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gallertkäppchen

Karl Knolle, (vor 7724 Tagen)

Schwammerlkönig schrieb:
"In einem etwas saurem Teil des Waldes in Massen das Gallertkäppchen, Leotia lubrica, das früher als essbar eingestuft wurde, jedoch mittlerweile zu den gefährlichen Giftpilzen zählt, wegen des Gyromitrins, das gleiche Gift der bekannten Frühjahrslorchel."

Das hat mich doch sehr überrascht. Ich habe die Gallertkäppchen in den Isarauen südlich von Schäftlarn gefunden und wollte sie gestern beinah verspeisen (nach dem erfolgreichen Pfifferlinbgswochenend im Spessart hatte ich aber keinen Pilzhunger mehr). Meine beiden Pilzbücher bezeichneten die Pilze als essbar - Titel hab ich nicht im Kopf, ca. 5-7 Jahre alt.

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Re: gallertkäppchen

Schwammerlkönig, (vor 7724 Tagen) @ Karl Knolle

Hallo Karl,
das stimmt, in älteren Büchern steht das Gallertkäppchen noch als essbar drin, z.B. in Dähnkes 1200 Pilze. Das gleiche gilt auch für den Grünling, Tricholoma equestre, der wurde inzwischen auch als giftig eingestuft.
Das Gyromitrin das im Gallertkäppchen enthalten ist, gilt zwar als Hitze- und Trockenheit instabil, jedoch wird der Pilz nicht als Speisepilz freigegeben. Das Gift ist einfach zu gefährlich, ähnlich dem des Knollenblätterpilzes. Eine Dame aus München hat darüber sogar eine Doktorarbeit oder eine Abhandlung darüber geschrieben, wenn ich mich nicht täusche. Also bitte nicht unbedingt alles essen was in älteren Büchern als essbar bezeichnet wird. Das gilt jedoch nicht für den Steinpilz :-))
Im Zweifel immer den nächsten Pilzsachverständigen oder eine Pilzberatungsstelle fragen.

LG Peter

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Re: gallertkäppchen

Karl Knolle, (vor 7724 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Karl,
das stimmt, in älteren Büchern steht das Gallertkäppchen noch als essbar
drin, z.B. in Dähnkes 1200 Pilze. Das gleiche gilt auch für den Grünling,
Tricholoma equestre, der wurde inzwischen auch als giftig eingestuft.
Das Gyromitrin das im Gallertkäppchen enthalten ist, gilt zwar als Hitze- und
Trockenheit instabil, jedoch wird der Pilz nicht als Speisepilz
freigegeben. Das Gift ist einfach zu gefährlich, ähnlich dem des
Knollenblätterpilzes. Eine Dame aus München hat darüber sogar eine
Doktorarbeit oder eine Abhandlung darüber geschrieben, wenn ich mich nicht
täusche. Also bitte nicht unbedingt alles essen was in älteren Büchern als
essbar bezeichnet wird. Das gilt jedoch nicht für den Steinpilz :-))
Im Zweifel immer den nächsten Pilzsachverständigen oder eine
Pilzberatungsstelle fragen.
LG Peter

Danke für die Antwort;

ich wage mich dieses Jahr zum ersten Mal seit meiner Kindheit auf neueres Terrain vor.

Angeblich essbare Funde der letzten Tage (neben Unmengen Reherl im Spessart und einigen STeinis im Münchner Süden:

abgestutzte Keule

Lila Lacktrichterling

Schafsporling

Kornblumenröhrling

Roter Gallertpilz

Stimmen die alten Bücher insoweit noch?

Übrigens: In der Galerie von PILZEPILZE wird das Gallertkäppchen als ungeniessbar und nicht als giftig bezeichnet. Vielleicht sollte man das ändern.

LG Markus

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Re: gallertkäppchen

Schwammerlkönig, (vor 7724 Tagen) @ Karl Knolle

Hallo Markus oder Karl Knolle, wie heißt du denn richtig ?
Also die von dir erwähnten Pilze sind allesamt essbar,wobei ich anmerken muss, dass der Kornblumenröhrling ein schützenswerter Pilz ist und nicht gesammelt werden sollte weil er auf der roten Liste der gefährdeten Arten steht.
Die Keule soll vielleicht keine kulinarische Offenbarung sein, und wenn du den rotorangen Gallerttrichter meinst, der ist auch essbar. Sieht jedenfalls interessant aus und hat Biss. (Speziell für asiatische Gerichte soll er sehr gut sein) Die Lacktrichterlinge sehen vielleicht gut im Gericht aus wegen ihrer Farbe, sollen aber nach nichts schmecken, hab' ich noch nicht ausprobiert.
Das mit der Bezeichnung des Gallertkäppchens in der Galerie kannst du Georg ja direkt mitteilen, seine Emailadresse ist hier bestimmt irgendwo hinterlegt.
LG Peter

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Re: gallertkäppchen

Rene, (vor 7723 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Karl,
das stimmt, in älteren Büchern steht das Gallertkäppchen noch als essbar
drin, z.B. in Dähnkes 1200 Pilze. Das gleiche gilt auch für den Grünling,
Tricholoma equestre, der wurde inzwischen auch als giftig eingestuft.
Das Gyromitrin das im Gallertkäppchen enthalten ist, gilt zwar als Hitze- und
Trockenheit instabil, jedoch wird der Pilz nicht als Speisepilz
freigegeben. Das Gift ist einfach zu gefährlich, ähnlich dem des
Knollenblätterpilzes. Eine Dame aus München hat darüber sogar eine
Doktorarbeit oder eine Abhandlung darüber geschrieben, wenn ich mich nicht
täusche. Also bitte nicht unbedingt alles essen was in älteren Büchern als
essbar bezeichnet wird. Das gilt jedoch nicht für den Steinpilz :-))
Im Zweifel immer den nächsten Pilzsachverständigen oder eine
Pilzberatungsstelle fragen.
LG Peter

Hallo Peter
Ich habe bis dato das Gallertkäppchen nicht zu den Speisepilzen gezählt (abgesehen davon das es mir nie in den Sinn gekommen wäre dieses zu essen). Das es aber gar als sehr giftig eingestuft werden muss ist mir neu. Die Suche im Internet ergab nur sehr fage Hinweise darauf dass dieser Pilz als gefährlichen Giftpilz eingestuft werden muss. Hast du gesicherte Quellen für diese These?

