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Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshilfe

Schwammerlpaar, (vor 7745 Tagen)

Hallo zusammen.
Trotz der Hitze war ich heute ein bisschen im Wald unterwegs. Mittlerweile ist es schon sehr trocken, aber den Pilzen scheint es nicht's auszumachen. Neben Steinpilzen und Rotkappen fand ich auch einige mir unbekannte Pilze. Hier einige davon:

Ein Hautkopf - vielleicht der Orangefasrige Cortinarius (Dermocybe) malicorius?

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Ein Milchling mit weißer Milch, aber welcher? (Mischwald)

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An einer sumpfigen Stelle fand ich diesen seltsamen Pilz...

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Ich bin dankbar, für jeden Hinweis.

Viele Grüße,
Alwin.

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Piwo, (vor 7745 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hallo zusammen.
Trotz der Hitze war ich heute ein bisschen im Wald unterwegs. Mittlerweile
ist es schon sehr trocken, aber den Pilzen scheint es nicht's auszumachen.
Neben Steinpilzen und Rotkappen fand ich auch einige mir unbekannte Pilze.
Hier einige davon: Ein Hautkopf - vielleicht der Orangefasrige Cortinarius
(Dermocybe) malicorius?

hallo Alwin,

könnte es nicht auch C. croceus sein?

Gruß
Piwo

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Schwammerlpaar, (vor 7744 Tagen) @ Piwo

Hallo,
ich hab noch mal in meinen Büchern geblättert, ich denke auch, es könnte C. Croceus sein.
Danke!
Gruß,
Alwin.

hallo Alwin,
könnte es nicht auch C. croceus sein?
Gruß
Piwo

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Der Juergen, (vor 7745 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hallo Alwin,

An einer sumpfigen Stelle fand ich diesen seltsamen Pilz...

Das sieht nach einem verschimmelten Milchling aus:-)

Grüßle
Juergen

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Fragen zum Pilz Nr. 2

AK_CCM, (vor 7744 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Alwin, hallo Juergen!

ich halte den Pilz nicht für angeschimmelt, sondern der Hut ist schlicht feinsamtig beschaffen - kannst Du das bestätigen, Alwin? Hast Du geschaut, ob sich der Pilz im Querschnitt verfärbt (Fleisch, Milch oder beides)? Interessant wäre noch zu wissen, wie der Standort beschaffen war (basischer oder saurer Boden? Begleitbäume?)

Gruß, Andreas

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

Der Juergen, (vor 7744 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

ich halte den Pilz nicht für angeschimmelt, sondern der Hut ist schlicht
feinsamtig beschaffen ...

Ich sprach eher von Pilz Nr. 3, den 'giftgrünen'. Der ist, so wie es auf dem Foto aussieht, mit etwas Grünem überzogen. Vor allem die Unteransicht läßt mich zu dieser Überzeugung kommen.

Grüßle
Juergen

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da haben wir uns überschnitten

Birgit, (vor 7744 Tagen) @ Jürgen

- kein Text -

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Re: "Steinreizker"

Der Juergen, (vor 7744 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

Vielen Dank für die Aufklärung. So nennt man also diese verschimmelten Blutreizker. Die sind mir schon oft begegnet, ohne dass ich jemals einen Gedanken an diesen Schimmelpilz verschwendet hätte.

Grüßle
Juergen

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sorry - meinte tatsächlich einen anderen Pilz

AK_CCM, (vor 7744 Tagen) @ Der Juergen

- kein Text -

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

Schwammerlpaar, (vor 7744 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas!
Ja, der Hut war feinsamtig beschaffen. Auf eine Verfärbung im Querschnitt hab ich leider nicht geachtet. Zum Standort: In einem Kiefern - Fichtenwald, einzelne Birken und Erlen, einige Meter von einem Bach entfernt. Fichtenreizker waren auch in der Nähe.

Viele Grüße,

Alwin.

