Re: Aus für Morcheln in den Donauauen?
Hallo Michi,
nach meinen Beobachtungen ist es den Morcheln ziemlich egal, welche Bäume so
um sie herumstehen. Viele meinen, Morcheln kämen nur unter Eschen vor. Das
stimmt mMn nicht. Ich habe sie auch schon unter Haselnuss, Kiefer,
Hartriegel, Eiche (!), Pappel... gefunden (habe ich jetzt auch nichts
vergessen?). Es gibt auch Morcheln, die an vollkommen baumfreien Stellen
mitten auf der Wiese wachsen.
Wichtiger ist, dass die Bodenverhältnisse passen. Der Boden sollte sandig bis
lehmig sein und nicht ganz nährstoffarm, so wie eben im Auwald. Dagegen
wird ein gewisses Quantum N-Düngung toleriert, was man an den ab und zu
zwischen Brennesseln und Hundehaufen am Straßenrand, d. h. in keinster
Weise auwaldähnlichen Standorten wachsenden Exemplaren sieht.
Gehe im Frühjahr ruhig wieder an die dir bekannten Stellen, du wirst sehen,
dass sie wieder da sind.
FG
Stephan
hallo Stephan,
ich habe in irgendeiner Veröffentlichung mal die Behauptung gelesen, dass Morcheln dauerhaft (also keine RimuMo) unter 700 m Höhe nur bei Eschen nachgewiesen seien. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, wer das postuliert hat, aber ich habe bisher keinen Gegenbeweis gefunden. Wo es so aussah, hat sich bei Nachforschungen immer rausgestellt, dass dort zumindestens vor Jahren eine Esche gestanden hat. Aber ich muss zugeben, dass ich da so absolut auch nicht dran glaube..
Gruß
Michael