Gruss René

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Re: gallertkäppchen

Olaf, (vor 7723 Tagen) @ Rene

Im Internet steht nur auf eigentlich einer Seite mit Literaturangabe erwähnt das es angeblich giftig sein soll:
http://www.toxinfo.org/pilz/db/frameset.php?genic=GYROMITRA-SYNDROM
Was mich daran nur wundert ist, das die verwendete Literatur ja doch teils älter ist - WEIL, in teilweise aktuelleren Büchern ist hingegen nämlich nix davon zu lesen das es giftig sein soll.

Ich habe auch ein Buch indem drinsteht das der Violette Rötelritterling sehr giftig sein soll, da er einen Stoff enthält der die roten Blutkörperchen zersetzen soll - in 10x anderen Büchern hingegen steht er als eßbar drin und er soll lt. mancher Literatur sogar sehr gesund - da blutdrucksenkend sein.
Was nun letzendlich stimmt, kann man dann wohl nur auswürfeln.;)

Gibt es denn eigentlich keine staatlich geprüfte/offizielle Giftpilzeliste ???
(wo man im Zweifelsfall verifiziere nkönnte?)

xo olaf

Hallo Peter
Ich habe bis dato das Gallertkäppchen nicht zu den Speisepilzen gezählt
(abgesehen davon das es mir nie in den Sinn gekommen wäre dieses zu
essen). Das es aber gar als sehr giftig eingestuft werden muss ist mir
neu. Die Suche im Internet ergab nur sehr fage Hinweise darauf dass dieser
Pilz als gefährlichen Giftpilz eingestuft werden muss. Hast du gesicherte
Quellen für diese These?
Gruss René

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Re: gallertkäppchen

Birgit, (vor 7723 Tagen) @ Olaf

Hi Olaf,

Ich habe auch ein Buch indem drinsteht das der Violette Rötelritterling sehr
giftig sein soll, da er einen Stoff enthält der die roten Blutkörperchen
zersetzen soll - in 10x anderen Büchern hingegen steht er als eßbar drin
und er soll lt. mancher Literatur sogar sehr gesund - da blutdrucksenkend
sein.
Was nun letzendlich stimmt, kann man dann wohl nur auswürfeln.;)

Es gibt eine große Menge guter Speisepilze, die blutzersetzende Stoffe enthalten, z.B. auch die Marone. Allerdings werden diese Stoffe beim Erhitzen zerstört, richtig ist also, daß diese Pilze roh giftig sind, explizit eben auch der violette Rötelritterling. Es gibt nur ganz wenige Speisepilze, die roh in kleinen Mengen gegessen werden können (z.B. Mohrenkopfmilchling, Fichtensteinpilz, Kaiserling, mit Einschränkungen auch der Zuchtchampignons (enthält Agaritin, das Krebs auslösen kann), ohne ANspruch auf Vollständigkeit, also ohne Gewehr ;-)). Alle anderen Pilze sollten nicht roh genossen werden.

Wenn man ein einigermaßen aktuelles Pilzbuch hat (als Anfänger z.B. 1*1 des Pilzesammelns von Pätzold/Laux 14,95€), kann man schon davon ausgehen, daß Pilze, die als Speisepilze ausgezeichnet sind, auch wirklich essbar sind.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: gallertkäppchen

Olaf, (vor 7723 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

wußte ich gar nicht das auch Maronen so einen Stoff enhalten. *oohh*
Mittlerweile habe ich meinen Pilzbuchbestand über den Amazon Gebrauchtmarkt recht günstig um ein paar Bücher erweitern können. Nur, ist es aber auch so - daß umso mehr Bücher, umso mehr ist man später verwirrt - was nun stimmt oder nicht.
Der 1200 BLV Gerhard und der 1100(?) Laux Kosmos sind ja eigentlich relativ identische Bücher. Die Aussagen zum Speisewert jedoch teils absolut unterschiedlich. Der rötliche Holzritterling steht in all meinen anderen Büchern wie (glaube ich auch) im Gerhard als eßbar drin, im Laux glaube ich steht kein Speisepilz.
Früher habe ich die holzritterlinge gesammelt (weil sie leicht erkennbar sind *g*) - jetzt frag ich mich ob das noch gut ist - nur was stimmt, denn habe nun unterschiedliche Aussagen in "neueren" Büchern.

Daher frage ich mich mittlerweile halt, ob es nicht ebend irgendwo eine zugängliche offizielle "aktuelle 2005er" Liste von der Gesundheitsbehörde oder so gibt, wo einwandfrei ersichtlich ist was an Pilzen nun definitiv schädlich bzw. giftig ist ?

