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Ein paar Tips für den Neuling?

Karsten, (vor 7738 Tagen)

Hallo Pilzfreunde.
Ich lese zwar schon seit geraumer Zeit bei diesem Forum mit, aber habe was Pilze angeht selber maximal Grundkenntnisse. Ich gehe schon seit ein paar Jahren jeden Sommer und Frühherbst Pilze sammeln, allerdings hab ich mich selber bislang nie über Maronenröhrlinge und Steinpilze hinaus getraut.
Wenn ich sehe wie gut sich hier die meisten auskennen sind mir meine Fragen ja schon past peinlich, aber andererseits hat ja jeder mal klein angefangen :]
Beim durchstöbern der Profile ist mir aufgefallen dass ein grosser Teil der hier schreibenden User auch mit Maronenröhrlingen und Steinpilzen angefangen hat; aber was kam danach? An welche Pilze habt ihr euch danach rangetraut? Welche (sehr leicht) von ungeniessbaren oder gar giftigen Pilzen zu unterscheidene Pilze könntet ihr mir als Neuling auf diesem Gebiet empfehlen? Könnt ihr mir vielleicht einen guten Pilzführer empfehlen?

Zum Ende könnte ich noch ein wenig Bestimmungshilfe benötigen:
[image]

Schöne Grüße aus Luxembourg
Karsten

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Andreas 2, (vor 7738 Tagen) @ Karsten

Hallo Pilzfreunde.
Ich lese zwar schon seit geraumer Zeit bei diesem Forum mit, aber habe was
Pilze angeht selber maximal Grundkenntnisse. Ich gehe schon seit ein paar
Jahren jeden Sommer und Frühherbst Pilze sammeln, allerdings hab ich mich
selber bislang nie über Maronenröhrlinge und Steinpilze hinaus getraut.
Wenn ich sehe wie gut sich hier die meisten auskennen sind mir meine Fragen
ja schon past peinlich, aber andererseits hat ja jeder mal klein
angefangen :]
Beim durchstöbern der Profile ist mir aufgefallen dass ein grosser Teil der
hier schreibenden User auch mit Maronenröhrlingen und Steinpilzen
angefangen hat; aber was kam danach? An welche Pilze habt ihr euch danach
rangetraut? Welche (sehr leicht) von ungeniessbaren oder gar giftigen
Pilzen zu unterscheidene Pilze könntet ihr mir als Neuling auf diesem
Gebiet empfehlen? Könnt ihr mir vielleicht einen guten Pilzführer
empfehlen?
Zum Ende könnte ich noch ein wenig Bestimmungshilfe benötigen:
Schöne Grüße aus Luxembourg
Karsten

Hallo Karsten,

deine Fragen sind keineswegs peinlich. Wie du schon richtig bemerkst, haben die meisten mit der Kochtopf-Mykologie begonnen. Als Einstieg ist es wichtig sich mit den Unterschieden der einzelnen Gattungen und den wirklich giftigen Arten auseinander zu setzen. Da gibt es sicher eine ganze Menge Einstiegs-Literatur. Empfehlendwert sind die Bücher von Ewald Gerhardt, z.B. "Der große BLV Pilzführer für unterwegs". Leider bin ich nicht ganz auf dem Laufenden, was z.Z. auch wirklich noch zu haben ist.
Wenn es um die Essbarkeit von Pilzen geht, stehe ich zwar auch nicht voll im Stoff, da dass mich nicht sonderlich interessiert. Der von dir abgebildete Pilz gehört aber in eine Gattung (Täublinge), die mir dafür recht gut geeignet scheint. Es gibt davon sehr viele Arten mit den unterschiedlichsten Farbtönen. Trotzdem, voraus gesetzt du erkennst die Gattung wirklich richtig, sollte hier in den meisten Fällen schon die Geschmacksprobe ausreichen: mild = essbar (immer ?), scharf = schwach giftig oder ungenießbar. Deine ersten Versuche solltest du dir aber auf jedem Fall von einem Pilzsacherständigen bestätigen lassen, denn die Verwechslungsgefahr mit den giftigsten, den Grünen Knollenblätterpilzen ist außerordentlich hoch!