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

AK_CCM, (vor 7744 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hallo Alwin,

Dein Fund ähnelt äußerlich sehr dem Pilz, den ich kürzlich gefunden habe und der als Pechschwarzer Milchling (Lactarius picinus) "bild-bestimmt" wurde:
http://www.pilzbestimmung.de/forum/index.php/m/5357/109/93b9bc3db5e0e0b4c7fc3586e0fdc18d/

In jedem Fall würde ich an Deinem Fund aber noch testen, ob sich die Milch verfärbt und falls ja, welche Farbe sie annimmt.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Gruß, Andreas

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

Schwammerlpaar, (vor 7744 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

das mit der Milch (Verfärbung) werd ich noch testen.

Danke für die Info.

Gruß,
Alwin.

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

Birgit, (vor 7744 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hi Alwin,

das mit der Milch (Verfärbung) werd ich noch testen.

die MIlch sollte dann rosa werden. Für den pechschwarzen Milchling (Lactarius picinus) ist mir aber eigentlich der Stiel zu hell, der sollte dunkler sein. Waren da nur Nadelbäume in der Nähe oder gabs da noch was anderes? Und der Boden, sauer? War das in direkter Nähe der SChleierlinge?

Grüße

Birgit

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Re: Fragen zum Pilz Nr. 2

Schwammerlpaar, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

Hi Alwin,
die MIlch sollte dann rosa werden. Für den pechschwarzen Milchling (Lactarius
picinus) ist mir aber eigentlich der Stiel zu hell, der sollte dunkler
sein. Waren da nur Nadelbäume in der Nähe oder gabs da noch was anderes?
Und der Boden, sauer? War das in direkter Nähe der SChleierlinge?
Grüße
Birgit

Hallo Birgit,

es sind dort hauptsächlich Kiefern und Fichten, aber auch einzelne Birken und Erlen. Die Schleierlinge wuchsen auch in der Nähe. Außerdem noch Fichtenreizker. Das alles ist nur einige Meter von einem Bach entfernt.

Viele Grüße,
Alwin.

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Birgit, (vor 7744 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hi ihr beiden,

das grüne ist ein Milchling oder Täubling, der von einem Fremdpilz befallen ist, der die Lamellen entweder am Entsehen hindert oder sie "frißt". Bei Blutreizkern (Fichtenreizker, Echter Reizker,....) spricht man dann vom Steinreizker, der dann sogar noch eßbar wäre und besser schmecken soll. Der befallene Pilz wird sehr hart, wenn ich so in meiner RUmpelkammer im Oberstübchen stöbere, meine ich mich an den Namen Peckiella zu erinnern für den Fremdpilz.

Cortinarius malicorius sollte man durchscheiden, er hat grünes Hut- oder Stielfleisch (Andreas hilf! ;-)) und jung einen orangefarbenen Hutrand.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Schwammerlpaar, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit!

Stimmt, der Pilz war "Steinhart" und Fichtenreizker sind da auch in der Nähe.
Bisher hatte ich so etwas nur einmal an der Unterseite eines Täublings gesehen. So wie im rechten oberen Bild von Jürgen. Ein ganzer Pilz in "grün", war mir bis heute neu.

Danke für die Infos!

Viele Grüße,
Alwin.

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Der Juergen, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

das grüne ist ein Milchling oder Täubling, der von einem Fremdpilz befallen
ist, der die Lamellen entweder am Entsehen hindert oder sie
"frißt". Bei Blutreizkern (Fichtenreizker, Echter Reizker,....)
spricht man dann vom Steinreizker, der dann sogar noch eßbar wäre und
besser schmecken soll. Der befallene Pilz wird sehr hart, wenn ich so in
meiner RUmpelkammer im Oberstübchen stöbere, meine ich mich an den Namen
Peckiella zu erinnern für den Fremdpilz.

Vielen Dank für diese interessante Info!

