginata? Außer den fehlenden Pleuros vielleicht?

beste Grüße,
Andreas

Re: Und wie erkennt man nun diese Art?

Ulysses, (vor 4342 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

eben diese ;-) Und:

- Fruchtkörper nicht direkt auf dem Holz ansitzend, sondern eindeutig am Moos;
- Hut schon früh verflacht.

LG
Josef

Sporenmerkmale vergessen...

Ulysses, (vor 4342 Tagen) @ Ulysses

Ach, die Sporen hab ich ganz vergessen...:

- Basidien viersporig;
- Sporen nicht calyptrat, mit (±) deutlichem Ornament, Sporen < 11 × < (6,5) 7 µm.

Re: Sporenmerkmale vergessen...

Andreas ⌂, (vor 4342 Tagen) @ Ulysses

Ach, die Sporen hab ich ganz vergessen...: - Basidien viersporig;
- Sporen nicht calyptrat, mit (±) deutlichem Ornament, Sporen

Hall Josef,

wenn die Sporen wirklich nicht kalyptrat sind, dann wäre das auch ein Unterschied zu G. marginata.

beste Grüße und danke für die Auskünfte,
Andreas

Re: Sporenmerkmale vergessen...

Der Juergen, (vor 4342 Tagen) @ Ulysses

Hallo zusammen,

die Sporen sind lt. FN auch bei dieser Art calyptrat, jedoch die Hüllen eng anliegend und in Sporenpräparaten nur vereinzelt mal abgelöst zu sehen. Ich habe diese Galerina neulich auch auf einer Wacholderheide gefunden (Aspekt bildend!), und stelle nachher mal Fotos ein.

Grüßle
Jürgen

Re: Sporenmerkmale vergessen...

Der Juergen, (vor 4342 Tagen) @ Der Juergen

Hallo zusammen,

hier mal eine Kollektion von einem Trockenrasen über Kalk (ziemlich "kurzgrasig" und sehr moosig!) - von gestern. Die Art war hier Aspekt bildend und der häufigste Hutpilz! Die Cheilozystiden sind polymorph mit sehr vielen langhalsig zugespitzten, ab und an auch fast kopfige. Ich komme hier beim Schlüsseln (GrPiBaWü, FN, HORAK) auf M. uncialis.

Grüßle
Jürgen

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Re: Sporenmerkmale vergessen...

Ingo Jürgens, (vor 4342 Tagen) @ Der Juergen

Hallo zusammen,
hier mal eine Kollektion von einem Trockenrasen über Kalk (ziemlich
"kurzgrasig" und sehr moosig!) - von gestern. Die Art war hier
Aspekt bildend und der häufigste Hutpilz! Die Cheilozystiden sind
polymorph mit sehr vielen langhalsig zugespitzten, ab und an auch fast
kopfige. Ich komme hier beim Schlüsseln (GrPiBaWü, FN, HORAK) auf M.
uncialis .
Grüßle
Jürgen

Hallo Jürgen,

exzellente Makro- und Mikrofotos, vielen Dank für die Präsentation!

LG Ingo

Und was könnte dann das sein?

Birgit, (vor 4341 Tagen) @ Der Juergen

Hallo an Alle,

Danke, lieber Jürgen, für diese schöne Dokumentation.

Ich hatte in Oberhof (Luisental/Siegelbach) bei der JEC Tagung im Oktober auch einen Galerinafund im Moos ohne Holz. Da ich hoffte, dass das mal was Anderes als G. marginata sein lönnte, hab ich den mitgenommen. Anbei mal ein schlechtes Bild. Die Sporen waren schwach kalyptrat, die Cheilozystiden wie bei G. marginata bekannt, es waren aber auch leicht kopfige Zystiden dabei (habe ich bei G. marginata schon oft gesehen). Pleurozystiden waren selten, aber vorhanden. Also bin ich beim Schlüsseln mit der FN bei Galerina marginata gelandet. Mir gefällt das aber makrokopisch nicht besonders und Holz war auch nicht vorhanden.

liebe Grüße

Birgit

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G. marginata

Der Juergen, (vor 4342 Tagen) @ Der Juergen

Und hier mal eine Aufsammlung G. marginata von einer alten Brandstelle. Die Frk. wuchsen aus angekokeltem Wurzelholz heraus, welches vom Moos vollständig bedeckt war.

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Re: Und wie erkennt man nun diese Art?

Ingo Jürgens, (vor 4342 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ich habe die Art nach der Funga Nordica bestimmt, entscheidend sind im dortigen Schlüssel die fehlenden Pleurozystiden. Hinzu kommen weitere Merkmale, die hier schon von Josef aufgelistet wurden (vielen Dank dafür) und die meines Erachtens insgesamt schon eine gute Art ergeben.

Zu den Sporen: Diese erscheinen im lichtmikroskopischen Bild nicht kalyptrat (von sehr wenigen Einzelsporen mal abgesehen) und nur mit „spores not calyptrat“ kommt man im Schlüssel der Funga Nordica zur „richtigen“ Art. In der Artbeschreibung ist dann von einem eng anliegenden Perispor die Rede, welches sich vereinzelt ablöst (darauf hat Jürgen hingewiesen).