Schöne Grüße
Olaf

P.S.: Glaube den Eispilz darf man auch roh essen. :))

Hi Olaf,
Es gibt eine große Menge guter Speisepilze, die blutzersetzende Stoffe
enthalten, z.B. auch die Marone. Allerdings werden diese Stoffe beim
Erhitzen zerstört, richtig ist also, daß diese Pilze roh giftig sind,
explizit eben auch der violette Rötelritterling. Es gibt nur ganz wenige
Speisepilze, die roh in kleinen Mengen gegessen werden können (z.B.
Mohrenkopfmilchling, Fichtensteinpilz, Kaiserling, mit Einschränkungen
auch der Zuchtchampignons (enthält Agaritin, das Krebs auslösen kann),
ohne ANspruch auf Vollständigkeit, also ohne Gewehr ;-)). Alle anderen
Pilze sollten nicht roh genossen werden.
Wenn man ein einigermaßen aktuelles Pilzbuch hat (als Anfänger z.B. 1*1 des
Pilzesammelns von Pätzold/Laux 14,95€), kann man schon davon ausgehen, daß
Pilze, die als Speisepilze ausgezeichnet sind, auch wirklich essbar sind.
Liebe Grüße
Birgit

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Rötlicher Holzritterling

Birgit, (vor 7723 Tagen) @ Olaf

Hallo Olaf,

Der 1200 BLV Gerhard und der 1100(?) Laux Kosmos sind ja eigentlich relativ
identische Bücher. Die Aussagen zum Speisewert jedoch teils absolut
unterschiedlich. Der rötliche Holzritterling steht in all meinen anderen
Büchern wie (glaube ich auch) im Gerhard als eßbar drin, im Laux glaube
ich steht kein Speisepilz.

Der Gerhardt ist bei den Speisewertangeben viel freizügiger als der Laux. Es wird dir vermutlich nciht gelingen dich mit dem rötlichen Holzritterling zu vergiften, allerdings habe ich mir berichten lassen, daß er im Alleingericht schrecklich schmeckt, so ähnlich wie der Stumpf auf dem er wächst. Nur ganz selten einmal gibts jemanden, dem er schmecken soll.... Probiers einfach mal im Alleingericht. Unter anderem gibts im Gerhardt einen essbaren Rißpilz, das ist absolut nicht zu empfehlen, da die Verwechslungsgefahr bei Rißpilzen zu groß ist, daher sollte dieser Genuß nur absoluten Profis mit Mikroskop vorbehalten sein.

kein Speisepilz kann wie oben ja schon mal gesagt bedeuten: a) der Pilz wäre zwar eßbar, ist aber so selten, daß es sich verbietet den zu essen, kommt aber weniger häufig vor....
b) der Pilz wäre zwar eßbar, schmeckt aber nicht, z.B. Gallenröhrling, rötlicher Holzritterling, Samtfußkrempling
c) man weiß nix über den Speisewert: z.B. bei irgendwelchen Minihelmlingen, Nabelingen oder z.B. manchen Porlingen weiß man nicht, ob sie evtl. giftig sind, weil sie normalerweise nicht zu Speisezwecken genutzt werden

Ich nehme an, die Bezeichnung "kein Speisepilz" wurde eingeführt, um das Begriffswirrwarr aufzulösen. Jetzt gibts halt nur noch eßbar, kein Speisepilz und giftig, der Übersichtlichkeit dient dies bestimmt.

liebe Grüße

Birgit

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Re: Rötlicher Holzritterling

Dedimyk, (vor 7723 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

hier muß ich mich mal melden.In Mischgerichten habe ich schon öfters den rötliche Holzritterling bis ca. 2-3cm Hutdurchmesser gegessen und fand ihn gar nicht so schlecht.Größere Exemplare schmecken dagegen bitter und dumpf.
Verschiedentlich haben mir Ratsuchende in der Pilzberatung, die ihn auch im Jugendstadium probiert haben bestätigt, daß er ganz gut im Mischgericht geschmeckt habe.
Ich bin der Meinung, hier sollte jeder sich ein eigenes Bild durch eine Probe machen und dann die Verwendbarkeit für sich entscheiden.

Gruß Detlef

Hallo Olaf,
Der Gerhardt ist bei den Speisewertangeben viel freizügiger als der Laux. Es
wird dir vermutlich nciht gelingen dich mit dem rötlichen Holzritterling
zu vergiften, allerdings habe ich mir berichten lassen, daß er im
Alleingericht schrecklich schmeckt, so ähnlich wie der Stumpf auf dem er
wächst. Nur ganz selten einmal gibts jemanden, dem er schmecken soll....
Probiers einfach mal im Alleingericht. Unter anderem gibts im Gerhardt
einen essbaren Rißpilz, das ist absolut nicht zu empfehlen, da die
Verwechslungsgefahr bei Rißpilzen zu groß ist, daher sollte dieser Genuß
nur absoluten Profis mit Mikroskop vorbehalten sein.
kein Speisepilz kann wie oben ja schon mal gesagt bedeuten: a) der Pilz wäre
zwar eßbar, ist aber so selten, daß es sich verbietet den zu essen, kommt
aber weniger häufig vor....
b) der Pilz wäre zwar eßbar, schmeckt aber nicht, z.B. Gallenröhrling,
rötlicher Holzritterling, Samtfußkrempling
c) man weiß nix über den Speisewert: z.B. bei irgendwelchen Minihelmlingen,
Nabelingen oder z.B. manchen Porlingen weiß man nicht, ob sie evtl. giftig
sind, weil sie normalerweise nicht zu Speisezwecken genutzt werden
Ich nehme an, die Bezeichnung "kein Speisepilz" wurde eingeführt,
um das Begriffswirrwarr aufzulösen. Jetzt gibts halt nur noch eßbar, kein
Speisepilz und giftig, der Übersichtlichkeit dient dies bestimmt.
liebe Grüße
Birgit

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Re: Rötlicher Holzritterling

Olaf, (vor 7723 Tagen) @ Dedimyk

hi,
habe ihn früher auch im Mischpilzgericht verwendet und konnte nicht bemerken das dabei unbedingt etwas "seltsam" durchschmeckt.
Das wie Birgit sagt,
anscheinend die Autoren dazu über gehen die Wertung "Kein Speisepilz" auch nach Geschmack zu vergeben finde ich eigentlich etwas seltsam, denn es sind ja nicht nur Geschmäcker bekanntlich nunmal verschieden - sondern, es hängt doch im Endeffekt alles entschieden von der Art der Zubereitung ab wie-was-letzendlich schmeckt.