Grüßle
Juergen

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Bizarr - Danke für die Info, Birgit!

AK_CCM, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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Steinreizker im Buch 1200 Pilze

Marcell Rost, (vor 7744 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hallo,

auf Seite 951 im Buch 1200 Pilze von Dähncke ist der "Steinreizker" mit Foto abgebildet. Vielleicht zum Vergleich mal interessant. Ich weiß nicht, ob es erlaubt ist ein Bild aus einem Buch zu kopieren und in´s Netz zu stellen. Darum lass ich es lieber.
Wie Birgit richtig in Erinnerung hatte, heißt der Parasit Peckiella Deformans.
Ich habe ihn schon häufig gefunden. Der Reizker wächst dann auffallend gedrängt. Er ist deutlich fester und ich persönlich finde ihn auch tatsächlich geschmackvoller. Die Lamellen fehlen meist komplett. Auch das festere Fleisch spricht mich persönlich mehr an.

Viele Grüße,

Marcell

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Re: Steinreizker im Buch 1200 Pilze

AK_CCM, (vor 7744 Tagen) @ Marcell Rost

Hallo Marcell,

Danke für den Literaturhinweis. Wie kann man egtl. sicher sein, dass es dieser Schimmelpilz (?) ist, denn es gibt bestimmt mehrere ähnlichen Arten - oder nicht?

Über die Bildersuche von Google bin ich noch auf ein paar Fotos gestoßen:
http://digilander.libero.it/stipo/funghi/l_salmonicolor.htmlhttp://www.treasurekeepers....
http://www.treasurekeepers.org.yu/sr/Zanimljivosti/paraziti/rujnica_peckiella.htm

Gruß, Andreas

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Re: Steinreizker im Buch 1200 Pilze

Birgit, (vor 7744 Tagen) @ AK_CCM

Hi Andreas,

Danke für den Literaturhinweis. Wie kann man egtl. sicher sein, dass es
dieser Schimmelpilz (?) ist, denn es gibt bestimmt mehrere ähnlichen Arten
- oder nicht?

ich habe eigentlich nicht den Eindruck, daß Peckiella eein SChimmelpilz ist, hab da aber zugegebenermaßen wenig Ahnung, nur daß SChimmel normalerweise nicht dafür sorgt, daß befallene Lebensmittel oder Pilze (z.B. Goldschimmel bei Rotfußröhrlingen) steinhart werden. Wenn du einen steinharten Täubling/Milchling mit dieser Lamellendeformation findest, kannst du wohl davon ausgehen, daß es eine Peckiellaart ist. Allerdings würde ich den befallenen Pilz im hier im Thread abgebildeten Stadium sicher nicht essen, weil zumindestens mir nicht mehr ganz klar ist, welcher Täubling/milchling hier befallen wurde. Peckiella kann meines Wissens nach nicht nur Blutreizker befallen. Bei dem Bild in den 1200 Pilzen sieht man ja deutlich, daß es ein Blutreiker war, da könnte man wohl schon mal einen Versuch wagen.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Steinreizker im Buch 1200 Pilze

Andreas ⌂, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

Hallo Andreas, Birgit und alle anderen Interessierten,

ich habe eigentlich nicht den Eindruck, daß Peckiella eein SChimmelpilz ist,
hab da aber zugegebenermaßen wenig Ahnung, nur daß SChimmel normalerweise
nicht dafür sorgt, daß befallene Lebensmittel oder Pilze (z.B.
Goldschimmel bei Rotfußröhrlingen) steinhart werden.

Hypomyces bzw. Peckiella ist ein Ascomycet, also ein Schlaucpilz. Manchmal kann man die Hauptfruchtform (HFF), also das Stadium das richtige Schläuche und Sporen darin bildet, finden und mit der Lupe betrachtet sehen die eigentlich aus wie eine Nectria. Sind auch ganz nahe verwandt.
Was uns aber immer auffällt ist die Nebenfruchtform (NFF, asexuelle Fortpflanzung), die nur ein Gespinst aus Hyphen bildet, von denen Konidienträger abgehen auf denen Konidiengebildet werden die dann abfallen.

