Wiesenkoralle?
Hier mein einziges zeigenswertes Bild aus dem Jahr 2023.
Leider kenne ich mich mit so etwas überhaupt nicht aus.
Gruß,
Marcel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339962.jpg)
Hier mein einziges zeigenswertes Bild aus dem Jahr 2023.
Leider kenne ich mich mit so etwas überhaupt nicht aus.
Gruß,
Marcel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339962.jpg)
Hier noch das Biotop
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339963.jpg)
Hallo Marcel,
das sieht stark nach einem "Klebrigen Hörnling" aus - hat mit "Wiese" nichts zu tun.
Beste Grüße
Thomas "42" Wallner
Hallo Thomas,
an das Zwergerlfeuer dachte ich auch beim ersten Hinsehen, aber schon das Aussehen wich sehr deutlich ab.
Jung dünne unverzweigte Keulchen, die entfernt stehen, nicht büschelig. (Sieht man auf Biotopbild)
Farblich: gelb statt gelb-orange wie beim Hörnling.
Eine kurze Berührung: Nicht zäh, lassen sich leicht mit einem Finger umdrücken
Der untere Teil des Fruchkörpers lag deshalb schon um.
Ich kenne die Hörnlinge nur mit dicken eng beieinander stehenden mit einander verwachsenen Ästen, über die ein LKW fahren kann, ohne dass die Ihre Form nennenswert verändern.
Gruß,
Marcel
Hallo Thomas,
an das Zwergerlfeuer dachte ich auch beim ersten Hinsehen, aber schon das
Aussehen wich sehr deutlich ab.
Jung dünne unverzweigte Keulchen, die entfernt stehen, nicht büschelig.
(Sieht man auf Biotopbild)
Farblich: gelb statt gelb-orange wie beim Hörnling.
Eine kurze Berührung: Nicht zäh, lassen sich leicht mit einem Finger
umdrücken
Der untere Teil des Fruchkörpers lag deshalb schon um.
Ich kenne die Hörnlinge nur mit dicken eng beieinander stehenden mit einander
verwachsenen Ästen, über die ein LKW fahren kann, ohne dass die Ihre Form
nennenswert verändern.
Gruß,
Marcel
_________________________________________________________
Hallo Marcel,
ein paar Angaben wären für eine eventuelle Klärung schon noch hilfreich:
Wie weit weg war denn die Wiese? Oder war da gar keine Wiese in der Nähe?
Wann war Dein Fund, Datum? Hatte es davor vllt. schon mal Bodenfrost gehabt?
Der Klebrige Hörnling kann ganz schön vielfältig daherkommen, siehe Foto.
Viele Grüße – Rika
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339966.jpg)
Hallo Marcel,
Besitzt du ein Mikroskop?
Die Sporen von Ramariopsis citrina wären rundlich.
Die vom "Klebrigen Hörnling" sind elliptisch.
Auch der Standort scheint zu passen. Ich kann mir schon vorstellen, dass deine Bestimmung passt.
Hallo,
vielen Dank für den nützlichen Hinweis.
Ich habe kein Mikroskop, aber der Fund ist vom letzten Samstag.
Ich fahre darum diesen Samstag noch einmal hin und hoffe noch Material zur Probenentnahme zu finden.
Die Sporenfarbe gibt vielleicht einen weiteren Hinweis:
Obwohl
Weiß bis hellgelb hellgelb bis gelb-orange
Na ja - es hofft der Mensch so lang er lebt.
Gruß,
Marcel
Hallo Rika,
vielen Dank für die Vergleichsbilder.
Tatsächlich scheint auf Grund der Form keine Unterscheidung möglich.
An zwei Punkten unterscheiden sich allerdings deine Funde:
1. Die Farbe ist bei dir so, wie man sich ein Zwergerlfeuer vorstellt:
deutlich orange, typische Flammfärbung eines Holzfeuers. Meine Funde würden auf Safrangelb passen.
