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Speisewert Schwefelporling

Accelerator Alex, (vor 8065 Tagen)

Ich habe heute einen jungen Schwefelporling gesehen. Der Pilz ist in einem jungen sehr guten Zustand und riesengroß. Ich schätze ihn auf ca. 1-2 m² wenn
man ihn nebeneinanderlegen würde.
Meine Tochter und ich waren total fasziniert von den leuchtend gelben Farben.

Da der Pilz nach Abkochen und Anbraten essbar sein soll, würde mich mal interessieren, ob ein Benutzer hier im Forum den Pilz schon einmal persönlich verspeist hat. Ist er mit einem Parasol vielleicht vergleichbar?
Für Hinweise vielen Dank!

Gruß,

Alex aus der Ortenau

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Re: Speisewert Schwefelporling

Harald Andres Schmid, (vor 8065 Tagen) @ Accelerator Alex

hallo
Schwefelporling ist sehr fein.
Allerdings ist die Konsistenz wichtig.
Ich habe schon mal Exemplare gepflückt, die jung aussahen, aber sich dann als widerlich bitter erwiesen.
Ich empfehle vor dem Pflücken ganz wenig zu probieren und auszuspucken.
Es sollte nicht zähe, sondern sehr weich und mild sein.

Ich habe in der Schweizerischen Zeitschrift für Pilzkunde (SZP) einen Artikel publiziert, in dem ich den Indizienbeweis brachte, dass Schwefelporlinge, die auf giftigen Hölzern wachsen, evtl. deren Inhaltsstoffe aufnehmen.
Ich bin darauf gekommen, als ich immer wiederkehrende Meldungen über Vergiftungen mit Schwefelporlingen auftauchten.
Mir ist aufgefallen, dass immer die gleichen Symptome berichtet wurden.
Die Fälle wurden als "individuelle Unverträglichkeit" abgebucht.
Ich habe dann die Symptome mit Symptomen von Vergiftungen mit Eibe verglichen und den Artikel so aufgebaut.
Er hat einigen Wirbel und heftigste Kontroversen ausgelöst.

Also: Pflücke sicherheitshalber keinen Schwefelporling von giftigen Hölzern!
Rezept:
Du kannst fast sämtliche dir bekannten Hähnchengerichte damit kochen.
Ich würde ihn relativ fein schneiden, da er auch schlecht verdaulich ist.
Lieben Gruss, Harald Andres

Ich habe heute einen jungen Schwefelporling gesehen. Der Pilz ist in einem
jungen sehr guten Zustand und riesengroß. Ich schätze ihn auf ca. 1-2 m²
wenn
man ihn nebeneinanderlegen würde.
Meine Tochter und ich waren total fasziniert von den leuchtend gelben Farben.
Da der Pilz nach Abkochen und Anbraten essbar sein soll, würde mich mal
interessieren, ob ein Benutzer hier im Forum den Pilz schon einmal
persönlich verspeist hat. Ist er mit einem Parasol vielleicht
vergleichbar?
Für Hinweise vielen Dank!
Gruß,
Alex aus der Ortenau

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Was für "Hölzer" sind den giftig...

Christoph G, (vor 8065 Tagen) @ Harald Andres Schmid

... Harald Andreas, mir fält grad nur die Eibe (T. baccata) ein, die in allen Teilen giftig sein soll, auch im Holz?, oder wo wächst den der Schwefelporling, wo sich Gift überträgt? So als (zwar gerade nur EDV) Förster bin ich da seeeehhhrr neugierig und gespannt :-))

LG Christoph

P.S.:Hast du den Schwefelporling schon mal an Eibe gehabt?