Bei Hypomyces viridis, den Alwin uns hier zeigt, kann diese NFF den kompletten Fruchtkörper eines Täublings oder Milchlings überziehen. Da das Hymenium des Wirtes völlig degeneriert kann man auch keine Sporen mehr finden und somit auch nicht mehr feststellen, welche Art da befallen war.
Bei Hypomyces lateritius (Syn. Peckiella deformans) wird ebenso wie bei der 3. Hypomyces-Art H. torminosus, NUR DAS HYMENIUM befallen, so dass die Oberseite gut sichtbar bleibnt und somit auch meist der Wirt bestimmt werden kann. Zumal H. lateritius eh nur die rotmilchenden Arten befällt und H. torminosus nur die Birken-Reizker.
Diese beiden Arten sind übrigens auch weiß, während der alles parasitierende und völlig überziehende H. viridis ja grün ist.

beste Grüße,
Andreas

Wenn du einen

steinharten Täubling/Milchling mit dieser Lamellendeformation findest,
kannst du wohl davon ausgehen, daß es eine Peckiellaart ist. Allerdings
würde ich den befallenen Pilz im hier im Thread abgebildeten Stadium
sicher nicht essen, weil zumindestens mir nicht mehr ganz klar ist,
welcher Täubling/milchling hier befallen wurde. Peckiella kann meines
Wissens nach nicht nur Blutreizker befallen. Bei dem Bild in den 1200
Pilzen sieht man ja deutlich, daß es ein Blutreiker war, da könnte man
wohl schon mal einen Versuch wagen.
Liebe Grüße
Birgit

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Danke

Birgit, (vor 7743 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

vielen Dank für die ausführlichen und sehr interessanten Informationen.

Liebe Grüße

Birgit

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Muchas gracias

AK_CCM, (vor 7743 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

besten Dank für Deine aufschlussreichen Infos!
Hast Du schon Mal Steinreizker gegessen?

Gruß nach Thüringen

Andreas

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Re: Steinreizker im Buch 1200 Pilze

Marcell Rost, (vor 7743 Tagen) @ AK_CCM

Hallo,

von einem Schimmelpilz kann man beim " Steinreizker" schon rein äußerlich nicht sprechen. Der Reizker wird tatsächlich nur daran gehindert die Lamellen auszubilden. Auch die vermehrte Fruchtkörperbildung ist interessant. Ich werde versuchen, in diesem Sommer mal ein Foto davon einzustellen. Im Normalfall sind sie jeden Sommer zu finden.
Der Pilz auf dem Foto im Beitrag ist also überhaupt nicht damit zu vergleichen, da er ja komplett mit dem Parasit überzogen ist. Somit ist es also sehr leicht eine Unterscheidung festzustellen.
Noch im letzten Jahr habe ich diese Informationen hier im Forum selbst erhalten, nachdem ich mit meinem Fund nichts anfangen konnte. Aber wie man an den sehr detailierten Ausführungen von Andreas sehen kann, ist zumindest die Namensgebung schon wieder veraltert.

Viele Grüße,

Marcell

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Re: Steinreizker im Buch 1200 Pilze

AK_CCM, (vor 7743 Tagen) @ Marcell Rost

Hallo Marcell,

auf ein Bild bin ich sehr gespannt! Hast Du vielleicht noch eines vom letzten Jahr? Jedenfalls sehr interessant, das Thema.