2. Deine wachsen auf noch deutlich erkennbarem Holz. Bei meinem Fund war da wahrscheinlich mal ein Strunk, man sieht aber nur noch den Abdruck. Ich schaue mir das aber nächsten Samstag noch einmal an, das Foto war vom letzten Samstag.
Jetzt zu deinen Fragen:
Mein Fund ist vom 9.12.2023.
Wir hatten dieses Jahr noch keinen ernsthaften Frost. 2 Tage lang wenig Schnee der nur wenige Stunden liegen blieb. Die Woche vor dem Fund war frostfrei. Die anderen Herbstpilze, die aktiv waren, zeigten auch keinerlei Frostschäden.
Es war eine Woche mit viel Regen.
Nach meiner Kenntnis wachsen Wiesenkorallen auch im Wald. Der Fund wuchs unmittelbar neben einem Wildschweinweg, den ich ausnahmsweise ging, weil der Menschenweg durch Forstarbeiten unpassierbar war.
150 Meter weiter ist eine Waldwiese für die Viecher extra angelegt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass da Wiesenkorallen wachsen. Die filigranen Teile sollen ja im Moos wachsen und nicht in hohem Gras.
Das angebrochen Unterteil ist möglicherweise die Folge eines Wildschweintrittes.
Bei mir gehört zum Standardbestimmprogramm das Berühren. In diesem Fall fühlte sich das Objekt nicht an wie ein klebriger Hörnling.
Völlige andere Oberfläche und andere Konsistenz.
Wenn ich Samstag noch Exemplare finde, nehme ich sie mit und versuche zu konservieren. Wenn nicht, sagt das vielleicht auch etwas.
Die Hörnlinge kenne ich als recht dauerhaft.
Gruß,
Marcel
______________________________________ ___________________
Hallo Marcel,
ein paar Angaben wären für eine eventuelle Klärung schon noch hilfreich: Wie
weit weg war denn die Wiese? Oder war da gar keine Wiese in der Nähe?
Wann war Dein Fund, Datum? Hatte es davor vllt. schon mal Bodenfrost gehabt?
Der Klebrige Hörnling kann ganz schön vielfältig daherkommen, siehe Foto.
Viele Grüße – Rika
Hallo,
vielen Dank für den nützlichen Hinweis.
Ich habe kein Mikroskop, aber der Fund ist vom letzten Samstag.
Ich fahre darum diesen Samstag noch einmal hin und hoffe noch Material zur
Probenentnahme zu finden.
Die Sporenfarbe gibt vielleicht einen weiteren Hinweis: Obwohl
Weiß bis hellgelb hellgelb bis gelb-orange
Na ja - es hofft der Mensch so lang er lebt.
Gruß,
Marcel
Hallo Marcel,
ich glaube nicht, dass du bei den kleinen Pilzchen genug Sporenpulver für einen Farbvergleich bekommst. Aber du kannst die Pilze trotzdem absporen lassen (am besten auf einen Objektträger) und dann legst du noch einen darüber, ein wenig Tesafilm am Rand und dann gibst den Abwurf an einen Pilzfreund oder so mit Mikroskop.
VG, Jens
Hallo Marcel,
das Beste ist sicherlich Dein Vorschlag, am Samstag noch mal nach dem Fund zu schauen. Zumindest wenn der Frk. noch da ist, spricht das schon sehr für den Hörnling. Wenn er nicht mehr da ist, kann das auch andere "natürliche" Ursachen haben
Und Du hast Recht damit, dass manche Wiesenkorallen auch im Wald wachsen können.
In zwei Punkten möchte ich Dir widersprechen:
Der Hörnling wächst auch auf vergrabenen Holz, das Substrat muss nicht sichtbar sein. Bei meinem Bild (und auch sonst in der Natur) sehe ich keinen Feuer-Farbverlauf, unten ist es halt ein wenig schattiger. Je nach Feuchtigkeit variiert die Farbe von Karminrot bis hellerem Gelb – bei viel Feuchtigkeit wie derzeit können die Frk. schon rein gelb sein. Abgesehen davon ist die Farbe in diesem Fall (gelb-orange-rot) eh kein wirklich belastbares Merkmal, siehe unten – Wikipedia.