Ein gutes Beispiel bei uns in der Küche sind z.b. Brennesseln,
sie schmecken mir (und auch unseren Gästen nicht *g*) irgendwie garnicht wie Spinat zubereitet. Aber man kann damit ein wirklich ganz leckeres Brennessel-Ysop-Süppchen kochen und dann schmecken die Brennesseln auch ganz anders (durch)- nämlich richtig gut.;)

xo olaf

Hallo Birgit,
hier muß ich mich mal melden.In Mischgerichten habe ich schon öfters den
rötliche Holzritterling bis ca. 2-3cm Hutdurchmesser gegessen und fand ihn
gar nicht so schlecht.Größere Exemplare schmecken dagegen bitter und
dumpf.
Verschiedentlich haben mir Ratsuchende in der Pilzberatung, die ihn auch im
Jugendstadium probiert haben bestätigt, daß er ganz gut im Mischgericht
geschmeckt habe.
Ich bin der Meinung, hier sollte jeder sich ein eigenes Bild durch eine Probe
machen und dann die Verwendbarkeit für sich entscheiden.
Gruß Detlef

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Re: Rötlicher Holzritterling

Birgit, (vor 7723 Tagen) @ Olaf

Hi olaf, hallo Detlef

habe ihn früher auch im Mischpilzgericht verwendet und konnte nicht bemerken
das dabei unbedingt etwas "seltsam" durchschmeckt.

ich hatte explizit geschrieben im Alleingericht, also nicht mit anderen Pilzen gemischt! Daß ein kleiner, rötlicher Holzritterling oder auch ein Samtfußkrempling im Mischgericht mit 30 Maronen nicht auffällt, sagt null über den Speisewert aus. Jetzt laß es aber mal 10 Maronen und 15 Holzritterlinge sein, na dann guten Appetit!

Das wie Birgit sagt,
anscheinend die Autoren dazu über gehen die Wertung "Kein
Speisepilz" auch nach Geschmack zu vergeben finde ich eigentlich
etwas seltsam, denn es sind ja nicht nur Geschmäcker bekanntlich nunmal
verschieden - sondern, es hängt doch im Endeffekt alles entschieden von
der Art der Zubereitung ab wie-was-letzendlich schmeckt.

Das ist gelinde gesagt nicht ganz richtig, Speisewertangaben müssen sich immer doch auf den Einzelgeschmack des Pilzes beziehen und nicht auf den im Mischpilzgericht, stell dir vor, da stände eßbar und ein armer Mensch macht sich ein Gericht aus rötlicherm Holzritterling und/oder Samtfußkrempling! ich garantiere dir, olaf, daß es dir nicht schmecken würde, da es diese Pilze aber im Überfluß gibt, sei mutig probiere es, berichte und dann sehen wir weiter. Und klar mit entsprechenden Gewürzen kann man viel überdecken auch den Pilzgeschmack ;-), bei Gallenröhrling und Schönfußröhrling hilft das aber auch nix mehr ;-). Ich hab auch schon so einiges unübliches probiert wie Pfeffermilchling, wolliger Milchling und hellblaue Rötelritterlinge (Lepista glaucocana nicht Lepista nuda) und konnte bei den beispielen die negativeren Einschränkungen bzgl. der Essbarkeit nachvollziehen (vielleicht mit Abstrichen beim Pfeffermilchling, war nicht ganz so schlimm ;-)). Birkenporlinge sollen jung auch eßbar sein, aber auch furchtbar bitter.....

Ein gutes Beispiel bei uns in der Küche sind z.b. Brennesseln,
sie schmecken mir (und auch unseren Gästen nicht *g*) irgendwie garnicht wie
Spinat zubereitet. Aber man kann damit ein wirklich ganz leckeres
Brennessel-Ysop-Süppchen kochen und dann schmecken die Brennesseln auch
ganz anders (durch)- nämlich richtig gut.;)

Gibts ein Rezept zum Ysopsüppchen? Das würde mich denn doch interessiern, ist der nicht acuh furchtbar bitter? Hab ihn im Garten, aber noch nnie benutzt, allerdings blüht Ysop wunderschön.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Olaf, (vor 7723 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
du hattest ja auch den Samtfußkrempling genannt. Dabei ist mir übrigens aufgefallen, daß Laux in seinem 1100BLV buch ihn als "jung eßbar" angibt. In seinem 1x1 der Pilze hingegen (was vom Cover übrigens fast gleich aussieht wie sein dicker Schinken) steht der dicke Warnhinweis, man solle auf jeden Fall osteuropäische Rezepte meiden, da sie Samtfußkremplinge enthalten können.

Widerspricht er sich da nicht selbst, woher beruht die plötzliche Warnung im Gegensatz zu seinem anderen Buch, wo derselbe Pilz von ihm noch eine Essensfreigabe hatte?

Bzgl Brennesseln/Ysop
Also Rezepte habe ich dazu nicht gefunden, das folgende sind eigenentwürfe beim rumtüffteln mit den Kräuterchen in der Küche und schmeckt eigentlich echt lecker. (wenn man Kräutersachen mag)

"Suppe"
Zutaten:
1L Kräuterbrühe (z.b. instantpulver - von Maggi)
etwas Butter (oder Öl)
ein Schuß Sojasauce/maggi
1Bund frische Brennesseln
1/2 Bund frischer Löwenzahn oder Sauerampfer
1/2 Bund frischer Ysop (die Blätter)
Petersilie
Schnittlauch
Zwiebel
Knoblauch
175g Schmand

zum abwürzen
Kerbel, Salz, Pfeffer

Brühe zusammen mit all den o.g. Kräutern kurz aufkochen,
bei kleiner Temp. dann köcheln lassen. In der Zwischenzeit Zwiebel & Knoblauch in Butter andünsten & zur Suppe dazugeben, mit Kerbel/salz/Pfeffer abschmecken.
Zum Schluß den Schmand dazugeben und rühren bis er sich weitgehenst löst
-fertig-

Die Kräuterzutaten sind variabel,
Sachen wie Ysop (aber auch die Brennesseln) können durchschmecken, wenn man es nicht mag, dann ebend was weniger von dem jeweiligen Kräuterlein.

