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Taunus

Sascha, (vor 7715 Tagen)

Hallöchen,

da mir einige in einem vorigen Beitrag widersprochen haben, dass es im Taunus nur wenig Röhlinge gibt, und ich heute 160km Spessartfahrt mit der Ergebniss 5 kleine Waldchampignons hinter mir habe, werde ich es nochmal im Taunus versuchen.

Vielleicht können die gütigen Experten mir etwas helfen. :)

Bisher war ich auf dem Feldberg, aber recht nahe des Parkplatzes unterwegs.
Es gibt dort einen kleinen Platz mit selten Steinpilzen, einige andere Filzröhlinge, vereinzelte Maronen, aber zu meinem Glück eine schöne Stelle mit Fichtenreizkern.

Da die Stelle klein, und auch oft schon abgeerntet ist, wollte ich mal fragen in welchen "Bereichen" ich eher mal suchen kann.

Nahe Frankfurt scheint mir nicht soo eine gute Idee, weil der Vordertaunus ein grosses Einzugsgebiet hat.

Ich habe mal auf der Karte geguckt, kenne mich aber leider mit der Bodenbeschaffenheit des Taunuses nicht aus'(Südlage, Boden, Bäume usw. spielen ja eine grosse Rolle), und hätte daher folgende Frage:

Ich hätte nun gedacht, erst wieder kurz nach der nördlichen Grenze bei Waldems zu suchen. In dem Breitenabschnitt sitzen aber Neu-Anspach und Usingen, 2 etwas grössere Städte.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob es sich vorher schon lohnt oder ob man erst wieder nach Waldems(also nördlich davon) suchen sollte?

Oder sollte man lieber eher Richtung Wiesbaden und weniger stark in den Norden gehen?

Für Tipps, ab wo der Wald nicht so hochfrequentiert wird, wäre ich sehr dankbar.

Herzliche Pilzgrüsse

Sascha

PS:Bitte nicht verstehen wie:Ich will jetzt genaue Stellen haben. So ist das nicht gemeint. Ich versuche nur, die Suche nach Stellen etwas einzugrenzen(Halt schonmal das grobe Gebiet abzustecken), da ich im August/September IMMER superwenig Zeit habe(vorher Stellen suchen ist schwierig, da man nur schwer überpüfen kann, ob hier im Herbst was pilziges wächst!), weil ich Ende Spetember (Vor)Diplomsklausuren schreibe, und das wird sich die nächsten 2-3 Jahre nicht ändern. Da möchte ich natürlich schon gerne in den Wald, und nicht mit viel, aber für eine Mahlzeit nachhause kommen(Das kann ruhig den ganzen Tag dauern..macht ja Spass!). Diese Tage sind dem entsprechend kostbar. Ich hoffe ihr habt ein wenig Verständniss :) Danke!

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Re: Taunus

ThomasHofheim, (vor 7715 Tagen) @ Sascha

Hallo Sascha,

nach meiner Auffassung führt einfach kein Weg daran vorbei, sich ein bißchen mehr Zeit für die Erkundung neuer Pilzplätze zu nehmen. Wie ich schon in einem anderen Zusammenhang geschrieben habe, gibt es ÜBERALL im Taunus zu richtigen Zeit (also z.B. im Moment) ausreichend Speisepilze. Das gilt aber - auch das habe ich glaube ich schon mal geschrieben - genauso für den Frankfurter Stadtwald im weitesten Sinne. Wenn man sich entsprechende Kartierungen anschaut, stellt man z.B. fest, dass Steinpilze fast nirgends fehlen und vielerorts auch häufig sind. Mit ein bißchen Glück wird man sogar mitten in Frankfurt, z.B. auf dem Hauptfriedhof fündig.
Umgekehrt gilt aber, dass man überall im Taunus auch NICHTS finden kann, wenn man ein bißchen Pech hat oder sich nicht genug Zeit und Ruhe läßt. Wenn ich Dir jetzt etwa schreibe, dass man nicht bis in den Hintertaunus fahren muß oder von mir aus noch etwas genauer sage: Geh mal bei Eppstein in den Wald, kann es trotzdem sein, dass Du da 2 Stunden rumrennst, kaum was findest und Dir denkst, dass Du ganz schön in die Irre geführt wurdest.