Schau´ Dich doch mal ein bisschen im Web um, z.B. Beispielfotos von seriösen Seiten oder z.B. dieser Thread (Link komplett kopieren): https://www.pilzforum.eu/board/thread/50216-calocera-viscosa-klebriger-h%C3%B6rnling/
In diesem Fall glaube ich allerdings eher an eine Wiesenkoralle, weil die Abzweigungen der Äste durchgehend mit einem sehr weiten Radius erfolgen, und der untere Teil der "Stiele" deutlich heller ist als der Rest (Link komplett kopieren): https://www.123pilze.de/000Forum/board/index.php?thread/13392-goldgelbe-koralle-klebrig...%C3%B6rnling/
(123 gilt generell nicht gerade als sehr seriös, weder die Fotos in den Pilzportraits noch das Forum, wie man sieht)
Oder hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesenkorallen
Siehe dort das Foto der Safrangelben Wiesenkoralle: auch ein Farbverlauf.
Zitat von dort zur Makro-Beschreibung: "Die Trama ist brüchig bis relativ zäh und verfärbt sich mit alkoholischem Eisen(II)-sulfat (FeSO4) grün bis schwärzlich-grün." Also ist auch die Festigkeit des Fleisches nicht unbedingt aussagekräftig.
Also alles nicht soo einfach...
Viele Grüße – Rika
________________________________________________________________
Hallo Rika,
vielen Dank für die Vergleichsbilder.
Tatsächlich scheint auf Grund der Form keine Unterscheidung möglich.
An zwei Punkten unterscheiden sich allerdings deine Funde: 1. Die Farbe ist
bei dir so, wie man sich ein Zwergerlfeuer vorstellt: deutlich orange,
typische Flammfärbung eines Holzfeuers. Meine Funde würden auf Safrangelb
passen.
2. Deine wachsen auf noch deutlich erkennbarem Holz. Bei meinem Fund war da
wahrscheinlich mal ein Strunk, man sieht aber nur noch den Abdruck. Ich
schaue mir das aber nächsten Samstag noch einmal an, das Foto war vom
letzten Samstag.
Jetzt zu deinen Fragen: Mein Fund ist vom 9.12.2023.
Wir hatten dieses Jahr noch keinen ernsthaften Frost. 2 Tage lang wenig
Schnee der nur wenige Stunden liegen blieb. Die Woche vor dem Fund war
frostfrei. Die anderen Herbstpilze, die aktiv waren, zeigten auch
keinerlei Frostschäden.
Es war eine Woche mit viel Regen.
Nach meiner Kenntnis wachsen Wiesenkorallen auch im Wald. Der Fund wuchs
unmittelbar neben einem Wildschweinweg, den ich ausnahmsweise ging, weil
der Menschenweg durch Forstarbeiten unpassierbar war.
150 Meter weiter ist eine Waldwiese für die Viecher extra angelegt. Ich kann
mir aber nicht vorstellen, dass da Wiesenkorallen wachsen. Die filigranen
Teile sollen ja im Moos wachsen und nicht in hohem Gras.
Das angebrochen Unterteil ist möglicherweise die Folge eines
Wildschweintrittes.
Bei mir gehört zum Standardbestimmprogramm das Berühren. In diesem Fall
fühlte sich das Objekt nicht an wie ein klebriger Hörnling.
Völlige andere Oberfläche und andere Konsistenz.
Wenn ich Samstag noch Exemplare finde, nehme ich sie mit und versuche zu
konservieren. Wenn nicht, sagt das vielleicht auch etwas.
Die Hörnlinge kenne ich als recht dauerhaft.
Gruß,
Marcel
Hallo Marcel,
das Biotop passt überhaupt nicht für irgendeine "Wiesenkoralle".
Der Klebrige Hörnling hat seinen Namen nicht umsonst. Versuche mal beim nächsten Mal das Teil an deine Lippe zu halten, das klebt dann.