Mit „Pleurozystiden fehlend“ und „Sporen nicht kalyptrat“ gelangt man auch mit dem Schlüssel aus „Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5“ zu Galerina unicalis. Ich denke, dass Galerina uncialis sich doch gut von G. marginata trennen lässt, schwieriger wird es möglicherweise bei Galerina unicolor, die im erwähnten Band ja auch als „eigene“ Art geführt wird und die Du ja auch auf Deiner Website abbildest ( www.mollisia.de/Galerie/Agaricales/GALERINA.html ).

LG Ingo

Re: Und wie erkennt man nun diese Art?

Andreas ⌂, (vor 4342 Tagen) @ Ingo Jürgens

Hallo Andreas,
ich habe die Art nach der Funga Nordica bestimmt, entscheidend sind im
dortigen Schlüssel die fehlenden Pleurozystiden. Hinzu kommen weitere
Merkmale, die hier schon von Josef aufgelistet wurden (vielen Dank dafür)
und die meines Erachtens insgesamt schon eine gute Art ergeben.
Zu den Sporen: Diese erscheinen im lichtmikroskopischen Bild nicht kalyptrat
(von sehr wenigen Einzelsporen mal abgesehen) und nur mit „spores not
calyptrat“ kommt man im Schlüssel der Funga Nordica zur „richtigen“ Art.
In der Artbeschreibung ist dann von einem eng anliegenden Perispor die
Rede, welches sich vereinzelt ablöst (darauf hat Jürgen hingewiesen).
Mit „Pleurozystiden fehlend“ und „Sporen nicht kalyptrat“ gelangt man auch
mit dem Schlüssel aus „Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5“ zu
Galerina unicalis. Ich denke, dass Galerina uncialis sich doch gut von G.
marginata trennen lässt, schwieriger wird es möglicherweise bei Galerina
unicolor, die im erwähnten Band ja auch als „eigene“ Art geführt wird und
die Du ja auch auf Deiner Website abbildest (
www.mollisia.de/Galerie/Agaricales/GALERINA.html ).
LG Ingo

Lieber Ingo,

herzlichen Dank für diese ausführliche Erklärung - in doppelter Hinsicht! Nein, sogar in dreifacher :-)

Erstens nochmal schön zusammengefasst und ich bin auch sehr überzeugt von der Eigenständigkeit dieser Art.

Zweitens weil mir durch eben diese Ausführlichkeit und deinen Vergleich zum Schluss klar wurde, dass ich die ganze Zeit in diesem Thread "uncialis" mit "unicolor" verwechselt habe. Galerina uncialis hatte ich bisher noch nie - aber diese ominöse "unicolor" kommt einem als mal unter. und DIE ist für mich nie greifbar geworden in Abgrenzung zu G. marginata - nicht uncialis ....

Ja, und drittens hast Du mich drauf aufmerksam gemacht, dass ich endlich mal diese Galerie in der dieses unicolor-Bild enthalten ist, entweder überarbeiten muss oder ganz aus dem Netz entfernen sollte ....

beste Grüße,
Andreas

Vielen Dank

Ingo Jürgens, (vor 4341 Tagen) @ Ingo Jürgens

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, Wort- und Bildbeiträge!

LG Ingo

Galerina uncialis

Wolfgang P., (vor 4321 Tagen) @ Ingo Jürgens

Laut Literatur ist die Art basiphil und wohl vor allem in kalkreichen
Küstendünen verbreitet, im Binnenland ist sie dagegen wohl recht selten.
Wer kennt Galerina uncialis und in welchen Biotopen wurde die Art
gefunden?

Hallo Ingo,

gestern habe ich von einer Binnendüne auf Kalkflugsand (Mainzer Sand, dort wo die A643 durch das NSG erweitert werden soll) einen Häubling mitgenommen.

Ich habe mich gleich an Deinen Beitrag erinnert, und konnte den Pilz durch diesen Thread recht schnell als G. uncialis bestimmen - die Art kannte ich bisher nicht.
Vielen Dank dafür nachträglich!

Vom Habitat ist mein Standort natürlich ein Volltreffer...

Liebe Grüße,

Wolfgang

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Re: Galerina uncialis

Ingo Jürgens, (vor 4319 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Ingo,
gestern habe ich von einer Binnendüne auf Kalkflugsand (Mainzer Sand, dort wo
die A643 durch das NSG erweitert werden soll) einen Häubling mitgenommen.
Ich habe mich gleich an Deinen Beitrag erinnert, und konnte den Pilz durch
diesen Thread recht schnell als G. uncialis bestimmen - die Art kannte ich
bisher nicht.
Vielen Dank dafür nachträglich!
Vom Habitat ist mein Standort natürlich ein Volltreffer...
Liebe Grüße,
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

schöne Kollektion und was den "Mainzer Sand" betrifft, so kann ich Dich nur beneiden, denn Binnendünenlandschaften aus Kalkflugsand bzw. aus kalkreichem Sand kommen bei mir im westlichen Norddeutschland nicht vor. Hier gibt es zwar ausgedehnte Sandlandschaften und in verschiedenen Regionen auch noch schöne Binnendünen, aber die Sande sind alle entkalkt und versauert und tragen meist nur eine vergleichsweise arme Heidevegetation.

LG Ingo