Der Taunus unterscheidet sich im übrigen in geologisch-bodenmäßiger Hinsicht nicht so sehr; im wesentlichen finden sich überall Gesteine, die zu mehr oder weniger sauren Böden verwittern. Das gilt in Bad Schwalbach genauso wie in Kronberg oder Usingen (bei allen kleinräumigen Unterschieden). Allein von daher sind die Bedingungen für viele gängige Speisepilze, die basenreiche Böden nicht mögen (Steinpilz, Rotkappen), überall gut.

Aber - auch hier wiederhole ich mich - der Taunus ist sicher kein Märchenwald, mit Wäldern, durch die man stundenlang spazieren kann, ohne dass einem jemand begegnet und man vor lauter Steinis kaum laufen kann (kommt aber auch vor).

Als letzten Tip - und auch das wiederhole ich hier regelmäßig: Einfach mal zu einer der geführten Wanderung gehen oder mit einem der Pilzberater im Rhein-Main-Gebiet vor Ort sprechen. Da geht es meist in gute Gebiete und man lernt außerdem Leute kennen, die einem vielleicht ein paar gute Stellen zeigen. In Frankfurt z.B. dürfte es auch in diesem Herbst im Gesundheitsamt wieder eine sehr gute Pilzberatung geben.
Also: Try, try and try!!
Viele Grüße
Thomas

Hallöchen,
da mir einige in einem vorigen Beitrag widersprochen haben, dass es im Taunus
nur wenig Röhlinge gibt, und ich heute 160km Spessartfahrt mit der
Ergebniss 5 kleine Waldchampignons hinter mir habe, werde ich es nochmal
im Taunus versuchen.
Vielleicht können die gütigen Experten mir etwas helfen. :)
Bisher war ich auf dem Feldberg, aber recht nahe des Parkplatzes unterwegs.
Es gibt dort einen kleinen Platz mit selten Steinpilzen, einige andere
Filzröhlinge, vereinzelte Maronen, aber zu meinem Glück eine schöne Stelle
mit Fichtenreizkern.
Da die Stelle klein, und auch oft schon abgeerntet ist, wollte ich mal fragen
in welchen "Bereichen" ich eher mal suchen kann.
Nahe Frankfurt scheint mir nicht soo eine gute Idee, weil der Vordertaunus
ein grosses Einzugsgebiet hat.
Ich habe mal auf der Karte geguckt, kenne mich aber leider mit der
Bodenbeschaffenheit des Taunuses nicht aus'(Südlage, Boden, Bäume usw.
spielen ja eine grosse Rolle), und hätte daher folgende Frage: Ich hätte
nun gedacht, erst wieder kurz nach der nördlichen Grenze bei Waldems zu
suchen. In dem Breitenabschnitt sitzen aber Neu-Anspach und Usingen, 2
etwas grössere Städte.
Könnt ihr mir vielleicht sagen, ob es sich vorher schon lohnt oder ob man
erst wieder nach Waldems(also nördlich davon) suchen sollte?
Oder sollte man lieber eher Richtung Wiesbaden und weniger stark in den
Norden gehen?
Für Tipps, ab wo der Wald nicht so hochfrequentiert wird, wäre ich sehr
dankbar.
Herzliche Pilzgrüsse
Sascha
PS:Bitte nicht verstehen wie:Ich will jetzt genaue Stellen haben. So ist das
nicht gemeint. Ich versuche nur, die Suche nach Stellen etwas
einzugrenzen(Halt schonmal das grobe Gebiet abzustecken), da ich im
August/September IMMER superwenig Zeit habe(vorher Stellen suchen ist
schwierig, da man nur schwer überpüfen kann, ob hier im Herbst was
pilziges wächst!), weil ich Ende Spetember (Vor)Diplomsklausuren schreibe,
und das wird sich die nächsten 2-3 Jahre nicht ändern. Da möchte ich
natürlich schon gerne in den Wald, und nicht mit viel, aber für eine
Mahlzeit nachhause kommen(Das kann ruhig den ganzen Tag dauern..macht ja
Spass!). Diese Tage sind dem entsprechend kostbar. Ich hoffe ihr habt ein
wenig Verständniss :) Danke!