"Brennessel-Ysop Semmelknödel"

Zutaten:
4 Trockene Brötchen
100ml Wasser
2Eier
Brennesseln
Ysop
Schnittlauch
Petersilie
Paniermehl
Mehl
etwas Sesam

Ei + Wasser + Salz + Pfeffer verühren + die feingehakten Kräuter
Brötchen zerzupfen und dazugeben, alle Zutaten dann zu einem festen Teig verkneten. Ist es zu dünn, Paniermehl dazugeben und was Sesam/Mehl.
Ist der Teig fest genug, am besten auch im Paniermehl (klebt sonst) dann zu Kugeln/Knödeln ausrollen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 15-20min ziehen lassen.
Die Knödel schmecken mit dem richtigen (Pilz oder Fleisch)Sößchen gut.
Mengenangaben kann ich schlecht sagen, mache das immer pie-mal daumen.
Am besten ausprobieren.;)

P.S.: Wenn der Ysop blüht ist er wenig verwendbar und wenn nur die Blätter.
(zupf ich immer von stielen ab, weil die teils holzig/zäh sind)

Viel Spaß beim Ausprobieren;)
Olaf

P.P.S.: Sollte ich die Holzritterlinge beizeiten tatsächlich mal alleine ausprobieren, werde ich Bericht erstatten. *g*
Ich muß allerdings gestehn, daß ich selten Pilze alleine mache, sondern meist eher in Verbindung mit anderen Gerichten.

-----------------

Gibts ein Rezept zum Ysopsüppchen? Das würde mich denn doch interessiern, ist
der nicht acuh furchtbar bitter? Hab ihn im Garten, aber noch nnie
benutzt, allerdings blüht Ysop wunderschön.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Birgit, (vor 7722 Tagen) @ Olaf

Hallo olaf,

du hattest ja auch den Samtfußkrempling genannt. Dabei ist mir übrigens
aufgefallen, daß Laux in seinem 1100BLV buch ihn als "jung
eßbar" angibt. In seinem 1x1 der Pilze hingegen (was vom Cover
übrigens fast gleich aussieht wie sein dicker Schinken) steht der dicke
Warnhinweis, man solle auf jeden Fall osteuropäische Rezepte meiden, da
sie Samtfußkremplinge enthalten können.

das mit dem Samtfußkrempling kann man folgendermaßen erklären: da ja früher kahler Krempling unnd Samtfußkrempling in der Gattung Kremplinge (Paxillus) zu finden sind und der kahle Krempling schon einige Todesfälle hervorgerufen hat, hat man vorsichtshalber auch davon abgeraten, den nach damaligen Kenttnnisstand nahen Verwandten Samtfußkrempling zu essen. Inzwischen (seit 1-2 Jahren) weiß man, daß der Samtfußkrempling in eine anndere Gattung, nämlich die Gattung Tapinella gehört, also nicht eng verwandt mit den "echten" Kremplingen ist und daher gegessenn werden kann. Enger verwandt mit den Kremplingen ist interessanterweise der Erlengrübling, da kann ein vorsichtiger Mensch sicherlich darüber nachdenken, ob man ihn überhaupt esssen sollte, allerdings ist der auch wieder ziemlich selten.

Bzgl Brennesseln/Ysop
Also Rezepte habe ich dazu nicht gefunden, das folgende sind eigenentwürfe
beim rumtüffteln mit den Kräuterchen in der Küche und schmeckt eigentlich
echt lecker. (wenn man Kräutersachen mag)
"Suppe"
Zutaten: 1L Kräuterbrühe (z.b. instantpulver - von Maggi)
etwas Butter (oder Öl)
ein Schuß Sojasauce/maggi
1Bund frische Brennesseln
1/2 Bund frischer Löwenzahn oder Sauerampfer
1/2 Bund frischer Ysop (die Blätter)
Petersilie
Schnittlauch
Zwiebel
Knoblauch
175g Schmand
zum abwürzen
Kerbel, Salz, Pfeffer
Brühe zusammen mit all den o.g. Kräutern kurz aufkochen,
bei kleiner Temp. dann köcheln lassen. In der Zwischenzeit Zwiebel &
Knoblauch in Butter andünsten & zur Suppe dazugeben, mit
Kerbel/salz/Pfeffer abschmecken.
Zum Schluß den Schmand dazugeben und rühren bis er sich weitgehenst löst
-fertig-
Die Kräuterzutaten sind variabel,
Sachen wie Ysop (aber auch die Brennesseln) können durchschmecken, wenn man
es nicht mag, dann ebend was weniger von dem jeweiligen Kräuterlein.
"Brennessel-Ysop Semmelknödel"
Zutaten: 4 Trockene Brötchen
100ml Wasser
2Eier
Brennesseln
Ysop
Schnittlauch
Petersilie
Paniermehl
Mehl
etwas Sesam
Ei + Wasser + Salz + Pfeffer verühren + die feingehakten Kräuter
Brötchen zerzupfen und dazugeben, alle Zutaten dann zu einem festen Teig
verkneten. Ist es zu dünn, Paniermehl dazugeben und was Sesam/Mehl.
Ist der Teig fest genug, am besten auch im Paniermehl (klebt sonst) dann zu
Kugeln/Knödeln ausrollen und in leicht gesalzenem Wasser ca. 15-20min
ziehen lassen.
Die Knödel schmecken mit dem richtigen (Pilz oder Fleisch)Sößchen gut.
Mengenangaben kann ich schlecht sagen, mache das immer pie-mal daumen.
Am besten ausprobieren.;)

Vielen Dank für die Rezepte, das reicht mir schon zum Ausprobieren. Es ist doch auch dann ein Rezept, wenn dus selber ausgetüftelt hast.