Gruß, Andreas

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Nicht P. deformans, sondern Peckiella viridis

Dedimyk, (vor 7744 Tagen) @ Marcell Rost

Hallo Marcel und die anderen im Forum,

der Hinweis auf Dähncke Seite 951 stimmt, aber der Grünschimmel heißt nicht Peckiella deformans, wie Dähncke schreibt, sondern einwandfrei Peckiella viridis ( Albertini & Schweinitz ex Berkeley & Broome ) Saccardo 1891.
Er wird ausführlich im "Dennis" Seite 265 als Befallspilz von "agarics", especially species of Lactarius, wie im vorliegenden Fall beschrieben.
Alter Synonym-Name ist Byssonectria. Ich habe mal im "Index Fungorum" gegoogelt, den Namen Peckiella deformans gibt es nicht, da hat sich die gute Rose Marie Dähncke vertan.
Es gibt noch eine 2.Peckiella und zwar P. lateritia ( Fries ) Maire, die ebenfalls auf Lactarius zu finden ist , aber weiß ist und nur alte Lactarien befällt.

Gruß Detlef

Hallo,
auf Seite 951 im Buch 1200 Pilze von Dähncke ist der "Steinreizker"
mit Foto abgebildet. Vielleicht zum Vergleich mal interessant. Ich weiß
nicht, ob es erlaubt ist ein Bild aus einem Buch zu kopieren und in´s Netz
zu stellen. Darum lass ich es lieber.
Wie Birgit richtig in Erinnerung hatte, heißt der Parasit Peckiella
Deformans.
Ich habe ihn schon häufig gefunden. Der Reizker wächst dann auffallend
gedrängt. Er ist deutlich fester und ich persönlich finde ihn auch
tatsächlich geschmackvoller. Die Lamellen fehlen meist komplett. Auch das
festere Fleisch spricht mich persönlich mehr an.
Viele Grüße,
Marcell

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Re: Nicht P. deformans, sondern Peckiella viridis

Andreas ⌂, (vor 7744 Tagen) @ Dedimyk

Hallo,

die Gattung Peckiella wird heute im allgemeinen nicht mehr eigenständig gesehen sondern als Untergattung in Hypomyces geführt.
Auf Russulaceae gibt es drei Arten:
Hypomyces viridis - grüne Nebenfruchtform die den kompletten Fruchtkörper überziehen kann, selbst die Hauptfruchtform kann oberseits gebildet werden - auf Russula und Lactarius (meiner Meinung nach Rusula etwas bevorzugend)
Hypomyces lateritius = Peckiella deformans - weiße NFF die aufs Hymenium beschränkt ist - nur auf rotmilchenden Lactarius-Arten (bibt die "Steinreizker")
Hypomyces torminsosus - wie lateririus, aber Nebenfruchtform mit anderen Konidien. Vermutlich auf die Birken-Reizker beschränkt.

Letztere sollte stärker beachtet werden, sie wurd seit ihrer Beschreibung 1963 praktisch komplett ignoriert.

Quelle: HELFER, W. (1991) - Pilze auf Pilzfruchtkörpern. Libri Botanici, Band 1. IHW-Verlag

beste Grüße,
Andreas

Hallo Marcel und die anderen im Forum,
der Hinweis auf Dähncke Seite 951 stimmt, aber der Grünschimmel heißt nicht
Peckiella deformans, wie Dähncke schreibt, sondern einwandfrei Peckiella
viridis ( Albertini & Schweinitz ex Berkeley & Broome ) Saccardo
1891.
Er wird ausführlich im "Dennis" Seite 265 als Befallspilz von
"agarics", especially species of Lactarius, wie im vorliegenden
Fall beschrieben.
Alter Synonym-Name ist Byssonectria. Ich habe mal im "Index
Fungorum" gegoogelt, den Namen Peckiella deformans gibt es nicht, da
hat sich die gute Rose Marie Dähncke vertan.
Es gibt noch eine 2.Peckiella und zwar P. lateritia ( Fries ) Maire, die
ebenfalls auf Lactarius zu finden ist , aber weiß ist und nur alte
Lactarien befällt.
Gruß Detlef

