Hallo Rika,
bei Erhard Ludwig im Pilzkompendium findet man in den Anmerkungen zu
aurantiomarginatum
M. strobilinoides Peck
Hut gelb , alt bräunlich gelb
Lam. gelb mit orangenen Schneiden , im Laub-und Nadelwald debris
mit Verweis auf Robitsch Mycena: S. 476-480
Die Peck´sche Orginaldiagnose spricht zwar von einem rot-braunen Pilz,
mehrere Autoren ( Robitch ...) intenpretieren die gelbe Art als
strobilinoides
Aus eigener Anschauung kenne ich ihn aber nicht
Im Netz finden sich Bilder die ganz gut zu deinen Pilzen passen könnten
Ist eine amerikanische Art die aber schon in Italien und der Schweiz gefunden
wurde
In der Mycena Monografie Aronsen & Lassoe findet sich
Mycena oregonensis , die passt makroskopisch auch noch,ist aber wohl eine
sehr kleine Art. Das müsstest du beurteilen , wie groß dein Fund war
Die Angabe hier spricht von 2-10mm
Wurde wohl schon in Skandinavien und auch Deutschland gefunden
Gruss
Uwe
__________________________________________________________________________
Hallo Uwe,
hab´ herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort!
Von Joschi hatte ich zwischenzeitlich einen Auszug aus dem Ludwig zu M. oregonensis gemailt bekommen. Dort wird als Verwechslungsmöglichkeit M. strobilinoides genannt. Damit bin ich nun auch bei Deinen beiden Namensvorschlägen. Nachdem ich den Ludwig nicht habe, sind Eure Antworten sehr hilfreich für mich – super, dass Ihr dort für mich nachgeblättert habt!
M. oregonensis kann ich (inzwischen) ausschließen, das ist eine kleinere Art (meine Hüte hatten Ø 15..17 mm) mit entferntstehenden Lamellen, 10 bis 16 lt. Ludwig. Bei meinem Fund sind es um die 25 Lamellen, die den Stiel erreichen.
Im Ludwig wird bei M. oregonensis wie folgt auf Mycena strobilinoides verwiesen: andere Hutform, orange gesäumte Lam., noppenartig ornamentierten Zystiden. Das sieht in der Tat recht ähnlich aus. Jetzt habe ich noch mal Bilder im Web gecheckt – wenn ich meine Lamellen als "gelb" interpretiere ... dann passt das alles nicht schlecht. Das wäre ein spannender Fund!
Leider hatte ich damals nur 3 Frk. mitgenommen, die inzwischen im Kühlschrank vertrocknet sind, bevor ich sie unterm Mikro hatte. Und jetzt bin ich gerade 180 Auo-km vom Fundort entfernt, komme zum Wochenende wieder hin. Hoffentlich gibt´s noch was von dieser Population! Könnte mir noch jemand ein paar Infos zu den Mikro-Details bzw. sicheren Bestimmung/Abgrenzung zukommen lassen? Das wäre toll!
Vielen Dank & ebensolche Grüße – Rika
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic338382.jpg)