P.S.: Wenn der Ysop blüht ist er wenig verwendbar und wenn nur die Blätter.
(zupf ich immer von stielen ab, weil die teils holzig/zäh sind)

ja deswegen werde ichs halt erst nächstes Jahr mal probieren, aber dieses Blau der Blüten ist wunderschönn (jetzt hoffe ich mal, daß das tatsächlich Ysop ist und nicht eins der vielen anderen Kräutern, die ich mal ausgepflanzt habe ;-))

Viel Spaß beim Ausprobieren;)
Olaf
P.P.S.: Sollte ich die Holzritterlinge beizeiten tatsächlich mal alleine
ausprobieren, werde ich Bericht erstatten. *g*
Ich muß allerdings gestehn, daß ich selten Pilze alleine mache, sondern meist
eher in Verbindung mit anderen Gerichten.

? also immer mit Fleisch zusammen oder als Eintopf mit anderen Gemüsen? Du darfst ja Nudeln dazu essen oder auch noch andere Beilagen....;-) nur halt nicht mit tausend anderen Pilzen gemischt, also mehr so wie du halt vielleicht grüne Butterböhnchen als Beilage isst.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Olaf, (vor 7722 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,
hmm, also wenns blau blüht und recht eigenwillig nach "Kraut" riecht, könnte es wohl Ysop sein. Bitter wie du meinst finde ich ist der allerdings nicht unbedingt, es ist eher ein sehr stark durchschmeckender Geschmack.
(man muß da schon was aufpassen bei Ysop im Gericht, bei zuviel davon schmeckt wirklich alles dann nur noch nach Ysop)
Da du dir ja nicht ganz sicher bist - vielleicht mal Googlen ob´s auch ysop bei dir im Garten ist?
Meinen hatte ich von Aldi letztes Jahr, sah ganz jämmerlich aus in dem ausgetrockneten Töpfchen. mittlerweile ist es ein richtiger Busch geworden, der echt stattliche Ausmaße angenommen hat.:)

ja deswegen werde ichs halt erst nächstes Jahr mal probieren, aber dieses
Blau der Blüten ist wunderschönn (jetzt hoffe ich mal, daß das tatsächlich
Ysop ist und nicht eins der vielen anderen Kräutern, die ich mal
ausgepflanzt habe ;-))
? also immer mit Fleisch zusammen oder als Eintopf mit anderen Gemüsen? Du
darfst ja Nudeln dazu essen oder auch noch andere Beilagen....;-) nur halt
nicht mit tausend anderen Pilzen gemischt, also mehr so wie du halt
vielleicht grüne Butterböhnchen als Beilage isst.

Nein, nicht unbedint mit Fleisch (esse rel. wenig Fleisch bzw. versuche den Fleischkonsum zu senken). Eher als Beilage, manchmal auch zum Brot (dann aber im Wok zubereitet - schmeckt dann anders als in der Pfanne) oder auch bei Hauptgerichten in Verbindung mit anderem Gemüse, Knödeln oder oder. ;)

Schöne Grüße
Olaf

P.S.:
das mit den Kremplingen war aber doch auch schon 2001 bekannt als der Laux BLV Führer erschien?

-------------------

Liebe Grüße
Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Birgit, (vor 7722 Tagen) @ Olaf

Hi Olaf,

P.S.: das mit den Kremplingen war aber doch auch schon 2001 bekannt als der
Laux BLV Führer erschien?

Nein, sonst hätt ichs ja nicht geschrieben.....

Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Olaf, (vor 7722 Tagen) @ Birgit

Sry - aber das ist unlogisch was du sagst.;)

Zitat: ----
: da ja früher kahler Krempling unnd Samtfußkrempling in der Gattung Kremplinge (Paxillus) zu finden sind und der kahle Krempling schon einige Todesfälle hervorgerufen hat, hat man vorsichtshalber auch davon abgeraten, den nach damaligen Kenttnnisstand nahen Verwandten Samtfußkrempling zu essen. Inzwischen (seit 1-2 Jahren) weiß man, daß der Samtfußkrempling in eine anndere Gattung, nämlich die Gattung Tapinella gehört, also nicht eng verwandt mit den "echten" Kremplingen ist und daher gegessenn werden kann. ----

Sieh mal, Du sagst der Samtfußkrempling wäre damals (in älterenn Büchern) nicht freigegeben worden, da man noch dachte er wäre nahe mit dem Kahlen Krempling verwandt.
Mittlerweile wissen wir aber das er mit was ganz anderem verwandt ist.
Logische Schlußfolgerung = in neuen Büchern als "unbedenklich"
( da ja nicht verwandt mit dem Kahlen Krempling )
Soweit was die Logik angeht,

Nun ist es, aber bei Laux genau umgedreht.
2001 = essensfreigabe
2004 = große Warnung vor dem Pilz

Deiner Erklärung nach müßte es aber eigentlich genau anders herum sein
- ist es im Laux aber nicht. Logische Schlußfolgerung, die Essensfreigabe im Laux ist irgendwie doch unlogisch. ;)

Schöne grüße
Olaf

Hi Olaf,
Nein, sonst hätt ichs ja nicht geschrieben.....
Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Birgit, (vor 7722 Tagen) @ Olaf

Ja nun,

Sry - aber das ist unlogisch was du sagst.;)

welchen Laux meinst du denn nu eigentlich, ich dachte du meinst den 1200 Pilze Der große Kosmos Pilzführer)? Ich hab nur den Laux und der gibt den 2001 tatsächlich frei, wobei der ja auch nie ähnliche Fölle wie der kahle Krempling verursacht hat, es wäre eine reine Vorsichtsmaßnahme (unter Pilzberatern wurde halt darüber gesprochen, es hätte so sein können, war halt meine Vermutung ;-), bin leider noch nicht unfehlbar ;-))) gewesen. Aah ich verstehe, du meinst den Pätzold (Text)/ Laux(Fotos) 1*1 des Pilzesammelns, bitte den nicht Laux nennen, weil der Textautor jedenfalls immer an erster Stelle genannt wird. Da steht der Samtfußkrempling als kein Speisepilz drin, aber schon in der Gattung Tapinella. Also schließ ich, da Walter Pätzold ziemlich kompetent ist, daß er der Meinung ist, daß der Pilz so ungenießbar ist, daß man deswegen die Konserven meiden soll, also alleine wegen des Geschmacks. Also wie gehabt, probier sie halt mal! *grins*. In einem alten Pilzkochbuch von Luce Hölltaler stand ein Samtfußkremplingssalat drin (in der neuen AUflage nicht mehr, welch Wunder ;-)), den hat hier aus dem Forum mal jemannd probiert ;-): Die meinung war eindeutig: NIE WIEDER!

