Helvella solitaria (?)
Hallo miteinander!
Diese Lorcheln hatte ich am 14.6.18 hier am Hochsträß (UmUlmHerum) gefunden, an/in der erdigen Böschung einer Forststraße; Kalk; Begleitbäume: Buche, Weißtanne, Fichte; rund 600 mNN. Die drei Exemplare waren leider schon ziemlich abgefressen, aber der größte + reife(!) Frk. hatte immerhin noch seinen halben "Hut".
Apothecien-Ø 48 mm; Farbe graubraun, außen leicht bereift; vermutlich 2-seitig hochgeklappt
Stiel Länge 45 mm, Ø 8 - 15 mm; Farbe weißlich; leicht keulig; stark gerippt mit runden Rippen, fast keine Querverbindungen; komplett in der Erde versenkt
Sporen: ellipsoid mit einem großen Öltropfen, z.T. zusätzlich kleinere Tröpfchen
(16,5) 17,1 ... 17,6 ... 18,6 (19,4) x 11,0 ... 11,6 ... 12,0 (aus 15 Messungen)
Asci pleurorhynch; Paraphysen leicht kopfig, teilw. mit bräunlichem Inhalt
Äußeres Excipulum (wirr) bereift
Nach Dissing (1966) lande ich bei H. queletii, nach Häffner (1987) bei H. solitaria, während die H. solitaria-Beschreibung von Dissing überhaupt nicht passt... und meine Sporen für alle infrage kommenden Arten zu klein sind!
Zum Glück erklärt Häffner das ganze Wirrwarr um queletii-solitaria, leucomelaena war auch noch beteiligt gewesen. Harmaja (1977) war auf Karstens Spuren gewandelt und hat nachgewiesen, dass die Rippenstielige Becher-Lorchel Helvella solitaria zu heißen hat (und Dissing sich geirrt hat).
Zudem weist Häffner darauf hin, dass man es mit den Sporenmaßen bei Helvella nicht so eng sehen soll: "Die Sporenabmessungen müssen mit Vorsicht einbezogen werden, sie können häufig abweichen vom Sollwert. Längen zwischen 14 und 30 µm, Breiten zwischen 8 und 18 µm werden insgesamt für alle gemessen." (Siehe Beiheft ZMykol 1987).
Irgendwo hatte ich noch gelesen, man könne die Rippenstielige Lorchel mit etwas Erfahrung auch im Feld bestimmen... Da mir diese Erfahrung noch fehlt, hier eine Rückfrage an Euch: Daumen rauf oder runter für meine Helvella solitaria?
Viele Grüße – Rika
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Schnitt 80x, beachte die "Haare" an der Außenfläche:
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Dito am Apo-Rand:
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320x
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Nun zum Hymenium, 320x:
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Pleurorhynche Asco-Basen, 320x:
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Last not least die Sporen aus einem astreinen Abwurf (echt reif), 800x:
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