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heute am Schwarzwaldrand (3 Bilder)

Alis ⌂, (vor 7719 Tagen)

Ich wollte heute abend nur einen kleinen Kontrollgang machen. Nachdem ich dann aber einen abgeschnittenen Steinistiel gesehen habe, gab es kein halten mehr. Trotz leichtem Regen und Dunkelheit habe ich dann gesammelt, bis am Korb der Henkel gerissen ist (naja, er war schon angeknackst)und ich gar nichts mehr gesehen habe. So habe ich das Putzen auch auf daheim verschoben.

[image]

Die meisten Perlpilze und Maronen waren schon zu alt.
Kann jemand aufgrund des Bildes die Champignons einordnen?

[image]

und sind das alles Flockies? Habe leider kein schärferes Bild hinbekommen, ist aber definitiv bei allen kein Netz.

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Mehlräslinge habe zum ersten Mal heimgetragen, Täublinge und einige interessante andere habe ich nicht versucht zu bestimmen. War auch nichts mit fotografieren bei dem Wetter.

Gruß Alis

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Nachtrag Champignons

Alis ⌂, (vor 7719 Tagen) @ Alis

Fundort Buchenwald
Geruch schwach Anis (soweit meiner Nase zu trauen ist)
Kein Mikroskop

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Vermutlich Schiefknolliger Anisschampignon

Dedimyk, (vor 7719 Tagen) @ Alis

Hallo Alis,

die Champignons sehen makroskopisch und mit Deinem Nachtrag Geruch nach Anis wie Schiefknollige Anischampignons Agaricus essetei ( abruptibulbus )aus.Gut sind die schräg angesetzten Knollen auf dem Totalbild zu sehen.
Natürlich gibt es, wie üblich keine Eßfreigabe nach der Bildbestimmung.

Herzlichen Gruß

Detlef

Ich wollte heute abend nur einen kleinen Kontrollgang machen. Nachdem ich
dann aber einen abgeschnittenen Steinistiel gesehen habe, gab es kein
halten mehr. Trotz leichtem Regen und Dunkelheit habe ich dann gesammelt,
bis am Korb der Henkel gerissen ist (naja, er war schon angeknackst)und
ich gar nichts mehr gesehen habe. So habe ich das Putzen auch auf daheim
verschoben.

Die meisten Perlpilze und Maronen waren schon zu alt.
Kann jemand aufgrund des Bildes die Champignons einordnen?

und sind das alles Flockies? Habe leider kein schärferes Bild hinbekommen,
ist aber definitiv bei allen kein Netz.

Mehlräslinge habe zum ersten Mal heimgetragen, Täublinge und einige
interessante andere habe ich nicht versucht zu bestimmen. War auch nichts
mit fotografieren bei dem Wetter.
Gruß Alis

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Gilbende Champignons

pfifferling, (vor 7719 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Detlef,

wieso bist du dir da so sicher? Ich frage mich deshalb, weil ich mir bei gilbenden Champignons (nachdem ich einmal den Karbolgeruch erst im Kochtopf wahrgenommen habe) recht schwer. Ich habe Unmengen von gilbenden Champignons am Wochenende in unseren Wäldern gefunden - aber keinen mitgenommen.

Nun zu dem Bild: Der Champignon hat doch eine scharfe Ringkante, also ist zumindest der Schafchampignon auszuschliessen. Da ich mich auf meine Nase nicht verlassen möchte, habe ich weiß ich nicht so recht, wie ich den Anis vom Karbolch. unterscheiden soll (wenn ich auch einen Anisgeruch vermutet hätte).

Nun meine Frage: Wie geht ihr bei der Bestimmung gilbender Champignons vor - ohne Nase..?

LG
Frank

P.S: Es hat mich angesichts von über 1 kilo Pfiffis am Freitag, 52 (teilweise vermadeten) Steinpilzen am Samstag mit den Kids, Unmengen frischen Maronen gestern und auch sonst leckerem Beiwerk wie Schopftintlinge, sowie Frauen- und Speisetäublingen auch nicht gestört die Ackerlinge stehen zu lassen...

Hallo Alis,
die Champignons sehen makroskopisch und mit Deinem Nachtrag Geruch nach Anis
wie Schiefknollige Anischampignons Agaricus essetei ( abruptibulbus
)aus.Gut sind die schräg angesetzten Knollen auf dem Totalbild zu sehen.
Natürlich gibt es, wie üblich keine Eßfreigabe nach der Bildbestimmung.
Herzlichen Gruß
Detlef

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Re: Gilbende Champignons

hoennetaler, (vor 7719 Tagen) @ pfifferling

Hallo Frank!

