Re: Holzkohlenpilz?
Hallo Andreas,
ich bin kein Freund von Aussagen wie "im Regelfall". Wie soll ich
wissen, wann der eintritt oder wann nicht..
Dein gigantisches Wissen um die Pilze macht es dir möglich, so ein Urteil zu
fällen, aber auch du kannst dir nicht sicher sein, nicht doch einer
Fehlbestimmung näher zu kommen, wenn du nicht die gleichen Bedingungen zur
Bestimmung herstellst, wie im Original (oder Schlüssel) beschrieben.
...und natürlich ist mir klar, dass z.B. ein KOH Färbetest nur ein Faktor ist
aber womöglich ein wichtiger Schlüssselschritt...
LG, Jens
Hallo Jens,
da ich aber nicht bei allen Pilzen dieser Welt getestet habe, ob sich die Reaktion auf KOH 20% von der von KOH 40% unterscheidet, muss ich ja irgendeine Form der Einschränkung machen. Und da es bei allen von mir getesteten Beispielen eben egal war, ob 20% oder 40%, schrob ich eben "im Regelfall". Ich hätte auch eine Formulierung verwenden können wie "zumindest bei den getesteten Artengruppen" oder sowas. Es sollte aus meinen Worten zu entnehmen sein, dass es bei den Pilzen, die ich getestet habe, wurscht war, dass das aber nicht heißt, dass es deshalb grundsätzlich wurscht ist.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass kaum von einem Unterschied zwischen 20%iger und 40%iger KOH ausgegangen werden kann. Das würde mich schon stark wundern.
Eine andere Sache ist natürlich, wenn man statt reiner Farbreaktion auf Reaktionsgeschwindigkeit achtet (siehe Guajak). Da ist aber dann nicht nur die benutzte Chemikalie möglichst genau zu definieren, sondern auch der Zustand des malträtierten Objektes. Pilz jung und trocken ist was ganz anderes als Pilz alt und durchfeuchtet. Und ich glaube, dass dieser Punkt mindestens so unterschiedlich ist wie 20%ige oder 40%ige Lauge ...
beste Grüße,
Andreas