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Wo find ich DGfM-online Kartierung....

Christoph G, (vor 7774 Tagen) @ Andreas

... auf der DGfM Homepage? Hab etliche Sammeldaten der letzten Jahre, aber keine Lust mir da ne eigene Access oder Excel Datei draus zu basteln. Und gehen z.B. die Cortinariendaten, dann noch in den neuen Bawü band ein?

LG Christoph

.: Hallo Andreas,

zunächst muss ich mich als "Kartierungs-Fan" outen und kann nur
alle die sich dafür erwärmen können bitten, ihre Daten in welcher Form
auch immer (DGfM-online, DGfM2000, Karteikarten, Fundlisten ...) zur
Verfügung zu stellen.
Für jedes Bundesland gibt es einen zuständigen Länderkoordinatoren, den ihr
gerne von mir erfahren könnt. Er/Sie freuen sich mit Sicherheit über
Mitarbeit, in welchem Umfang auch immer!!
Ein flächendeckendes Netz gibt es schon lange, aber in verschiedenen Gebieten
wird eben auch unterschiedlich intensiv kartiert. Selbst innerhalb von
Ba.-Wü., dem Bundesland mit der größten Datenmenge gibt es regional große
Unterschiede. Für die Ba.-Wü.-Flora hat Krieglsteiner uns deshalb
"mit Gewalt" in die unterkartierten Gebiete gescheucht, so habe
ich zwei Jahre lang im Rheintal "zwangskartiert". War nicht so
gerade mein Traumgebiet, aber ich habe dadurch auch etliche Arten
kennengelernt, die mir in meiner Umgebung nie begegnet wären.
Auch in Niedersachsen haben die Wöldeckes eine ständig aktualisierte
Übersicht
über den Bearbeitungsstand ihrer MTB/Qs (manuell), so dass sie gezielt in
bisher unbearbeitete Flächen gehen um dann mehr und mehr ein
aussagekräftiges Bild zu bekommen.
Das ist natürlich ein Projekt, das keine schnell sichtbaren Erfolge zeigt.
Und indem der Beitrag eines jeden einzelnen Mitarbeiters für sich genommen
nur ein Puzzle-Teil ist.
Ja, bedingt ist vielleicht richtig. Aber es gibt gut erfaßte Arten und es
gibt schlecht erfaßte Arten. Das zu entscheiden und welche
Schlußfolgerungen daraus vielleicht gezogen werden können, das ist Sache
des Auswerters. Dazu gehört eine gute Felderfahrung im entsprechenden
Gebiet und eine Vorliebe für ökologische Fragestellungen. Aber ich denke
schon, dass man mit dem Datenbestand den die einzelnen Länderkoordinatoren
haben einiges anfangen kann.
Schau Dir doch als Beispiel die Ba.-Wü.-Flora an. Klar sind da auch viele
Arten dabei, bei denen man mit dem jetzigen Datenbestand nicht viel
aussagen kann. Aber für nicht wenige Arten sind doch auch recht konkrete
Verbreitungs- und Ökologiemuster klargeworden (aufs Untersuchungsgebiet
bezogen natürlich).
Und auch hier hat "man" mal mit der Eingabe der ersten Daten
begonnen und erst nach Jahren war der Datenbestand groß genug um
irgendwelche Auswertungen machen zu können.
Vielleicht siehst Du nur die DGfM-Onlinekartierung? Wohlgemerkt: Ich gehe
hier immer vom Gesamt-Datenbestand aus. Die Onlinekartierung ist auch nur
ein Puzzleteil des Ganzen!
Unterkartierte Arten wird es "immer" geben, aber das kann man in
gewissem Maße auch berücksichtigen. Wenn ich eine Verbreitungskarte eines
unscheinbaren dungbewohnenden Tintlings betrachte und sehe, dass er
gehäuft im Umkreis von Mönchengladbach (Benders Wohnort) auftritt, ferner
auf den Nordsee-Inseln (Insel-Tagungen von Grauwinkel et al.) und dann
vielleicht noch im Ulmer Raum (Enderle), dann ist eigentlich klar, dass
diese Art von gezielt Suchenden praktisch überall gefunden werden müßte
und dass man die Verbreitung nicht als "atlantisch, selten bis ins
Donautal vordringend" oder sowas in der Art bezeichnen darf. Da habe
ich aber die feste Überzeugung, dass die zuständigen Auswerter der Daten
das bedenken und nach bestem Wissen zu berücksichtigen wissen.
Jeder Kartierungsbeitrag, besonders wenn korrekte Ökodaten dabei sind
(lieber weniger und dafür nix falsches!), bringt ein kleines Stückchen
weiter!
Gruß, Andreas

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