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Bestimmungshilfe bei Öhrling gesucht

Birgit, (vor 7725 Tagen)

Hallo ihr,

nachdem ich für Ascomyceten nur Pilze der Schweiz Bd. 1 habe, und da nun nicht grad so wahnsinnig viel Öhrlinge enthalten sind (u.a. fehlt das Eselsohr, hab ich ne Frage: Meine Öhrlinge sind gelborange innen, wie außen, haben Sporen, die ca. 11*6 µm groß (im Ascus, sind also vielleiccht noch unreif) sind und haben Spazierstockartige Paraphysen, ca 2-3 µm breit und septiert. Die Paraphysen sind nicht einfach oben ganz wenig abgeknickt, sondern richtig rundgebogen, bis zu einem Dreiviertelkreis. Vom Standort her könnte der eingeschnittene Öhrling (Otidea alutacea) hinkommen, allerdings wird der in PdS mit lehmfarbener bzw. grau-schmutzigbrauner Fruchtschicht beschrieben, meine sind gelborange, das paßt nicht. Otidea abietina würde evtl. schon eher hinkommen, allerdings sind da die Sporen viel zu kleinm und der Standort ist Laubwald gewesen, in 15m gibts da aber auch Fichten, aber Gebirgsnadelwald ist das sicher nicht (560m). Irgendetwas war da doch auch mit dem Eselsohr, beim Trocknen wirds irgendwo rosa, innen oder außen?

Wenns sein muß mache ich morgen noch ein Foto, aber vielleicht kann mir ja jemand mit der Praphysenform noch näheres sagen, mir fehlt einfach die entsprechende Literatur.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Bestimmungshilfe bei Öhrling gesucht

Peter W., (vor 7724 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

es kann sein das Du einen Pilz aus der sehr nahestehenden Gattung Flavoscypha gefunden hast. Die sehr gebogenen Paraphysen sprechen dafür. Vielleicht F. phlebophora ?. Die Unterschiede zur Gattung Otidea werden von Häffner im RPPJ 4/1 besprochen und sind nicht einfach zu verstehen.

Abbildungen befinden sich bei Boudier Tafel 324 u. 325. u. Phillips , Kosmosbuch der Pilze, Seite 271

Ansonsten fehlt für die Gattung Otidea einfach einen neue Bearbeitung.

Gruß Peter Welt

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Ich tippe auf Otidea onotica, weil..siehe unten

Dedimyk, (vor 7724 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

ich habe mal den "Dennis" meinen Asco-Freund zu Rate gezogen und diverse Otidea mit Deinen Angaben verglichen:
Otidea aluacea scheidet farbmäßig aus und die Paraphysen sind nur abgewinkelt.
Otidea onotica, das berühmte Eselsohr, auf das ich schon von der Farbe her tippte paßt genau:
spores rather broadly elliptical, ( 10 )-12-13 X 5-6 µ, with two oil drops; paraphyses slender, 3µ thick, c u r v e d at the tip.
Ist die einzige Otidea, die so gekrümmte Paraphysen hat und die Sporenmaße passen auch, im Laubwald vorkommend speziell unter Eichen ( ich habe sie auch schon unter Weiden gefunden, Hauptfunde waren aber auch bei mir unter Eichen ).
Alternativ habe ich auch in Richtung Flavoscypha phlebophora untersucht, die ja O. onotica formlich und farblich sehr ähnlich ist, aber wie Du aus den nachfolgenden Angaben ersehen kannst, sind die Paraphysen viel zu dick.
Hier die Angaben zu F.phlebophora: spores uniseriate,ellipsoid,10-13x 5-6µ,
with two oil drops; paraphyses branched, curved above, 4-6 µ wide.
Also bleibt meines Erachtens nur die Otidea onotica übrig, auf die ich mich auch festlege.

Herzlichen Gruß Detlef

Hallo ihr,

nachdem ich für Ascomyceten nur Pilze der Schweiz Bd. 1 habe, und da nun
nicht grad so wahnsinnig viel Öhrlinge enthalten sind (u.a. fehlt das
Eselsohr, hab ich ne Frage: Meine Öhrlinge sind gelborange innen, wie
außen, haben Sporen, die ca. 11*6 µm groß (im Ascus, sind also vielleiccht
noch unreif) sind und haben Spazierstockartige Paraphysen, ca 2-3 µm breit
und septiert. Die Paraphysen sind nicht einfach oben ganz wenig
abgeknickt, sondern richtig rundgebogen, bis zu einem Dreiviertelkreis.
Vom Standort her könnte der eingeschnittene Öhrling (Otidea alutacea)
hinkommen, allerdings wird der in PdS mit lehmfarbener bzw.
grau-schmutzigbrauner Fruchtschicht beschrieben, meine sind gelborange,
das paßt nicht. Otidea abietina würde evtl. schon eher hinkommen,
allerdings sind da die Sporen viel zu kleinm und der Standort ist Laubwald
gewesen, in 15m gibts da aber auch Fichten, aber Gebirgsnadelwald ist das
sicher nicht (560m). Irgendetwas war da doch auch mit dem Eselsohr, beim
Trocknen wirds irgendwo rosa, innen oder außen?
Wenns sein muß mache ich morgen noch ein Foto, aber vielleicht kann mir ja
jemand mit der Praphysenform noch näheres sagen, mir fehlt einfach die
entsprechende Literatur.
Liebe Grüße
Birgit

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Birgit, wie ist der Stand der Untersuchung ?

Dedimyk, (vor 7722 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Birgit,

wie ist der Stand bei den Öhrlingen, hast Du was rausbekommen, interessiert mich ungemein ?

Gruß Detlef

Hallo Birgit,
ich habe mal den "Dennis" meinen Asco-Freund zu Rate gezogen und
diverse Otidea mit Deinen Angaben verglichen: Otidea aluacea scheidet
farbmäßig aus und die Paraphysen sind nur abgewinkelt.
Otidea onotica, das berühmte Eselsohr, auf das ich schon von der Farbe her
tippte paßt genau: spores rather broadly elliptical, ( 10 )-12-13 X 5-6 µ,
with two oil drops; paraphyses slender, 3µ thick, c u r v e d at the tip.
Ist die einzige Otidea, die so gekrümmte Paraphysen hat und die Sporenmaße
passen auch, im Laubwald vorkommend speziell unter Eichen ( ich habe sie
auch schon unter Weiden gefunden, Hauptfunde waren aber auch bei mir unter
Eichen ).
Alternativ habe ich auch in Richtung Flavoscypha phlebophora untersucht, die
ja O. onotica formlich und farblich sehr ähnlich ist, aber wie Du aus den
nachfolgenden Angaben ersehen kannst, sind die Paraphysen viel zu dick.
Hier die Angaben zu F.phlebophora: spores uniseriate,ellipsoid,10-13x 5-6µ,
with two oil drops; paraphyses branched, curved above, 4-6 µ wide.
Also bleibt meines Erachtens nur die Otidea onotica übrig, auf die ich mich
auch festlege.
Herzlichen Gruß Detlef
Hallo ihr,