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Re: Taunus

Sascha, (vor 7716 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

ich nehme mir deine Hinweise mal zu Herzen. :)

Heute war es nur sehr enttäuschend. 160km Fahrt und nichts gefunden.
So leer war der Teil des Spessarts um diese Zeit noch nie.

Ausserdem bin ich auch noch ordentlich nass geworden. Spass hat das nicht wirklich gemacht.

Was die Kartierung angeht..könntest du mir da Infoquellen sagen?
Das interessiert mich doch sehr, da man sich einen Überblick und eine Tendenz verschaffen kann.

Ich ziehe demnächst nach Hofheim..vielleicht habe ich dort etwas Glück, denn der Wald liegt direkt am Ort(Stadteil von Hofheim etwas weiter draussen) :)

Danke nochmal!

Gruss

Sascha

Hallo Sascha,
nach meiner Auffassung führt einfach kein Weg daran vorbei, sich ein bißchen
mehr Zeit für die Erkundung neuer Pilzplätze zu nehmen. Wie ich schon in
einem anderen Zusammenhang geschrieben habe, gibt es ÜBERALL im Taunus zu
richtigen Zeit (also z.B. im Moment) ausreichend Speisepilze. Das gilt
aber - auch das habe ich glaube ich schon mal geschrieben - genauso für
den Frankfurter Stadtwald im weitesten Sinne. Wenn man sich entsprechende
Kartierungen anschaut, stellt man z.B. fest, dass Steinpilze fast nirgends
fehlen und vielerorts auch häufig sind. Mit ein bißchen Glück wird man
sogar mitten in Frankfurt, z.B. auf dem Hauptfriedhof fündig.
Umgekehrt gilt aber, dass man überall im Taunus auch NICHTS finden kann, wenn
man ein bißchen Pech hat oder sich nicht genug Zeit und Ruhe läßt. Wenn
ich Dir jetzt etwa schreibe, dass man nicht bis in den Hintertaunus fahren
muß oder von mir aus noch etwas genauer sage: Geh mal bei Eppstein in den
Wald, kann es trotzdem sein, dass Du da 2 Stunden rumrennst, kaum was
findest und Dir denkst, dass Du ganz schön in die Irre geführt wurdest.
Der Taunus unterscheidet sich im übrigen in geologisch-bodenmäßiger Hinsicht
nicht so sehr; im wesentlichen finden sich überall Gesteine, die zu mehr
oder weniger sauren Böden verwittern. Das gilt in Bad Schwalbach genauso
wie in Kronberg oder Usingen (bei allen kleinräumigen Unterschieden).
Allein von daher sind die Bedingungen für viele gängige Speisepilze, die
basenreiche Böden nicht mögen (Steinpilz, Rotkappen), überall gut.
Aber - auch hier wiederhole ich mich - der Taunus ist sicher kein
Märchenwald, mit Wäldern, durch die man stundenlang spazieren kann, ohne
dass einem jemand begegnet und man vor lauter Steinis kaum laufen kann
(kommt aber auch vor).
Als letzten Tip - und auch das wiederhole ich hier regelmäßig: Einfach mal zu
einer der geführten Wanderung gehen oder mit einem der Pilzberater im
Rhein-Main-Gebiet vor Ort sprechen. Da geht es meist in gute Gebiete und
man lernt außerdem Leute kennen, die einem vielleicht ein paar gute
Stellen zeigen. In Frankfurt z.B. dürfte es auch in diesem Herbst im
Gesundheitsamt wieder eine sehr gute Pilzberatung geben.
Also: Try, try and try!!
Viele Grüße
Thomas

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