hallo
Schwefelporling ist sehr fein.
Allerdings ist die Konsistenz wichtig.
Ich habe schon mal Exemplare gepflückt, die jung aussahen, aber sich dann als
widerlich bitter erwiesen.
Ich empfehle vor dem Pflücken ganz wenig zu probieren und auszuspucken.
Es sollte nicht zähe, sondern sehr weich und mild sein.
Ich habe in der Schweizerischen Zeitschrift für Pilzkunde (SZP) einen Artikel
publiziert, in dem ich den Indizienbeweis brachte, dass Schwefelporlinge,
die auf giftigen Hölzern wachsen, evtl. deren Inhaltsstoffe aufnehmen.
Ich bin darauf gekommen, als ich immer wiederkehrende Meldungen über
Vergiftungen mit Schwefelporlingen auftauchten.
Mir ist aufgefallen, dass immer die gleichen Symptome berichtet wurden.
Die Fälle wurden als "individuelle Unverträglichkeit" abgebucht.
Ich habe dann die Symptome mit Symptomen von Vergiftungen mit Eibe verglichen
und den Artikel so a...ufgebaut.
Er hat einigen Wirbel und heftigste Kontroversen ausgelöst.
Also: Pflücke sicherheitshalber keinen Schwefelporling von giftigen Hölzern!
Rezept: Du kannst fast sämtliche dir bekannten Hähnchengerichte damit kochen.
Ich würde ihn relativ fein schneiden, da er auch schlecht verdaulich ist.
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Was für "Hölzer" sind den giftig...

Harald Andres Schmid, (vor 8065 Tagen) @ Christoph G

... Harald Andreas, mir fält grad nur die Eibe (T. baccata) ein, die in allen
Teilen giftig sein soll, auch im Holz?,

ja, genau, auch im Holz.
In meinen Schulbüchern steht, die Beeren seien nicht giftig.
Eine gefährliche Falschmeldung.
Die darin befindlichen Kerne, gekaut, ergeben schon eine lebensgefährliche Taxinvergiftung.

oder wo wächst den der
Schwefelporling, wo sich Gift überträgt? So als (zwar gerade nur EDV)
Förster bin ich da seeeehhhrr neugierig und gespannt :-))

ueber weiter Hölzer weiss ich selbst sehr schlecht Bescheid (will heissen, gar nicht).
ich habe es wie gesagt, als Indizienkette zum weitern Forschen als Anregung zur Verfügung gestellt. Hat aber nicht nur Freude ausgelöst...

LG Christoph
P.S.:Hast du den Schwefelporling schon mal an Eibe gehabt?

nein.
Lieben Gruss, Harald Andres

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Stimmt, die Kerne sind giftig, aber...

Christoph G, (vor 8065 Tagen) @ Harald Andres Schmid

... das Mark wohl nicht, hab ich gelernt und glaub ich jetzt einfach mal ;-)) Bei uns im Garten und ums Haus hats jede Menge Eiben, und die Amseln machen sich immer wie wild über die Beeren her. Scheint denen gut zu bekommen. Bei Pferden solls ja schon in geringsten Dosen letal wirken. Aber mich interessiert wirklich was für giftige "Hölzer" das sind, wo man beim Schwefelporling aufpassen sollte :-))

LG Christoph

ja, genau, auch im Holz.
In meinen Schulbüchern steht, die Beeren seien nicht giftig.
Eine gefährliche Falschmeldung.
Die darin befindlichen Kerne, gekaut, ergeben schon eine lebensgefährliche
Taxinvergiftung.
ueber weiter Hölzer weiss ich selbst sehr schlecht Bescheid (will heissen,
gar nicht).
ich habe es wie gesagt, als Indizienkette zum weitern Forschen als Anregung
zur Verfügung gestellt. Hat aber nicht nur Freude ausgelöst...
nein.
Lieben Gruss, Harald Andres

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giftig nicht,

Birgit, (vor 8065 Tagen) @ Christoph G

aber voller Gerbstoffe ist das Holz von Eiche. SChwefelporlinge von Eiche sollen daher auch schlecht bekömmlich sein, da weiß Harald-Andres aber sicher mehr drüber. SChwefelporling von Weide scheint hingegen bekömmlicher zu sein, vielleicht ist der ja dann fiebersenkend ;-) wegen des Salicyls in der Weidenrinde. Schwefelporling vom Rizinusbaum wäre dann abführend.... und die an Latschenkiefern verwende man als Badezusatz.... So könnte man eine ganzez Schwefelporlingsapotheke aufbauen ;-) Scherz beiseite.

die Kerne von Eibenfrüchten sind wohl giftig, wenn man sie zerkaut. Das Mark ist sicher ungiftig. Kleine Kinder essen wohl öfter mal die roten Beeren und da passiert meist wenig, weil die brav die Kerne wieder ausspucken.

