Ziegenlippe vs. Brauner Filzröhrling (m. Bild)
Xerocomus
subtomentosus
ferrugineus
Poren jung
leuchtend gelb, auf Druck meist schwach bis deutlich blauend
matt gelb,auf Druck eher bräunend, kaum oder nicht blauend
Stielgrundfarbe
v. a. oben deutlich gelb
bräunlich-beige
Stielrippen (wenn vorhanden)
schmaler, eher längsrippig
gröber, dunkler, eher kürzer, oft deutlich netzmaschig
Basalmyzel
weißlich bis blass gelblich
kräftig gelb, oft stark ausgeprägt
Fleisch
blass gelblich, im Stiel oben deutlicher gelb, unten braunrötlich, i. d. R. langsam aber deutlich blauend
weißlich, nicht oder kaum blauend
Sporen
~12,2 x 4,8 µ; Q ~2,5
~11,6 x 4,2 µ; Q ~2,8
Habitat
eher planar/collin, bessere Böden, thermophil, v. a. Eiche und Kastanie (vgl. B. aestivalis)
eher submontan, arme, frische Böden, Nadelwald, Buche (vgl. Boletus calopus)
![[image]](/archiv/extern/juergen_s/subtomentosus-ferrugineus.jpg)
An Schneckenfraßstellen soll sich die Huthaut nur bei X. ferrugineus spontan neu bilden, nicht aber bei X. subtomentosus. Die Zuordnung der dunkelbraunen Kollektion ganz unten links zu X. subtomentosus ist deshalb kritisch - im Gegensatz etwa zu der ebenfalls braunhütigen direkt darüber, wo sich in den hellen Fraßstellen keine neue Huthaut bildet.
Beiden Arten gemeinsam ist die starke Veränderlichkeit der Hutfarbe in allen möglichen Braun- und Olivtönen (wobei X. ferrugineus nicht so intensiv gelb ist wie gelegentlich subtomentosus, letzterer aber umgekehrt nicht so dunkel braunoliv wie X. ferrugineus v. a. jung), die rotbraune Subpellis und die variable Ausprägung der Stielrippen.
Mikroskopisch hat X. ferrugineus hat nach Ladurner/Simonini (2003) etwas schlankere Sporen und HDS-Endhyphen.
Leider habe ich momentan kein brauchbares Schnittbild von X. ferrugineus verfügbar.