Re: Kein schlechter Tipp
Hallo Micha,
Also gegen Panus conchatus spricht m.E. die recht glatte Oberfläche und vor
allem die Hutfarbe. Wenn ich mir hier in der Literatur Bilder von P.
conchatus anschaue, dann ist der eher ockerfarben oder gar hellbräunlich
und hat wohl eher eine rauhe Oberfläche.
Die Hutfarbe ist bei P. conchatus leider variabel; junge Exemplare können Lila-Weinrot sein, älter ausgeblasst Beige oder Hellocker bis Rehbraun. Die Beschaffenheit der Huthaut kann auch unterschiedlicht sein, das Spektrum reicht von glatt bis leicht schuppig. Den 'eingerollten' Hutrand darf man - wen wunderts? - ebenfalls nicht so eng sehen. Tatsächlich ist der Hutrand nie voll ausgebreitet, er bildet eine mehr oder weniger scharf abzugrenzende 'Krempe'.
Noch `ne Ergänzung: habe die Pilze jetzt ca. 3-4h in der Küche liegenlassen -
am Hutrand kann man jetzt 2 rotviolette (Druck-)Stellen ausmachen (je ca.
1cm*1cm), auf der Unterseite ist dies schön zu erkennen (von oben nur
schwer ausmachbar).
Zuweilen färben sich beim P. conchatus die 'Fraßstellen' leicht weinrötlich - ist mir schon aufgefallen. Will man Panus von Pleurotus (Seitlinge) abgrenzen, muss man sich nur die Konsistenz des Fleisches anschauen. Panus (und auch Lentinellus) sind immer zäh! Pleurotus immer 'fleischig'. Achte mal darauf.
Grüßle
Juergen
Gruß Micha