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Ziegenlippe vs. Brauner Filzröhrling (m. Bild)

Jürgen, (vor 7734 Tagen)

Xerocomus

subtomentosus

ferrugineus

Poren jung

leuchtend gelb, auf Druck meist schwach bis deutlich blauend

matt gelb,auf Druck eher bräunend, kaum oder nicht blauend

Stielgrundfarbe

v. a. oben deutlich gelb

bräunlich-beige

Stielrippen (wenn vorhanden)

schmaler, eher längsrippig

gröber, dunkler, eher kürzer, oft deutlich netzmaschig

Basalmyzel

weißlich bis blass gelblich

kräftig gelb, oft stark ausgeprägt

Fleisch

blass gelblich, im Stiel oben deutlicher gelb, unten braunrötlich, i. d. R. langsam aber deutlich blauend

weißlich, nicht oder kaum blauend

Sporen

~12,2 x 4,8 µ; Q ~2,5

~11,6 x 4,2 µ; Q ~2,8

Habitat

eher planar/collin, bessere Böden, thermophil, v. a. Eiche und Kastanie (vgl. B. aestivalis)

eher submontan, arme, frische Böden, Nadelwald, Buche (vgl. Boletus calopus)

[image]

An Schneckenfraßstellen soll sich die Huthaut nur bei X. ferrugineus spontan neu bilden, nicht aber bei X. subtomentosus. Die Zuordnung der dunkelbraunen Kollektion ganz unten links zu X. subtomentosus ist deshalb kritisch - im Gegensatz etwa zu der ebenfalls braunhütigen direkt darüber, wo sich in den hellen Fraßstellen keine neue Huthaut bildet.

Beiden Arten gemeinsam ist die starke Veränderlichkeit der Hutfarbe in allen möglichen Braun- und Olivtönen (wobei X. ferrugineus nicht so intensiv gelb ist wie gelegentlich subtomentosus, letzterer aber umgekehrt nicht so dunkel braunoliv wie X. ferrugineus v. a. jung), die rotbraune Subpellis und die variable Ausprägung der Stielrippen.

Mikroskopisch hat X. ferrugineus hat nach Ladurner/Simonini (2003) etwas schlankere Sporen und HDS-Endhyphen.

Leider habe ich momentan kein brauchbares Schnittbild von X. ferrugineus verfügbar.

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