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Re: Fund von Sonntag

Marcell Rost, (vor 7713 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirk,

stolze dame - das klingt witzig, die bezeichnung habe ich noch
nie gehört. unsere mischung sah ungefähr ähnlich aus, nur dass anstelle
der scheidenstreiflinge tonnenweise hallimasch dabei waren. bis heute
(neben dem violetten rötelritterling) mein persönlicher ekelpilz.

Den Hallimasch gab es dann bei uns immer später im Jahr als Einzelgericht. Dann finde ich ihn eigentlich lecker. Das halte ich auch heute noch so. Aber 2x im Jahr reicht dann auch.

an den
kahlen krempling kann ich mich leider nicht mehr so gut erinnern, ich
meine aber, dass er sehr würzig (etwas säuerlich?) war und mir gut
geschmeckt hat ... allerdings war das glaube ich ein ziemlich dunkler
matsch, den man da aufgetischt bekam ...

Etwas säuerlich passt schon. Aber ich empfand ihn wirklich als super Mischpilz. Wenn man sich auf junge Pilze konzentriert hat konnte man diesen Matsch umgehen. Meinem Vater allerdings kann es auch heute noch nicht schwabbelig genug sein. Was allerdings meistens durch die Röhren der grossen Maronen zustande kam.

ich finde es erstaunlich, dass die großeltern-generation diesen pilz
scheinbar völlig unbeschadet weitersammelt ... fast möchte man die ganze
vergiftungs-problematik in frage stellen ...

Ich persönlich glaube auch nicht wirklich an diese Berichte. Ich halte mich zwar daran und sammle ihn nicht, aber ich denke das diese Einzelfälle welche ja offensichtlich auch zum Tod geführt haben, eher auf allergische Reaktionen zurück zu führen sind und nur im Einzelfall schädlich sind. Ich habe mal einen Bericht über Erdbeeren gelesen. Bei denen soll es deutlich häufiger zu Todesfällen gekommen sein. Aber ich füge mich der Mehrheit, da ich nicht die fachliche Kompetenz besitze um hier ein Urteil abzugeben.

ich tippe mal, dass im
ruhrgebiet der kahle krempling immer noch der meistgesammelte pilz bei
leuten im seniorenalter ist ...

Das ist definitiv so.

na ja, wir haben es jedenfalls überlebt ;-) heute esse ich am liebsten (neben
steinpilz und pfifferling) schopftintlinge (wenn man sie denn gesund nach
hause kriegt) und perlpilze, auch ein scharf gewürztes
täublings-durcheinander, durchmischt mit bratkartoffeln, ist nicht zu
verachten. trompetenpfifferlinge finde ich sehr gut für risotto ... usw,
usw ...

Mein absoluter Favorit sind die frischen Pfifferlinge. Selbst zu den frischen gekauften ist der geschmackliche Unterschied gigantisch. Junge Steinpilze sind für meine Frau der absolut Hit. Parasol und Riesenbovist müssen auch ein bis zweimal pro Jahr sein. Hallimasch einzeln und Mischpilze mit möglichst vielen Arten gelegentlich. Täublinge muss ich erst noch lernen.

aber hohlfußröhrlinge in unseren breiten? das ist ja fürs flachland ein
geradezu spektakulärer fund ...

Das hätte ich von Deinem Hasenröhrling auch behauptet, da ich ihn ja noch nie gefunden habe. Wächst den der Hohlfussröhrling sonst nur höher? Der Fund ist natürlich schon ein paar Jahre her und ich habe damals diesem Pilz keine besondere Beachtung geschenkt, da er ebenso wie Gold- und Kuhröhrling in älterem Zustand eine Matsche im Korb hinterlässt. Aber das ist ja mal eine schöne Aufgabe. Ich glaube den Wald würde ich noch wiederfinden. Vielleicht können wir ja mal gemeinsam dahin fahren. Ich war nur einmal dort, aber ich denke, dass ein neues Waldgebiet immer irgendetwas Interessantes hergibt.

Viele Grüße,

Marcell

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