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Leichtsinn sondergleichen....

waldschreck, (vor 7707 Tagen)

...folgenden Text nachdem ich die Beiträge über Knollenblätterpilze und Champignons gelesen hab. Pilzvergiftungen beruhen immer wieder auf Verwechslungen, Missverständnissen und "unglücklichen Umständen".
Die Geschichte ist noch keine drei Wochen alt:
Eine Familie sammelt Pilze: Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Maronen, Steinpilze....und findet wunderschöne Korallen (gelbe). Der Vater (Lehrer von Beruf) nimmt eine mit nach Hause und schlägt im Buch nach. Er bestimmt die Pilze (nach dem System "mal durchblättern was es denn sein könnte") als Krause Glucke, schätzungsweise bot sein Buch keine Korallenbilder.
In freudiger Erregung trägt er seine Beute zum Nachbarn und zeigt was er gefunden hat, zeigt seine Krause Glucke. Der Nachbar nickt zustimmen mit dem Kopf und sagt: ja, ja, schöne Krause Glucke...(hat aber keine Ahnung von Pilzen). Super....nachdem der Nachbar ja nun seine Bestimmung bestätigt hat, verschenkt der Finder grosszügig einen Teil seiner Krausen Glucke und geht vondannen....
Fazit: Jeder hat geglaubt der andere kenne sich aus. Ich staune immer wieder, mit welcher Gelassenheit jedwelche Risiken in Kauf genommen (oder einfach unterschätzt)werden. Pilze nicht kennen, Pilze verschenken, Pilze sorglos zubereiten (am Tisch sitzen immer wieder Kinder) und so weiter und so fort....

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Re: Leichtsinn sondergleichen....

Matthias, (vor 7707 Tagen) @ waldschreck

Hallo Waldschreck,
es ist leider kaum zu glauben wie leichtsinnig Leute bei Pilzen sind, aber wenn ich so sehe in welcher Qualität Pilte in Supermärkten und auf Wochenmärkten gehandelt werden (oft in schlechtem Zustand und manchmal als falsche Art verkauft), da wundern mich Bilderbestimmungen auch nicht von manchen Pilzsammlern auch nicht.
So kommen leider immer wieder Pilzvergiftungen zustande,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Leichtsinn sondergleichen....

Bernhard Schülke, (vor 7707 Tagen) @ waldschreck

Ein Stück "Vergangenheitsbewältigung"

Als Kind bestimmte ich meinen ersten Pilz im Schönecker Wald mit einem Pilzbuch, das mir meine Mutter schenkte: Grüner Knollenblätterpilz. Seit dem ass ich keine von meinen Eltern gesammelten Pilze mehr.

Sie leben noch: Sie hatten bislang Röhrlingsessen wegen sogenannter Bitterpilze öfters mal weggekippt. Das letzte Mal vor ein paar Jahren mußte meine Mutter ihre selbstgesammelten Champignons wegschütten. Es waren sogar welche, aber stanken zusehr, sagte meine Mutter. Bem: Seit mind. 20 Jahren müßte meine Mutter wissen, dass man um Schöneck regelmäßig Karbolegerlinge findet. Nun ja.

Aber vielleicht vergifteten sich die Einheimischen in Schöneck nicht mit grünen Knollenblätterpilzen, da der grüne Knollenblätterpilz in meinen Heimatort einer der häufigeren (aspektbildenden) Pilzarten ist, und damit dort allgemein bekannt ist.

Fazit: Manche "Experten" haben eben einen Glücksengel, andere nicht.