Trotzdem viel Spaß beim weiteren Einstieg in das Reich der Pilze (man muss ja auch nicht immer alles verspeisen) und beste Grüße, Andreas

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Rainer_aus_AC, (vor 7738 Tagen) @ Karsten

Hallo Karsten,

ich habe gerade gesehen, dass wir ja ein bisschen gemeinsam haben: Du wohnst in Luxembourg und bist beruflich in Aachen, ich wohne in Aachen und bin öfter mal beruflich in Luxembourg. Wenn sich da im Wald nicht früher oder später mal unsere Wege kreuzen ... :-)

Als gutes Buch für Deine Zwecke kann ich Dir auf jeden Fall das "1mal1 des Pilzesammelns" von Walter Pätzold und Hans E. Laux (Kosmos-Verlag) empfehlen. Leider gab's das noch nicht, als ich vor 2-3 Jahren angefangen hatte, mich auch für andere Pilze als Steinpilz, Marone und Pfifferling zu interessieren.

"Der große BLV-Pilzführer für unterwegs" von Ewald Gerhardt hat mir anfangs auch gute Dienste geleistet. Von Laux gibt es (bei Kosmos) ein vergleichbares Taschenbuch, das mir auch ganz gut gefällt.

Letztlich geht aber nichts über das Lernen von anderen, die sich besser auskennen. Wenn man alles alleine macht (wie ich am Anfang), ist man doch oft recht unsicher, bevor man sich an eine neue Art herantraut.

Mir selbst hat letztes Jahr die Teilnahme an einem Pilzkurs in Hornberg sehr viel gebracht, sowie die Touren mit dem anderen Rainer (= Rainer Wald, auch hier im Forum aktiv).

Erst mal viele Grüße,
Rainer.

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dein pilzbild

coco, (vor 7738 Tagen) @ Karsten

hallo karsten,

willkommen im forum!

zu deinem foto: wenn du sicher die gattung erkennst, also, dass es sich um einen täubling handelt, dann kannst du die fingernagelprobe machen und mit denselben und etwas druck über die lamellen streichen. hat der täubling "wächserne", biegsame, keinesfalls splitternde lamellen, ist es ein leckerer frauentäubing (russula cyanoxantha).

ciao coco

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Olaf, (vor 7738 Tagen) @ Karsten

Hallo Karsten,

Könnt ihr mir vielleicht einen guten Pilzführer
empfehlen?

Also meiner Meinung nach ist;
1.) Edmunds Garnweidners G+U Pilze Kompaß
2.) Edmunds Garnweidners G+U Giftpilze Kompaß
mit die beste Einsteigerliteratur die es gibt. Es sind ganz kleine Taschenbücher - aber echt top. Sehr gut gefällt mir der Giftpilze Kompaß, in diesem kleinen Handbuch hast du wirklich (fast) alle Giftpilze drin und direkt gegenübergestellt die "eßbaren" Doppelgänger.
(also ein Buch "anderersherum mit Schwerpunkt auf Giftpilze)
Die kleinen G+U Taschenbücher sind so gut aufgemacht, daß sie garantiert nicht überfordern - denn der Nachteil bei vielen umfangreichen Büchern ist, daß man sich darin "verläuft" und im Endeffekt genauso schlau ist wie vorher.

Den schon angesprochenen 1x1 der Pilze habe ich auch,
das Buch ist ganz gut - leider ist der Bestimmungsschlüssel darin seltsam, so daß man ihn teils gar nicht erst rafft. (ich habe mal en Schlüssel aus nem Büchereibuch mir damals mal abgepinnt, weiß leider nicht mehr welches Buch - aber der Schlüssel war um Welten einfacher + übersichtlicher + somit weit besser zu handeln als der im 1x1)

Gerade eben erst hatte ich mir über Amazon (gebraucht) das BLV Buch von Gerhards gekauft mit 1200Pilzen. Das Werk ist okay, ist aber Taschenbuchformat und leider werden da teils 3-4 verschiedene Pilze auf eine Seite gequetscht - die Photo´s sind folglich viel zu klein und wichtige Erkennungsmerkmale sieht man auf den Photo´s daher leider gar nicht erst.

dass ein grosser Teil der
hier schreibenden User auch mit Maronenröhrlingen und Steinpilzen
angefangen hat; aber was kam danach? An welche Pilze habt ihr euch danach
rangetraut? Welche (sehr leicht) von ungeniessbaren oder gar giftigen
Pilzen zu unterscheidene Pilze könntet ihr mir als Neuling auf diesem
Gebiet empfehlen?

