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vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1446 Tagen)

vielleicht diesmal Austernseitlinge

Mitte Oktober war hier in Oberfranken eher noch kein Frost.
Vermutlich Pappelstumpf.
Stiel nicht wirklich seitlich, wobei das eine Exemplar (mäßig) gar keinen hatte und seitlich aus dem Wurzelstamm wuchs.
Stielbasis ziemlich zäh.

Blätter brüchig. Geruch gut.

Wenn es Austernseitlinge sind würde ich vielleicht gerne Totholz in meinem Wald impfen, den ich morgen erreichen werde.

Das Roland und :-)

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[image] https://robosoft.de/lilli/files/user/271/1666021151-0-1837886533.jpg

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[image] https://robosoft.de/lilli/files/user/271/1666021313-3-1774417479.jpg

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[image] https://robosoft.de/lilli/files/user/271/1666021348-4-1102532395.jpg

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Austern-Seitling

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

UmUlmHerum, (vor 1445 Tagen) @ Verlierer

vielleicht diesmal Austernseitlinge
Mitte Oktober war hier in Oberfranken eher noch kein Frost. Vermutlich
Pappelstumpf. Stiel nicht wirklich seitlich, wobei das eine Exemplar
(mäßig) gar keinen hatte und seitlich aus dem Wurzelstamm wuchs.
Stielbasis ziemlich zäh.
Blätter brüchig. Geruch gut.
Wenn es Austernseitlinge sind würde ich vielleicht gerne Totholz in meinem
Wald impfen, den ich morgen erreichen werde.
Das Roland und :-)

Hallo Roland,

Austern sind das jedenfalls nicht – die haben keine Schüppchen auf den Hut, keine brüchigen Lamellen, dafür am Stiel herablaufende Lamellen. Allerdings habe ich gerade auch keine Idee, was Du da gefunden hast. Wie ist denn der Geschmack (vorsichtige Rohverkostung– ausspucken!)?

Viele Grüße – Rika

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1445 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Roland,
Austern sind das jedenfalls nicht – die haben keine Schüppchen auf den Hut,
keine brüchigen Lamellen, dafür am Stiel herablaufende Lamellen.
Allerdings habe ich gerade auch keine Idee, was Du da gefunden hast. Wie
ist denn der Geschmack (vorsichtige Rohverkostung– ausspucken!)?
Viele Grüße – Rika

Hallo Rika, de Geschmack ist unauffällig. Wollte aber auch nicht 30 Sekunden kauen um dann vielleicht ein ganz klein wenig Rettichschärfe mir einzubilden.

Trichterlingen sind es mit dem massiven Hautfleisch doch eher nicht ?

Ja die Austernseitlinge vom Supermarkt sind glatt und einfarbig. Richtige Schuppen sind das bei mir aber auch nicht, und ich hielt das eher für wetterbedingtes Ausbleichen.

Das Roland und ?

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Marcel Weymann, (vor 1443 Tagen) @ Verlierer

Hallo Roland,
meiner Meinung nach sind das "Sägeblättlinge" im weiteren Sinne.
Leider kann ich nicht recht erkennen, ob die überhaupt einen Stiel hatten und wie der von außen aussah.
Ich werfe mal den getigerten, den harzigen und den schuppigen in den Ring.
Das kann aber auch z.B. ein Knäueling sein.
Gruß,
Marcel

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1443 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Roland,
meiner Meinung nach sind das "Sägeblättlinge" im weiteren Sinne.
Leider kann ich nicht recht erkennen, ob die überhaupt einen Stiel hatten und
wie der von außen aussah.
Ich werfe mal den getigerten, den harzigen und den schuppigen in den Ring.
Das kann aber auch z.B. ein Knäueling sein.
Gruß,
Marcel

Sägeblättlinge scheint mir nicht zu passen. Kann sie aber morgen nochmal in die Sonne legen: Das weißliche Fleisch (Trama) ist zunächst weich bis ledrig zäh, wird aber beim Trocknen holzartig und zäh.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4gebl%C3%A4ttlinge

Knäuling hingegen passt in der Beschreibung gut:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Laubholz-Kn%C3%A4ueling

Wobei Geschmack nicht bitter war und Oberfranken eher nicht subtropisch ist.

Das eine Exemplar hatte kurzen Stiel der vielleicht ein wenig pelzige Oberfläche hat.