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Olaf, (vor 7722 Tagen) @ Birgit

joa - sorry, dann iss mein Fehler.;)
Ich meinte wie du richtig erkannt hast, einmal das BLV 1200 Pilzführer und das 1x1. Beide Bücher haben vorne Pilze als Cover abgebildet mit nem orangenen Hintergrund.
Da sich die Cover sehr ähneln und Laux ja auch mit als Autor/verfasser auftaucht dachte ich die Bücher wären folglich auch beide von Laux geschrieben.

wünsche dir einen schönen abend:)
xo olaf

Ja nun,
welchen Laux meinst du denn nu eigentlich, ich dachte du meinst den 1200
Pilze Der große Kosmos Pilzführer)? Ich hab nur den Laux und der gibt den
2001 tatsächlich frei, wobei der ja auch nie ähnliche Fölle wie der kahle
Krempling verursacht hat, es wäre eine reine Vorsichtsmaßnahme (unter
Pilzberatern wurde halt darüber gesprochen, es hätte so sein können, war
halt meine Vermutung ;-), bin leider noch nicht unfehlbar ;-))) gewesen.
Aah ich verstehe, du meinst den Pätzold (Text)/ Laux(Fotos) 1*1 des
Pilzesammelns, bitte den nicht Laux nennen, weil der Textautor jedenfalls
immer an erster Stelle genannt wird. Da steht der Samtfußkrempling als
kein Speisepilz drin, aber schon in der Gattung Tapinella. Also schließ
ich, da Walter Pätzold ziemlich kompetent ist, daß er der Meinung ist, daß
der Pilz so ungenießbar ist, daß man deswegen die Konserven meiden soll,
also alleine wegen des Geschmacks. Also wie gehabt, probier sie halt mal!
*grins*. In einem alten Pilzkochbuch von Luce Hölltaler stand ein
Samtfußkremplingssalat drin (in der neuen AUflage nicht mehr, welch Wunder
;-)), den hat hier aus dem Forum mal jemannd probiert ;-): Die meinung war
eindeutig: NIE WIEDER!
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Brennessel-Ysop Rezept

Marcell Rost, (vor 7718 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

ich hätte da nochmal eine Frage. Wenn sich wie bei dem Samtfusskrempling der Gattungsname ändert, ändert sich dann auch der zweite Name oder bleibt der bestehen?

Danke und viele Grüße,

Marcell

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Unter diesem Aspekt hast Du natürlich Recht

Dedimyk, (vor 7722 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

da habe ich doch tatsächlich das mit dem Alleingericht überlesen, na ja das hohe Alter läßt schön grüßen.
Unter diesem Gesichtspunkt muß ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht geben, als Einzelgericht absolut ungeeignet.Auch den Samtfußkrempling habe ich natürlich in meiner Sturm- und Drangzeit vor ca. 30 Jahren einmal probiert, sogar abgebrüht,wie damals alle Kremplinge da kam eine lilafarbene Brühe raus, sah schon so zum K... aus und der Geschmack war dementsprechend genauso.

Herzlichen Gruß Detlef

Hi olaf, hallo Detlef
ich hatte explizit geschrieben im Alleingericht, also nicht mit anderen
Pilzen gemischt! Daß ein kleiner, rötlicher Holzritterling oder auch ein
Samtfußkrempling im Mischgericht mit 30 Maronen nicht auffällt, sagt null
über den Speisewert aus. Jetzt laß es aber mal 10 Maronen und 15
Holzritterlinge sein, na dann guten Appetit!
Das ist gelinde gesagt nicht ganz richtig, Speisewertangaben müssen sich
immer doch auf den Einzelgeschmack des Pilzes beziehen und nicht auf den
im Mischpilzgericht, stell dir vor, da stände eßbar und ein armer Mensch
macht sich ein Gericht aus rötlicherm Holzritterling und/oder
Samtfußkrempling! ich garantiere dir, olaf, daß es dir nicht schmecken
würde, da es diese Pilze aber im Überfluß gibt, sei mutig probiere es,
berichte und dann sehen wir weiter. Und klar mit entsprechenden Gewürzen
kann man viel überdecken auch den Pilzgeschmack ;-), bei Gallenröhrling
und Schönfußröhrling hilft das aber auch nix mehr ;-). Ich hab auch schon
so einiges unübliches probiert wie Pfeffermilchling, wolliger Milchling
und hellblaue Rötelritterlinge (Lepista glaucocana nicht Lepista nuda) und
konnte bei den beispielen die negativeren Einschränkungen bzgl. der
Essbarkeit nachvollziehen (vielleicht mit Abstrichen beim
Pfeffermilchling, war nicht ganz so schlimm ;-)). Birkenporlinge sollen
jung auch eßbar sein, aber auch furchtbar bitter.....
Gibts ein Rezept zum Ysopsüppchen? Das würde mich denn doch interessiern, ist
der nicht acuh furchtbar bitter? Hab ihn im Garten, aber noch nnie
benutzt, allerdings blüht Ysop wunderschön.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Unter diesem Aspekt hast Du natürlich Recht

Der Juergen, (vor 7722 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Detlef,

Unter diesem Gesichtspunkt muß ich Dir natürlich uneingeschränkt Recht geben,
als Einzelgericht absolut ungeeignet.Auch den Samtfußkrempling habe ich
natürlich in meiner Sturm- und Drangzeit vor ca. 30 Jahren einmal
probiert, sogar abgebrüht,wie damals alle Kremplinge da kam eine
lilafarbene Brühe raus, sah schon so zum K... aus und der Geschmack war
dementsprechend genauso.

