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boletus carpinaceus

Olaf, (vor 7736 Tagen)

hallo,
in einem meiner Bücher steht das es eine Hainbuchen form des Steinpilzes gibt (boletus carpinaceus) die folglich unter Hainbuchen nur wächst. Bei uns ist ein solcher Hainbuchenwald und da wachsen auch Steinpilze.
Was mich interessieren würde, ob es nun normalle Steinpilze sind oder diese "hainbuchenform-steinpilze".
(http://home.pages.at/wicca/pilze/c-steini.jpg)

Im Internet und auch sonstwo habe ich nämlich leider nirgendwo ein Bild und auch keine genauere Beschreibung zu diesen Hainbuchensteinpilzen gefunden.
Kann jm. was dazu sagen, wie sie sich von normallen Steinpilzen unterscheiden?

thx. olaf

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Re: boletus carpinaceus

Jürgen, (vor 7736 Tagen) @ Olaf

Hallo Olaf,

bei deinem Foto handelt es sich um "normalen" Sommersteinpilz (Boletus aestivalis), der sehr wohl in Eichen-Hainbuchenwäldern vorkommt.

Der eigentliche "Hainbuchensteinpilz" B. carpinaceus wurde von 1939 Velenovsky aus Böhmen beschrieben und von Pilát & Dermek 1974 genauer definiert. Er soll grauen Hut (ähnlich Nebelkappe) und braunen Stiel (ähnlich B. aereus) haben.

Die Art wurde im deutschen Sprachraum v. a. durch Heinz Engels Buch "Dickröhrlinge" bekannt - aber genauso gefunden hat sie hier bislang m.W. in immerhin seither über 20 Jahren niemand; ich kenne weder eindeutige authentische Fundberichte noch Abbildungen aus dieser Zeit. Deshalb halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass die Art irgendwann als "Literaturleiche" still und leise begraben oder zur Farbform einer anderen, "regulären" Steinpilzart abgestuft wird. Es gibt z. B. bei kühler Spätherbstwitterung durchaus grauhütige Steinpilze (siehe Bild).

Grüße, Jürgen

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Re: boletus carpinaceus

Olaf, (vor 7736 Tagen) @ Jürgen

hallo Jürgen,
die Bilder sind sehr interessant, vorallem das es auch graue Steinpilze gibt.
Ich hatte mich auch schon gewundert, daß es im ganzen web nix zu diesem sog. Hainbuchensteinpilz gab - da liegt deine Vermutung schon sehr nahe , daß dies dann wohl "zukünftig" eine Literaturleiche sein dürfte.;)

dankeschön Olaf

Hallo Olaf,
bei deinem Foto handelt es sich um "normalen" Sommersteinpilz (
Boletus aestivalis ), der sehr wohl in Eichen-Hainbuchenwäldern vorkommt.
Der eigentliche "Hainbuchensteinpilz" B. carpinaceus wurde von
1939 Velenovsky aus Böhmen beschrieben und von Pilát & Dermek 1974
genauer definiert. Er soll grauen Hut (ähnlich Nebelkappe) und braunen
Stiel (ähnlich B. aereus ) haben.
Die Art wurde im deutschen Sprachraum v. a. durch Heinz Engels Buch
"Dickröhrlinge" bekannt - aber genauso gefunden hat sie hier
bislang m.W. in immerhin seither über 20 Jahren niemand; ich kenne weder
eindeutige authentische Fundberichte noch Abbildungen aus dieser Zeit.
Deshalb halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass die Art irgendwann als
"Literaturleiche" still und leise begraben oder zur Farbform
einer anderen, "regulären" Steinpilzart abgestuft wird. Es gibt
z. B. bei kühler Spätherbstwitterung durchaus grauhütige Steinpilze (siehe
Bild ).
Grüße, Jürgen