Ich hatte das Glück, in der letzten Woche neben den unterschiedlichen Anischampignons auch die drei giftigen (Karbol-, Rebhuhn-, Perlhuhn-)Champignons in der Hand zu halten, teilweise im direkten Vergleich. Neben dem Geruch ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal die Form und Farbe (im Schnitt) der Stielbasis. Bei den giftigen Karbolchampignons (alle drei Arten) konnte ich bei meinen Funden stets eine ausgeprägte, gerandete Stielknolle feststellen, die ich in der ausgeprägten Form bei Anischampignons nicht feststellen konnte. Im Schnitt verfärben sich die Stielknollen der Karbolchampignons blitzschnell chromgelb. An der Schnittstelle lässt sich auch am besten der Karbol-/Tintengeruch feststellen. Anischampignons gilben zwar auch, aber lange nicht so intensiv (würde es als "ockergelb" bezeichnen)und so schnell.

Gruß
Jürgen

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Re: Gilbende Champignons

pfifferling, (vor 7719 Tagen) @ hoennetaler

Hallo Jürgen,

danke für die schnelle Antwort. Den Schnitt durch die Stielknolle hatte ich auch durchgeführt - ohne Gilbung! Die Unsicherheit kam erst, da ich ein paar Exemplare mitgenommen hatte, zuhause nachdem der Hut gelbliche Stellen bekam. (Und -wenn man einmal fast darauf reingefallen ist, wird man eben unsicher).

Kann man also davon ausgehen, daß wenn ein Schnitt durch die Stielknolle (unter Berücksichtigung sonstiger Charakteristika) innerhalb der Beobachtungsfrist keine deutliche Gilbung hervorruft, es sich um einen Anischampignon handelt?

LG
Frank

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Re: Gilbende Champignons

hoennetaler, (vor 7719 Tagen) @ pfifferling

Kann man also davon ausgehen, daß wenn ein Schnitt durch die Stielknolle
(unter Berücksichtigung sonstiger Charakteristika) innerhalb der
Beobachtungsfrist keine deutliche Gilbung hervorruft, es sich um einen
Anischampignon handelt?

Dann sollte es zumindest keine Art des Karbolchampignons sein. Die Verfärbung der Stielknollen bei den Karbolchampignongs geht wirklich blitzartig und das gelb ist sehr "kanllig". Was ich noch erwähnen sollte ist, dass die Verfärbung der Stielknolle im Schnitt nicht dauerhaft anhält. Als ich mit meine Fundstücke eine Stunde nach dem durchgeführten Schnitt noch mal angeschaut habe, war von der chromgelben Verfärbung nichts mehr zu sehen! Erst ein erneuter Schnitt ließ die Knolle wieder "leuchten".

Gruß
Jürgen

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Re: Gilbende Champignons

Iris, (vor 7719 Tagen) @ hoennetaler

Hallo Zusammen,

dazu noch ein Zitat aus Ryman/Holmasen "Pilze". Sie schreiben beim Karbol-Egerling: "Im Unterschied zu den eßbaren Anis-Egerlingen, deren Huthaut bei der geringsten Berührung dauerhaft gelb verfärbt, tritt die intensive Gilbung des Giftchampignons erst bei Reibung oder Verletzung ein und wandelt sich nach ungefähr einer Viertelstunde in einen grauen bis schmutzigbraunen Fleck." So habe ich es bei meinen Exemplaren auch festgestellt.

Der Anisgeruch ist übrigens noch intensiver, wenn man den Pilz zerkleiner. Das kann man ja mal ausprobieren um die Nase zu "kalibrieren". Das hat mir und meinem Mann auch schon öfters bei der Diskussion "ist das nun Anisgeruch oder nicht ?" geholfen.

Viele Grüße

Iris

Dann sollte es zumindest keine Art des Karbolchampignons sein. Die Verfärbung
der Stielknollen bei den Karbolchampignongs geht wirklich blitzartig und
das gelb ist sehr "kanllig". Was ich noch erwähnen sollte ist,
dass die Verfärbung der Stielknolle im Schnitt nicht dauerhaft anhält. Als
ich mit meine Fundstücke eine Stunde nach dem durchgeführten Schnitt noch
mal angeschaut habe, war von der chromgelben Verfärbung nichts mehr zu
sehen! Erst ein erneuter Schnitt ließ die Knolle wieder
"leuchten".
Gruß
Jürgen

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Re: Gilbende Champignons

Dedimyk, (vor 7719 Tagen) @ pfifferling

Hallo Frank,

auch die Anischampignon gilben bei Berührung. Allerdings ist es ein Unterschied, ob ein Champignon langsam gilbt, oder wie beim Karbol-Champignon mit Reiben oder Anschneiden an der Stielknolle eine schnelle chromgelbe Verfärbung eintritt. Dann kommt natürlich noch der Geruch hinzu, nämlich immer Anis ( auch manchmal schwach ) bzw. der Karbol, machmal auch nur unangenehm .
Im vorliegenden Fall als 3. Merkmal die abgekröpfte Basis ( schiefe Knolle), die diesem Pilz den Namen Schiefknolliger Anis-Champignon einbrachte.
Ich hoffe, daß die Erklärungen plausibel und verständlich sind.

