Re: Lösung

MartinB, (vor 6113 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

du willst mir(uns) jetzt aber nicht sagen, du hättest einem einzelnen Ascus die Hülle abgeschält (selbstverständlich ohne die darinnen liegenden Sporen zu verletzen!) und dann das Hütchen mit der Micropinzette abgezogen... ;-)???
Nicht wirklich, oder ist da eine gängige Microtechnik an mir vorbei gegangen?

Herzliche Grüße,

Martin

PS: verrätst du mir die Marke deiner Rasierklingen?

Hallo!
Arachnopeziza aurata (Blassgoldenes Spinnwebbecherchen) stimmt. Martin und
Gabor haben es richtig vermutet.
Gabor hat auch recht, wenn er vermutet, dass es sehr ähnliche andere Arten in
der Gattung gibt (aber das wäre ja jetzt wirklich fies von mir eine solche
seltenere Art erraten zu lassen).
Jung ist der Becherling weiß (früher als A. nivea)und bei Zeiten fallen die
weißen Subikulumhyphen auf.....

....beim Älterwerden wird das gelbe, an den Haaren anhaftende Harz deutlicher

Mikro:
Hier auch die Antwort auf meine "Zwischendurch-Dumm-Frage": Also,
um festzustellen, wieviele Sporen im Ascus nebeneinander liegen, könnte
man natürlich freischwimmende Sporen messen und durch Vergleich der Sporen
im Ascus und deren benötigten Platz rein rechnerisch Rückschlüsse ziehen.
Wenn man aber keine Lust zum Rechnen hat, einfach mit ruhiger Hand und
scharfer Rasierklinge den Ascus skalpieren. Wie schön man die Sporen
zählen kann, seht ihr ja oben im Mikrobild.

Die zu langen Haare der A. nivea in PdS (Nr.249) resultieren, das behaupte
ich jetzt mal ganz frech, aus gemessenen Subikulumhyphen. Diese sind
nämlich den Haaren sehr ähnlich vom Aufbau her, bloß länger und dünner,
und sind mitunter ebenfalls seitlich, wenn auch basisnäher, am Becher zu
finden.
VG Ingo W

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