Ich habe auch so angefangen mit Maronen,
Dann sind Pilze dazugekommen die grundsätzlich leicht zu erkennen sind:
- prinzipiell alle Röhrlinge
- Krause Glucke (*lecker*)
- Rötlicher Holzritterling
- Violetter Rötelritterling
- Hexeneier
- weiße Boviste
- Parasol
später Pfifferlinge + Täublinge
Leicht zu erkennen sind auch Grünspanträuschlinge, Hallimasch etc.
Einige der genannten Pilze sind zwar nicht gerade kulinarische Höhepunkte, aber dafür relativ leicht erkennbar und zum "Mischpilzgericht" allemahl okay.

xo olaf

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Abt, (vor 7738 Tagen) @ Karsten

Hallo Karsten,
ich empfehle jetzt mal:
http://www.pilzkurs.de/
Bonus: In Oberhof sind die Preise für Unterkunft und Verpflegung um einiges günstiger als in Hornberg...
Schöne Grüße,
Marcel

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Werner, (vor 7738 Tagen) @ Abt

Hallo Karsten,
ich empfehle jetzt mal: http://www.pilzkurs.de/
Bonus: In Oberhof sind die Preise für Unterkunft und Verpflegung um einiges
günstiger als in Hornberg...

Naja, was die Verpflegung angeht, magst Du wohl recht haben. Die Unterkunftspreise sind allerdings auch in Hornberg sehr günstig. Man kann dort ohne Probleme für ca. 15 EUR/Nacht privat logieren. Man muß ja nicht im Hotel Adler oder im Schloßhotel logieren ...

Das Essen finde ich in Hornberg etwas teuer, das sind Münchner Preise. Allerdings gibt es auch da Ausweichmöglichkeiten. Günstig ist es z.B. beim Thai/China/Vietnam-Menschen gegenüber der Pilzschule oder auch beim Türken am Ortsausgang Richtung Triberg. Weiterhin ist auch das Mittagsbüffet im Krokodil nicht teuer.

Gruß,

Werner

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Re: Ein paar Tips für den Neuling?

Abt, (vor 7738 Tagen) @ Werner

Okay Werner,
aber (noch!) sind die (günstigeren) Kurse in Oberhof kleiner, also lernte ich mehr und vor allem: Andreas (und Tanja) ist (sind) obersympathisch.
Und das ist mir dann doch das Wichtigste!
Marcel

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Danke an alle für die tollen Tips!

Karsten, (vor 7737 Tagen) @ Karsten

Echt toll! Ich verspreche euch dass ich jedem Tip nachgehen werde.
Schöne Grüße aus Luxembourg,
Karsten

Hallo Pilzfreunde.
Ich lese zwar schon seit geraumer Zeit bei diesem Forum mit, aber habe was
Pilze angeht selber maximal Grundkenntnisse. Ich gehe schon seit ein paar
Jahren jeden Sommer und Frühherbst Pilze sammeln, allerdings hab ich mich
selber bislang nie über Maronenröhrlinge und Steinpilze hinaus getraut.
Wenn ich sehe wie gut sich hier die meisten auskennen sind mir meine Fragen
ja schon past peinlich, aber andererseits hat ja jeder mal klein
angefangen :]
Beim durchstöbern der Profile ist mir aufgefallen dass ein grosser Teil der
hier schreibenden User auch mit Maronenröhrlingen und Steinpilzen
angefangen hat; aber was kam danach? An welche Pilze habt ihr euch danach
rangetraut? Welche (sehr leicht) von ungeniessbaren oder gar giftigen
Pilzen zu unterscheidene Pilze könntet ihr mir als Neuling auf diesem
Gebiet empfehlen? Könnt ihr mir vielleicht einen guten Pilzführer
empfehlen?
Zum Ende könnte ich noch ein wenig Bestimmungshilfe benötigen:
Schöne Grüße aus Luxembourg
Karsten