Beste Grüße
Harald
Hallo Harald,
wohin hast Du die Informationen, dass das Biotop nicht passt?
In meinen Quellen wird als Standort z.B. für die safrangelbe Wiesenkoralle angegeben: Mischwälder, auf moosigen Boden und selten auch auf verrottetem Holz angegeben.
Wir haben Mischwald: Kiefern, Fichten, Buchen, Birken.
Ich finde keinerlei Quellen, die behaupten würden, dass das Teil in Wiesen vorkommen sollte, das finde ich nur im Namen. Ich kann mir bei den winzigen und filigranen Fruchtkörpern auch nicht vorstellen, wie die denn in der Wiese bestehen können sollten.
Ich kenne klebrige Hörnlinge nur auf Holz, dass noch nicht stark zersetzt ist.
Die Angelegenheit mit dem vergrabenen Holz kannst Du mitten im Wald vergessen.
Da vergräbt keiner Holz. Das kommt nur auf Fuhrwegen vor, wenn ein Weg neu gedrückt wird. Ich hatte das genau einmal im Falle eines Sklerotienporlings. Er wuchs im Randbereich eines frisch renovierten Fuhrweges.
Ich war heute noch einmal da. Der ursprüngliche Fundort zeigte zwar keine Fruchtkörper mehr, ich fand aber mehrere neue Fundstellen.
Natürlich klebte da gar nichts.
Ich hatte ja schon geschrieben, dass sowohl die Oberfläche als auch die Konsistenz völlig anders sind als beim Hörnling. Die Oberfläche ist glatt und nicht klebrig.
Die Probenentnahme gestaltete sich schwierig:
Die Fruchtkörper waren nicht gelatinös, sondern zäh, aber gleichzeitig weich. Ich musste sie vorsichtig mit dem Messer abschneiden. Wenn ich sie dabei zu fest hielt, zerdrückte ich sie zu einem gelben Brei.
Es hatte sich jemand gemeldet, der mikroskopieren will, ich weiß nur noch nicht ob die von mir gesammelten Fragmente den Posttransport überstehen.
Mit klebrigen Hörnlingen hätte ich da keine Bedenken. Aus denen könnte man einen Fußball basteln.
Gruß,
Marcel
Hallo Marcel,
es wäre ganz nett, wenn Du Deine heutige Aufsammlung hier zeigen würdest.
Auf die Mikro-Erkenntnisse sind wir auch neugierig.
Jetzt zu deinen Fragen: Mein Fund ist vom 9.12.2023.
Wir hatten dieses Jahr noch keinen ernsthaften Frost. 2 Tage lang wenig
Schnee der nur wenige Stunden liegen blieb. Die Woche vor dem Fund war
frostfrei. Die anderen Herbstpilze, die aktiv waren, zeigten auch
keinerlei Frostschäden.
Dann noch einen Hinweis zur Wetterlage in Kaiserslautern: Im Anhang siehst Du den Wetter-Rückblick der letzten 30 Tage ––> Ihr hattet sehr wohl Frost, und zwar gar nicht wenig! Gemessen wird in 2m Höhe, am Boden kann es sogar noch deutlich kälter sein. https://www.wetter.com/wetter_aktuell/rueckblick/deutschland/kaiserslautern/DE0005230.h...
Am Montag, 04.12.23 hatte es in Kaiserslautern -5,8°C, gemessen vom DWD! Und Deine erste Aufsammlung bzw. Fotos sind vom 09.12.23.
Die Laubholz-Hörnlinge (Calocera cornea) sind bekanntlich aus der gleichen Gattung und nahe Verwandte zum Klebrigen Hörnling – die hatte ich heute in der Hand, und sie sind Matsch gewesen.
Ich vermute, die mikroskopische Untersuchung Deine Aufsammlung wird nicht am Transport, sondern am Frostschaden scheitern – meist platzen die Zellen und man kann nix mehr erkennen, allenfalls Sporen, wenn es (noch) welche geben sollte.