Herzliche Grüße Detlef

Hallo Detlef,
wieso bist du dir da so sicher? Ich frage mich deshalb, weil ich mir bei
gilbenden Champignons (nachdem ich einmal den Karbolgeruch erst im
Kochtopf wahrgenommen habe) recht schwer. Ich habe Unmengen von gilbenden
Champignons am Wochenende in unseren Wäldern gefunden - aber keinen
mitgenommen.
Nun zu dem Bild: Der Champignon hat doch eine scharfe Ringkante, also ist
zumindest der Schafchampignon auszuschliessen. Da ich mich auf meine Nase
nicht verlassen möchte, habe ich weiß ich nicht so recht, wie ich den Anis
vom Karbolch. unterscheiden soll (wenn ich auch einen Anisgeruch vermutet
hätte).
Nun meine Frage: Wie geht ihr bei der Bestimmung gilbender Champignons vor -
ohne Nase..?
LG
Frank
P.S: Es hat mich angesichts von über 1 kilo Pfiffis am Freitag, 52 (teilweise
vermadeten) Steinpilzen am Samstag mit den Kids, Unmengen frischen Maronen
gestern und auch sonst leckerem Beiwerk wie Schopftintlinge, sowie Frauen-
und Speisetäublingen auch nicht gestört die Ackerlinge stehen zu lassen...

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Re: Vermutlich Schiefknolliger Anisschampignon

Alis ⌂, (vor 7718 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Alis,
die Champignons sehen makroskopisch und mit Deinem Nachtrag Geruch nach Anis
wie Schiefknollige Anischampignons Agaricus essetei ( abruptibulbus
)aus.Gut sind die schräg angesetzten Knollen auf dem Totalbild zu sehen.
Natürlich gibt es, wie üblich keine Eßfreigabe nach der Bildbestimmung.

Hallo Detlef

ich bin zum selben Urteil gekommen und habe sie gestern abend auch verzehrt. Die Stiele fand ich eher zäh, sonst genießbar, wenn mir die Perlpilze auch besser schmeckten.
Aber offensichtlich sind sie für mich eßbar. ;-)
Hatte letzten Herbst eine größere Menge davon gefunden und die wurden von allen gut vertragen. Den Geschmack hatte ich besser in Erinnerung, vielleicht lag es an der Zubereitung.

Ich konnte kein gilben feststellen. Bei einem habe ich extra am Siel gerieben.
So, mal sehen, wie ich die Flockies zubereite.

Gruß Alis

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Re: heute am Schwarzwaldrand (3 Bilder)

HeideHilf, (vor 7717 Tagen) @ Alis

Ich wollte heute abend nur einen kleinen Kontrollgang machen. Nachdem ich
dann aber einen abgeschnittenen Steinistiel gesehen habe, gab es kein
halten mehr. Trotz leichtem Regen und Dunkelheit habe ich dann gesammelt,
bis am Korb der Henkel gerissen ist (naja, er war schon angeknackst)und
ich gar nichts mehr gesehen habe. So habe ich das Putzen auch auf daheim
verschoben.

Die meisten Perlpilze und Maronen waren schon zu alt.
Kann jemand aufgrund des Bildes die Champignons einordnen?

und sind das alles Flockies? Habe leider kein schärferes Bild hinbekommen,
ist aber definitiv bei allen kein Netz.

Mehlräslinge habe zum ersten Mal heimgetragen, Täublinge und einige
interessante andere habe ich nicht versucht zu bestimmen. War auch nichts
mit fotografieren bei dem Wetter.
Gruß Alis

Hallo Alis,
wenn das ein Schiefknolliger Champ ist:
In "Pilze, sicher und einfach bestimmen" vom Gräfe und Unzer Verlag heißt es: "Lange galt die Art als guter Speisepilz. Doch hat sich die Substanz, die das Gilben der Huthaut auslöst bei Laboruntersuchungen als stark krebserregend erwiesen."
Habe deshalb die Finger von meinen Schiefknolliger Champs gelassen...
ciao Heide

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krebserregend?

Alis ⌂, (vor 7716 Tagen) @ HeideHilf

Hallo Heide,
danke für den Hinweis,
werde der Sache bei Gelegenheit nachgehen

Gruß Alis

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