Re: #36: Flockenstiel. Hexenröhrling - Bol. erythr
Hallo Nobi,
ich habe den Ausdruck noch nie gehört. "Zaschel" könnte, in der Dresdner Gegend, ein slawisch-sorbisches Lehnwort sein - das ist aber nur eine Vermutung. Im Tschechischen gibt es das ähnlich klingende Wort "Šašek", was so viel wie Clown oder Narr bedeutet. Der Flockenstielige wäre dann also der "Tannen-Clown", und so bunt wie ein Narrenkostüm ist der Pilz ja. In anderen Gegenden, etwa im Böhmerwald, heißt der Pilz auch "Zigeuner" (ebenfalls wegen der Buntheit) oder "Schusterpilz".
Mein persönlicher Frühlingsrekord ist der 10. April.
Grüße, Jürgen
bei uns in der Gegend (Tharandter Wald, bei Dresden) heißt der
Flockenstielige Hexenröhling im Volksmund Tannenzaschel. Er gehört zu den
beliebtesten Speisepilzen der Einheimischen und es ist fast schon ein
dörflicher Wettstreit, wer im Frühsommer den ersten findet. Hat vielleicht
jemand eine Erklärung für den Namen? Aus meiner Kindheit im Erzgebirge
kenne ich den Flocki auch noch als Feuerpilz. Wie wird der Pilz woanders
noch genannt? Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mal was dazu lesen
könnte.
Tannenzaschlige Grüße Nobi