Die Angelegenheit mit dem vergrabenen Holz kannst Du mitten im Wald vergessen.
Da vergräbt keiner Holz. Das kommt nur auf Fuhrwegen vor, wenn ein Weg neu gedrückt wird.
Mit Verlaub – Du behauptest da einen ziemlichen Blödsinn: überall im Waldboden kann sich "unterirdisch" Holz befinden, z.B. Wurzeln und auch Äste. Was meinst Du, auf was die Fichtenzapfen-Rüblinge wachsen? Bei 90% aller Frk. siehst Du den Zapfen nicht, weil er sich komplett im Waldboden befindet – da würdest Du nun eine neue Art draus machen??
Ich hatte Dir in meiner vorherigen Antwort mehrere Hinweise gegeben, damit Du Dir selbst eine besseres Bild machen kannst... mehr schreibe ich jetzt nicht dazu.
Viele Grüße – Rika
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339974.jpg)
Hallo zusammen,
Transport, sondern am Frostschaden scheitern – meist platzen die Zellen
und man kann nix mehr erkennen, allenfalls Sporen, wenn es (noch) welche
geben sollte.
Ein paar Sporen könnten aber für Aufklärung sorgen, da sich die Form derselben aussagekräftig unterscheiden.
VG, jens
Hallo Marcel,
ich bin ganz zuversichtlich, dass das Match zugunsten der Koralle ausgeht, und auch, dass man in dem Matsch noch ein paar Sporen finden können sollte. Kannst mir ggf. auch gerne einen Brocken schicken (PN).
LG Coco
Hallo zusammen,
zunächst einmal möchte ich mich noch einmal ausdrücklich bei Ursula bedanken!
Sie hat mikroskopiert und schreibt:
Die makro- und mikroskopischen Merkmale, insbesondere die Sporenform,
Größe, Sekundärsporen und die gegabelten
Basidien (die auch bei der Gattung Dacrymyces zu sehen sind), sprechen
belastbar für:
Calocera viscosa – Klebriger Hörnling
Zuerst die Mikros:
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339977.jpg)
Jetzt noch die von Ursula erzeugten makroskopischen Bilder:
Nochmals Dank an alle, die sich an der Diskussion beteiligt haben!
Gruß,
Marcel
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339978.jpg)
Hallo Marcel & Ursula,
vielen Dank für die Auflösung!
Ich war echt gespannt drauf, ob und was nun herauskommt.
Viele Grüße – Rika
Ich hatte nichts anderes erwartet....
Hallo und guten Tag,
da wir gerade bei der Gattung Calocera sind, eine Ergänzung:
Den Klebrigen, Laubholz und Gegabelten Hörnling kann man ja „eigentlich“ im Gelände bestimmen und braucht nicht zu mikroskopieren. Macht man es dennoch, sollte man sich nicht wundern das die in der Literatur bzw. im Netz angegebenen Sporenmaße, zum Teil von den eigenen Sporenmaßen der Gattung Calocera abweichen!
Auch die Sporenpulverfarbe wird überwiegend weiß angegeben, ist jedoch aus meiner Erfahrung nur bei C. viscosa weißlich. Bei C. cornea cremefarben bis beige und bei C. furcata gelb.
Diese Färbungen cremefarben/beige und gelb sind auch im Präparat bei den Sporen (1000fach) erkennbar, jedoch farblich dort nur von C. viscosa zu trennen.
Ferner konnte ich septierte Sporen (wie beschrieben) weder bei frischen noch bei reifen Frkp. sehen.
Eine gute Zeit
Gelbfieber & Co
![[image]](https://i.ibb.co/svFk8wR/ho-071.jpg)
Vielen Dank auch für den Nachtrag!
Ich hätte da auch noch etwas nachzutragen:
In der Nähe der Fundstelle gibt es Weymouthkiefern.
Ich weiß das, weil es da ein Myzel von
SUILLUS PLACIDUS
Elfenbeinröhrling gibt.