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Andreas ⌂, (vor 7744 Tagen) @ Schwammerlpaar

Hallo,

Neben Steinpilzen und Rotkappen fand ich auch einige mir unbekannte Pilze.
Hier einige davon: Ein Hautkopf - vielleicht der Orangefasrige Cortinarius
(Dermocybe) malicorius?

dank Deinen scharfen Bildern ist es bei dem Cortinarius eigentlich zweifelsfrei möglich, ihn zumindest in die Untergattung Leprocybe, also die Rauköpfe zu stecken.
Allerdings bin ich mir über die Art nicht recht schlüssig, kann mich nicht mal entscheiden ob das eher ein orangefarbener Pilz (C. gentilis mein Tipp) oder doch eher ein olivgelbgrüner Pilz (C. venetus mein Tipp) sein soll.
Entfernt dachte ich vielleicht auch noch an C. isabellinus/columbadinus, aber das wohl eher nicht.
Jedenfalls kein Hautkopf, sondern ein Raukopf.

Ein Milchling mit weißer Milch, aber welcher? (Mischwald)

Puuh, der sagt mir so spontan nix. Ih würde ihn vielleicht mal mit dem L. blennius oder fluens vergleichen, vielleicht auch L. vietus? Die weiße Milch müßte in all diesen Fällen auf den Lamellen graugrün eintrocknen.

An einer sumpfigen Stelle fand ich diesen seltsamen Pilz...

Ein von Hypomyces (= Peckiella) viridis befallener Täubling oder vielleicht auch Milchling. Eher Täubling.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

42, (vor 7744 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Jedenfalls kein Hautkopf, sondern ein Raukopf.

Wie kann man denn schnell und einfach Haut- von Rauhköpfen (ich mag
Rauh nicht ohne 'h' schreiben) unterscheiden? Sag bloß nicht, daß Rauh-
köpfe eine rauhe Haut haben ...

Beste Grüße
Thomas Wallner

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Re: Funde von heute ( 1 seltsamer) + Bestimmungshi

Andreas ⌂, (vor 7744 Tagen) @ 42

Hallo Andreas,
Wie kann man denn schnell und einfach Haut- von Rauhköpfen (ich mag
Rauh nicht ohne 'h' schreiben) unterscheiden? Sag bloß nicht, daß Rauh-
köpfe eine rauhe Haut haben ...
Beste Grüße
Thomas Wallner

Hallo Thomas, doch doch, in diesem Fall haben die tatsächlich eine rau(h)e Hutoberfläche. Kann man schön sehen auf dem Bild.

Wolfgang Prüfert hat einen schönen Schnelltest entwickelt, zu dem man ein Tempotaschentuch, Spiritus und Ammoniak braucht:
Man schneidet einen Fruchtkörper der Länge nach durch und legt ihn mit der Schnittfläche auf eine mit Spiritus getränkte Stelle eines Papiertaschentuches. Etwas andrücken, für ein paar Sekunden, damit sich die Inhaltsstoffe ins Taschentuch lösen können. Bei Dermocybe hast Du immer leuchtend gelbe, orangene und rote Farbtöne auf dem Taschentuch, bei Leprocybe nicht. Nur die Leprocyben-Gruppe um C. venetus gibt ebenfalls gelbe Farbstoffe ab. Um diese Gruppe der Leprocyben von Dermocybe unterscheiden zu können gibt man etwas Ammoniakdampf über die gefärbten Stellen des Papiertaschentuchs und wenn sich die gelben Farbstoffe nicht verändern, so ist es Leprocybe. Schlagen sie dagegen zu rosarötlich um, so ist es Dermocybe.

Können wir ja alles mal auf dem Pilzkurs bei Harald testen (Beitrag 82594). Macht Spaß weils immer klappt ;-)

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Danke für die Infos!

Schwammerlpaar, (vor 7743 Tagen) @ Andreas

- kein Text -