... das Mark wohl nicht, hab ich gelernt und glaub ich jetzt einfach mal ;-))
Bei uns im Garten und ums Haus hats jede Menge Eiben, und die Amseln
machen sich immer wie wild über die Beeren her. Scheint denen gut zu
bekommen.

im Eibenwald in Paterzell gibts Wildschutzzäune um die jungen EIben, weil die Rehe die EIben stark verbeißen. Der Förster brauchte dort ziemlich lang daraufzukommen, warum keine jungen EIben nachwachsen, denn die Eiben sind wohl auch für Rehe giftig, scheinbar wissen die aber genau wieviel sie fressen können?

Bei Pferden solls ja schon in geringsten Dosen letal wirken.

ca. 100g frische Nadeln reichen beim Pferd. Ein Weihnachtsgesteck für die lieben Pferde in die Koppel geworfen reicht da locker und kommt immer wieder vor. Wenigstens scheint es beim Pferd ein sehr schneller, schmerzfreier Tod zu sein.

Liebe Grüße

Birgit

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Dann lag ich ja gar nicht so falsch, Birgit...

Christoph G, (vor 8065 Tagen) @ Birgit

.. bei meiner "nachgeplapperten" Einschätzuung der Eibe, aber mir fallen da beim besten Willen keine "giftigen Hölzer" wie von Harald Andreas beschrieben ein.Oder war das nur ne provokation auf die ich reingefallen bin ;-))

Gut`s Nächtle Christoph

aber voller Gerbstoffe ist das Holz von Eiche. SChwefelporlinge von Eiche
sollen daher auch schlecht bekömmlich sein, da weiß Harald-Andres aber
sicher mehr drüber. SChwefelporling von Weide scheint hingegen
bekömmlicher zu sein, vielleicht ist der ja dann fiebersenkend ;-) wegen
des Salicyls in der Weidenrinde. Schwefelporling vom Rizinusbaum wäre dann
abführend.... und die an Latschenkiefern verwende man als Badezusatz....
So könnte man eine ganzez Schwefelporlingsapotheke aufbauen ;-) Scherz
beiseite.
die Kerne von Eibenfrüchten sind wohl giftig, wenn man sie zerkaut. Das Mark
ist sicher ungiftig. Kleine Kinder essen wohl öfter mal die roten Beeren
und da passiert meist wenig, weil die brav die Kerne wieder ausspucken.
im Eibenwald in Paterzell gibts Wildschutzzäune um die jungen EIben, weil die
Rehe die EIben stark verbeißen. Der Förster brauchte dort ziemlich lang
daraufzukommen, warum keine jungen EIben nachwachsen, denn die Eiben sind
wohl auch für Rehe giftig, scheinbar wissen die aber genau wieviel sie
fressen können?
ca. 100g frische Nadeln reichen beim Pferd. Ein Weihnachtsgesteck für die
lieben Pferde in die Koppel geworfen reicht da locker und kommt immer
wieder vor. Wenigstens scheint es beim Pferd ein sehr schneller,
schmerzfreier Tod zu sein.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Dann lag ich ja gar nicht so falsch, Birgit...

Harald Andres Schmid, (vor 8064 Tagen) @ Christoph G

hallo,
da die einzelnen Details des Themas etwas verwirrend sind...
ich bringe hier noch mal meinen Originaltext aus der SZP.
Den hatte ich schon mal gepostet, da sind auch die entsprechenden Reaktionen dazu dabei.
Wie ich schon sagte, bin ich weder Experte auf giftige Hölzer noch auf Taxine.
Ich hatte lediglich aufgrund von mir spannend erscheinenden Indizien die Sache zur Diskussion gestellt.
Reaktionen sind heftig gekommen, leider scheint sich aber niemand von unseren Toxikologen weiter mit dem Thema befasst zu haben, was ich spannend fände.
Hier nochmals der von mir letztes Jahr gepostete Originaltext.
Beitrag 37228
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: giftig nicht,

Harald Andres Schmid, (vor 8064 Tagen) @ Birgit

im Eibenwald in Paterzell gibts Wildschutzzäune um die jungen EIben, weil die
Rehe die EIben stark verbeißen. Der Förster brauchte dort ziemlich lang
daraufzukommen, warum keine jungen EIben nachwachsen, denn die Eiben sind
wohl auch für Rehe giftig, scheinbar wissen die aber genau wieviel sie
fressen können?

da habe ich gelesen, dass für das Schalenwild die Eibe ungiftig sei...