(ca. 100 Meter entfernt)
Es ist schon schwer genug, die Bäume zu erkennen, wenn man danach sucht und die noch leben, beim Abdruck eines Stumpfes ist mir das unmöglich.
Man sollte vielleicht auch noch die Möglichkeit im Auge behalten, dass da ein amerikanischer Verwandter des klebrigen Hörnlings mit aus Amerika eingewandert ist.
Allgemein wird ja immer angenommen, dass die mikroskopischen Merkmale viel stabiler sind als die makroskopischen und dass man eine neue Art aufmachen darf, wenn man unterschiedliche mikroskopische Merkmale findet. Daran zweifele ich schon länger. Mich würde zum Beispiel interessieren, ob sich die für mich immer wieder verblüffende Vielfalt der Erscheinungsbilder bei HYGROPHOROPSIS AURANTIACA = falscher Pfifferling auch mikroskopisch wieder findet.
Wenn ich das nächste Mal einen klebrigen Hörnling so finde, wie ich ihn mir vorstelle, stelle ich Experimente an:
Ich werde einen Teil wässern und den anderen Teil einfrieren.
Nach meinen Erfahrungen mit tiefgefrorenen Speisepilzen tippe ich auf das Wasser als Einfluss.
Wenn das Fruchtfleisch gelatinös ist, kommen stärkeähnliche Stoffe und Wasser als Bestandteil des Gels in Frage. Wenn Wasser zugesetzt oder entfernt wird, ändert sich laut Römpp die Konsistenz des Gels.
Vielleicht sind die stärkeähnlichen Polysaccharide auch wasserlöslich?
Wir werden sehen, sprachen die Blinden.
Leider habe ich noch ein paar andere Fälle, wo ich auf das Wiedererscheinen bestimmter Fruchtkörper warte, um die eine oder andere Frage zu klären.
Gemeinerweise warte ich auf bestimmte Fruchtkörper schon mehrere Jahre. Bestimmte wechselfarbige Speitäublinge, habe ich seit meiner Kindheit vor gut 50 Jahren nicht mehr gesehen. Sie waren auffällig wegen der blauen Farbe in der Mitte. Blau durften die laut meinen Büchern nicht.
Gruß,
Marcel
Hallo Marcel,
hier ein paar Anmerkungen.
Zum Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca):
Die Farbe variiert i.d.R. je nach Lichteinfluss – bei viel Helligkeit werden sie kräftiger gefärbt, im Dunkeln sind sie blasser. Das ist ja bei vielen Pilzen so, z.B. auch beim Steinpilz. Eine gewisse Variabilität in der Pigmentierung dürfen wir ihnen schon zugestehen – auch bei uns gehören Schwarzhaarige genauso zu Homo sapiens wie Blonde. Kennst Du auch Hygrophoropsis rufa? Das ist eine sehr ähnliche Art, nur meist kräftiger/fleischiger und vor allem mit bräunlicheren Farben.
Zur Frostverträglichkeit:
Wie gut Fruchtkörper Frost vertragen, ist unterschiedlich. Den ganzen winterharten Arten wie Austernseitling, Judasohr, Warziger Drüsling macht Frost nichts aus. Andere Arten wie Maronenröhrling, Acsocoryne, Abgestutzter Drüsling verlieren ihre innere Struktur durch das Gefrieren, werden glasig oder platzen innerlich auf. Manche ertragen ein paar Minusgrade, andere nicht.
Zum Elfenbein-Röhrling:
Er wächst auch mit Zirbe (= Arve = Zirbelkiefer) – also auch mit einer einheimischen Art.
Was meinst Du mit "Abdruck eines Stumpfes"?
Einen guten Rutsch & viel Regen im neues Jahr wünscht – die Rika
___________________________________________________________________
Vielen Dank auch für den Nachtrag!
Ich hätte da auch noch etwas nachzutragen: In der Nähe der Fundstelle gibt es Weymouthkiefern.
