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Herrliche Bilder, aber Eichenmilchling fraglich

Dedimyk, (vor 7722 Tagen) @ Schwammerlkönig

Hallo Peter,

auch mir will der Eichenmilchling Lactarius quietus farbmäßig absolut nicht so recht gefallen, aber vor allem die rein weiße Milch paßt überhaupt nicht. Schon nach kürzester Zeit müßte schon ein deutlicher Cremeverfärbungston zu sehen sein, der eingetrocknet hell gelb-grün wird.Ist bei mir recht häufig in meinen sauren Kiefern/Eichen-Mischwäldern.
Also da müßtest Du meiner Meinung nach noch mal nachprüfen.
Sonst natürlich herrliche Bilder.

Herzlicher Gruß Detlef

Hallo Pilzgemeinde,
am Samstag fand wieder eine Exkursion des Mykologischen Arbeitskreises
München Umgebung quasi vor meiner Haustüre statt. Die Führung hatte Robert
Tardino, sowie Werner Edelmann. Dabei haben wir insgesamt über 130 Arten
gefunden, von denen inzwischen die meisten bestimmt sind. Einige kommen
noch nach. Natürlich kann ich nicht alle ca. 130 Arten hier zeigen, aber
einige der schönsten und interessantesten Bilder zeige ich hier in zwei
Teilen a 10 Bildern.
Gleich am Parkplatz auf einer Wiese wurden wir fündig, da waren es zwei
Hexenringe vom Nelkenschwindling, Marasmius oreades:
Quasi als Nachbar dieser Saftling, der allerdings noch nicht bestimmt ist.
Robert Tardino wird noch feststellen, ob und welcher von beiden Hygrocybe
conica oder H. nigrescens ist.


Direkt mitten uf dem Weg zum eigentlichen Wald dieser behangene Faserling,
Psathyrella candolleana

Im Wald angekommen, erwartete uns eine Vielzahl an Milchlingen, darunter die
folgenden 3: als 1. der Flattermilchling, Lactarius tabidus dessen Milch
gelb wird

Nr. 2 der Kampfermilchling, L. camphoratus

Nr. 3 der seltenere Eichenmilchling, L. quietus

In einem etwas saurem Teil des Waldes in Massen das Gallertkäppchen, Leotia
lubrica, das früher als essbar eingestuft wurde, jedoch mittlerweile zu
den gefährlichen Giftpilzen zählt, wegen des Gyromitrins, das gleiche Gift
der bekannten Frühjahrslorchel.

Gleich in der Nähe dieser schöne samtige Schichtpilz, Stereum subtomentosum

In Massen gleich in der Nähe der dunkelviolette Schleierling, Cortinarius
violaceus. Hier ein besonders stattliches Exemplar. Die Farbe kommt
übrigens durch den hohen Eisengehalt. Dieser ist übrigens höher als die
gleiche Menge an Eisenerz enthalten würde.

Am nächsten Waldrand fanden wir diese schöne Grubenlorchel, Helvella lacunosa

So das war Teil 1, der zweite folgt sogleich.
LG Peter

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