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Re: Taunus

Sascha, (vor 7715 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

ich nehme mir deine Hinweise mal zu Herzen. :)

Heute war es nur sehr enttäuschend. 160km Fahrt und nichts gefunden.
So leer war der Teil des Spessarts um diese Zeit noch nie.

Ausserdem bin ich auch noch ordentlich nass geworden. Spass hat das nicht wirklich gemacht.

Was die Kartierung angeht..könntest du mir da Infoquellen sagen?
Das interessiert mich doch sehr, da man sich einen Überblick und eine Tendenz verschaffen kann.

Ich ziehe demnächst nach Hofheim..vielleicht habe ich dort etwas Glück, denn der Wald liegt direkt am Ort(Stadteil von Hofheim etwas weiter draussen) :)

Danke nochmal!

Gruss

Sascha

Hallo Sascha,
nach meiner Auffassung führt einfach kein Weg daran vorbei, sich ein bißchen
mehr Zeit für die Erkundung neuer Pilzplätze zu nehmen. Wie ich schon in
einem anderen Zusammenhang geschrieben habe, gibt es ÜBERALL im Taunus zu
richtigen Zeit (also z.B. im Moment) ausreichend Speisepilze. Das gilt
aber - auch das habe ich glaube ich schon mal geschrieben - genauso für
den Frankfurter Stadtwald im weitesten Sinne. Wenn man sich entsprechende
Kartierungen anschaut, stellt man z.B. fest, dass Steinpilze fast nirgends
fehlen und vielerorts auch häufig sind. Mit ein bißchen Glück wird man
sogar mitten in Frankfurt, z.B. auf dem Hauptfriedhof fündig.
Umgekehrt gilt aber, dass man überall im Taunus auch NICHTS finden kann, wenn
man ein bißchen Pech hat oder sich nicht genug Zeit und Ruhe läßt. Wenn
ich Dir jetzt etwa schreibe, dass man nicht bis in den Hintertaunus fahren
muß oder von mir aus noch etwas genauer sage: Geh mal bei Eppstein in den
Wald, kann es trotzdem sein, dass Du da 2 Stunden rumrennst, kaum was
findest und Dir denkst, dass Du ganz schön in die Irre geführt wurdest.
Der Taunus unterscheidet sich im übrigen in geologisch-bodenmäßiger Hinsicht
nicht so sehr; im wesentlichen finden sich überall Gesteine, die zu mehr
oder weniger sauren Böden verwittern. Das gilt in Bad Schwalbach genauso
wie in Kronberg oder Usingen (bei allen kleinräumigen Unterschieden).
Allein von daher sind die Bedingungen für viele gängige Speisepilze, die
basenreiche Böden nicht mögen (Steinpilz, Rotkappen), überall gut.
Aber - auch hier wiederhole ich mich - der Taunus ist sicher kein
Märchenwald, mit Wäldern, durch die man stundenlang spazieren kann, ohne
dass einem jemand begegnet und man vor lauter Steinis kaum laufen kann
(kommt aber auch vor).
Als letzten Tip - und auch das wiederhole ich hier regelmäßig: Einfach mal zu
einer der geführten Wanderung gehen oder mit einem der Pilzberater im
Rhein-Main-Gebiet vor Ort sprechen. Da geht es meist in gute Gebiete und
man lernt außerdem Leute kennen, die einem vielleicht ein paar gute
Stellen zeigen. In Frankfurt z.B. dürfte es auch in diesem Herbst im
Gesundheitsamt wieder eine sehr gute Pilzberatung geben.
Also: Try, try and try!!
Viele Grüße
Thomas