Ich weiß das, weil es da ein Myzel von SUILLUS PLACIDUS Elfenbeinröhrling gibt. (ca. 100 Meter entfernt)
Es ist schon schwer genug, die Bäume zu erkennen, wenn man danach sucht und
die noch leben, beim Abdruck eines Stumpfes ist mir das unmöglich.
Man sollte vielleicht auch noch die Möglichkeit im Auge behalten, dass da ein
amerikanischer Verwandter des klebrigen Hörnlings mit aus Amerika
eingewandert ist.
Allgemein wird ja immer angenommen, dass die mikroskopischen Merkmale viel
stabiler sind als die makroskopischen und dass man eine neue Art aufmachen
darf, wenn man unterschiedliche mikroskopische Merkmale findet. Daran
zweifele ich schon länger. Mich würde zum Beispiel interessieren, ob sich
die für mich immer wieder verblüffende Vielfalt der Erscheinungsbilder bei
HYGROPHOROPSIS AURANTIACA = falscher Pfifferling auch mikroskopisch wieder
findet.
Wenn ich das nächste Mal einen klebrigen Hörnling so finde, wie ich ihn mir
vorstelle, stelle ich Experimente an: Ich werde einen Teil wässern und den
anderen Teil einfrieren.
Nach meinen Erfahrungen mit tiefgefrorenen Speisepilzen tippe ich auf das
Wasser als Einfluss.
Wenn das Fruchtfleisch gelatinös ist, kommen stärkeähnliche Stoffe und Wasser
als Bestandteil des Gels in Frage. Wenn Wasser zugesetzt oder entfernt
wird, ändert sich laut Römpp die Konsistenz des Gels.
Vielleicht sind die stärkeähnlichen Polysaccharide auch wasserlöslich?
Wir werden sehen, sprachen die Blinden.
Leider habe ich noch ein paar andere Fälle, wo ich auf das Wiedererscheinen
bestimmter Fruchtkörper warte, um die eine oder andere Frage zu klären.
Gemeinerweise warte ich auf bestimmte Fruchtkörper schon mehrere Jahre.
Bestimmte wechselfarbige Speitäublinge, habe ich seit meiner Kindheit vor
gut 50 Jahren nicht mehr gesehen. Sie waren auffällig wegen der blauen
Farbe in der Mitte. Blau durften die laut meinen Büchern nicht.
Gruß,
Marcel
Hallo Ursula,
ich antworte mal unsystematisch:
1.Elfenbein-Röhrling
Ich kenne die Zirbe von Bergurlauben und von einer von mir jährlich durchgeführten Wanderung für meinen Sportverein. Böse Menschen behaupten dann immer ich würde eine pilzkundliche Wanderung durchführen und keine Bergwanderung.
Die Zirbe erscheint bevorzugt in der Nähe der Waldgrenze und ist auch bei flüchtigem Flanieren oder anstrengendem Klettern leicht zu erkennen.
Sie ist der Baum, der in Mitteleuropa am höchsten kommt. Dort hat sie einen Wettbewerbsvorteil. Weiter unten hat sie einen Wettbewerbsnachteil, weil sie deutlich niedriger bleibt als Konkurrenten wie zum Beispiel Lärchen. Dort kann sie nur gedeihen, wenn Menschen sie pflegen und die Konkurrenten entfernen. Die Fundstelle liegt auf ca. 430 Höhenmetern im Pfälzer Wald. Wenn dort Zirben wachsen würden, würde ich selbst Zapfen ernten gehen. Bei uns leben die Menschen seit Jahrhunderten mit dem Wald. Wenn es da etwas essbares gäbe, wüsste man das.
Weymouthkiefen wurden Anfang des 20.Jahrhunderts bei uns angepflanzt.Wegen der Ausbreitung des Blasenrosts (Cronartium ribicola) macht man das heute nicht mehr.