[image]

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Marcel Weymann, (vor 1443 Tagen) @ Verlierer

Hallo Roland,
der Satz "Das weißliche Fleisch (Trama) ist zunächst weich bis ledrig
zäh, wird aber beim Trocknen holzartig und zäh" bezieht sich auf die Sägeblättlinge, die jetzt Lentinus heißen, und da ist jetzt nur noch der getigerte dabei, dafür noch einige Porlinge. Für die getigerten gilt das übrigens nach meiner Erfahrung nicht, die bleiben elastisch.
Man hat die "Sägeblättlinge" in drei verschiedene Gattungen gepackt, in einer finden sich auch die Knäuelinge. Entscheidend für die Einteilung ist, welche Fäule die erzeugen. Das kann man aber an den äußeren Merkmalen nicht erkennen. Da müsste man das befallene Holz untersuchen.
Den getigerten hatte ich einmal in einer Flussaue im Wurzelbereich einer Weide.
Den harzigen finde ich häufig in unseren Fichte/Buche/Kiefer Mischwäldern in trockenem Gelände.
Genauso wie auf deinem Bild zu sehen, kenne ich das namensgebende Lamellenbild "Sägeblättling".
Es bleibt dir nur übrig die Beschreibungen der einzelnen Arten zu vergleichen mit den Gattungen kommst Du nicht weiter.
Gruß,
Marcel

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1443 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Roland,
der Satz "Das weißliche Fleisch (Trama) ist zunächst weich bis ledrig
zäh, wird aber beim Trocknen holzartig und zäh" bezieht sich auf die
Sägeblättlinge, die jetzt Lentinus heißen, und da ist jetzt nur noch der
getigerte dabei, dafür noch einige Porlinge. Für die getigerten gilt das
übrigens nach meiner Erfahrung nicht, die bleiben elastisch.
Man hat die "Sägeblättlinge" in drei verschiedene Gattungen
gepackt, in einer finden sich auch die Knäuelinge. Entscheidend für die
Einteilung ist, welche Fäule die erzeugen. Das kann man aber an den
äußeren Merkmalen nicht erkennen. Da müsste man das befallene Holz
untersuchen.
Den getigerten hatte ich einmal in einer Flussaue im Wurzelbereich einer
Weide.
Den harzigen finde ich häufig in unseren Fichte/Buche/Kiefer Mischwäldern in
trockenem Gelände.
Genauso wie auf deinem Bild zu sehen, kenne ich das namensgebende
Lamellenbild "Sägeblättling".
Es bleibt dir nur übrig die Beschreibungen der einzelnen Arten zu vergleichen
mit den Gattungen kommst Du nicht weiter.
Gruß,
Marcel

Das bringt mich irgendwie nicht weiter.

Wie wäre es mit dem https://de.m.wikipedia.org/wiki/Berindeter_Seitling

Der hätte den etwas schuppigen Hut und kurzen dicken Stiel.

Die brüchigen Blätter sehe ich auch nicht bei euren Vorschlägen ?

Oder weil vermutlich an Pappelsatmm in nordbayerischer Bachaue gefunden der https://de.m.wikipedia.org/wiki/Beschleierter_Pappel-Seitling

Beide Arten können lebende Bäume zum absterben bringen, also wäre es nicht gut ihn in meinen Wald mitgebracht zu haben :-/

Und eine wirklich Essbare Art scheint mir nicht in Sicht ?

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Marcel Weymann, (vor 1442 Tagen) @ Verlierer

Hallo Roland,
Pappel und damit feucht würde zum getigerten Sägeblättling passen und der wäre essbar.
"Jung essbar, alt zäh - wird zumindest in Frankreich als sehr guter Speisepilz geschätzt!"
Wenn Du aber weder Pappeln noch Weiden hast, weil trocken, können die auch nicht auf deine Bäume übergehen.
Der schuppige Sägeblättling wäre auch essbar, aber der Speisewert soll nicht hoch sein - aber Versuch macht klug. Der würde aber trockenen Untergrund bevorzugen.
Gruß,
Marcel

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1442 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Roland,
Pappel und damit feucht würde zum getigerten Sägeblättling passen und der
wäre essbar.
"Jung essbar, alt zäh - wird zumindest in Frankreich als sehr guter
Speisepilz geschätzt!"
Wenn Du aber weder Pappeln noch Weiden hast, weil trocken, können die auch
nicht auf deine Bäume übergehen.
Der schuppige Sägeblättling wäre auch essbar, aber der Speisewert soll nicht
hoch sein - aber Versuch macht klug. Der würde aber trockenen Untergrund
bevorzugen.
Gruß,
Marcel

Ich kann leider gar nicht nachvollziehen wie Du auf den getigerten sägeblättling kommst.