Liebe Grüße
Birgit

auch lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Was für "Hölzer" sind den giftig...

coco, (vor 8064 Tagen) @ Christoph G

moin christoph,

ich meine mich zu erinnern, dass auch an robinie gewachsene schwefelporlinge deren toxine "übertragen" können.

liebe grüsse

coco

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Re: Speisewert Schwefelporling

Pio, (vor 8065 Tagen) @ Accelerator Alex

Hallo Alex,

ich habe ein einziges mal vor etlichen Jahren einen Versuch mit dem Schwefelporling gemacht. Auf Empfehlung aus einem Buch habe ich ihn kleingehackt, was schon mal merkwürdig aussah. Aber selbst in diesem Zustand war die Masse noch zu zäh und es war alles ziemlich ungenießbar. Ich habe es niemals wieder probiert. Vielleicht waren die Teile doch schon zu hart. Rein geschmacklich kann ich mich nicht mehr genau erinnern. In dem Buch wurde auch vorgeschlagen, eine Pilzbrühe daraus zu bereiten, da spielt die Zähigkeit keine Rolle. Probier's einfach mal aus.

Pio

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Re: Speisewert Schwefelporling

Malou Vogt, (vor 8064 Tagen) @ Accelerator Alex

Hallo

Ich hab kürzlich zum ersten mal einen butterzarten, ganz jungen schwefelporling gefunden.
Habs ausprobiert, schmeckt erstaunlich lecker!!
In würfeli geschnitten mit butter und zwiebeln scharf angebraten. Kräuter dazu und etwas sahne. Ich hab noch etwas curry dazugegeben, einfach weil mich das schwefelgelb dazu verleitet hat...

Und das bringt mich gleich auf die idee!! Heut mittag gibts bei mir schwefelporling aus der gefriertruhe. Hoffe, er ist durch`s einfrieren nicht bitter geworden.

Werde euch nach dem mittagessen bericht erstatten :-)

Gruss malou

Ich habe heute einen jungen Schwefelporling gesehen. Der Pilz ist in einem
jungen sehr guten Zustand und riesengroß. Ich schätze ihn auf ca. 1-2 m²
wenn
man ihn nebeneinanderlegen würde.
Meine Tochter und ich waren total fasziniert von den leuchtend gelben Farben.
Da der Pilz nach Abkochen und Anbraten essbar sein soll, würde mich mal
interessieren, ob ein Benutzer hier im Forum den Pilz schon einmal
persönlich verspeist hat. Ist er mit einem Parasol vielleicht
vergleichbar?
Für Hinweise vielen Dank!
Gruß,
Alex aus der Ortenau

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Re: Speisewert Schwefelporling

Malou Vogt, (vor 8064 Tagen) @ Malou Vogt

Funktioniert also! Schwefelporling lässt sich prima einfrieren....

Malou

Hallo
Ich hab kürzlich zum ersten mal einen butterzarten, ganz jungen
schwefelporling gefunden.
Habs ausprobiert, schmeckt erstaunlich lecker!!
In würfeli geschnitten mit butter und zwiebeln scharf angebraten. Kräuter
dazu und etwas sahne. Ich hab noch etwas curry dazugegeben, einfach weil
mich das schwefelgelb dazu verleitet hat...
Und das bringt mich gleich auf die idee!! Heut mittag gibts bei mir
schwefelporling aus der gefriertruhe. Hoffe, er ist durch`s einfrieren
nicht bitter geworden.
Werde euch nach dem mittagessen bericht erstatten :-)
Gruss malou