Ihre Erkennung macht deutlich mehr Mühe, wenn man keine Nadeln findet. Die Borke ist etwas anders und die Krone sieht etwas anders aus. Bei meinen Bergurlauben habe ich übrigens noch keine Elfenbeinröhrlinge gesehen, hingegen eine wegen gefährlicher Kletterei zum Fundplatz nicht bestimmbare Rotkappe.
2. Abdruck eines Stumpfes
Ich werde jetzt 63 Jahre alt. In meiner Kindheit führt man noch großflächige Kahlschläge durch. Auch nach 50 Jahren sehe ich noch die Überbleibsel davon.
Auf für mich nicht erklärbaren Gründen liegen bestimmte Stämme auch nach dieser Zeit fast unverändert im Wald. Die Strünke der gefällten Bäume sind jedoch meist schon fast vollständig zersetzt. Eine Generation vorher hat man die mit Seilen aus dem Waldboden gezogen, um das Wurzelholz zu verwenden. Man sieht aber an der Vegetation, dass da mal ein Strunk war. Das Moos ergibt ein Bild eines Baumstrunks. Als Waldschrat ist man auch darauf trainiert so etwas zu sehen:
Wer da unbedacht hintritt, findet sich unter Umständen ziemlich plötzlich deutlich tiefer wieder. Es bleiben da aber aus ebenfalls mir nicht erklärlichen Gründen kleine sehr harte Teile übrig, an denen man sich verletzen kann.
3. Falscher Pfifferling:
Bei der erwähnten Wanderung kommt immer mal wieder die Frage auf, woran man denn falsche von echten Pfifferlingen unterscheiden kann.
Ein Mitwanderer, der bei den Touren auch immer Speisepilze sammelt, antwortete darauf wie folgt:
Die falschen haben eine etwas andere Farbe und eine etwas andere Form.
Ich habe dann ergänzt:
Falsche Pfifferlinge sind eher orange-rot, echte eher gelb-orange.
Falsche Pfifferlinge haben eine im Vergleich deutlich geringere Stieldicke, aber eine größere Länge im Vergleich zur Hutbreite.
Das entscheidende Merkmal ist aber, dass man falsche mit einem Finger bequem umdrücken kann, echte brechen, bevor sie sich biegen.
Das letzte ist das einzige konstante Merkmal, das ich kenne.
Die meisten falschen haben eine Rotanteil, manche sind aber genau so gefärbt wie die echten.
Ich finde aber immer wieder auch welche, die einen konzentrischen Farbverlauf haben.
Nun zur Form:
In vielen Pilzbüchern finden sich ausgesprochen hochbeinige Exemplare des falschen und der Autor fragt sich dann, wie man die mit echten verwechseln kann.
Der "Habitus" = die Größenverhältnisse ist manchmal bei den falschen identisch mit den echten. In einem meiner Pilzbücher werden büscheliges Wachstum und gedrehte Stiele als bestimmungsrelevante Merkmale genannt.
99,9 Prozent der von mir gefundenen falschen wachsen weder büschelig noch haben sie einen gedrehten Stiel. Das mit dem gedrehten Stiel sollte ja auch mikroskopisch an den Strukturen erkennbar sein.
Ich habe schon büschelig wachsende mit gedrehten Stielen gesehen, aber wie gesagt sehr selten.
Jetzt komme ich zu den Lamellen:
Ich hatte schon Exemplare, bei denen man nur durch Betasten feststellen konnte, dass das Lamellen sind und keine Leisten. Irgendetwas hat die Ausbildung der Lamellen fast vollständig lahmgelegt. Die Gabelungen sind in solchen Fällen natürlich auch eher selten zu erkennen. Wenn man mehrere Fruchtkörper aus demselben Myzel hat, gibt es eine Chance welche zu finden. Wobei man dann auch niemals sicher ist, dass die zum selben Myzel gehören.
Der Hut: Der Rand muss nicht eingerollt sein.
Die Oberfläche: "feinfilzig".Beides finde ich nur in ca. 25% der Fälle.
Beides sollte man auch mit dem Mikroskop erkennen können.
Allen Foristen,
ein frohes neues Jahr!
Marcel