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Probleme mit Lachsreizkersuppe!

Der Juergen, (vor 7775 Tagen)

Hallo,

Folgendes trug sich letzten Jahres im Herbst zu. Ende Oktober entdeckte ich und ein Pilzspezi bei uns in der Gegend einen Tannenwald (gibts bei uns nicht so häufig) in dem es massenweise Lachsreizker gab (Lactarius salmonicolor). Ich sammelte ein Körbchen knackiger und junger Exemplare und bereitet mir eine Lachsreizkersuppe. Kurz das Rezept:

Pilze säubern (nicht wässern!!)
mit Zwiebeln in Butter anbraten
Deckel drauf, dünsten lassen
mit etwas Mehl bestäuben
danach den Fond dazugießen (Pilzfond oder Gemüsebrühe)
10 min köcheln lassen
Abschmecken (Pfeffer, Salz)

Also was ganz Simples, was jedoch herrlich schmeckte (von der Farbe der Suppe ganz zu schweigen, sie war schön carotin-orange:-) Als ich das meinem Kumpel erzählte ... wollte der auch gleich, und hat dann bei sich daheim einen Arbeitskollegen mit seiner kleinen Tochter eingeladen, nachdem er mit den Beiden beim Pilzesammeln war. Ich machs kurz, die Suppe schmeckte nicht, sie hatte, laut der Beschreibung meines Kumpels, einen bitteren Beigeschmack wie von Eingeweide (ich denk mir mal er meinte damit vielleicht Nieren oder Leber). Jetzt meine Frage. Da die Aufsammlung meines Kumpels ziemlich spät war (nach dem ersten Frost im November), könnte es sein, dass spätere Exemplare von Reizkern geschmacklich einbüßen? Da ich sicher sein kann, dass mein Spezi keinen "falschen Pilz" im Korb hatte, muss es an den Lachsreizkern liegen. Vielleicht hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Grüßle
Juergen

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Re: Probleme mit Lachsreizkersuppe!

Joachim, (vor 7775 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,
man kann nur abraten Pilze die Frost abbekommen haben noch zu verzehren.
Gerade im Spätherbst gibt es schon oft Nachtfröste, am nächsten Tag sieht man den
Pilzen nicht mehr auf den ersten Blick an das sie über Nacht "gefrostet" wurden.
Oft setzt dann am nächsten Tag die Zerrsetzung der Pilze ein und die Pilze werden
dann gesundheitsschädlich.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim

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Re: Probleme mit Lachsreizkersuppe!

Andreas ⌂, (vor 7775 Tagen) @ Der Juergen

Hallo,

Ich machs kurz, die Suppe schmeckte

nicht, sie hatte, laut der Beschreibung meines Kumpels, einen bitteren
Beigeschmack wie von Eingeweide (ich denk mir mal er meinte damit
vielleicht Nieren oder Leber). Jetzt meine Frage. Da die Aufsammlung
meines Kumpels ziemlich spät war (nach dem ersten Frost im November),
könnte es sein, dass spätere Exemplare von Reizkern geschmacklich
einbüßen? Da ich sicher sein kann, dass mein Spezi keinen "falschen
Pilz" im Korb hatte, muss es an den Lachsreizkern liegen. Vielleicht
hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Hallo Juergen ,

ist mir schon zwei Mal so gegangen.
Einmal habe ich die Pilze einem Arbeitskollegen gegeben, der hat sie erst mal zwei Tage liegen lassen und dann entgegen meiner Empfehlung zu Pilzgemüse gedünstet (*würg*). Der fand die dann auch bitter.
Das zweite Mal ist's mir selber so gegangen (bei Reizker-Salat) und da hatte ich vermutlich zuviel etwas ältere und vielleicht war damals auch schon ein leichter Frost gewesen. Glaube letzteres aber eher nicht.
Seit ich dann immer nur wirklich junge genommen habe ist mir das nicht mehr passiert.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Probleme mit Lachsreizkersuppe!

interhias ⌂, (vor 7774 Tagen) @ Der Juergen

Servus Jürgen,

Lachsreizker habe ich erst in den letzten beiden Jahren in größeren Mengen für die Küche gesammelt. Normalerweise brate ich sie genau wie Fichtenreizker mit Zwiebeln und Speck.
Einmal hatte ich aber eine Vegetarierin unter den Gästen und habe deswegen den Speck weggelassen. Was soll ich sagen, die Schwammerln schmeckten irgendwie leicht bitter und fad. Die hatten aber 100%ig keinen Frostschaden und ich habe nur die schönsten, makellosesten jungen Exemplare genommen, weil sie eh waschkorbweise wuchsen.

Mit Suppenrezepten habe ich noch keine Erfahrung.

Gruß aus München
Hias

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Re: Probleme mit Lachsreizkersuppe!

Harald Andres Schmid, (vor 7774 Tagen) @ Der Juergen

hallo
Luce Höllthaler behauptet in seinem Pilzbuch, man solle beim Sammeln darauf achten, dass die Blut-Reizker nicht verletzt würden, denn das würde die Bitterkeit hervorrufen.
Also Ausdrehen, nicht abbrechen, damit kein Milchsaft austritt.
Erst unmittelbar beim Kochen zurüsten.
Ob das stimmt, weiss ich nicht, ich esse zu selten Reizker, werde es aber sicher mal austesten.
Gruss, Harald Andres

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Re: Probleme mit Lachsreizkersuppe!

Stephan, (vor 7772 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Also, wenn man hier schon gelesen hat, wie von gewissen anderen (viel weniger bitteren) Pilzen gesagt wurde, man solle sie doch besser im Wald stehen lassen, und wie man sowas überhaupt in seinen Kochtopf tun könne, die schmeckten ja wie A... und Friedrich, dann muss ich sagen: der salmonicolor und erst recht der deterrimus überschreiten die Grenze "ungenießbar". Das nächste Mal gibt's für die Kleine vielleicht doch besser Karottensuppe ;o)