1. Meine Exemplare waren nicht mehr jung und keinen deut bitter.
2. Keine Kuhle in der Hutmitte, sonst wären mir ja auch Trichterlinge in den Sinn gekommen.
3. Demzufolge massives Hautfleisch. Wie bei den Seitlingen ? Der Bezug zu "Kalbfleischpilz" ist mir da verständlich.
4. Die Proportionen des Sägeblättling in Bezug auf Hut, Stiellänge und Stieldicke sind da doch ziemlich wie normaler Pilz.
Zumindest den Fotos von Wikipedia und 123pilze nach.
6. Die etwas schuppig aussehenden Hutoberseiten könnten auch durch Wind und Regen entstanden sein.

Hab meinen Wald nun wieder verlassen und die zwei Exemplare auf verrottetem kleinen MiniPolter aus Buche, Hainbuche und Ahorn "vergessen" :-/

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Mycelio2, (vor 1439 Tagen) @ Verlierer

Hallo zusammen,
also ich sehe auf den anfänglichen Bildern Pleurotus dryinus, den berindeten Seitling. Mit dieser braun marmorierten und filzigen Hutoberfläche ist es für mich eindeutig. Bei dem Stumpf hätte ich von der Rinde her auch eher an eine Eiche gedacht.
Grüße, Carsten

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Verlierer, (vor 1435 Tagen) @ Mycelio2

Hallo zusammen,
also ich sehe auf den anfänglichen Bildern Pleurotus dryinus, den berindeten
Seitling. Mit dieser braun marmorierten und filzigen Hutoberfläche ist es
für mich eindeutig. Bei dem Stumpf hätte ich von der Rinde her auch eher
an eine Eiche gedacht.
Grüße, Carsten

Ja danke für die Bestätigung.
Wobei ich Angst habe das man einen thread nur lang genug offen halten muss bis sich jemand findet der einem seine Meinung bestätigt :-/

Mich würde also vornehmlich interessieren woran man Seitlinge am einfachsten erkennt. Bzw. ausschließt.

Ich hab halt da diese Idee von dem ausgefülltem Trichter.
Allerdings hat den mein neuer Pilz hier irgendwie auch.

Und ich finde Seitlinge so selten, dass ich sie nicht wirklich einordnen kann.

Das Roland und :-/

Re: vielleicht diesmal Austernseitlinge..

Mycelio2, (vor 1428 Tagen) @ Verlierer

Ja danke für die Bestätigung.

Gerne.

Wobei ich Angst habe das man einen thread nur lang genug offen halten muss
bis sich jemand findet der einem seine Meinung bestätigt :-/

Das mag schon sein, jedoch züchte und sammele ich seit 15 Jahren Seitlinge und andere Pilze. Von daher kenne ich die Gattung schon ein wenig.
Trotzdem wäre es toll, wenn noch jemand, der die Art kennt, meine Diagnose bestätigen könnte.

Pleurotus dryinus kennen scheinbar nicht viele, denn man findet ihn nicht oft und wenn man nicht genau hinschaut, hält man ihn für einen Austernseitling und geht weiter. Mir ging es bis zum letzten Sommer ebenso, bis ich mir eine ungewöhnlich früh erscheinende einzeln wachsende Auster gründlicher angeschaut habe. Danach ist mir die Art mehrmals aufgefallen. In der Petrischale gezüchtet, bildet das Myzel olivbraune asexuelle Sporen, was andere Seitlinge nicht machen.

Mich würde also vornehmlich interessieren woran man Seitlinge am einfachsten
erkennt. Bzw. ausschließt.
Ich hab halt da diese Idee von dem ausgefülltem Trichter.
Allerdings hat den mein neuer Pilz hier irgendwie auch.

Eigentlich hast du hier schon einen typisch geformten Seitling gefunden. Die gängigen Arten (Austern-, Lungen- und der seltene Rillstielige Seitling) haben bloß eine glatte, einfarbige und leicht von außen nach innen abziehbare Huthaut, sowie Lamellen, die mehr oder weniger weit am Stiel herab laufen. Alle riechen zumindest leicht nach Anis oder Lakritz.
Wie der Name schon sagt, wachsen Seitlinge gern seitlich aus dem Holz. Wenn sie aber doch mal auf der Oberseite erscheinen, können sie durchaus einen zentralen Stiel haben und wie ein Trichterling aussehen, gerade der Rillstielige Seitling, Pleurotus cornucopiae macht das häufig.

Und ich finde Seitlinge so selten, dass ich sie nicht wirklich einordnen
kann.

Och, jetzt im Winterhalbjahr solltest du eigentlich Austernseitlinge an alten Buchen und Pappeln (liegend oder noch stehend) finden können, spätestens nach dem ersten Nachtfrost. Im Sommer nach üppigen Regenfällen die etwas kleineren Lungenseitlinge, die finde ich zusätzlich oft an Weiden, besonders in Ufernähe.

Grüße, Carsten