Mir hat neulich ein Pilzfreund erzählt, dass der Samtfußkrempling ein guter 'Färbepilz' sei.

Grüßle
Juergen

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Re: Unter diesem Aspekt hast Du natürlich Recht

Dedimyk, (vor 7722 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Juergen,

das kann ich mir gut vorstellen, denn die Brühe war wirklich ordentlich durchgefärbt.Was beim Kahlen Krempling als rotbrauner Fabstoff beim Abbrühen zu sehen war ( bis Anfang der 70er Jahre habe ich den abgebrüht und gut gebraten noch gegessen ), ist beim Samtfußkrempling eine violettblaue Brühe.
Okay, dann hätte der Samtfußkrempling noch einen gewissen Sammelwert, zumindestens für Handarbeitsfreunde.

Herzlichen Gruß Detlef

Hallo Detlef,
Mir hat neulich ein Pilzfreund erzählt, dass der Samtfußkrempling ein guter
'Färbepilz' sei.
Grüßle
Juergen

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Re: gallertkäppchen

Rene, (vor 7723 Tagen) @ Olaf

Im Internet steht nur auf eigentlich einer Seite mit Literaturangabe erwähnt
das es angeblich giftig sein soll:
http://www.toxinfo.org/pilz/db/frameset.php?genic=GYROMITRA-SYNDROM
Was mich daran nur wundert ist, das die verwendete Literatur ja doch teils
älter ist - WEIL, in teilweise aktuelleren Büchern ist hingegen nämlich
nix davon zu lesen das es giftig sein soll.
Ich habe auch ein Buch indem drinsteht das der Violette Rötelritterling sehr
giftig sein soll, da er einen Stoff enthält der die roten Blutkörperchen
zersetzen soll - in 10x anderen Büchern hingegen steht er als eßbar drin
und er soll lt. mancher Literatur sogar sehr gesund - da blutdrucksenkend
sein.
Was nun letzendlich stimmt, kann man dann wohl nur auswürfeln.;)
Gibt es denn eigentlich keine staatlich geprüfte/offizielle Giftpilzeliste
???
(wo man im Zweifelsfall verifiziere nkönnte?)
xo olaf

Hallo Olaf
Besten Dank für den Link, werde mal in der aufgeführten Literatur nachsehen müssen. Vielleicht werde ich wieder mal ein bisschen klüger ;-)

Gruss René

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Re: gallertkäppchen

Schwammerlkönig, (vor 7723 Tagen) @ Rene

Hallo Rene,
das habe ich am Wochenende von PSVs des Münchner Pilzvereins während einer Exkursion gesagt bekommen. Ein Mitglied des Vereins hatte sogar mal eine Arbeit darüber geschrieben. Wenn du mehr wissen willst, dann schau doch mal hier rein oder versuche mal Kontakt auf zunehmen: http://www.pilze-muenchen.de/
LG Peter

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Re: gallertkäppchen

Rene, (vor 7723 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Rene,
das habe ich am Wochenende von PSVs des Münchner Pilzvereins während einer
Exkursion gesagt bekommen. Ein Mitglied des Vereins hatte sogar mal eine
Arbeit darüber geschrieben. Wenn du mehr wissen willst, dann schau doch
mal hier rein oder versuche mal Kontakt auf zunehmen:
http://www.pilze-muenchen.de/
LG Peter

Hallo Peter

Besten Dank für den Hinweis. Werde die Seite bei nächster Gelegenheit besuchen gehen.

Gruss René

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Re: Spessart

Andi aus Würzburg, (vor 7724 Tagen) @ Karl Knolle

Hallo!

(nach dem erfolgreichen Pfifferlinbgswochenend im Spessart
hatte ich aber keinen Pilzhunger mehr). Meine beiden Pilzbücher

Auch wenns nicht ganz zum Thema deiner Überschrift passt:
Ich will morgen mal in den Spessart fahren, meinst du da dürfte seit dem Wochenende was nachgekommen sein? Also ich hatte eigentlich vor Richtung Fischerhütte aufzubrechen, aber wenn ihr ganz woanders erfolgreich ward, dann würde ich mirs natürlich nochmal überlegen :-)

Vielen Dank und viele Grüße,
Andi

@Chris (falls du das liest): habe versucht dich per Mail zu erreichen, aber hab leider keine Antwort erhalten, wenn du morgen mitkommen willst, dann melde dich bitte bis morgen früh per mail.

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Re: Spessart

42, (vor 7723 Tagen) @ Andi aus Würzburg

Hallo Andi,

ich möchte am WE auch in den Spessart. Sagst Du mir bitte, ob Du Erfolg
hattest?

Beste Grüße
Thomas Wallner

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Re: Spessart

Karl Knolle, (vor 7723 Tagen) @ 42

So gut kenne ich mich nicht im Spessart aus (wohne in München und bin häufig aus fam. Gründen in AB); ich suche meistens bei Weibersbrunn.

LG Markus

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Re: ???

42, (vor 7722 Tagen) @ Karl Knolle

Hallo Markus,

So gut kenne ich mich nicht im Spessart aus (wohne in München und bin häufig
aus fam. Gründen in AB); ich suche meistens bei Weibersbrunn.

Evtl. stehe ich etwas auf dem Schlauch, aber ich verstehe Deine Antwort auf
meine Frage an Andi nicht so ganz.

Beste Grüße
Thomas Wallner

P.S.: Ich fahre entweder ins Hafenlohrtal oder auch in die Gegend von
Weibersbrunn